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1. Editorial |
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Hallo, weiter geht es mit unserer großen Interviewserie bei MEDI-LEARN. Diesmal sind alle Famulanten unter euch dazu aufgerufen uns bei unserer redaktionellen Arbeit und dem Ausbau des Themas Famulatur auf unseren Seiten kräftig zu unterstützen. Als Belohnung winken Lehrbuchpreise im Wert von 1.000 €. Alle weiteren Details erfahrt ihr im heutigen Artikel.
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Studienplatzbewerberin Maren erzählt von ihrer neuen 1-Zimmer-Wohnung, die sie nach einer abenteuerlichen Suche im Internet und stundenlangen Telefonaten endlich gefunden hat. "Nebenbei" absolviert sie auch noch ein zweiwöchiges Praktikum im Rettungsdienst. Klinikern Sandra hat ihren ersten Tag in der Chirurgie hinter sich gebracht, an dem sie gleich von den Kollegen "ins kalte Wasser geschubst" wurde und im Labor Blutgruppenbestimmungen an über 300 Spendern machen durfte. Ein neuer Artikel zu unseren Präpkurs-Interviews präsentiert dir einmal mehr die "Essenz" geballter Präpkurs-Erfahrungen und widmet sich der Frage, ob die Teilnehmer den Kurs ein erneutes Mal machen würden. Diesmal auch wieder mit dabei - neue Forenlinks, der Cartoon der Woche und weitere interessante Artikel und Kolumnen.
Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten
Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 10.11.2009:
o Zum Hausbesuch ins "Holo-Deck"
o Hammerexamensblog: Spätdienst
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2. Deine Meinung zur Famulatur ist gefragt Große MEDI-LEARN Interviewserie
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Famulanten aufgepasst: Jetzt könnt ihr die Webseiten zum Thema Famulatur von MEDI-LEARN mit neuem Leben füllen und habt die Chance auf wertvolle Lehrbücher im Wert von 1.000 €. Um was geht es? Für die weitere redaktionelle Arbeit wie auch den Ausbau des Kapitels im Buch "Abenteuer Medizinstudium - Der MEDI-LEARN Studienführer" möchten wir das Kapitel Famulatur neu beleuchten. Wer könnte es dabei besser weiter helfen, als die unschlagbare Community der Foren!
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Auf folgende Fragen erhoffen wir uns durch eure Antworten, nachfolgenden Generationen von Famulanten den Einstieg zu erleichtern. Schon an dieser Stelle besten Dank für euer Mitwirken - stellt die Antworten einfach als Beitrag im Forum ein.
Als Dankeschön verlosen wir unter allen, die bei unserer Interview-Offensive mitmachen, Lehrbücher im Wert von 1000 €!
Die Fragen lauten:
1. Auf welchem Wege hast du die Stelle deiner Famulatur gefunden?
2. Warum hast du dich für das Fachgebiet, das du gewählt hast, entschieden?
3. Wie lange und wo genau hast du famuliert?
4. Wie sah ein typischer Tag während deiner Famulatur aus? Wann ging es los? Wann war Feierabend? Was hast du in der Regel gemacht oder tun dürfen?
5. Was war das besonders „schöne Ereignis“ in der Famulatur, das du nicht vergessen wirst?
6. Was war das besonders „unschöne Ereignis“ in der Famulatur, das du nicht vergessen wirst?
7. Würdest du sagen, dass du auf dem Gebiet der praktischen Fertigkeiten richtige Fortschritte gemacht hast oder blieb dein Kenntnisstand eher so wie zuvor?
8. Fühltest du dich gut betreut und wurde dir viel gezeigt? Oder musstest du eher nachhaken, damit sich jemand kümmert?
9. Falls du im Ausland famuliert hast: warum bist du nicht daheim geblieben und wie hast du den Aufenthalt finanziert? Haben sich die Mühen gelohnt? Wie lange vorher hast du dich beworben? Wie teuer wurde es insgesamt?
10. Welche Tipps würdest du nachfolgenden Famulanten mit auf den Weg geben?
Wir danken euch schon an dieser Stelle für das Ausfüllen dieses Interviews in den Fächern der Vorklinik, mit der ihr mithelft, den Erfahrungsschatz und das Informationsangebot in der MEDI-LEARN Community weiter zu vergrößern: Herzlichen Dank für deine Mühen und das Mitwirken an den redaktionellen Inhalten von MEDI-LEARN!
