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Anzeige: Anästhesiologie: OP´s begleiten, intensiv therapieren, Leben retten, Leid
lindern.
Sie umfasst die Säulen Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin,
Schmerztherapie.
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In Kooperation mit:
Georg Thieme Verlag *
Deutsche Ärzte Finanz |
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Inhalt (jetzt auch
anklickbar) |
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1. Editorial |
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Hallo,
in unserer heutigen Ausgabe haben wir ein ganz besonderes Special für dich. Und zwar geht es um das Symposion zur Lage der Medizin in Deutschland - Medizinstudium 2.0. MEDI-LEARN war für dich vor Ort und berichtet über die vielfältigen Themen - begonnen bei Diskussionen zum Thema NC und Studienplatzvergabe, fort geführt über Bereiche wie das eLearning und die Studienbedingungen bis hin zu Erfahrungen mit Reformstudiengängen.
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Weiterhin widmen wir uns der ärztlichen Weiterbildung. Die Deutsche Ärzteversicherung bietet Hilfe in Form einer kostenlosen Broschüre, die Hinweise und Informationen zur Weiterbildung und den Fachgebieten beinhaltet und eine hilfreiche Stütze auf dem Weg zum Facharzt ist.
Weiterhin haben wir zum Thema Anästhesiologie ein Interview für dich – diesmal haben wir Klemens zu seiner Arbeit als Assistenzarzt zu Themen wie Tätigkeit, Weiterbildung und Alltag befragt. Währenddessen träumt Jessica noch von der Karriere in der Medizin. Noch ist ein Studienplatz nicht greifbar und es heißt erst einmal: Wartezeit in Kauf nehmen.
Praxisnahe Erfahrung kommt in den Anfängen des Studiums oft zu kurz. Wir berichten in einem Artikel von einem interdisziplinären Trainingszentrum in Aachen, welches Studenten der Praxis nahe bringt in Form von verschiedenen Kursen.
Zusätzlich bieten wir dir einen interessanten Artikel des Hartmannbundes rund um die Studienfinanzierung, mit hilfreichen und wertvollen Tipps und Links. Auch findest du in dieser Ausgabe einen Auszug an Klinikwahrheiten, einen weiteren Teil der Steinhausen Memoiren sowie aktuell diskutierte Forenbeiträge.
Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Kristina, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten
Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 11.05.2010:
o Meine Erfahrungen als Assistenzarzt
o Pflegepraktikum in Karlsruhe
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MEDI-LEARN im Frühjahr 2010
auf Deutschlandtour
Kostenloser
Vortrag MC-Techniken |
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| Halle |
05-05-10 |
18:00 c.t. |
| Magdeburg |
06-05-10 |
18:00 c.t. |
| Giessen |
10-05-10 |
18:00 c.t. |
| Berlin |
19-05-10 |
18:00 c.t. |
| Dresden |
20-05-10 |
18:00 c.t. |
| Marburg |
26-05-10 |
18:00 c.t. |
| Frankfurt |
01-06-10 |
18:00 c.t. |
| Ulm |
08-06-10 |
18:00 c.t. |
| Regensburg |
09-06-10 |
18:00 c.t. |
| München |
10-06-10 |
18:00 c.t. |
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[Weitere Infos + kostenlose Anmeldung - klick hier] |
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| 2. Szenen eines Symposions zur Lage der Medizin in Deutschland - Berichte zum Medizinstudium 2.0
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Müssen wir die Hochschulplatzvergabe neu regeln? Haben wir die Möglichkeiten der neuen Approbationsordnung bereits ausgeschöpft? Soll das PJ bezahlt werden? Welchen Nutzen bietet eLearning für Mediziner? Welche Erfahrungen liefern Modellstudiengänge nach neuem Muster? Wie erreichen wir, dass Studenten auf den Arztberuf adäquat vorbereitet werden? Diesen und weiteren, hochaktuellen Fragen widmete sich das Symposion „Medizinstudium 2.0“, das der Georg Thieme Verlag gemeinsam mit der Universität Tübingen und dem Centrum für Hochschulentwicklung am 27. April in Tübingen veranstaltete.
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MEDI-LEARN war bei dieser Top-Veranstaltung vor Ort dabei und berichtet über die vielfältigen Themen - begonnen bei Diskussionen zum Thema NC und Studienplatzvergabe, fort geführt über Bereiche wie das eLearning und die Studienbedingungen bis hin zu Erfahrungen mit Reformstudiengängen.
Zahlreiche Top-Teilnehmer als Vortragsredner
Teilnehmer und Referenten waren neben zahlreichen weiteren Experten u.a. Anette Widmann-Mauz (Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit), Frank Montgomery (Vizepräsident der Bundesärztekammer) und Prof. Dr. Eckart Hahn (Vorsitzender der Gesellschaft für medizinische Ausbildung) sowie Rüdiger Strehl (Generalsekretär des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands (VUD). Natürlich kamen auch mehrfach betroffene Studenten sowie die bvmd als Dachverband der Medizinstudierenden Deutschlands mit Felix Bernhard zu Wort. Eines steht fest: der Besuch und die weite Anreise hatten sich gelohnt, denn das Meeting erfüllte die Erwartungen auf interessante Gespräche, regen Meinungsaustausch und persönliche Begegnungen mehr als erhofft. Mit dieser Artikelserie bieten wir dir einen ausführlichen Nachbericht dieser Veranstaltung, den wir in der kommenden Zeit mit weiteren Artikeln in der Onlinezeitung ausweiten werden. In dieser heutigen Ausgabe bieten wir dir kurze Ausschnitte zu den Eröffnungsreden sowie den Vorträge der Key Note Speaker, versehen mit weiterführenden Links zu den kompletten Artikeln.
