05.02.2010

Ausgabe Sondernewsletter Akupunktur

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[Erfahrungsberichte, Interviews und Artikel rund um die Akupunktur - klick hier]


 

591681Die Kraft
der Nadeln

Akupunktur ist gegenwärtig das am häufigsten alternativ eingesetzte Therapieverfahren. Alle Artikel zum Thema findest du in dieser Sonderausgabe
...

In Kooperation mit: Georg Thieme Verlag  *  Deutsche Ärzte Finanz

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Heilsame Piekser - Der Akupunktur Report
3.Akupunktur hilft gegen den Kopfschmerz
  
4.Summer School feiert Premiere
5.Mit Nadeln zur Beschwerdefreiheit
6.Von Scharlatanen, Migräne und fehlender Wärme
  
7.Weltkongress der Akupunktur in Straßburg
8.Impressum
    
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 1. Editorial
  

Hallo,
herzlich willkommen zu unserem Sondernewsletter in Kooperation mit 3B Scientific® und SEIRIN®. Mit dieser Ausgabe möchten wir dir gerne alle Artikel, die im zurückliegenden Jahr im Rahmen unseres SEIRIN-Akupunktur-Specials in der MEDI-LEARN Zeitung erschienen sind, präsentieren.

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Von Patientenberichten über erste Erfahrungen mit den Nadeln, bis hin zu spannenden Artikeln zu den verschiedenen Anwendungsgebieten der Akupunktur und zur Summer School of Acupuncture, die im Frühjahr 09 auf dem Schloss Tornow in der Nähe Berlins stattfand, werden dir auch Fragen beantwortet, wie lange eine Therapie-Sitzung dauert oder welche Nebenwirkungen bei der Behandlung auftreten können. Weiterhin findest du einen Artikel zum Weltkongress der Akupunktur in Straßburg zur Aufwertung der internationalen Stellung Deutscher Akupunktur.

Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

Der Blick in die Zukunft:
In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 09.02.2010:


o Mit System zum Erfolg im Examen: Die MEDI-LEARN Generalproben
o „European Medical School“ nimmt konkrete Formen an

  

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 2. Heilsame Piekser - Der Akupunktur Report

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Akupunktur, die traditionelle chinesische Behandlungsmethode, wird hierzulande immer beliebter. In der letzten Ausgabe der MEDI-LEARN Zeitung haben wir Ärzte befragt, die sich mit Akupunktur-Verfahren auseinandersetzen. Dieses Mal stellen wir euch die Aussagen von Akupunktur-Patienten (Namen von der Redaktion geändert) vor.

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Warum Akupunktur?
Die meisten der Befragten ließen sich wegen chronischer Beschwerden „nadeln“, vor allem Rückenschmerzen verschiedener Ausprägung, aber auch Migräne, chronischen Entzündungen im HNO-Bereich oder Allergien. Für diese Patienten war die fernöstliche Therapie zumeist die „letzte Hoffnung“, da keine klassische Methode angeschlagen hatte. Manche suchten auch einfach eine schonende Alternative zur bisherigen medikamentösen Behandlung. Viele der befragten Patientinnen ließen sich gegen gynäkologische Beschwerden akupunktieren. „Wegen vorzeitiger Wehen und Frühgeburtsgefahr nahm ich die Akupunkturbehandlung auf“, erzählt Anette aus der Nähe von Freising, „Die konventionelle Therapie besteht im Ausruhen und Beine hochlegen. Das mache ich zwar immer noch, ist ja klar, aber trotzdem geht es mir durch die Akupunktur viel besser, ich fühle mich vitaler und bin so gut auf die Geburt vorbereitet.“ Patienten mit akuten Beschwerden, wie z.B. Zerrungen, entschieden sich meist aus Neugier für die kleinen Nadeln. Oft zusätzlich zur herkömmlichen Behandlung. „Nach einem Trauma hatte ich eine Epicondylitis entwickelt, auch bekannt als ‚Golfarm’“, schildert die Wiesbadener Akupunktur-Patientin Nadine, „Über Akupunktur hatte ich schon viel gelesen. Ich entschied mich also zusätzlich für diese schonende Methode.“ Sie wurde, wie fast alle Befragten, von ihrem Arzt auf die Behandlungsmöglichkeit durch Akupunktur aufmerksam gemacht.

