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1. Editorial |
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Hallo,
herzlich willkommen zu unserem Sondernewsletter in Kooperation mit 3B Scientific® und SEIRIN®. Mit dieser Ausgabe möchten wir dir gerne alle Artikel, die im zurückliegenden Jahr im Rahmen unseres SEIRIN-Akupunktur-Specials in der MEDI-LEARN Zeitung erschienen sind, präsentieren.
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Von Patientenberichten über erste Erfahrungen mit den Nadeln, bis hin zu spannenden Artikeln zu den verschiedenen Anwendungsgebieten der Akupunktur und zur Summer School of Acupuncture, die im Frühjahr 09 auf dem Schloss Tornow in der Nähe Berlins stattfand, werden dir auch Fragen beantwortet, wie lange eine Therapie-Sitzung dauert oder welche Nebenwirkungen bei der Behandlung auftreten können.
Weiterhin findest du einen Artikel zum Weltkongress der Akupunktur in Straßburg zur Aufwertung der internationalen Stellung Deutscher Akupunktur.
Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten
Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 09.02.2010:
o Mit System zum Erfolg im Examen: Die MEDI-LEARN Generalproben
o „European Medical School“ nimmt konkrete Formen an
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Akupunktur, die traditionelle chinesische
Behandlungsmethode, wird
hierzulande immer beliebter. In der letzten
Ausgabe der MEDI-LEARN Zeitung
haben wir Ärzte befragt, die sich mit
Akupunktur-Verfahren auseinandersetzen.
Dieses Mal stellen wir euch die Aussagen
von Akupunktur-Patienten (Namen von der Redaktion geändert) vor.
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Warum Akupunktur?
Die meisten der Befragten ließen sich
wegen chronischer Beschwerden „nadeln“,
vor allem Rückenschmerzen
verschiedener Ausprägung, aber auch
Migräne, chronischen Entzündungen im
HNO-Bereich oder Allergien. Für diese
Patienten war die fernöstliche Therapie
zumeist die „letzte Hoffnung“, da keine
klassische Methode angeschlagen hatte.
Manche suchten auch einfach eine schonende
Alternative zur bisherigen medikamentösen
Behandlung. Viele der befragten
Patientinnen ließen sich gegen
gynäkologische Beschwerden akupunktieren.
„Wegen vorzeitiger Wehen und
Frühgeburtsgefahr nahm ich die Akupunkturbehandlung
auf“, erzählt Anette
aus der Nähe von Freising, „Die konventionelle
Therapie besteht im Ausruhen
und Beine hochlegen. Das mache ich
zwar immer noch, ist ja klar, aber trotzdem
geht es mir durch die Akupunktur
viel besser, ich fühle mich vitaler und bin
so gut auf die Geburt vorbereitet.“
Patienten mit akuten Beschwerden, wie
z.B. Zerrungen, entschieden sich meist
aus Neugier für die kleinen Nadeln. Oft
zusätzlich zur herkömmlichen Behandlung.
„Nach einem Trauma hatte ich eine
Epicondylitis entwickelt, auch bekannt
als ‚Golfarm’“, schildert die Wiesbadener
Akupunktur-Patientin Nadine, „Über
Akupunktur hatte ich schon viel gelesen.
Ich entschied mich also zusätzlich für
diese schonende Methode.“ Sie wurde,
wie fast alle Befragten, von ihrem Arzt
auf die Behandlungsmöglichkeit durch
Akupunktur aufmerksam gemacht.
Ablauf der „Nadel-Kur“
Die Befragten haben sich zwischen fünf
und 15 Mal „unter die Nadeln“ begeben.
Die Sitzungen fanden in der Regel ein bis
zwei Mal in der Woche statt. Die durch Stechen
gereizten Punkte deckten sich oft nicht
mit dem Ort der Beschwerden, so wurden
bei Denise aus Dresden Nadeln gegen Migräne
u. a. an den Extremitäten platziert. Je
nach Art der Beschwerden wurden die Einstichstellen
von Sitzung zu Sitzung verändert
bzw. blieben immer gleich. Bei einigen
der Befragten wurden die Nadeln zur Verstärkung
des Effekts in der Haut gedreht,
bei manchen wurde mit einer Wärmelampe
gearbeitet. Mehrere Befragte bekamen sog.