Grußworte und Eröffnungsreden
Begrüßung durch den Rektor der Universität Tübingen, Prof. Dr. Engler:
„Medizinstudium mit hoher Nachfrage trotz Büffelfach-Charakter“
Klaus Tappeser, Ministerialdirektor im MWFK, Baden-Württemberg
„Neue AO bietet viele Möglichkeiten zum Einsatz moderner Lehr- und Lehrformen.“
Prof. Dr. Ingo Autenrieth (Dekan der Medizinischen Fakultät Tübingen)
Alleinige Änderung der Zulassungsbedingungen nicht zum Ziel führend
Gero Federkeil - Centrum für Hochschulentwicklung (CHE)
Mini-Erhebung zeigt: Sehr positive Jobaussichten, aber schlechte Arbeitsbedingungen
[Ausführliche Darstellung der Eröffnungsreden – klick hier]
Spannung vor den Key-Notes von Experten zum Medizinstudium in Deutschland
Nach diesen einleitenden Eröffnungsreden und Grußworten der Universitäts- und Ministerialvertreter ging es im ersten größeren Block des Symposions „Medizinstudium 2.0“ am 27.4. in Tübingen über rund zwei Stunden um das Thema „Medizinstudium in Deutschland: Politische und wirtschaftliche Perspektiven. Und dieser hatte es in sich, standen doch mit Anette Widmann-Mauz, Dr. Frank Montgomery, sowie Rüdiger Strehl prominente Vertreter aus Bundesministerium, Bundesärztekammer und dem Universitätskliniken-Verband Top-Referenten auf dem Podiumsplan. Moderiert wurde dieser Block von Gero Federkeil vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE).
Weitere Artikel als ausführlicher Bericht zum Symposion

[www.medizinstudium-2-0.de – klick hier] |
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| Autor(in): Jens Plasger (MEDI LEARN) ([email protected]) |
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| 3. Weiterbildung: Entscheidungshilfen für die Wahl des ärztlichen Fachgebietes - Auf dem Weg zum Facharzt
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Die Approbation ist geschafft. Wie
geht es jetzt weiter mit der ärztlichen
Karriere? Für viele angehende Assistenzärzte
stellt die Wahl des passenden
Fachgebietes und die Organisation der
ärztlichen Weiterbildung eine große
Herausforderung dar. Die Lektüre der
Weiterbildungsordnungen hilft da oft
nur bedingt, Berichte aus der Praxis
schon eher.
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Die Phase der Weiterbildung verbunden mit der Wahl des passenden Fachgebietes
bedeutet wichtige Weichen in der Karriere zu stellen. Du wirst dabei jetzt unterstützt mit der Broschüre "Weiterbildung: Entscheidungshilfen für die Wahl des ärztlichen Fachgebietes".
Die Informationen basieren auf umfangreichen Interviews, die die Deutsche Ärzteversicherung mit Assistenzärzten geführt hat. Somit
erhältst du Tipps aus erster Hand von Kollegen:
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Detailinformationen zu den acht meistgewählten ärztlichen Fachgebieten (mit positiven und negativen Aspekten der Arbeit, Berichten aus der Praxis, Tipps für die Arbeit und Hinweisen zu beruflichen Aussichten)
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 | ddd | Dies ist ein gesponsorter Artikel der Deutschen Ärzteversicherung, einem renommierten Partner von MEDI-LEARN mit über 125 Jahren Erfahrung in Sachen Vorsorge und Absicherung für akademische Heilberufe. |
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Im Zusammenhang mit unserer Kampagne für den Berufsverband der Deutschen Anästhesiten (BDA) haben wir eine Interviewreihe gestartet. Dabei haben wir Mediziner gesucht, die bereits in Form eines PJ, einer Famulatur oder als Assitenzarzt Erfahrungen in den Bereichen der Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin oder Schmerztherapie gemacht haben.
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Heute haben wir Klemens - Assistenzarzt in Hamburg - interviewt.
1. Wo genau und wann hast du die Weiterbildungszeit als Assistenzarzt im Bereich der Anästhesiologie begonnen? Hast du zwischenzeitlich die Stelle gewechselt? Ich habe meine Stelle im August 2008 im BUK Hamburg angetreten und die Klinik seit dem nicht gewechselt.
2. Wann und warum hast du dich für die Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologiue entschieden? Die Entscheidung fiel kurz vor dem PJ. Ich war schon immer unentschieden, auf welcher Seite des OP-Tuches ich arbeiten wollte und habe mich aufgrund der Vielseitigkeit und dem damit verbundenen „umfassenderen Wissen“ für die Anästhesiologie entschieden.
3. Das Fachgebiet der Anästhesiologie umfasst vier Säulen: Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und die Schmerztherapie. Bist du bereits mit diesen unterschiedlichen Bereichen in Berührung gekommen? Ja, mit allen.
4. Mit welchen Tätigkeiten bist du als Assistenzarzt augenblicklich betraut? Kannst du uns einen typischen Tagesablauf schildern? Wann geht es los? Was machst du im Einzelnen und wie ist dein Tag strukturiert? Um 07:30 h ist Dienstbeginn, kurz umziehen und den Pieper aus dem Besprechungsraum holen. Dort trifft man dann schon die meisten Kollegen, ein kurzer Blick auf den OP-Plan, ob die Einteilung von gestern noch aktuell ist oder ob es Krankmeldungen gibt, dann geht es in den OP.