Ablauf der „Nadel-Kur“
Die Befragten haben sich zwischen fünf und 15 Mal „unter die Nadeln“ begeben. Die Sitzungen fanden in der Regel ein bis zwei Mal in der Woche statt. Die durch Stechen gereizten Punkte deckten sich oft nicht mit dem Ort der Beschwerden, so wurden bei Denise aus Dresden Nadeln gegen Migräne u. a. an den Extremitäten platziert. Je nach Art der Beschwerden wurden die Einstichstellen von Sitzung zu Sitzung verändert bzw. blieben immer gleich. Bei einigen der Befragten wurden die Nadeln zur Verstärkung des Effekts in der Haut gedreht, bei manchen wurde mit einer Wärmelampe gearbeitet. Mehrere Befragte bekamen sog. „Dauernadeln“, die sie einige Tage unter der Haut behalten mussten. Die Dresdnerin Denise beschreibt eine typische Akupunktursitzung: „Zur Feststellung des allgemeinen Befindens gab es zunächst ein rund zehnminütiges Gespräch mit dem Akupunkteur. Dann legte ich mich auf eine Liege und der Akupunkteur begann, von Kopf nach Fuß die Nadeln einzustechen. Danach blieb ich ca. 20 Minuten liegen. In dieser Zeit lässt einen der Akupunkteur allein. Dann werden die Nadeln entfernt.“

Tut es weh?
Wie fühlt sich das Akupunktiert werden eigentlich an? Hatten die Akupunkturpatienten „Bammel“ vor der ersten Nadel-Sitzung und wenn ja, war dieser im Nachhinein berechtigt? Die meisten Befragten geben sich mutig und meinen, angstfrei in den ersten Behandlungstermin gegangen zu sein. „Die empfundene Intensität des Einstichs hängt von vielen Faktoren ab und kann deshalb nicht pauschal angegeben werden“, erklärt Phillipa, Akupunktur-Fan aus Kiel. „Je nachdem, wie empfindlich der Patient ist, und natürlich auch abhängig davon, wo sich die Einstichstelle befindet.“ Dementsprechend breit gefächert waren die Empfindungen der Befragten. Sie reichen von „kaum zu merken“ über einen „kleiner Pieks“ oder „leichten Druck“ bis hin zu einem „winzigen Stromstoß“, „merklichen Zwicken“ und „deutlichem Stich“. Maria aus Berlin meint sogar: „Es fühlte sich etwa an wie Zahnschmerzen, wenn der Nerv entzündet ist.“ Luise aus Bonn hingegen erzählt: „Je nach Stelle fühlt man sehr wenig bis gar nichts von der Nadel. Es fühlt sich manchmal wie ein ganz kleiner, aber auch angenehmer Stich in die oberen Hautpartien an.“ Dabei wurde die Bonnerin hauptsächlich am Ohr akupunktiert, einer Stelle, die die meisten Befragten als sehr schmerzhaft einstufen. Weitere, besonders schmerzhafte „Stech-Bereiche“ sind nach Aussage der Befragten die Region über dem Os zygomaticum, die Nase und die Stelle zwischen den Zehen.