„Dauernadeln“, die sie einige Tage unter
der Haut behalten mussten.
Die Dresdnerin Denise beschreibt eine
typische Akupunktursitzung: „Zur Feststellung
des allgemeinen Befindens gab
es zunächst ein rund zehnminütiges Gespräch
mit dem Akupunkteur. Dann legte
ich mich auf eine Liege und der Akupunkteur
begann, von Kopf nach Fuß die
Nadeln einzustechen. Danach blieb ich
ca. 20 Minuten liegen. In dieser Zeit lässt
einen der Akupunkteur allein. Dann werden
die Nadeln entfernt.“
Tut es weh?
Wie fühlt sich das Akupunktiert werden
eigentlich an? Hatten die Akupunkturpatienten „Bammel“ vor der ersten Nadel-Sitzung
und wenn ja, war dieser im Nachhinein
berechtigt? Die meisten Befragten geben
sich mutig und meinen, angstfrei in den ersten
Behandlungstermin gegangen zu sein.
„Die empfundene Intensität des Einstichs
hängt von vielen Faktoren ab und kann deshalb
nicht pauschal angegeben werden“,
erklärt Phillipa, Akupunktur-Fan aus Kiel.
„Je nachdem, wie empfindlich der Patient
ist, und natürlich auch abhängig davon, wo
sich die Einstichstelle befindet.“
Dementsprechend breit gefächert waren
die Empfindungen der Befragten.
Sie reichen von „kaum zu merken“
über einen „kleiner Pieks“ oder „leichten
Druck“ bis hin zu einem „winzigen
Stromstoß“, „merklichen Zwicken“ und
„deutlichem Stich“. Maria aus Berlin
meint sogar: „Es fühlte sich etwa an wie
Zahnschmerzen, wenn der Nerv entzündet
ist.“ Luise aus Bonn hingegen
erzählt: „Je nach Stelle fühlt man sehr
wenig bis gar nichts von der Nadel. Es
fühlt sich manchmal wie ein ganz kleiner,
aber auch angenehmer Stich in die
oberen Hautpartien an.“ Dabei wurde
die Bonnerin hauptsächlich am Ohr
akupunktiert, einer Stelle, die die meisten
Befragten als sehr schmerzhaft einstufen.
Weitere, besonders schmerzhafte
„Stech-Bereiche“ sind nach Aussage
der Befragten die Region über dem Os
zygomaticum, die Nase und die Stelle
zwischen den Zehen.
Die Effekte
Sind die Befragten mit den Ergebnissen
der fernöstlichen Kur zufrieden? Haben
die kleinen Nadeln ihre Beschwerden
tatsächlich gelindert und wenn ja, in wie
weit und wie schnell? Hat die „Stech-Kur“
Nebenwirkungen? Fast alle Befragten
verspürten während der Akupunktur eine
Linderung der Beschwerden. Bei einigen
hat sich der positive Effekt bereits nach
der ersten Sitzung eingestellt, bei anderen
erst nach mehreren Terminen.
Die Mehrheit aller Befragten
von der Methode überzeugt
Manche der Befragten gaben sogar an,
dass sich ihre Symptome zunächst verschlimmert
haben. Luise, die gegen
chronische HNO-Beschwerden genadelt
wurde, erzählt: „Nach der ersten
Sitzung hatte ich ein Gefühl, als würde
mein Hals richtig brennen. Nach etwa
drei Tagen ließ die Symptomatik
nach und meine Beschwerden
haben sich schlagartig gebessert.