Dort muss man sich wieder umziehen. Im OP läuft es dann recht standardisiert ab: Die ersten Patienten wurden bereits von der Station abgerufen, eingeschleust und in den Einleitungsraum geschoben. Dort werden sie von der Anästhesiepflege in Empfang genommen und schon einmal „verkabelt“ (EKG, RR, SpO2, Braunüle). Nach einer kurzen Begrüßung und Befragung des Patienten, Durchsicht der Befunde, der Aufklärung und Einverständniserklärung etc wird die Narkose eingeleitet - in der Regel die sogenannte „Vollnarkose“, je nach Fachrichtung aber auch Regionalanästhesien oder kombinierte Verfahren, gelegentlich auch ZVK, Arterie und sonstige erweiterte Maßnahmen.
Sobald der Patient schläft, fahren wir in den Saal und schließen ihn an das dortige Beatmungsgerät und das Monitoring an. Nun folgt noch einmal ein Abgleich mit den chirurgischen Kollegen, ob der Patient auch der richtige ist, was operiert werden soll und ggf. ob mit Komplikationen zu rechnen ist. Sollte soweit alles passen, wird der Patient gelagert und anschließend das OP-Gebiet steril „abgewaschen“. Anschließend - wenn alles glatt läuft - wird es durchaus auch mal langweilig, aber man überprüft wiederholt die Pupillen, die Beatmungseinstellungen, die Narkosetiefe etc und bespaßt die Chirurgen... am Ende der OP reduziert man zeitgerecht die Narkosetiefe, beginnt die postoperative Schmerztherapie und schreibt die Anordnung für den Aufwachraum und die Station.
Wenn der Patient dann an den Aufwachraum übergeben wurde, beginnt dann alles wieder von vorne - klingt langweilig, ist es aber nicht. Wenn alle Eingriffe abgearbeitet wurden, schaut man im Aufwachraum nach den Patienten und verlegt sie gegebenenfalls auf Station, anschließend beginnt die Vorbereitung für den Folgetag: Bei der Prämedikation der Patienten macht man sich ein Bild über deren Zustand und das Narkoserisiko, erhebt die Anamnese, untersucht die Patienten, ordnet weitere Untersuchungen an, entscheidet über das Narkoseverfahren und ob mit Komplikationen zu rechnen ist oder besondere Risiken bestehen, man klärt den Patienten über die verschiedenen Verfahren und deren Risiken auf und ordnet die eigentliche medikamentöse Prämedikation an.
Wenn man seine Patienten alle gesehen hat, werden die Patienten in einer Besprechung den Kollegen vorgestellt und gegebenenfalls Risiken besprochen, auf Probleme hingewiesen etc. Das war es eigentlich. Was unter Umständen dazukommt ist die Versorgung von Verletzten im Schockraum und Notfällen im Haus.
5. Hast du deine Intensivmedizin-Zeit bereits absolviert? Wie hat es dir dort gefallen? Meine Erfahrung beschränkt sich bisher auf eine Woche, bis dato alles super.
6. In welcher Form findet deine Weiterbildung statt? Gibt es spezielle Seminare? Wer bildet dich als Assistenzarzt aus? Fühlst du dich gut ausgebildet? Es läuft natürlich viel über „learning by doing“, allerdings habe ich IMMER einen Ansprechpartner, der mir bei Fragen oder Problemen sofort beiseite steht.
Zwischendurch, in den Pausen, in der Prämedikations-Besprechung, sowie einmal wöchentlich in einer Abteilungsbesprechung/-fortbildung werden Themen/Probleme/Fälle besprochen, sodass sich insgesamt eine relativ umfassende Aus-/Fortbildung ergibt. Meiner Meinung nach lernt man eh erst richtig, wenn man auch mal ins Schwitzen gerät.
7. Was gefällt dir besonders an den Tätigkeiten und den Themengebieten der Anästhesiologie? Ein besonderer Vorteil ist natürlich die Vielseitigkeit durch die verschiedenen Bereiche, die man als Anästhesist betreut, sodass man einen sehr abwechslungsreichen Job und so die Möglichkeit hat, der zeitweise etwas langweiligen OP-Arbeit auch mal zu entkommen.
Insbesondere die Herausforderung und der Anspruch in der Intensiv- und Rettungsmedizin mit der Anforderung, sich zum einen auf die Basics zurückziehen zu können, aber gleichzeitig in alle Fachrichtungen Einblick zu erhalten stellt den besonderen Reiz der Fachrichtung dar. Zudem sich auch durchaus auf sowohl fachlich als auch örtlich „fremden Terrain“ auszukennen und zurechtzufinden und einfach derjenige zu sein, auf den sich alle anderen verlassen und berufen können, wenn etwas schief läuft oder gelaufen ist, ist durchaus reizvoll.
- Anzeige- Diesen Artikel präsentieren wir in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten im Rahmen der Kampagne "Mein Pulsschlag"
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8. Und andersherum: was liegt dir in diesem Bereich nicht so und macht eher wenig Spaß? Man muss als Anästhesist auch mal zugeben können, dass Narkosen zeitweise WIRKLICH langweilig sind. Zudem nerven diverse Rettungshelden, die mit besonders dicken Braunülen prahlen genauso wie heldenhafte Chirurgen, die jeden Menschen auch ganz alleine retten würden - auch ohne Notarzt, Narkose und Intensivstation... sonst gibt es eigentlich nichts zu meckern.