Die Effekte
Sind die Befragten mit den Ergebnissen der fernöstlichen Kur zufrieden? Haben die kleinen Nadeln ihre Beschwerden tatsächlich gelindert und wenn ja, in wie weit und wie schnell? Hat die „Stech-Kur“ Nebenwirkungen? Fast alle Befragten verspürten während der Akupunktur eine Linderung der Beschwerden. Bei einigen hat sich der positive Effekt bereits nach der ersten Sitzung eingestellt, bei anderen erst nach mehreren Terminen. Die Mehrheit aller Befragten von der Methode überzeugt Manche der Befragten gaben sogar an, dass sich ihre Symptome zunächst verschlimmert haben. Luise, die gegen chronische HNO-Beschwerden genadelt wurde, erzählt: „Nach der ersten Sitzung hatte ich ein Gefühl, als würde mein Hals richtig brennen. Nach etwa drei Tagen ließ die Symptomatik nach und meine Beschwerden haben sich schlagartig gebessert. Schon nach den ersten drei Sitzungen konnte ich einen sehr guten Erfolg beobachten. Nach der sechsten Sitzung hatte ich keinerlei Beschwerden mehr!“ Einige Befragte räumen ein, dass sie die Verbesserung ihres Zustandes nicht zweifelsfrei auf die Akupunktur zurückführen können. „Insgesamt sind die Beschwerden zwar deutlich besser geworden“, meint die Freiburger Patientin Marlene, die wegen Rückenschmerzen akupunktiert wurde, „Aber woran es denn nun lag, weiß ich nicht genau. Neben der Akupunktur habe ich meine Gewohnheiten verändert, mehr im Stehen gearbeitet und weniger geschrieben. Außerdem habe ich auch Spritzen bekommen.“ Einige wenige sind mit den Ergebnissen der Behandlung überhaupt nicht zufrieden. Maria, die sich ebenfalls wegen Rückenbeschwerden hat akupunktieren lassen: „Die ersten Sitzungen brachten eine leichte Linderung der Beschwerden, waren aber sehr schmerzhaft. Danach tat sich nicht mehr viel.“ Als Nebenwirkungen der Behandlung werden leichte Ausschläge, Rötungen, Blutungen, Schwellungen und blaue Flecken genannt.

Empfehlenswert?
Wie bewerten die Befragten die Erfolge der alternativen Behandlung im Vergleich zur konventionellen Methode? Besonders unter den Patienten mit chronischen Leiden finden sich viele, die von den Vorteilen der Akupunktur überzeugt sind. „Mit der konventionell medikamentösen Therapie kann man nur kurzfristig einen positiven Effekt erzielen“, meint Luise, „Diese Art von Therapie hat bei mir außerdem Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich verursacht.“ Auch die Rücken-Patientin Linda aus der Nähe von Mainz erklärt: „Bei chronischen Schmerzen bekommt man oft nur Schmerzmittel. Die sind zwar für ein paar Stunden unschlagbar, aber keine Lösung auf Dauer.“ Die Mehrheit aller Befragten war von der Methode so überzeugt, dass sie sie jeder Zeit weiterempfehlen würde. „Auf jeden Fall würde ich auch anderen zur Akupunktur raten“, sagt Nadine, „ Es ist eine schonende Methode, die zwar etwas Zeit in Anspruch nimmt, die diesen Aufwand jedoch wert ist.“ Selbst Maria, die von den Ergebnissen der Kur eher enttäuscht war, empfiehlt die Akupunktur weiter: „Man soll nichts unversucht lassen.“


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Das SEIRIN®-Akupunktur-Special
Gemeinsam mit 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle und Exklusivimporteur für SEIRIN® Akupunkturnadeln, stehen uns zwei kompetente Partner zur Verfügung, die das Spezial freundlicherweise unterstützen. Auf den Seiten findet ihr Beiträge rund um das Thema Akupunktur.

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 3. Akupunktur hilft gegen den Kopfschmerz

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Über 30 Studien wertete das Zentrum für Naturheilkundliche Forschung der TU München aus. Ergebnis: Die Akupunktur schneidet gegenüber medikamentösen Verfahren besser ab. Allerdings scheint es egal zu sein, wohin gestochen wird. Eine aktuelle, breit angelegte Studienauswertung des Zentrums für Naturheilkundliche Forschung der TU München zeigt: Das Nadeln ist insgesamt das wirksamere Verfahren zur Behandlung der Kopfschmerzen.