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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MEDI-LEARN im Herbst 2009
auf Deutschlandtour
Effektive
Examensvorbereitung |
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München |
11.11.2009 |
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Münster |
17.11.2009 |
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Hamburg |
19.11.2009 |
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Leipzig |
25.11.2009 |
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Berlin |
26.11.2009 |
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Bonn |
01.12.2009 |
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Marburg |
02.12.2009 |
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Düsseldorf |
03.12.2009 |
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Hast du den Präpkurs schon gehabt? Wie ist das mit den Leichen? Ist Jemand umgekippt? Der Präparierkurs ist sicher der Kurs, um den sich die meisten Mythen ranken, die meisten Halbwahrheiten verbreitet werden und sicher ein Highlight des Medizinstudiums. Doch warum Gerüchten lauschen, wenn man einfach ein paar Präparanden befragen kann? Die einzelnen Interviews werden an anderer Stelle veröffentlicht. Hier nur die Essenz aus geballter Präpkurs-Erfahrung: Gemeinsames Präpen, gemeinsames Lernen und Antworten auf die Frage „Würdest du den Präpkurs noch einmal machen?“
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15 Leute an einem Tisch
Es gibt zwar genug Körperspender, aber nicht einen für jeden Studenten. Das ist auch gar nicht nötig, denn die Arbeit ist so filigran und präzise, dass ein einzelner Student wohl Jahre brauchen würde, um den ganzen Körper zu präparieren. Die Lösung ist, dass meistens 7 bis 10 Leute an einem Tisch beschäftigt sind. Jeder bekommt ein Gebiet zugewiesen, das er bearbeitet. Manchmal wird rotiert, manchmal teamweise abgewechselt. Zum Teil entfernen sich einige Studenten vom Tisch, um Strukturen im Atlas nachzuschlagen oder sich auf die Testate vorzubereiten. Die einhellige Meinung ist, dass es zwar eng werden kann, aber bei entsprechender Organisation und Absprache Jeder genug präparieren kann.
Gemeinsames Lernen beste Prüfungsvorbereitung Der Graus des Mediziners: Anatomie-Testate! Nirgendwo ähnelt das Lernen mehr der Telefonbuch-Technik als hier. Die gängige Prüfungsform sind vier bis fünf mündlich-praktische Testate pro Semester. Das heißt, alle zwei bis vier Wochen ein Testat zu dem Gebiet, das gerade bearbeitet wird. An einigen Unis gibt es zusätzlich Referate, Eingangs- oder Abschlussklausuren oder schriftliche Testate. Die Studenten betonen, dass gemeinsames Lernen und gegenseitiges Erklären die beste Prüfungsvorbereitung sind.
Der Stress ist einfach zu groß Wer mehrfach durch Testate durchgefallen ist, muss den Präpkurs wiederholen. Freiwillig würden das auch einige Studenten machen. Aber nur, wenn der Testatdruck wegfällt. Der Kurs ist sehr hilfreich zum Anatomie lernen. Ein Chirurg sehnt sich manchmal vor schwierigen Operationen in den Präpsaal zurück. Eine ältere Studentin würde mit ihrem jetzigen Wissen über Anomalien und Krankheiten gerne noch einmal einen „Präpkurs der anderen Art“ absolvieren. „Einmal genügt vollkommen!“ sagen viele Andere. Der Stress ist einfach zu groß. Sie beschweren sich über den ekligen Geruch und den gewaltigen Druck durch die Testate, ohne sich darauf vorbereitet zu fühlen.
 | Das 3B Scientific-Anatomiespecial Dieser Artikel ist Teil des redaktionellen Specials zum Thema Anatomie, das wir dir mit freundlicher Unterstützung von 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, präsentieren können. | | | | |
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| Autor(in): Nina Dalitz (MEDI-LEARN) ([email protected]) |
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Für die Umsetzung von Hilfsprojekten braucht man Ärzte aus allen Fachbereichen. „Gesucht werden Fachärzte in Gynäkologie, Chirurgie, Pädiatrie oder Anästhesie“, sagt Dr. Butenop. „Ebenso gefragt sind ,Allrounder‘, die vom Kaiserschnitt bis zur HIV-Therapie alles können.“ Interessierte Ärzte können sich bei Hilfsorganisationen bewerben. Neben fachlichen Fähigkeiten legen diese Wert auf Belastbarkeit, Flexibilität und emotionale Stabilität. ÄoG nimmt Bewerber nach einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch in einen Personalpool auf. Wird eine Stelle in einem Projekt frei, sucht die Organisation passende Mitarbeiter aus. Da die Vermittlung Monate dauern kann, empfiehlt Dr. Butenop, sich früh zu bewerben.