Schon nach
den ersten drei Sitzungen konnte ich einen sehr guten
Erfolg beobachten. Nach der sechsten
Sitzung hatte ich keinerlei Beschwerden
mehr!“
Einige Befragte räumen ein, dass sie die
Verbesserung ihres Zustandes nicht zweifelsfrei
auf die Akupunktur zurückführen
können. „Insgesamt sind die Beschwerden
zwar deutlich besser geworden“,
meint die Freiburger Patientin Marlene,
die wegen Rückenschmerzen akupunktiert
wurde, „Aber woran es denn nun lag,
weiß ich nicht genau. Neben der Akupunktur
habe ich meine Gewohnheiten
verändert, mehr im Stehen gearbeitet und
weniger geschrieben. Außerdem habe ich
auch Spritzen bekommen.“
Einige wenige sind mit den Ergebnissen
der Behandlung überhaupt nicht zufrieden.
Maria, die sich ebenfalls wegen
Rückenbeschwerden hat akupunktieren
lassen: „Die ersten Sitzungen brachten
eine leichte Linderung der Beschwerden,
waren aber sehr schmerzhaft.
Danach tat sich nicht mehr viel.“ Als
Nebenwirkungen der Behandlung werden
leichte Ausschläge, Rötungen, Blutungen,
Schwellungen und blaue Flecken
genannt.
Empfehlenswert?
Wie bewerten die Befragten die Erfolge
der alternativen Behandlung im Vergleich
zur konventionellen Methode?
Besonders unter den Patienten mit chronischen
Leiden finden sich viele, die von
den Vorteilen der Akupunktur überzeugt
sind. „Mit der konventionell medikamentösen
Therapie kann man nur kurzfristig
einen positiven Effekt erzielen“, meint Luise, „Diese Art von Therapie
hat bei mir außerdem Nebenwirkungen
im Magen-Darm-Bereich verursacht.“
Auch die Rücken-Patientin Linda aus
der Nähe von Mainz erklärt: „Bei chronischen
Schmerzen bekommt man oft
nur Schmerzmittel. Die sind zwar für ein
paar Stunden unschlagbar, aber keine Lösung
auf Dauer.“
Die Mehrheit aller Befragten war von der
Methode so überzeugt, dass sie sie jeder
Zeit weiterempfehlen würde. „Auf jeden
Fall würde ich auch anderen zur Akupunktur
raten“, sagt Nadine, „ Es ist eine
schonende Methode, die zwar etwas Zeit
in Anspruch nimmt, die diesen Aufwand
jedoch wert ist.“ Selbst Maria, die von
den Ergebnissen der Kur eher enttäuscht
war, empfiehlt die Akupunktur weiter:
„Man soll nichts unversucht lassen.“
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN (redaktion@medi-learn.de) |
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Über 30 Studien wertete das Zentrum
für Naturheilkundliche Forschung
der TU München aus. Ergebnis:
Die Akupunktur schneidet gegenüber
medikamentösen Verfahren besser ab.
Allerdings scheint es egal zu sein, wohin
gestochen wird. Eine aktuelle, breit angelegte Studienauswertung
des Zentrums für Naturheilkundliche
Forschung der TU München
zeigt: Das Nadeln ist insgesamt das
wirksamere Verfahren zur Behandlung
der Kopfschmerzen.
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Der Auswertung
liegen über 30 Studien mit mehr als
6.700 Patienten zugrunde. Privatdozent Klaus Linde, Leiter der
Forschungsabteilung, und seine Mitarbeiter
werteten für die Cochrane
Collaboration 22 Studien (4.400 Patienten)
zum Akupunktur-Einsatz bei
Migräne aus. Hinzu kamen elf Studien
mit rund 2.300 Spannungskopfschmerz-Patienten. Angelegt waren alle Studien
auf mindestens acht Wochen. Verschiedene
Kontrollgruppen – medikamentöse
Therapie, Scheinakupunktur, nichtmedikamentöse
Verfahren wie Massage
oder Entspannungstechniken sowie eine
Gruppe Kontrollgruppe ohne Behandlung
der Schmerzen wurden den Testgruppen
gegenübergestellt.