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Der Auswertung liegen über 30 Studien mit mehr als 6.700 Patienten zugrunde. Privatdozent Klaus Linde, Leiter der Forschungsabteilung, und seine Mitarbeiter werteten für die Cochrane Collaboration 22 Studien (4.400 Patienten) zum Akupunktur-Einsatz bei Migräne aus. Hinzu kamen elf Studien mit rund 2.300 Spannungskopfschmerz-Patienten. Angelegt waren alle Studien auf mindestens acht Wochen. Verschiedene Kontrollgruppen – medikamentöse Therapie, Scheinakupunktur, nichtmedikamentöse Verfahren wie Massage oder Entspannungstechniken sowie eine Gruppe Kontrollgruppe ohne Behandlung der Schmerzen wurden den Testgruppen gegenübergestellt.

Akupunktur ist wirksamer
Die Ergebnisse der einzelnen Studien belegen in ihrer Gesamtheit: Das Akupunkturverfahren ist wirksamer. Zwei große Untersuchungen etwa prüften, ob das Setzen von Nadeln bei medikamentös behandelten Schmerzpatienten einen Zusatznutzen hat. Mit dem Resultat, dass es bei 47 Prozent der Patienten mit Akupunktur, aber nur bei 16 Prozent mit alleiniger Schmerzmitteltherapie zu einer Verminderung der Kopfschmerztage kam. In sechs großen Migräne-Untersuchungen wurde die Wirksamkeit des Akupunkturverfahrens zu Anfallsprophylaxe geprüft. Dabei erhielt die Kontrollgruppe jeweils keine Prophylaxe. Mit Akupunktur verminderte sich die Frequenz der Migräneanfälle um rund 50 Prozent, ohne Nadeln jedoch nur um ein Viertel. Nach drei- bis viermonatiger Akupunkturbehandlung waren sowohl die Anzahl der Kopfschmerztage als auch die Schmerzintensität geringer als ohne das Setzen der Nadeln.

Egal, wo die Nadeln sitzen?
Interessant: 14 Studien ergaben, dass die Scheinakupunktur – das Setzen der Nadeln an willkürliche Punkte – ähnlich wirksam ist wie das Stechen in einen der 361 klassischen Akupunkturpunkte auf den Meridianen. Ein starker Placebo- Effekt, hervorgerufen durch die leicht schmerzhafte Prozedur, die Entspannung während der Akupunktursitzungen und den intensiven Kontakt zum Therapeuten, könnte Grund für diese Ergebnisähnlichkeit sein, vermuten die Münchner Forscher. Möglicherweise tritt hinzu, dass die Nadeln die nicht-myelinisierten CFasern stimulieren und so die Schmerzwahrnehmung beeinflussen.

Weiterforschen erforderlich
Klaus Linde fasst zusammen: “Die Ergebnisse belegen, dass Akupunktur in jedem Fall eine nebenwirkungsarme Alternative zur Einnahme von Schmerzmitteln sein kann. Nun sind aus unserer Sicht noch weitere Forschungen erforderlich. Denn der behandelnde Arzt sollte beispielsweise wissen, wie lange die positive Wirkung von Akupunktur andauert oder ob umfassender ausgebildete Akupunkteure wirklich bessere Ergebnisse erzielen als solche, die nur eine Grundausbildung gemacht haben.“


   
Autor(in): Jan-Peter Wulf (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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 4. Summer School feiert Premiere

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Im September letzten Jahres bot die DÄGfA erstmals in Kochel am See eine Akupunktur Sommer Akademie für Studenten an. Die Veranstaltung war den Berichten und Erzählungen der Teilnehmer und Organisatoren zufolge ein großer Erfolg. Deswegen wird die DÄGfA auch 2009 die Durchführung der Summer School of Acupuncture weiter unterstützen. Aufgrund der großen Anzahl an Interessenten werden die Dozenten dieses Jahr zwei Summer Schools vorbereiten:

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Die erste fand vom Anfang April 2009 auf Schloß Tornow in der Nähe von Berlin statt, eine zweite wird bei großer Nachfrage vom 26. bis 30. August 2009 in Kochel am See in Oberbayern stattfinden.