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ÄoG und Entwicklungsdienste, wie der Deutsche Entwicklungsdienst (DED), schreiben auch Stellen aus, für die keine beendete Facharztausbildung nötig ist. Voraussetzung ist jedoch eine mindestens 18-monatige Berufserfahrung. Dr. Bärbel Krumme vom Missionsärztlichen Institut in Würzburg empfiehlt sogar mindestens drei Jahre Berufserfahrung als Arzt, wenn man in einem Entwicklungsland arbeiten möchte: „Man sollte solides fachliches Grundwissen mitbringen, denn man muss ohnehin viel Neues lernen.“ ÄoG und DED bieten im Internet Stellenmärkte an (Linktipps), die die Qualifikationen für jeden Projektplatz auflisten. Junge Ärzte können beim DED auch als Entwicklungsstipendiaten Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit sammeln. Für Studenten gibt es die Möglichkeit, ein Praktikum in der Zentrale zu absolvieren. Die Gehälter in der Not- und Entwicklungshilfe fallen oft geringer aus als in anderen medizinischen Bereichen. ÄoG zahlt Ärzten in der Nothilfe etwa 800 Euro monatlich, zuzüglich Lohnsteuer und Krankenversicherung. Für Entwicklungshelfer richtet sich der Verdienst nach dem Entwicklungshelfergesetz. Zu einem Nettounterhaltsgeld von ca. 1.350 Euro kommen Leistungen wie Flüge, Unterkunft vor Ort und Familienzuschläge. Es gibt aber auch Organisationen, etwa die GTZ, die Gehälter zahlen, die mit denen in Deutschland vergleichbar sind oder sogar darüber liegen.
Für Entwicklungsarbeit in längerfristigen Projekten ist eine Weiterbildung in Gesundheitswissenschaften, etwa ein Master in „Public oder International Health“ oder in „Control of infectious diseases“ unerlässlich. „Kenntnisse in Public Health sind auch sinnvoll, wenn man ,nur‘ kurativ arbeiten möchte“, weiß Dr. Krumme. Umgekehrt dürfen Mediziner in der Entwicklungsarbeit ihre ärzlichen Fähigkeiten nicht vergessen. Aber auch auf kürzer dauernde Einsätze sollte man sich gründlich vorbereiten: Dr. Houben rät, Zusatzkurse, beispielsweise einen Tropenmedizinkurs, zu belegen. „Wer in unserer Klinik medizinische Hilfe sucht, setzt große Hoffnung in die ausländischen Ärzte. Diese Hoffnung sollte man nicht enttäuschen.“ Die jeweilige Landessprache muss man nicht unbedingt sprechen. Zumindest sollte man aber – je nach Land – Englisch, Französisch oder Spanisch beherrschen. „Zudem kann man sich bemühen, Redewendungen in der Landessprache zu lernen“, rät die Gynäkologin Dr. Monika Hauser, Gründerin der Hilfsorganisation medica mondiale (Interview). Damit könne man schnell Vertrauen aufbauen. „Nur wenn wir die Menschen respektieren und wertschätzen, mit ihnen zusammenarbeiten statt ihnen unsere Konzepte aufzudrücken, können wir gute Entwicklungsarbeit leisten“, erklärt Dr. Hauser. Zudem sei wichtig, dass man für sich klärt, warum man Entwicklungshilfe machen möchte: Will man ärmeren Menschen helfen, muss man sich immer fragen, warum man das macht.“ Manche machen es leider aus Prestigegründen.