9. Wo Licht ist, gibt es Schatten: Was war bislang während deiner Assistenzarzt-Zeit in der Anästhesiologie das schönste Erlebnis, das du nicht vergessen wirst? Und umgekehrt: was war das unschönste Erlebnis, das noch in deiner Erinnerung ist? Viele Patienten haben durchaus mehr Angst vor der Narkose als vor der eigentlichen OP: Ein sehr dicker und nicht nüchterner Patient, der als Notfall eingeliefert wurde, hatte dermaßen Angst, dass er nicht wieder aufwachen würde oder sonst irgendetwas Schlimmes passiert, dass er mir nach der geglückten OP/Narkose im Aufwachraum unter Tränen dankte... Das unschönste Erlebnis bisher war die erste erfolglose Reanimation.
10. Welche Tipps möchtest du Studenten mit auf den Weg geben, die damit liebäugeln, später den Berufsweg eines Anästhesisten einzuschlagen? Man sollte sich über die Verantwortung im Klaren sein, die man in der Anästhesie trägt. Zum einen ist das ja durchaus etwas Erstrebenswertes und Positives, zum anderen kann nicht jeder gleich gut damit umgehen. Auch wenn das Image der Anästhesie mit den Kaffeeflecken usw. ein wenig lahm und vielleicht auch trottelig ist und es leider auch immer noch Kollegen gibt, die während einer Narkose Zeitung lesen oder schlafen - das ist ein kleiner Teil.
Die Entscheidung für die Anästhesie sollte nicht fallen, weil das so ein lockeres und entspanntes Arbeitsleben mit vielen Pausen und geregelten Arbeitszeiten ist, es gehört ein wenig mehr dazu... Genauso wenig erstrebenswert ist das doch recht weit verbreitete Rettungsheldentum: Die Anästhesiologie besteht auch nicht nur aus leuchtend roten Jacken, Hubschraubern und orangefarbenen Braunülen.
11. Welche Fähigkeiten und Eigenschaften sollte man deiner Meinung nach als Anästhesist mitbringen? Was kennzeichnet für dich einen guten Anästhesisten? Was einen guten Intensivmediziner? Theoretische und praktische Fertigkeiten kann man lernen (die werden einem auch im Studium nur bedingt an die Hand gegeben), und das kommt mit der Zeit. Man sollte aber schon die Basics absolut(!) verstanden haben. Viel wichtiger aber ist meiner Meinung nach ein hohes Maß an Stressresistenz - man sollte sich durch nichts so schnell aus der Ruhe bringen lassen, denn Hektik ist in der Anästhesie absolut fehl am Platz.
Schnell kann man ja trotzdem sein, dann hat man auch wieder mehr Zeit für die Kaffeeflecken. Ebenso wichtig ist meiner Meinung nach ein gewisses Maß an diagnostischem Geschick und pharmakologischem Wissen, sodass man gerade in akuten Situationen zügig erkennt, wo das Problem liegt und wie man es beheben kann.
12. Im Berufsalltag der Anästhesie bieten sich im Vergleich zu anderen Fachrichtungen einige Vorteile (z.B. geregelter Feierabend, vertretbare Überstunden, Teilzeitmodelle). Konntest du einen dieser Vorzüge bereits in Anspruch nehmen? Hast du das Gefühl, dass du als Anästhesist neben der Arbeit noch ausreichend Zeit für Freizeit und Familie besitzt/besitzen könntest? PRINZIPIELL bietet die Fachrichtung diese Vorteile. In der Realität mache ich genau so viele Überstunden wie meine Kollegen aus anderen Fachrichtungen. Der eigentliche Vorteil liegt eher darin, dass „unsere“ Fachrichtung einfach besser organisiert ist, als die anderen und man in der Regel ablösbar ist. Die Überstunden im eigentlichen Sinne fallen dadurch nur mäßig an, durch Dienste etc. bekommen mich meine Freunde und Familie allerdings trotzdem nur noch recht selten zu Gesicht.
Man hat mit dem Schichtdienst zu kämpfen und am Ende bleibt lediglich der Vorteil, dass man je nach Dienst durchaus einigermaßen pünktlich Schluss hat. Insgesamt arbeitet man aber bei weitem nicht weniger, als die Kollegen anderer Fachbereiche.
13. Für den Fall, dass du sogar schon jetzt daran denkst, dich später einmal als Facharzt für Anästhesiologie niederzulassen: ist dir bewusst, dass das Fachgebiet dazu beste Voraussetzungen bietet? Möglich ist es alle mal, aber auch diese Entscheidung sei gut überlegt, gerade da man keine private Intensivstation oder Heilnarkose anbieten kann. Das soll heißen, dass man auf einen (chirurgischen) Kollegen - was nichts Schlimmes ist – angewiesen ist und nicht einfach mal so eine Praxis für Anästhesie aufmachen kann.
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| Autor(in): Redaktion (MEDI-LEARN) ([email protected]) |
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Prof. Dr. med. Dr. h.c. Michael Steinhausen ist pensionierter Professor für Physiologie. Er ist zudem Leiter des Heidelberger Ärzteorchesters und Buchautor. In „Schule im Wandel der Zeiten: die 40er und 50er Jahre“ berichtet er in anschaulichen Episoden aus seiner Kindheit & Jugend.