Akupunktur ist wirksamer
Die Ergebnisse der einzelnen Studien
belegen in ihrer Gesamtheit: Das Akupunkturverfahren
ist wirksamer. Zwei
große Untersuchungen etwa prüften,
ob das Setzen von Nadeln bei medikamentös
behandelten Schmerzpatienten
einen Zusatznutzen hat. Mit dem Resultat,
dass es bei 47 Prozent der Patienten
mit Akupunktur, aber nur bei
16 Prozent mit alleiniger Schmerzmitteltherapie
zu einer Verminderung der
Kopfschmerztage kam.
In sechs großen Migräne-Untersuchungen
wurde die Wirksamkeit des
Akupunkturverfahrens zu Anfallsprophylaxe
geprüft. Dabei erhielt die Kontrollgruppe
jeweils keine Prophylaxe. Mit Akupunktur verminderte sich die
Frequenz der Migräneanfälle um rund
50 Prozent, ohne Nadeln jedoch nur um
ein Viertel. Nach drei- bis viermonatiger
Akupunkturbehandlung waren sowohl
die Anzahl der Kopfschmerztage als
auch die Schmerzintensität geringer als
ohne das Setzen der Nadeln.
Egal, wo die Nadeln sitzen?
Interessant: 14 Studien ergaben, dass
die Scheinakupunktur – das Setzen der
Nadeln an willkürliche Punkte – ähnlich
wirksam ist wie das Stechen in einen der
361 klassischen Akupunkturpunkte auf
den Meridianen. Ein starker Placebo-
Effekt, hervorgerufen durch die leicht
schmerzhafte Prozedur, die Entspannung
während der Akupunktursitzungen und
den intensiven Kontakt zum Therapeuten,
könnte Grund für diese Ergebnisähnlichkeit sein, vermuten die Münchner Forscher.
Möglicherweise tritt hinzu, dass
die Nadeln die nicht-myelinisierten CFasern
stimulieren und so die Schmerzwahrnehmung
beeinflussen.
Weiterforschen erforderlich
Klaus Linde fasst zusammen: “Die Ergebnisse
belegen, dass Akupunktur in
jedem Fall eine nebenwirkungsarme
Alternative zur Einnahme von Schmerzmitteln
sein kann. Nun sind aus unserer
Sicht noch weitere Forschungen erforderlich.
Denn der behandelnde Arzt
sollte beispielsweise wissen, wie lange
die positive Wirkung von Akupunktur
andauert oder ob umfassender ausgebildete
Akupunkteure wirklich bessere
Ergebnisse erzielen als solche, die nur
eine Grundausbildung gemacht haben.“
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|
| Autor(in): Jan-Peter Wulf (MEDI-LEARN) (redaktion@medi-learn.de) |
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Im September letzten Jahres bot die
DÄGfA erstmals in Kochel am See
eine Akupunktur Sommer
Akademie für Studenten
an. Die Veranstaltung war
den Berichten und Erzählungen
der Teilnehmer und
Organisatoren zufolge ein
großer Erfolg. Deswegen wird die DÄGfA
auch 2009 die Durchführung
der Summer School of
Acupuncture weiter unterstützen.
Aufgrund der großen
Anzahl an Interessenten
werden die Dozenten dieses
Jahr zwei Summer Schools
vorbereiten:
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Die erste fand
vom Anfang April 2009 auf
Schloß Tornow in der Nähe
von Berlin statt, eine zweite
wird bei großer Nachfrage
vom 26. bis 30. August 2009
in Kochel am See in Oberbayern
stattfinden.
Warum
Akupunktur?
Akupunktur ist gegenwärtig
das am häufigsten alternativ eingesetzte
Therapieverfahren in der westlichen
Medizin. Die aktuellen Forschungsvorhaben
und Studienergebnisse zeigen die
Möglichkeiten aber auch die Grenzen
dieser alten chinesischen Heilkunst.
Chinesische Medizin und insbesondere
Akupunktur sind keine wesentlichen
Bestandteile des deutschen Medizinstudiums. Gerade aber die aktuelle wissenschaftliche
Entwicklung sowie die Präsenz und breite Akzeptanz bei vielen
Patienten und in der Bevölkerung machen
neugierig auf die Hintergründe!