Zwischen Frust und Ohnmacht Die Arbeit stellt hohe Anforderungen an die Entwicklungshelfer. „Improvisationstalent, Frustrationstoleranz und die Fähigkeit, abschalten zu können, sind gefragt“, erzählt Dr. Hauser. Dr. Butenop macht klar, dass man mit viel Leid konfrontiert wird. „Über Kindersterblichkeit zu lesen ist etwas ganz anderes, als kleine Menschen sterben zu sehen. Es frustriert mich, dass ich nicht immer helfen kann.“ Manchmal ist auch die Kooperation mit den Kollegen vor Ort schwierig. Dr. Houben beklagt, wie wenig einheimische Ärzte ihr Operationsspektrum erweitern möchten. „Viele Kollegen ziehen repräsentative und administrative Aufgaben den medizinischen vor.“ Dr. Christina Beckhaus, die sonst eine Praxis in Hessen führt, und ihre Kollegen von „Ärzte für die Dritte Welt“ behandeln täglich rund 300 Patienten im Medical Centre im Mathare-Valley-Slum in Nairobi. Die Menschen kommen mit HIV, Tuberkulose oder Tropenkrankheiten zu ihr. „Ich finde es sehr befriedigend, zu erleben, wie man mit einfachen Mitteln eine Menge ausrichten kann. Anamnese und klinische Untersuchung rücken in den Mittelpunkt“, erzählt sie. Doch es gibt auch Situationen, die die Chirurgin deprimieren: „Einigen Patienten könnten wir besser helfen, wenn sie eher kämen oder besser aufgeklärt wären.“ Manchmal fühlt sich die Ärztin machtlos. „Was wir ausrichten, hilft nur Einzelnen. Ich wünschte, der Gesundheitszustand der Menschen insgesamt würde sich langfristig bessern.“
Gelder fließen – doch wohin? Kristin Maass arbeitet für die Nothilfeorganisation Cap Anamur. Die Kinderärztin behandelt ihre kleinen Patienten in einem Flüchtlingslager in Alebtong, Uganda, rund um die Uhr. Nachts wird sie bei Geburten gerufen oder wenn es Patienten so schlecht geht, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden müssen. Zudem kauft sie Medikamente ein und kümmert sich darum, dass die Sauerstoffflaschen aufgefüllt sind und dass Solaranlage und Generator funktionieren. Auch sie erlebt Situationen, in denen sie nicht helfen kann, obwohl dies in Deutschland möglich wäre: „Kürzlich konnten wir einem Kind mit schwerer Anämie keine Bluttransfusion verabreichen, und es starb.“ Bei Kindern mit Herzklappenerkrankungen weiß die Ärztin, dass sie langfristig nicht überleben werden, weil es in Uganda nicht möglich ist, Herzoperationen durchzuführen. „Demotivierend finde ich auch, wie korrupt das Gesundheitswesen hier ist. Gelder versickern in dubiosen Kanälen, das Gesundheitsministerium liefert versprochene Medikamente nicht.“ Doch auch Missstände zu Hause tragen zur schlechten Krankenversorgung in armen Ländern bei. Dr. Stietenroth beklagt die Haltung der deutschen Regierung in der Finanzkrise: „Eine Erhöhung des Etats für die Entwicklungszusammenarbeit wird endlos diskutiert, aber es ist kein Problem, mit Milliarden einer Bank zu helfen, deren hoch bezahltes Management sich aus reiner Gier verzockt hat.“
Autorin: Dr. med. Felicitas Witte - Via medici
Teil 3 des Artikels "Traumjob oder Albtraum?" findest du in der kommenden Ausgabe der Onlinezeitung.
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| Autor(in): Dr. med. Felicitas Witte - Via medici ([email protected]) |
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Einen turbulenten Start ins Wintersemester erleben in diesen Tagen etliche österreichische Universitäten. In der vergangenen Woche wurde zunächst in Wien der größte Hörsaal des Landes besetzt, kurz darauf außerdem der Hörsaal A der Vorklinik in Graz. Dort fand eine Vollversammlung mit rund 500 Teilnehmern statt.
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Friedliche Protestaktionen von Studierenden gegen Überfüllung und mangelhafte Ausstattung ihrer Hochschulen gibt es mittlerweile auch in anderen Teilen der Alpenrepublik. Für den folgenden Tag war außerdem eine Großdemonstration in der Wiener Innenstadt geplant. In ihrer Grazer Vollversammlung legte die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) einen umfangreichen Forderungskatalog vor. Abgeschafft werden sollen finanzielle und andere „Barrieren im Bildungsbereich“ wie Studiengebühren und Zugangs-Beschränkungen zu Master- und PhD-Studiengängen. Stattdessen müsse es eine bessere personelle und räumliche Ausstattung des Lehrbetriebs und mehr Geld für die Bibliotheken geben. Auch die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes und die Einführung demokratischer Entscheidungsstrukturen auf allen Ebenen werden angemahnt. Es gehe um ein „klares Bekenntnis der Politik zur Weiterentwicklung des österreichischen Bildungssystems".
Die Reaktion der Politiker auf die Studenten-Proteste ist bisher verhalten. Bundeskanzler Werner Faymann zeigte zwar Verständnis für die Forderungen, verwies aber auf die Zuständigkeit des Wissenschaftsministers Johannes Hahn. Dieser solle ein Konzept vorlegen, wie Österreichs Universitäten zukunftsfähig gemacht werden können, ohne zugleich junge Menschen vom Studium auszuschließen.