Warum Akupunktur?
Akupunktur ist gegenwärtig das am häufigsten alternativ eingesetzte Therapieverfahren in der westlichen Medizin. Die aktuellen Forschungsvorhaben und Studienergebnisse zeigen die Möglichkeiten aber auch die Grenzen dieser alten chinesischen Heilkunst. Chinesische Medizin und insbesondere Akupunktur sind keine wesentlichen Bestandteile des deutschen Medizinstudiums. Gerade aber die aktuelle wissenschaftliche Entwicklung sowie die Präsenz und breite Akzeptanz bei vielen Patienten und in der Bevölkerung machen neugierig auf die Hintergründe! Was steckt hinter einer teilweise so kontrovers beurteilten Therapie?

Was ist so interessant an diesem Programm?
Im Rahmen dieser Summer School of Acupunture sollen Studenten die Wirkmechanismen und Therapiemöglichkeiten der Akupunktur in Theorie, Praxis und Dialog ergründen. Die Informationen sind brandaktuell und kommen aus erster Hand: Die Tutoren der DÄGfA sind allesamt junge Ärzte, die in der Lehre und Forschung tätig sind. Der Unterricht wird von erfahrenen Dozenten der DÄGfA begleitet. Das traditionelle, aber auch das aktuelle Wissen um Akupunktur ist eine Bereicherung für Medizinstudenten und alle werdenden Ärzte. Nicht zuletzt deshalb wird im Rahmen dieser Veranstaltung auch intensiv die Thematik des Arzt-Patienten- Verhältnisses, insbesondere der durch diese Heilmethode bedingte andere ärztliche Zugang zu Krankheit und Patient, beleuchtet. Ein Rahmenprogramm mit chinesischen und europäischen Inhalten rundet die Kurstage ab.

Was wird vorausgesetzt?
Das Programm richtet sich an Studenten aller Semester mit Vorkenntnissen auf dem Gebiet der Akupunktur, z.B. universitäre Vorlesungen.


   
Autor(in): Dr. med. Johannes Fleckenstein ([email protected])
  
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Das 3B Scientific-Anatomiespecial
Gemeinsam mit 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, steht uns ein kompetenter Partner zur Verfügung, der das Spezial freundlicherweise unterstützt. Auf den Seiten findet ihr in den kommenden Monaten Beiträge rund um das Thema Anatomie.

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 5. Mit Nadeln zur Beschwerdefreiheit

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Sie haben sich wie ein Nadelkissen gefühlt. Oder wie im Himalaja. Oder einfach ganz normal. Dies sind Eindrücke von Patienten, die über ihre Erfahrungen mit der Akupunktur berichten. Alle fühlten sich auf jeden Fall aber ernst genommen und gut behandelt. Es gibt immer mehr Patienten, die Erfahrungen mit Akupunktur gemacht haben. Wir haben einige von ihnen interviewt. Einen kleinen Eindruck bieten wir dir mit diesem Artikel.

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Migräne, Kreuzschmerzen, Golferarm
Wegen welcher Beschwerden haben Patienten diese Therapieform in Anspruch genommen? Besonders beliebt ist Akupunktur bei Schmerzen wie Migräne, Rücken- und Hüftproblemen sowie Menstruationsbeschwerden. Aber auch chronische Leiden wie Rheuma oder Heuschnupfen kann man mit Nadelstichen behandeln lassen. Einzelne Patienten sind sogar mit einem „Golferarm“ oder vorzeitigen Wehen zur Akupunktur gegangen.

Der Arzt schlug es mir vor und ich probierte es
Grundsätzliches Interesse war bei allen Personen vorhanden, die von ihrem Arzt eine Akupunktur durchführen ließen. Sie hatten Gutes gehört, etwas darüber gelesen oder bereits selber positive Erfahrungen gemacht. Kein Patient ist von sich aus auf den Akupunkteur zugegangen. Der Hausarzt oder Orthopäde hatte es vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde gerne angenommen, in der Hoffnung, endlich wiederkehrende Beschwerden los zu werden. Und, um eine wirksame Alternative zu Medikamenten kennen zu lernen.