Was steckt hinter einer teilweise so kontrovers
beurteilten Therapie?
Was ist so interessant
an diesem Programm?
Im Rahmen dieser Summer School of Acupunture sollen Studenten die Wirkmechanismen
und Therapiemöglichkeiten der Akupunktur in Theorie, Praxis
und Dialog ergründen.
Die Informationen sind brandaktuell und
kommen aus erster Hand: Die Tutoren
der DÄGfA sind allesamt junge Ärzte,
die in der Lehre und Forschung tätig
sind. Der Unterricht wird von erfahrenen
Dozenten der DÄGfA begleitet. Das traditionelle,
aber auch das aktuelle Wissen um Akupunktur ist eine Bereicherung für
Medizinstudenten und alle werdenden
Ärzte. Nicht zuletzt
deshalb wird im Rahmen
dieser Veranstaltung
auch intensiv die
Thematik des Arzt-Patienten-
Verhältnisses,
insbesondere der durch
diese Heilmethode bedingte
andere ärztliche
Zugang zu Krankheit
und Patient, beleuchtet.
Ein Rahmenprogramm
mit chinesischen und
europäischen Inhalten
rundet die Kurstage ab.
Was wird vorausgesetzt?
Das Programm richtet
sich an Studenten aller
Semester mit Vorkenntnissen
auf dem
Gebiet der Akupunktur,
z.B. universitäre
Vorlesungen.
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| Autor(in): Dr. med. Johannes Fleckenstein (autoren@medi-learn.de) |
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Das 3B
Scientific-Anatomiespecial
Gemeinsam mit 3B Scientific, dem
renommierten Hersteller anatomischer Modelle, steht uns ein kompetenter
Partner zur Verfügung, der das Spezial freundlicherweise unterstützt.
Auf den Seiten findet ihr in den kommenden Monaten Beiträge rund um das
Thema Anatomie.
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Sie haben sich wie ein Nadelkissen
gefühlt. Oder wie im Himalaja. Oder
einfach ganz normal. Dies sind Eindrücke
von Patienten, die über ihre Erfahrungen
mit der Akupunktur berichten.
Alle fühlten sich auf jeden Fall aber ernst
genommen und gut behandelt. Es gibt
immer mehr Patienten, die Erfahrungen
mit Akupunktur gemacht haben. Wir haben
einige von ihnen interviewt. Einen
kleinen Eindruck bieten wir dir mit diesem
Artikel.
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Migräne,
Kreuzschmerzen, Golferarm
Wegen welcher Beschwerden haben Patienten
diese Therapieform in Anspruch
genommen? Besonders beliebt ist Akupunktur
bei Schmerzen wie Migräne, Rücken-
und Hüftproblemen sowie Menstruationsbeschwerden.
Aber auch chronische
Leiden wie Rheuma oder Heuschnupfen
kann man mit Nadelstichen behandeln
lassen. Einzelne Patienten sind sogar mit
einem „Golferarm“ oder vorzeitigen Wehen
zur Akupunktur gegangen.
Der Arzt schlug es
mir vor und ich probierte es
Grundsätzliches Interesse war bei allen
Personen vorhanden, die von ihrem Arzt
eine Akupunktur durchführen ließen.
Sie hatten Gutes gehört, etwas darüber
gelesen oder bereits selber positive Erfahrungen
gemacht. Kein Patient ist von
sich aus auf den Akupunkteur zugegangen.
Der Hausarzt oder Orthopäde hatte
es vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde
gerne angenommen, in der Hoffnung,
endlich wiederkehrende Beschwerden
los zu werden. Und, um eine wirksame
Alternative zu Medikamenten kennen zu
lernen.
Eine Sitzung dauert
etwa eine halbe Stunde
Jede Therapie-Sitzung beginnt mit einem
Gespräch. Das dauert rund zehn Minuten, bei der ersten Sitzung länger. Der
Patient legt sich hin und dann geht es los:
Der Akupunkteur setzt die Nadeln und
verlässt den Raum. Für 10 bis 20 Minuten
bleiben sie stecken. Die normalen
Nadeln werden anschließend entfernt.