Hahn war jedoch zunächst nicht bereit, mit den Protestierenden vor Ort zu sprechen. Stattdessen lud der ÖVP-Politiker indirekt die Vertreter der Studentenschaft ins Wissenschaftsministerium am Wiener Minoritenplatz ein, das „ein offenes Haus“ sei. Dort werden sie ihn allerdings nicht mehr lange antreffen: Inmitten der Proteste wurde bekannt, dass der 51-jährige Hahn als neuer EU-Kommissar Österreichs nach Brüssel geht.
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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huhu *kopf rausstreck* ich bin noch da – ich leb’ noch
Wie der Titel schon sagt sitz’ ich im Moment zwischen ziemlich vielen Stühlen, also quasi in der Mitte von einem Stuhlkreis Zwischen Schule und Studium, zwischen dem einen und dem anderen Praktikum, zwischen zu Hause wohnen und Ausziehen, zwischen Möbelhäusern und Einrichtungsläden, zwischen alten und neuen Verpflichtungen und jetzt im Moment gerade auch irgendwie zwischen Tag und Nacht.
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Liegt daran: Um die verbleibende Zeit sinnvoll zu nutzen konnte meine eine es natürlich wieder nicht lassen, sich noch etwas zusätzliche Arbeit aufzuladen. Soweit wie immer^^ Ich mache nun also in meinem Landkreis noch ein kleines (2 Wochen) Rettungsdienst-Praktikum. Zum sehen-erleben- mitmachen-lernen. Im Grunde eine schöne Sache, auf die ich mich schon im Pflegepraktikum gefreut hab und eine Beschäftigung, die mir Spaß macht. Dieser Spaß hat gestern abend natürlich gleich mit einem Nachtdienst begonnen, den ich erstmal erfolgreich überlebt und zum ersten Zurechtfinden genutzt habe. Mal schaun, wies so weitergeht.
Ansonsten habe ich mich in der Zeit meiner Abwesenheit hier auf das Abenteuer Wohnungssuche begeben, mich durch Zeitungen und die einschlägigen Internetseiten gefressen, stundenlang telefoniert, besichtigt und: Tadaaaaaaa!!!
Am Montag bin ich erfolgreich fündig geworden und habe bei meinem heißesten Favouriten den Mietvertrag unterzeichnet. Coole Sache!! Ich freu’ mich riesig. Die Wohnung ist genau das Richtige für mich. Klein und niedlich aber doch groß genug, 38 qm, 1.OG, 1 Zimmer, mit schöner Küche, einem Minibad und sogar mit einem Balkon. Ca. 500m Fußweg zum Unigelände (da ist der Weg auf dem Gelände schon entscheidender^^)! Dazu gehört noch ein Keller- und ein Dachbodenraum. Zur Tür kommt man über so einen lustigen Laubengang, ich find die Dinger ja irgendwie witzig, auch wenn sie heut wieder aus der Mode gekommen sind. Und das für 330 Euro warm zzgl. Strom. Ich glaube das geht schlechter^^ [...]
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| Autor(in): Maren ([email protected]) |
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Wir freuen uns, den Besuchern unserer Webseite an dieser Stelle in regelmäßiger Reihenfolge lesenswerte Gastartikel aus der renommierten Zeitschrift MMW Fortschritte der Medizin präsentieren zu können. Am Ende des Artikel findet sich ein Hinweis auf volle 12 Ausgaben eines unverbindlichen und kostenlosen Testabos.
Heutiger Gastbeitrag: Sind Biolebensmittel wirklich gesünder? Quelle: MMW Fortschritte der Medizin Heft 36, 2009, S. 28
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Der Markt mit Biolebensmitteln boomt. Die Verbraucher sind davon überzeugt, dass Bio einen größeren Nährwert beinhaltet. Wissenschaftlich fundierte Daten zum Nährstoffgehalt von Biolebensmitteln sind jedoch Mangelware. Wissenschaftler der London School of Hygiene & Tropical Medicine werteten jetzt 52.471 wissenschaftliche Publikationen der letzten 50 Jahre (vom 1. Januar 1958 bis zum 29. Februar 2008) zum Thema Bio aus. Zwei Gutachter bewerteten diese hinsichtlich Charakteristik, Qualität und Daten. Die Autoren konzentrierten sich auf die Angaben zum Nährstoffgehalt, nicht auf die Rückstände und Schadstoffe der am häufigsten, verwendeten Lebensmittel. Von den 52?471 Artikeln waren nur 162 (137 pflanzliche, 25 tierische Produkte) auswertbare Studien, davon genügten 55 der geforderten Qualität. Nur diese Studien wurden ausgewertet. Die konventionell produzierten Pflanzen hatten einen höheren Stickstoffgehalt, die organisch produzierten einen höheren Phosphatgehalt und eine höhere titrierbare Azidität. Die übrigen acht der elf analysierten, pflanzlichen Nährstoffkategorien waren nicht different. Die wenigen untersuchten tierischen Produkte unterschieden sich nicht.