Eine Sitzung dauert etwa eine halbe Stunde
Jede Therapie-Sitzung beginnt mit einem Gespräch. Das dauert rund zehn Minuten, bei der ersten Sitzung länger. Der Patient legt sich hin und dann geht es los: Der Akupunkteur setzt die Nadeln und verlässt den Raum. Für 10 bis 20 Minuten bleiben sie stecken. Die normalen Nadeln werden anschließend entfernt. Wurden Dauernadeln gesetzt, werden sie nur mit einem kleinen Patch abgeklebt.

Häufig Besserung schon nach der ersten Sitzung
Bei akuten Beschwerden spüren die Betroffenen schon nach der ersten Sitzung eine Besserung oder zumindest wie ein Befragter beschreibt, „dass in meinem Körper etwas passiert ist.“ Chronisch Kranke konnten erst nach mehreren Sitzungen einen Effekt spüren. Dieser wird überwiegend als lang andauernd, arm an Nebenwirkungen und schmerzlos beschrieben. Die Patienten spüren mehr Energie. Die positiven Veränderungen führen sie nicht nur auf die Akupunktur zurück. Häufig werden nebenbei noch andere Maßnahmen getroffen, wie VerbänVerbände, Rückentraining oder Medikamente, Rücken schonende Gestaltung des Alltags oder eine Gewichtsreduktion. Ein Patient berichtet: „Vielleicht hat das auch etwas mit einer gewissen positiven psychischen Beeinflussung zu tun.“

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung
Manche Patienten haben das Glück, überhaupt keine Nebenwirkungen bei der Behandlung zu spüren. Bei sachgerecht durchgeführter Akupunktur durch einen erfahrenen Arzt mit Zusatzqualifikation sind sie tatsächlich extrem selten. An den Einstichstellen kann es zu blauen Flecken, Rötungen oder Schwellungen kommen. Übelkeit und Schwindel sind möglich.

Kostenübernahme nur bei erwiesenem Nutzen
Für Migräne und einige Gelenkbeschwerden ist die Akupunktur so etabliert, dass jede Krankenkasse die Kosten dafür übernimmt. Die Behandlung anderer Beschwerden übernehmen viele Kassen nur auf gesonderten Antrag. Dieser wird bewilligt, wenn der Nutzen der Akupunktur erwiesen ist. Manchmal lassen sie sich erweichen, zumindest einen bestimmten Anteil zu zahlen. Ein Patient berichtet „Meine Krankenkasse übernahm die Kosten für die ersten sechs Sitzungen. Auf Grund des Heilungserfolges übernahm sie dann auch die weiteren Kosten für vier Sitzungen.“ Selten gibt es die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Studie z.B. an einer Universitätsklinik akupunktieren zu lassen. In diesem Fall entstehen keine Kosten. Einfacher ist es bei privaten Kassen, sie zahlen häufig den vollen Preis.

Den Arzt sehr gut aussuchen
Die letzte Frage im Interview war, ob sie die Akupunktur weiter empfehlen würden. Die Antworten sind einstimmig. „Ja, weil ich mit meinem eigenen Körper erfahren konnte, wie positiv sich Akupunktur auswirken kann.“ „Ja, es nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch, aber diese Zeit lohnt sich.“ „Ja, weil ich es für eine sinnvolle Alternative halte." Und: „Ja, es kann nicht schaden und ist einen Versuch wert.“ Man sollte sich den Arzt gut aussuchen. Empfehlenswert sind Humanmediziner mit einer Zusatzqualifikation im Bereich Akupunktur, man sollte sich den Therapeuten gut aussuchen und ggf. auch einmal im Freundes- oder Bekanntenkreis umhören.


   
Autor(in): Nina Dalitz (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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 6. Von Scharlatanen, Migräne und fehlender Wärme

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Sie blicken optimistisch in die Zukunft. Erstens sind Aufwand und Kosten der Behandlung überschaubar. Zweitens machen immer mehr Patienten gute Erfahrungen und geben diese weiter. Deshalb wird sich Akupunktur aus Sicht praktizierender Ärzte weiter etablieren. Vorausgesetzt, sie wird von gut ausgebildeten Medizinern durchgeführt und niemand lässt sich von „Scharlatanen“ unter den Kollegen abschrecken.