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Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen: Schule im Wandel der Zeiten: Schüler unter Nazis und Kommunisten: 1936 – 1949
Probleme beim Download? Neueste Version Adobe-Reader gratis installieren Falls beim Aufruf der Links zu den PDF-Dateien Probleme auftreten sollten, ist die kostenlose Installation des Adobe-Readers zu empfehlen, der unter folgendem Link erhältlich ist: http://www.adobe.com/de/products/acrobat/readstep2.html | Folge 4: Erste Konfrontation mit dem Nationalsozialismus
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d |
Zu Anfang meiner Gymnasialzeit war das politische Klima der Friedrich Ludwig Jahn-Schule noch relativ friedlich. In Ermangelung eines Direktors wurde die Schule von dem offenbar nur äusserlich mit einem Parteiabzeichen geschmückten Stellvertreter geleitet. Der Wind drehte sich aber komplett mit der feierlichen Einführung des neuen Direktors: Dr. Hommer. Endlich hatte die Schule einen 150% strammen Nationalsozialisten, an dem man nur mit gestrecktem Hitlergruss vorbeigehen durfte, wenn man nicht im Laufschritt zurückgeschickt werden wollte, um erneut an ihm vorbeidefilieren zu müssen. Regelmässig wurde nun die ganze Schule in der grossen Aula versammelt, um Sondermeldungen von Wehrmachtserfolgen zu feiern oder Heldenehrungen zu begehen oder was auch immer im Verlauf des Krieges an nationalsozialistischen Weihehandlungen möglich war. |
[Komplette Folge 4 - klick hier]  |
| Buchanzeige: Ein kurzes Lehrbuch, dessen wichtigstes Anliegen darin besteht, die Physiologie des Menschen verständlich zu machen. Nur was man verstanden hat, lässt sich auch erfolgreich für die Prüfung speichern. Unwesentliches wurde weggelassen. Trotzdem erfährt der Leser in vielen Fällen, wann, wie und warum man hinter die Geheimnisse der Physiologie gelangt ist, und welche Bedeutung der Physiologie auch für die Klinik zukommt. Seit seiner ersten Auflage 1986 ist der "Steinhausen" von Vielen als "Geheimtip für das Physikum" sehr erfolgreich genutzt worden. Die jetzige 5.Auflage ist im Konzept unverändert, jedoch von zahlreichen Fachkollegen aktualisiert. [Mehr Info zum Buch - klick hier] |  | |
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| Autor(in): [email protected] ([email protected]) |
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Da meine ehemalige Wirkungsstätte (= Lieblings- und Heimatwache) mich netterweise zu der Jshresfortbildung angemeldet hat, darf ich mich in dieser Woche mit rettungsdienstlichen Themata beschäftigen. Heute stand zum Auftakt Hygiene an, nicht der Brüller, aber von der Dozentin durchaus nett präsentiert, so daß es nicht so langweilig war, wie anfänglich befürchtet!
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Morgen geht es dann um Intoxikationen und nachmittags steht Skilltraining an, wo wir unter anderem die i.m. Injektion durchnehmen werden, da ein novellierter Algorithmus eben jene abverlangt. Jaaaaa, man spritzt nämlich jetzt bei der Anaphylaxie 1 mg Adrenalin i.m. bevor man noch einen i.v. Zugang sichert. Über den Sinn und Zweck des Ganzen muss ich noch eine Weile sinnieren… Abgesehen davon, dass die i.m. Injektion nicht in meiner Ausbildung zur Rettungsassistentin Anwendung gefunden hätte… weder in Theorie noch in der Praxis, aber gut… muss man sich wohl fügen. Vielleicht finde ich ja nochmal eine Wirkungsstätte, wo ich das ausprobieren darf, ehe ich einem Patienten den typischen Trendelburg Gang dank Fehlpunktion verpasse – man darf gespannt sein. Prinzipiell freue ich mich auf die Woche – endlich mal wieder Lernen und Anwenden; am Donnerstag steht auch die schriftliche, mündliche und praktische Prüfung an. Ein kleiner Ansporn, der auch heute mit produktivem Dasein, also Lernen und Bücher wälzen, meinerseits gedankt wurde.
[Zum ganzen Blog von
La Traviata - klick hier]
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| Autor(in): La Traviata ([email protected]) |
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Im interdisziplinären Trainingszentrum
Aachen (AIXTRA) erhalten
Medizinstudenten ab dem ersten Semester
praxisnahe und professionelle Ausbildung.
Lest den Erfahrungsbericht
einer PJlerin.
AIXTRA, das Aachener interdisziplinäre
Trainingszentrum für medizinische
Ausbildung, existiert seit dem Wintersemester
2005.
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Es im Rahmen eines von
der medizinischen Fakultät geförderten
innovativen Lehrprojektes ins Leben
gerufen und ist kontinuierlich weiterentwickelt
worden. Im Jahr 2007 erhielt das
AIXTRA den Lehrpreis der Rheinisch-
Westfälischen Technischen Hochschule
(RWTH) für seine professionellen, von
kompetenten Dozenten geleiteten und
praktischen Unterrichtskurse.
Derzeit sind zwei ärztliche Mitarbeiter
mit der Organisation betraut. Rund 15
verschiedene klinische Abteilungen sind
beteiligt und rund 20 studentische Hilfskräfte
mit der Durchführung des Kursangebotes
beschäftigt.
Teilnahme ab
dem ersten Semester
Die kostenlose Teilnahme ist für alle
Studierenden in der Regel vom ersten
Semester an möglich. So erlernt man
von Anfang an wichtige klinische Fertigkeiten
und kann sich auch optimal
auf Klausuren und Prüfungen vorbereiten.
Das Kursangebot ist zahlreich und
vielseitig, sodass Praxiskenntnisse für
alle klinischen Bereiche erworben werden,
die später schließlich beherrscht
werden müssen.