Kommentar Nach dieser großen, systematischen, hoch qualitativen Studie gibt es keine Beweise dafür, dass vom Nährstoffgehalt her die ökologisch produzierten Lebensmittel den konventionellen vorzuziehen sind. Die entdeckten kleinen Unterschiede sind biologisch plausibel und durch Differenzen in den Produktionsmethoden sowie Unterschiede in Düngung und Reife bei der Ernte bedingt. Es ist nicht zu erwarten, dass diese wenigen Faktoren die Gesundheit beeinflussen.
Hinweis: Dieser Artikel stammt aus (MMW Fortschritte der Medizin, Heft 34-35 2009, S. 42). Er wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion MMW Fortschritte der Medizin hier präsentiert.
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| Autor(in): MMW Fortschritte der Medizin ([email protected]) |
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Bevor ich euch was über meinen ersten Tag der Famulatur erzähle, muss ich erst mal noch was über den vorherigen Arbeitstag beim Blutspendedienst berichten:Wir waren mal wieder in Straubing. Ich hatte darauf spekuliert für unseren Fahrer zu kleben (also Blutbeutel und Röhrchen mit der Identifikations-Nummer zu bekleben). Nix war´s.
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Meine Kollegin kam auf die Idee, ich könne doch Labor machen. D.h. also die Unterlagen der Blutspender zu kontrollieren, das Hämoglobin zu bestimmen und ggf. eine Blutgruppenbestimmung zu machen.
Blöd nur, dass ich das noch nie vorher einen ganzen Termin gemacht hatte, geschweige denn wusste, wie ich alles aufbauen sollte. Nach einem kleinen Protest hat mir dann meine Kollegin beim Aufbau und beim Protokoll schreiben geholfen. Wie ich später herausgefunden habe, hatte sie gedacht, dass ich das schon öfters gemacht habe. Aber mal ins kalte Wasser schmeißen hat auch seine guten Seiten: Nach ca. 150 Spendern kann ich´s nun blind. Wundert mich, dass ich nachts nicht vom Labor geträumt hab. War auf jeden fall ein anstrengender Termin, denn die Schlange wurde nicht kürzer, trotz 2 Labors. Aber es waren eben auch über 300 Spender.
So, jetzt aber zum eigentlichen Thema: erster Tag in der Chirurgie. Wie am Tag vorher auch (nur diesmal mit noch kleineren Augen) war ich um 7.20 im Haus. Ich hab mich erst mal umgezogen und bin dann noch kurz über die Station geschlendert. Dabei hab ich auch unsere Stationsärztin gefunden, die Nachtdienst hatte. Mit ihr zusammen war ich dann noch bei 2 Patienten und dann sind wir zur Morgenbesprechung in die Ambulanz. Echt schade, dass das ihr letzter Tag war, denn sie war wirklich nett. Morgenbesprechung war relativ unspektakulär, einige Röntgenbilder von mir unbekannten Patienten. Unter anderem auch ein Röntgenbild vom Schädel. [...]
[Zum Klinik-Blog von Sandra - klick
hier] |
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| Autor(in): Sandra ([email protected]) |
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Welche technologischen Errungenschaften
begleiten den Mediziner
zukünftig im Krankenhausalltag? Dieser
Frage ging MEDI-LEARN auf der Fachmesse
Medica in Düsseldorf nach. Wir
stellen die spannendsten Neuentwicklungen
vor. Wer sich frisch von der Uni ins medizinische
Arbeitsleben stürzt, muss sich
eine Menge Material zulegen. Unter
anderem ein Diktiergerät für die Arztbriefe
und Gutachten.
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Nicht selten muss
dafür im Antiquitätenbereich einschlägiger
Auktionsportale gestöbert werden,
weil das Krankenhaus immer noch
mit analogen Geräten arbeitet, die ein
Tonband benötigen.
Spracherkennung? Mobiler Zugriff auf
Daten? Fehlanzeige. Verglichen mit den
stationären High-Tech-Untersuchungsgeräten,
die der moderne Mediziner bedienen
muss, hat die medizinische EDV oft
noch nicht mal den Buchstaben „E“ verdient.