Wurden Dauernadeln gesetzt, werden sie
nur mit einem kleinen Patch abgeklebt.
Häufig Besserung schon
nach der ersten Sitzung
Bei akuten Beschwerden spüren die Betroffenen
schon nach der ersten Sitzung eine Besserung oder zumindest wie ein
Befragter beschreibt, „dass in meinem
Körper etwas passiert ist.“ Chronisch
Kranke konnten erst nach mehreren Sitzungen
einen Effekt spüren. Dieser wird
überwiegend als lang andauernd, arm an
Nebenwirkungen und schmerzlos beschrieben.
Die Patienten spüren mehr
Energie. Die positiven Veränderungen
führen sie nicht nur auf die Akupunktur
zurück. Häufig werden nebenbei noch andere
Maßnahmen getroffen, wie VerbänVerbände,
Rückentraining oder Medikamente,
Rücken schonende Gestaltung des Alltags
oder eine Gewichtsreduktion. Ein Patient
berichtet: „Vielleicht hat das auch etwas
mit einer gewissen positiven psychischen
Beeinflussung zu tun.“
Keine Wirkung
ohne Nebenwirkung
Manche Patienten haben das Glück, überhaupt
keine Nebenwirkungen bei der
Behandlung zu spüren. Bei sachgerecht
durchgeführter Akupunktur durch einen erfahrenen Arzt mit Zusatzqualifikation
sind sie tatsächlich extrem selten. An den
Einstichstellen kann es zu blauen Flecken,
Rötungen oder Schwellungen kommen.
Übelkeit und Schwindel sind möglich.
Kostenübernahme nur
bei erwiesenem Nutzen
Für Migräne und einige Gelenkbeschwerden
ist die Akupunktur so etabliert, dass
jede Krankenkasse die Kosten dafür
übernimmt. Die Behandlung anderer Beschwerden übernehmen viele Kassen nur
auf gesonderten Antrag. Dieser wird bewilligt,
wenn der Nutzen der Akupunktur
erwiesen ist. Manchmal lassen sie sich
erweichen, zumindest einen bestimmten
Anteil zu zahlen. Ein Patient berichtet
„Meine Krankenkasse übernahm die Kosten
für die ersten sechs Sitzungen. Auf
Grund des Heilungserfolges übernahm
sie dann auch die weiteren Kosten für vier
Sitzungen.“ Selten gibt es die Möglichkeit,
sich im Rahmen einer Studie z.B. an
einer Universitätsklinik akupunktieren zu
lassen. In diesem Fall entstehen
keine Kosten. Einfacher ist es
bei privaten Kassen, sie zahlen
häufig den vollen Preis.
Den Arzt
sehr gut aussuchen
Die letzte Frage im Interview
war, ob sie die Akupunktur
weiter empfehlen würden. Die
Antworten sind einstimmig.
„Ja, weil ich mit meinem eigenen
Körper erfahren konnte,
wie positiv sich Akupunktur
auswirken kann.“ „Ja, es nimmt
zwar etwas Zeit in Anspruch,
aber diese Zeit lohnt sich.“ „Ja,
weil ich es für eine sinnvolle
Alternative halte." Und: „Ja, es
kann nicht schaden und ist einen
Versuch wert.“ Man sollte
sich den Arzt gut aussuchen.
Empfehlenswert sind Humanmediziner
mit einer Zusatzqualifikation
im Bereich Akupunktur, man sollte sich
den Therapeuten gut aussuchen und ggf.
auch einmal im Freundes- oder Bekanntenkreis
umhören.
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|
| Autor(in): Nina Dalitz (MEDI-LEARN) (redaktion@medi-learn.de) |
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Sie blicken optimistisch in die Zukunft.
Erstens sind Aufwand und
Kosten der Behandlung überschaubar.
Zweitens machen immer mehr Patienten
gute Erfahrungen und geben diese weiter.
Deshalb wird sich Akupunktur aus Sicht
praktizierender Ärzte weiter etablieren.