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Weitere Ergebnisse der Akupunkteur-Interviews bieten wir in diesem Artikel.

Rundum wirksam
Die Anwendungsbereiche sind bekannt. Häufigstes Einsatzgebiet ist die Schmerzlinderung: Ob an Rücken oder Zähnen, ob bei Migräne, Rheuma oder Muskelverspannungen. Viele Patienten, bei denen andere Therapien versagt haben, fühlen sich durch die Akupunktur endlich gut behandelt. Atemwegsbeschwerden wie Bronchitis, Heuschnupfen oder andere Allergien können behandelt werden. Nicht zu vergessen sind Suchtprobleme (Essstörungen, Rauchen, und anderes), bei denen eine psychische Komponente beteiligt ist: Schlafstörungen, Stress und Angsterkrankungen.

Kein Aufbau zerstörter Strukturen möglich
Ein Allheilmittel ist Akupunktur aber nicht. Sie kann regulieren und helfen, aber Zerstörtes kann sie nicht wieder aufbauen. So wirkt sie bei Begleiterscheinungen einer bösartigen Krebserkrankung, gegen das Geschwür selber wirkt sie nicht. Sie wirkt gegen die Symptome einer Arthrose, nicht aber gegen die Krankheit selber. Mit Nebenwirkungen ist bei richtiger Anwendung kaum zu rechnen. Bei Fehlern können Hämatome an der Einstichstelle oder sogar eine Verstärkung der Beschwerden auftreten.

Nadelstiche nicht schmerzhaft
Wie stark das Eindrehen der Nadel schmerzt, hängt von der Einstichstelle ab. An den meisten Stellen, auch am Ohr, sind die Stiche fast nicht zu spüren. An bestimmten Punkten an den Extremitäten, wie Fußknöcheln, Ellenbogen, Fingern oder Zehen sowie im Gesicht werden die Stiche wie ein leichter Stromschlag oder ein dumpfer Druck empfunden.

Ausführliches Gespräch gehört zur Therapie
Pro Sitzung liegen die Nadeln 15 bis 20 Minuten. Eine halbe Stunde dauert eine vollständige Einheit inklusive Gespräch, Setzen und Entfernen der Nadeln. Die erste Sitzung kann eine ganze Stunde dauern, da hier zusätzlich die Anamnese erhoben wird und der Arzt sich ein individuelles Bild vom Patienten macht. Je nach Patient und Beschwerde finden ein bis zwei Behandlungen pro Woche statt.

Wärme, die dem Körper Energie geben soll
Bei manchen Therapieformen werden die Nadeln erhitzt. Bei der so genannten Moxibustion wird das Moxa-Kraut verwendet, eine chinesische Beifuß-Art. Die Methode soll dem Körper Energie zuführen, indem die Nadeln gezielt Wärme einer ganz bestimmten Wellenlänge ausstrahlen. Sie gibt dem Körper Energie wieder, die zum Beispiel bei Erschöpfung fehlen kann.

Die meisten Patienten sind sehr aufgeschlossen
Die praktizierenden Ärzte berichten, dass fast alle Patienten gegenüber der Akupunktur sehr aufgeschlossen sind, sicher auch wegen der breiten öffentliche Diskussion. Skeptiker sind nach wenigen Therapiesitzungen überzeugt. Einem Patienten, der sagt, dass er von der Akupunktur gar nichts hält, würden sie eine Behandlung aber nicht anbieten. Die Akzeptanz unter Ärzte-Kollegen ist unterschiedlich, mittlerweile aber größtenteils positiv und von der Tendenz her zunehmend aufgeschlossen.