Neue Tools und Technologien sollen
den medizinischen Arbeitsalltag nun
umkrempeln – verbunden mit vielen Vorteilen,
aber auch Nachteilen und Risiken.
Kleine Chips
für große Veränderungen
Das Zauberwort der Zukunft heißt
RFID (Radio Frequency Identification).
Die kleinen RFID-Funkchips
sind im Grunde Barcodes, die auf sich
selbst aufmerksam machen. Ist ein Lesegerät
in der Nähe, werden sie von
diesem mit Energie versorgt und funken
ihre Daten. Auf Patientenakten
angebracht, kann via Lesegerät blitzschnell
der entsprechende Datensatz
auf einen Bildschirm gebracht werden.
Damit fällt dann das lästige Eingeben
von Aktenzeichen weg – gerade während
einer Untersuchung, wenn der
Arzt Handschuhe trägt und mit allerlei
Geräten herum hantieren muss, ist das
eine enorme Erleichterung.
Außerdem lässt sich mit dem „Internet der
Dinge“, wie die Anbindung von Gegenständen
an das Web heißt, schnell lokalisieren,
wo sich die Akte eigentlich gerade
befindet. Das könnte zum Beispiel an sehr
großen Häusern, Polikliniken oder immer
dann vorteilhaft sein. Der Oberarzt mag
die Unterlagen angefordert haben,
aber sie liegt beim Assistenten
zur Bearbeitung oder wurde mit
nach Hause genommen übers
Wochenende? Die funkende
Akte sagt, wo sie ist.
Auch bei Medikamenten soll
RFID zum Einsatz kommen.
Herstellerseitig angebracht, könnte
noch besser gesichert werden, dass es
sich um Originale und keine gefälschten
Medikamente handelt. Am Uniklinikum
Saarbrücken etwa werden bereits alle
Blutbeutel einer Lieferung mit einem
RFID-Chip versehen. Vor Verabreichung
wird per PDA sowohl der Chip am Blutbeutel
als auch der dem Patienten zugeordnete
RFID-Chip ausgelesen, um die
Übereinstimmung von Blutgruppe und
Rhesusfaktor sowie die zu verabreichende
Menge zu checken.
Viele Fragen offen
Ob allerdings, wie sich so mancher
Chip-Anbieter auf der Medica das vorstellt,
Patienten tatsächlich dazu bewegt
werden können, RFID-Armbänder zu
tragen (in einigen amerikanischen Gefängnissen
bereits Usus), ist fraglich.
Denn die daraus resultierende genaue
Lokalisation der Patienten schränkt
möglicherweise Persönlichkeitsrechte
ein. Praktisch wird jede Bewegung damit
registrierbar, etwa wenn ein Patient
durch eine Tür mit angeschlossenem
Lesegerät geht. Theoretisch lässt sich
eine ganze Datenkette aufbauen, die
sehr genaue Rückschlüsse auf jede Person
zulässt. Was kauft sie ein? Welche
Medikamente nimmt sie? Hat sie diese
oder jene Krankheit der Versicherung
gemeldet? Weiß der Arbeitgeber etwas
davon? RFID wird schon bald eine
große Diskussion lostreten. Bis die
Technologie landläufig Einzug in Krankenhäuser
und andere Einrichtungen
hält, sind noch viele datenschutzrechtliche
Fragen zu klären.
Dr. Blackberry,
bitte kommen!
Von gestressten Geschäftsleuten kennt man
sie schon lange, im Krankenhaus haben sie
noch Exotenstatus: Die bereits erwähnten
PDAs. Zum Beispiel der Blackberry. Mit
mobilen Endgeräten sind flexiblere und
punktgenauere Arbeitsabläufe möglich.
Beispiel: Ein Patient soll ins Badehaus
gebracht werden. Der Termin verschiebt
sich durch „Verzögerungen im Betriebsablauf“,
wie es am Bahnhof immer so
schön erklingt, um einige Minuten. Mit
dem zeitnahen Datenabgleich kann der
neue Termin angekündigt
werden. Der aktuelle
Zustand des Patienten liegt allen prozessbeteiligten
Mitarbeitern vor (wie muss
er transportiert werden, welche Dinge
werden vor Ort benötigt?) – ganz egal,
wo sie sich gerade aufhalten. Geräte,
Medikamente und andere Dinge können
entsprechend bereitgestellt und das Badewasser
zeitnah eingelassen werden.