Im letzten Semester nahmen ca. 700 Studenten
an den insgesamt 130 fakultativen
Kursen teil, die über das gesamte Semester
angeboten werden. Hinzu kamen 900
Studenten, die im Rahmen von Pflichtveranstaltungen
praktische Kursteile im
AIXTRA besuchten.
Kursbeispiele
In Punktionskursen erlernen die Teilnehmer
z.B. steriles Arbeiten, die Venenpunktion
mit Blutabnahme und Venenverweilkanüle,
ZVK-Anlage und
arterielle Punktion. Im Kurs „Airway-
Management” werden die Techniken
der Atemwegssicherung mit Maskenbeatmung,
Anwendung von Larynxmaske
und Larynxtubus sowie endotrachealer
Intubation vermittelt.
Die Kurse „Basic Life Support (BLS)“
für Kinder und Erwachsene sowie der
CRM-Kurs (Crisis Ressource Management,
zu Deutsch Zwischenfallsmanagement)
für besondere Notfallsituationen
vermittelten wichtige Basisfertigkeiten
in der Notfallmedizin. Hier wird die
Durchführung lebensrettender und lebenserhaltender
Maßnahmen trainiert,
die im Rahmen einer kardiopulmonalen
Reanimation durchgeführt werden müssen:
Mund-zu-Mund-Beatmung, Herzdruckmassage
und die Verwendung
von automatisierten externen Defibrillatoren
(AED). Unter der Anleitung
von Dozenten aus der Klinik für Anästhesie
werden an speziell vorbereiteten
„Dummies“ durch extern gesteuerte
Herzkreislauf- und Sprachfunktion verschiedene
Notfall -und Krisenszenarien
durchlaufen.
Der „Abdomen-Sonographie-Kurs“ vermittelt
an vier Terminen die Grundlagentechnik
zur Durchführung der Sonographie
an Abdomen und Schilddrüse. Außerdem
gibt es einen gynäkologischen Sonographie-
Kurs: Am Sonographie-Simulator erlernen
die Studierenden die Grundzüge der
gynäkologischen und Pränatal-Diagnostik.
Im Kurs „Nähen und Knoten“ üben die
Teilnehmer unter Anleitung der Ärzte aus
den chirurgischen Kliniken Techniken
und Fertigkeiten wie z.B. Ligaturen,
Knoten und Hautnähte am mitgebrachten
Hähnchenschenkeln. Nach jedem Kurs
gibt es noch eine Übungsstunde ohne
Dozent, wodurch genug Zeit bleibt, die
Techniken zu vertiefen. „Wenn man die
ganze Palette von den Basis-Kursen bis
zu den fortgeschrittenen Kursen mit Faszien
und- Sehnennaht mitmacht bringt
man jeden Arzt im OP aus der Fassung
wenn man dort sein Können unter Beweis
stellen kann“, berichtet eine begeisterte
Studentin.
Ein weiterer wichtiger Kurs ist der „Blasenkatheterisierungskurs“:
An Modellen
wird das Anlegen eines Blasenkatheters
erlernt. „Wer an einem solchen Kurs
teilgenommen hat, verliert die Angst, es
beim echten Patienten durchzuführen“
lautet die Beurteilung einer Studentin.
Erfahrung durch Übung
Und das gilt nicht nur für den Blasenkatheterkurs:
Lernen, Trainieren, Optimieren
lautet das Ziel des AIXTRAKursangebotes.
Hemmungen abbauen,
Erfahrung durch Übung gewinnen und
die Fertigkeiten durch häufiges Durchführen
festigen, „die Angst vor dem Echten
verlieren, Routineabläufe erlernen
und wissen, welche Algorithmen in den
speziellen Fällen abzuarbeiten sind“, so
die Selbstbeschreibung.
Damit dieses Ziel auch erreicht wird, ist
ein Team aus Dozenten notwendig, die sich
aus den unterschiedlichsten Fachbereichen
zusammensetzen, z.B. Ärzte aus der Urologie
in den Blasenkatheterisierungskursen,
die Anästhesie und Kinderheilkunde in den
BLS-Kursen, Innere Medizin in den Sonographie-
Kursen und die Chirurgischen Fächer
in den Naht- und Knotenkursen.
Viele Zusatzangebote
Seit kurzem ist dem AIXTRA auch das
sog. AIXSIM (Aachener
Interdisziplinäres Medizinisches
Simulationszentrum
am Universitätsklinikum
Aachen).
Hier können Studenten
an verschiedenen Simulatoren
arbeiten lernen,
etwa im Kurs „Versorgung
eines Neugeborenen/
Säuglings“ unter der
Leitung der Klinik für
Kinder- und Jugendmedizin
in Zusammenarbeit
mit der Klinik für Anästhesiologie.
Im Medien-Skillslab, das
sich seit dem Wintersemester
2006 im Zentrum des
Skillslab AIXTRA befindet,
können Studierende
an PCs ausgewählte ELearning-
Anwendungen
benutzen. In einer Präsenz-
Bibliothek können
sie sich ausgewählter und
topaktueller Literatur sowie einer Sammlung
anatomischer Modelle und Schautafeln
für das modellhafte einprägsame Lernen
bedienen. Wenn ihr Lust habt, mehr
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Frankfurt |
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Heidelberg |
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Klinikwahrheiten zu Famulaturen
Klinikwahrheiten zum Praktischen Jahr
Klinikwahrheiten zur Assistenzarzt-Zeit
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Präfers |
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Das Abitur in der Tasche, voller Energie für die Zukunft und ein großer Traum: Ärztin werden! Das war meine Vorstellung im April 2007. Was ist nun daraus geworden? Der Traum besteht weiterhin, nur lässt dieser auf sich warten. Blauäugig, wie ich war, von der ZVS keinen blassen Schimmer, hatte ich mich für das Medizinstudium beworben. Doch, dass ich es mit einem schlechteren Abiturdurchschnitt als 1,3 erst mal vergessen kann, das war mir nicht bewusst.