Vorausgesetzt, sie wird von gut ausgebildeten
Medizinern durchgeführt und
niemand lässt sich von „Scharlatanen“
unter den Kollegen abschrecken.
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Weitere
Ergebnisse der Akupunkteur-Interviews
bieten wir in diesem Artikel.
Rundum wirksam
Die Anwendungsbereiche sind bekannt.
Häufigstes Einsatzgebiet ist die Schmerzlinderung:
Ob an Rücken oder Zähnen, ob
bei Migräne, Rheuma oder Muskelverspannungen.
Viele Patienten, bei denen andere
Therapien versagt haben, fühlen sich durch
die Akupunktur endlich gut behandelt.
Atemwegsbeschwerden wie Bronchitis,
Heuschnupfen oder andere Allergien können
behandelt werden. Nicht zu vergessen
sind Suchtprobleme (Essstörungen, Rauchen,
und anderes), bei denen eine psychische Komponente beteiligt ist: Schlafstörungen,
Stress und Angsterkrankungen.
Kein Aufbau zerstörter
Strukturen möglich
Ein Allheilmittel ist Akupunktur aber
nicht. Sie kann regulieren und helfen,
aber Zerstörtes kann sie nicht wieder aufbauen.
So wirkt sie bei Begleiterscheinungen
einer bösartigen Krebserkrankung,
gegen das Geschwür selber wirkt
sie nicht. Sie wirkt gegen die Symptome
einer Arthrose, nicht aber gegen die
Krankheit selber. Mit Nebenwirkungen
ist bei richtiger Anwendung kaum zu
rechnen. Bei Fehlern können Hämatome
an der Einstichstelle oder sogar eine Verstärkung
der Beschwerden auftreten.
Nadelstiche
nicht schmerzhaft
Wie stark das Eindrehen der Nadel
schmerzt, hängt von der Einstichstelle
ab. An den meisten Stellen, auch am Ohr, sind die Stiche fast nicht zu spüren. An
bestimmten Punkten an den Extremitäten,
wie Fußknöcheln, Ellenbogen, Fingern
oder Zehen sowie im Gesicht werden die
Stiche wie ein leichter Stromschlag oder
ein dumpfer Druck empfunden.
Ausführliches
Gespräch gehört zur Therapie
Pro Sitzung liegen die Nadeln 15 bis 20
Minuten. Eine halbe Stunde dauert eine
vollständige Einheit inklusive Gespräch,
Setzen und Entfernen der Nadeln. Die erste
Sitzung kann eine ganze Stunde dauern, da
hier zusätzlich die Anamnese erhoben wird
und der Arzt sich ein individuelles Bild
vom Patienten macht. Je nach Patient und
Beschwerde finden ein bis zwei Behandlungen
pro Woche statt.
Wärme, die dem
Körper Energie geben soll
Bei manchen Therapieformen werden die
Nadeln erhitzt. Bei der so genannten Moxibustion
wird das Moxa-Kraut verwendet,
eine chinesische Beifuß-Art. Die Methode
soll dem Körper Energie zuführen, indem die Nadeln gezielt Wärme einer ganz bestimmten
Wellenlänge ausstrahlen. Sie gibt
dem Körper Energie wieder, die zum Beispiel
bei Erschöpfung fehlen kann.
Die meisten Patienten
sind sehr aufgeschlossen
Die praktizierenden Ärzte berichten, dass
fast alle Patienten gegenüber der Akupunktur
sehr aufgeschlossen sind, sicher auch
wegen der breiten öffentliche Diskussion.
Skeptiker sind nach wenigen Therapiesitzungen
überzeugt. Einem Patienten, der
sagt, dass er von der Akupunktur gar nichts
hält, würden sie eine Behandlung aber nicht
anbieten. Die Akzeptanz unter Ärzte-Kollegen
ist unterschiedlich, mittlerweile aber
größtenteils positiv und von der Tendenz her
zunehmend aufgeschlossen.