Just-in-time-Patientenorganisation, die
Wartezeiten verkürzen, Terminplanung
verbessern, Ressourcen besser auslasten
und Überlastungsspitzen abbauen soll.
Stichwort Überlastung: Denkbar ist
auch, dass ganze Patientengruppen zukünftig
„outgesourct“ werden. Schon
jetzt kann mit mobilen Endgeräten,
zum Beispiel bei Entlassungen auf eigenen
Wunsch, Fernaufsicht betrieben
werden. Patienten mit Diabetes oder
Herz-Kreislauf-Insuffizienz werden so
bei Über- oder Unterschreitung von
Grenzwerten zurück ins Krankenhaus
gerufen. In Zukunft bekommen sie
dann vielleicht eine Software auf ihr
Handy beziehungsweise PDA gespielt
oder ein Leihgerät mit nach Hause?
Günstiger als stationäre Behandlung ist
das allemal.
Aber vor den Patienten kommen erst einmal
die Ärzte dran. Damit die Überstunden
außerhalb des Klinikums wenigstens
ein bisschen Spaß machen, darf der Mediziner
der Zukunft auf dem Heimweg
oder zu Hause Briefe und Gutachten in
sein schickes Gerät mit speech-to-text-
Software diktieren. Ja, und auch für das
so begehrte iPhone gibt es eine solche
Anwendung bereits: Die elektronische
Gesundheitsakte LifeSensor ermöglicht
es zum Beispiel, dass vom iPhone aus
Notfalldaten aus der zentral gespeicherten
Patientenakte über den Handybrowser
abgerufen werden können. Wenn jemand
also selbstvergessen mit der Fingerkuppe
über sein Apple-Telefon streicht – es
muss nicht unbedingt die Tracklist sein,
die er durchforstet. Vielleicht ist es eine
digitalisierte Patientengeschichte.
HD, iPills und 270 Grad-Kino
Nicht bei kleinen Handy- oder PDADisplays
ist vieles in Bewegung, auch bei
den großen Bildschirme
im Krankenhaus tut
sich einiges. HDFlatscreens,
Plasma-
Bildschirme
und High-Tech-
Beamer: Beim
Vorbeistreifen
an so manchem
Messestand dürften
sich die Besucher
wie auf der Internationalen
Funkausstellung
gefühlt haben. Was allein daran liegt, das
fast für Consumer Electronics bekannte
Unternehmen auch eine Sparte für medizinische
Anwendungsbereiche hat.
Günstiger als stationäre
Behandlung ist das allemal.
Sony stellte zum Beispiel eine speziell
für den medizinischen Bereich
entwickelte HD-Kamera vor, die in
der Mikrochirurgie eingesetzt werden
soll. Und beim Konkurrenten Philips
wurde die iPill präsentiert, eine 26x11
mm große Kameratablette. Unterwegs
zum Ziel funkt die High-Tech-Pille
ständig die Umgebungsdaten an die
Einsatzzentrale – zum Beispiel den örtlichen
pH-Wert im Darm. Damit kann
ihr aktueller Aufenthaltsort sehr genau
lokalisiert werden. An der Destination
angekommen, sorgt eine Mikroprozessor-
gesteuerte Pumpe dafür, dass die
gewünschte Medikamentendosis freigesetzt
wird.
Auch Medizinstudenten dürfen sich
auf Innovationen freuen: First, die
Software-Technologieabteilung des
Fraunhofer-Instituts, hat für die Uni
Münster eine virtuelle Trainingsumgebung
namens SimuScape entwickelt.
Sie ermöglicht Panoramaprojektionen
mit einem Darstellungswinkel von 270
Grad – fast wie im Freizeitpark! Statt
Achterbahnfahrten und Verfolgungsjagden
werfen die sieben Projektoren
jedoch wesentlich alltagsrealistischere
Szenen an die Wände. Beispielsweise
eine hektische Straßenszenerie, inmitten
der die Studenten nun Erste Hilfe
leisten üben. Mit Schaulustigen, hupenden
Autos und allgemeinem Getöse
dürfen Münsteraner Studenten die
medizinische Erstversorgung nun sehr
praxisnah erlernen.
Das seltsamste Angebot der Medica jedoch
richtet sich an die Patienten niedergelassener
Ärzte: „TV Wartezimmer“.
Dessen Motto: „Fernsehen, bis der Arzt
kommt.“ Na dann: gute Unterhaltung!
Weitere Informationen zur Messe:
www.medica.de
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| Autor(in): Jan-Peter Wulf ([email protected]) |
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