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Von der Orthopädie, über die Chirurgie bis hin zur Pathologie
Da ich durch das vorgezogene Abitur in der Rheinland-Pfalz viel Zeit hatte, habe ich mich gleich für ein Pflegepraktikum beworben. Ich habe es sogar geschafft auf eine orthopädische Station zu kommen, denn mein Traum ist es Orthopädin/Unfallchirurgin zu werden. Die drei Monate waren wirklich sehr lehrreich, bestärkten mich immer mehr Ärztin zu werden und das Fach faszinierte mich immer mehr. Frakturen, Luxationen, Endoprothetik, der ganze Bewegungsapparat des Menschen, das ist genau meine Welt und da will ich auch hin! Weiter warten war angesagt.
Nach dem Pflegepraktikum wurde ich sogar als Aushilfe für verschiedene Stationen übernommen und konnte mir so gutes Geld verdienen. Sei es in der Orthopädie, Kardiologie, Chirurgie oder auch in der Onkologie – überall wurde ich gebraucht und es machte mir riesigen Spaß. Ich finde, entweder man hat die Berufung Arzt zu werden, oder eben nicht. Und die habe ich definitiv, sonst wäre ich nicht mit Herz und Seele dabei.
Das Wintersemester stand an und eine weitere Absage kam ins Haus. Doch dies lies mich nicht entmutigen, mein Traum steht fest. Doch ich wollte mehr sehen als nur die Stationen. Deshalb entschloss ich mich ein zwei monatiges Praktikum im Institut für Pathologie zu absolvieren. Mein Fazit: Ich würde es jedem empfehlen! Es ist wahnsinnig interessant als Sektionsassistent am Tisch zu stehen, man hat den besten Einblick in den Körper des Menschen überhaupt. Natürlich habe ich auch weniger schöne Erlebnisse dort gehabt, beispielsweise Kinderleichen abholen gehörte definitiv nicht zu meinen Favoriten, doch irgendjemand muss es schließlich auch tun.
Die Toten aufzubahren, ihnen die letzte Ehre erweisen fand ich allerdings sehr schön. Der Aufbahrungsraum war leider sehr minimalistisch ausgestattet und sah wirklich trostlos aus. Ich durfte diesen verändern und mit ein paar Dekorationen wie Kerzen und Tüchern bekam der Raum eine ganz neue Atmosphäre. Ich freue mich, dass dieser Raum, so wie ich ihn aufgebaut habe, weiterhin besteht. Wenigstens ein wenig Anerkennung neben den Absagen.
Rückschläge in Sachen Zukunft
Während meiner Wartezeit habe ich mich immer wieder für verschiedene Ausbildungen beworben, die auch für mich von besonderem Reiz waren und hinter dem ich auch stehen könnte. Ich wollte ja nicht irgendwas machen, es soll mir auch Spaß machen. Doch egal wo man sich beworben hatte, es regnete Absagen und wieso: WEIL ich Abitur habe. „Sie haben Abitur, werden später studieren, lieber nehmen wir einen Realschüler, von dem wissen wir, dass er in dem Beruf bleibt.“ Schönen Dank auch.
Natürlich bekam ich dann auch im Sommersemester meine weitere Absage von der ZVS. Ich arbeitete weiterhin im Krankenhaus auf verschiedenen Stationen, absolvierte diverse Praktika im chirurgischen und unfallchirurgischen OP, lies mich auf jeder Fortbildung im Hause blicken und behielt mein Ziel im Auge.
Der Moment am dem ich meinem Traum ein großes Stück näher kam, werde ich wohl nie vergessen. Ich war niedergeschmettert, die Arbeit auf der Onkologie war zwar abwechslungsreich und fordernd, jedoch fand ich das „Team“ auf Station furchtbar. Niemand war mit Begeisterung an seiner Arbeit dabei, alle waren nur am nörgeln, die Klingel wurde permanent überhört. Das ist wirklich traurig. Ich traf auf dem Weg zur Pforte um Medikamente abzuholen die Pflegedienstleitung die mich sprechen wollte. Sie sagte mir, dass der Prof. der Orthopädie jemanden für seinen OP brauche. Mein Herz raste, ich wollte dorthin! Ich hätte alles gemacht! Auch wenn es nur Bodenwischen gewesen wäre. Aber es kam viel besser: Ich sollte als 2.Assistentin am OP-Tisch stehen (Soviel zum Ärztemangel in Deutschland!!!).
Ein Traum wird wahr mit der operativen Orthopädie
Ab Juli 2008 kam ich dann in den Genuss der operativen Orthopädie und kann es mir schon gar nicht mehr ohne vorstellen. Der Prof. und seine Oberärzte lehrten mich wie man sich im OP verhält, wie man sich chirurgisch wäscht, Röntgenbilder liest und die verschiedene Krankheiten... Ab da an wusste ich immer mehr: Das ist es was ich später beruflich machen will.
Mein Engagement für die Medizin, speziell für die Orthopädie, faszinierte meinen Prof. und ich durfte immer mehr assistieren. Highlights sind natürlich Schrauben rein- und rausdrehen, nähen, knoten, bohren, sägen... Ich war noch nie so glücklich! Nach einem Jahr fleißig Haken halten, habe ich mich dennoch für eine weitere Ausbildung zur Sektionsassistentin in Berlin beworben. Im August dieses Jahres kam sogar eine Zusage! Natürlich nicht von der ZVS, wieso auch? Die Ausbildung muss man allerdings selbst bezahlen und fast 3000€ sind für ein halbes Jahr kein Zuckerschlecken.