   
Autor(in): Nina Dalitz (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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 7. Weltkongress der Akupunktur in Straßburg

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Die Akupunktur hatte es in der westlichen Welt bisher sehr schwer gehabt, in Deutschland in besonderem Maße, von der Schulmedizin als gleichwertig anerkannt zu werden. Akupunktierende Ärzte wurden - und werden - von vielen ihrer Kollegen be- als Spinner, oder schlimmer noch, als Scharlatane angesehen und die Akupunktur als Humbug abgelehnt.Wie positiv sich das verändert hat, kann man an Folgendem sehen:

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Das Europaparlament in Straßburg hat sich erstmals als Veranstaltungsort für eine nicht politische Veranstaltung, nämlich den Weltkongresses und die Generalversammlung der WHO akkreditierten WFAS, der Weltföderation der Akupunkturgesellschaften, geöffnet.

Normalerweise beherbergt das Europaparlament nur die hohe Politik. Die Erlaubnis, erstmals einen Kongress, nämlich wie erwähnt den Weltkongress der Akupunktur und auch die Generalversammlung der WFAS in diesem hohen Hause zu veranstalten, bedeutet daher eine enorme Aufwertung der Akupunktur. Es ist quasi der Ritterschlag für die Akupunktur. Erfreulich für Wiesbaden ist, dass die Akupunkturgesellschaft ATCÄ mit Sitz in Wiesbaden, Koorganisator und Dr. Germann , Arzt aus Wiesbaden , Vize-Ehrenpräsident des Kongresses war.

Die WFAS, von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) als NGO Organisation akkreditiert, ist eine weltumspannende Organisation mit etwa 120.000 Mitgliedern. Die WHO unterstützte den Kongress und die Generalversammlung und so nahmen am straßburger Kongress viele hundert Teilnehmer aus der ganzen Welt und viel „Akupunkturprominenz“ teil. Grußbotschaften aus vielen Ländern wurden verlesen, darunter eine des brasilianischen Präsidenten und des deutschen Gesundheitsministeriums. Hervorzuheben ist die Teilnahme der Direktorin der Abteilung traditionelle Medizin der WHO, Frau Prof. Zhang. Schwerpunkt des Kongresses war die Akupunktur bei Erkrankungen der Frau, insbesondere in der Schwangerschaft und rund um die Geburt.

Aber auch andere klassische Akupunkturthemen, wie Schmerz, Allergie, Sucht, neurophysiologische Forschung und vieles andere mehr, wurden behandelt. Die wissenschaftlichen Arbeiten wurden vom wissenschaftlichen Komitee, in dem die ATCÄ- Mitglieder Dr. Braun, Dr. Eckelt, Dr. Germann und Dr. Kunz mitarbeiteten, gesichtet und bewertet. In der Generalversammlung standen Neuwahlen des Vorstands an und diese erbrachte einen weiteren großen Erfolg für die ATCÄ aus Wiesbaden. Ihr stellvertretender Vorsitzender, Dr. Michael Germann, wurde zum Vizepräsiden und Herr Rinnössel zum Vorstandsmitglied der WFAS gewählt. Was eine erhebliche Aufwertung der internationlen Stellung der deutschen Akupunktur bedeutet.


   
Autor(in): ATCÄ e.V. ([email protected])
  
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 8. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Redaktionsleitung: Jens Plasger & Christian Weier, Redaktion: Thomas Trippenfeld (Redakteur), Daniel Luedeling (Arzt und Cartoonist), Nina Dalitz (Redaktion), Stefan Ritt (Programmierung), Kjell Wierig (Mediengestalter), Dr. Marlies Weier (Ärztin und Redakteurin), Jan-Peter Wulf (Redakteur), Kristina Junghans (Mediengestaltung), Trojan Urban (Arzt und Redakteur), Carina Wild (Redaktion), Stan, Reporter für Extremeinsätze,

  
Anzahl der Abonnenten: 31.965
  

Mitarbeit:
Wenn du Interesse an der Mitarbeit im Medi-Learn.net Team hast, schreib einfach eine Email an Jens - von ihm erfährst du alles weitere: [email protected] 

  

Abofunktion:
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