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| Autor(in): Nina Dalitz (MEDI-LEARN) (redaktion@medi-learn.de) |
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Die Akupunktur hatte es in der
westlichen Welt bisher sehr
schwer gehabt, in Deutschland in besonderem
Maße, von der Schulmedizin
als gleichwertig anerkannt zu
werden. Akupunktierende Ärzte wurden
- und werden - von vielen
ihrer Kollegen
be- als Spinner, oder schlimmer noch, als
Scharlatane angesehen und die Akupunktur
als Humbug abgelehnt.Wie positiv sich das verändert hat, kann
man an Folgendem sehen:
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Das Europaparlament
in Straßburg hat sich erstmals
als Veranstaltungsort für eine nicht politische
Veranstaltung, nämlich den
Weltkongresses und die Generalversammlung
der WHO akkreditierten
WFAS, der Weltföderation
der Akupunkturgesellschaften,
geöffnet.
Normalerweise beherbergt
das Europaparlament nur
die hohe Politik. Die Erlaubnis,
erstmals einen Kongress, nämlich
wie erwähnt den Weltkongress
der Akupunktur und auch die
Generalversammlung der WFAS
in diesem hohen Hause zu veranstalten,
bedeutet daher eine enorme
Aufwertung der Akupunktur.
Es ist quasi der Ritterschlag
für die Akupunktur. Erfreulich
für Wiesbaden ist, dass die Akupunkturgesellschaft
ATCÄ mit
Sitz in Wiesbaden, Koorganisator
und Dr. Germann , Arzt aus Wiesbaden
, Vize-Ehrenpräsident des
Kongresses war.
Die WFAS, von der WHO
(Weltgesundheitsorganisation)
als NGO Organisation akkreditiert,
ist eine weltumspannende
Organisation mit etwa 120.000
Mitgliedern. Die WHO unterstützte
den Kongress und die
Generalversammlung und so
nahmen am straßburger Kongress
viele hundert Teilnehmer
aus der ganzen Welt und viel
„Akupunkturprominenz“ teil.
Grußbotschaften aus vielen
Ländern wurden verlesen, darunter
eine des brasilianischen
Präsidenten und des deutschen
Gesundheitsministeriums. Hervorzuheben
ist die Teilnahme der Direktorin
der Abteilung traditionelle Medizin der
WHO, Frau Prof. Zhang. Schwerpunkt
des Kongresses war die Akupunktur bei
Erkrankungen der Frau, insbesondere
in der Schwangerschaft und rund um
die Geburt.
Aber auch andere klassische Akupunkturthemen,
wie Schmerz, Allergie, Sucht,
neurophysiologische Forschung und
vieles andere mehr, wurden behandelt.
Die wissenschaftlichen Arbeiten wurden
vom wissenschaftlichen Komitee,
in dem die ATCÄ- Mitglieder Dr. Braun,
Dr. Eckelt, Dr. Germann und Dr. Kunz
mitarbeiteten, gesichtet und bewertet. In
der Generalversammlung standen Neuwahlen
des Vorstands an und diese erbrachte
einen weiteren großen Erfolg für
die ATCÄ aus Wiesbaden.
Ihr stellvertretender Vorsitzender, Dr.
Michael Germann, wurde zum Vizepräsiden
und Herr Rinnössel zum Vorstandsmitglied
der WFAS gewählt. Was
eine erhebliche Aufwertung der internationlen
Stellung der deutschen Akupunktur
bedeutet.
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| Autor(in): ATCÄ e.V. (autoren@medi-learn.de) |
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Redaktionsleitung: Jens Plasger & Christian Weier, Redaktion:
Thomas Trippenfeld (Redakteur), Daniel Luedeling (Arzt und Cartoonist), Nina Dalitz (Redaktion), Stefan Ritt (Programmierung), Kjell Wierig (Mediengestalter), Dr. Marlies Weier (Ärztin und Redakteurin), Jan-Peter Wulf (Redakteur), Kristina Junghans (Mediengestaltung), Trojan Urban (Arzt und Redakteur), Carina Wild (Redaktion), Stan, Reporter für Extremeinsätze,
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erfährst du alles weitere: jens.plasger@medi-learn.de |
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