Ich fühlte mich aber der Medizin einen Schritt weiter, doch mit dem Herzen war ich nicht dabei. Die Tage vergingen, der 1.Oktober rückte näher, da kam das Angebot meines Lebens: Mein Prof. und einer seiner Oberärzte wollten und konnten mich nicht gehen lassen und boten mir an, an einer 10-Jahres Studie der Knieprothesen in domo mitzuarbeiten. Damit hätte ich nie gerechnet! Was wollen die von mir? Ich habe doch noch keinen Studienplatz! Doch beide fanden, dass ich genau die Richtige für den Job wäre und ich muss wirklich sagen: Es macht wahnsinnig Spaß. Ich habe hier die perfekte Betreuung, kann mit allen Fragen zu den beiden und meiner wunderbaren Kollegin kommen und kriege die beste Unterstützung die mach sich nur vorstellen kann. Ob dies auch mal so bei meiner Doktorarbeit sein wird? Den ersten Stein hierfür habe ich nun ins rollen gebracht. Die Studie läuft super und meine Chefs sind sehr zufrieden mit meiner Arbeit.
Jetzt fehlt nur noch eins: Der Studienplatz. Doch dieser wird früher, oder wie bei mir, eben später auch kommen. Bis dahin glaube ich fest an meinen Traum und lasse mir diesen nicht austreiben. Mein Weg steht fest, und Deiner?
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| Autor(in): Jessica Mrotek ([email protected]) |
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| 10. Ohne Moos nix los!? (Teil 1/2) - Möglichkeiten der Studienfinanzierung
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Die Mitgliederanfragen beim Hartmannbund zeigen: Geldsorgen unter Medizinstudenten sind nicht selten. Dabei hat man doch mit dem Studium selbst schon genug um die Ohren. Wir möchten Ihnen mit der Übersicht über die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten die Suche nach „Moos“ erleichtern.
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Kindergeld Eltern mit studierenden Kindern bis max. 25 Jahre (plus Zivil-/Wehrdienst) haben Anspruch auf Kindergeld (184-215 € pro Kind). Mit dem Geld beteiligt sich der Staat an der Finanzierung deren Lebensunterhalts.
Der Klassiker: BAföG Der Anspruch eines Studenten auf BAföG richtet sich nach der finanziellen Situation der Eltern. Insofern ist immer eine individuelle Prüfung notwendig. Unabhängig davon sollte der Antragsteller möglichst folgenden Kriterien entsprechen: Hochschulstudium, deutsche Staatsangehörigkeit, unter 30 Jahre, Erstausbildung. Ist dies der Fall, kann man unter www.bafoeg-rechner.de/Rechner zumindest abschätzen, ob und wie viel BAföG man erhalten könnte.
Studienbeitragsdarlehen In den Bundesländern, in denen Studiengebühren erhoben werden, können Studenten spezielle Darlehen zur Vorfinanzierung der Summe aufnehmen. Statt sofort zu bezahlen, kann auf Darlehen der jeweiligen Landesbank/KfW Förderbank zurückgegriffen werden. Zu bedenken bleibt, dass man damit (weitere) Schulden anhäuft, zu denen Zinsverpflichtungen hinzukommen.
Bildungskredit vom Staat Ergänzend zum BAföG bietet der Staat ein günstig verzinstes Darlehen an. Medizinstudenten können dies mit Bestehen des Physikums beantragen. Der Kredit beträgt 100-300 € im Monat und wird maximal 24 Monate lang gezahlt. Auch eine Einmalzahlung (max. 3.600 €) ist möglich. Dabei spielt das Einkommen und Vermögen des Antragstellers keine Rolle. Der Kredit kann normalerweise nur bis zum Ende des 12. Studiensemesters (außer nicht studienbedingte Urlaubssemester) gewährt werden. Förder-Höchstalter: 36. Mehr Infos: www.bildungskredit.de
Studienabschlussdarlehen Neben der Hilfe zum Studienabschluss beim BAföG (auch nach Regelstudienzeit-Überschreitung), gibt es bei Engpässen am Ende des Studiums an den meisten Hochschulstandorten weitere Hilfsangebote. Da die Konditionen der studentischen Darlehenskassen und Einrichtungen der Studentenwerke der Bundesländer stark variieren, empfiehlt sich eine gründliche Recherche.
Stipendien Parteinähe, sozialer Hintergrund etc.: Das Spektrum an Stiftungen ist groß. Viele fördern nur einen ganz bestimmten Personenkreis. Bei der gezielten Suche sind u. a. folgende Links hilfreich: www.e-fellows.net/forms/stipdb www.forschen-foerdern.org www.zeit.de/stipendienfue www.stipendienlotse.de
Diesen Artikel verwenden wir mit freundlicher Genehmigung des HB-Magazins, der Zeitschrift des Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V. Weitere Informationen unter www.hartmannbund.de
[Zum zweiten Teil des Artikels - klick hier] |
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| Autor(in): Gastartikel Hartmannbund ([email protected]) |
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Mit mehr als 1000 Beiträgen in der Woche findest du in den Diskussionsforen von MEDI-LEARN zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In unserer Rubrik "Gelauscht" wollen wir Dich in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findest Du das ein oder andere Thema, das Dich auch interessiert - ein Klick und Du bist mit dabei:
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