| Prüfer | : Dohmen |
| Uni | : Charité Universitätsmedizin Berlin |
| Fach | : Chirurgie |
Das folgende Prüfungsprotokoll wurde von einem Studenten
bei uns in die Datenbank eingetragen:Protokoll: OA PD Dr. Dohmen 12/08(gesamt: w3,w3,w3,m1)allgemein für die mündliche Prüfung: Versucht möglichst selbstbewusst in die Prüfung zu gehen (ihr habt ja gelernt), natürlich nicht aufgesetzt oder gar arrogant. Kommt nicht pampig, wenn die Dozenten mal was nicht hören und das was ihr sagtet wiederholen. Lasst die Prüfer auf jeden Fall teilhaben an Euren Gedankengängen. Bleibt ihr nach der Frage ruhig, fragt nicht nach oder stammelt so viel rum, dann wechseln sie vielleicht zu schnell das Thema oder ihr dreht Euch im Kreis. Am aller wichtigsten ist tatsächlich ein ausgeschlafener Kopf! Versucht am letzten Abend rechtzeitig runterzukommen! In der Prüfung fällt Euch sehr viel mehr ein, als Ihre denkt. Die Prüfer kennen ja Eure Lücken nicht, sondern nur ihr. Die Prüfer suchen ja auch die Lücken, deshalb springen sie ja schnell von Thema zu Thema (ist also nicht immer schlecht). Ich war immer vor der Zeit fertig, wusste auch mal was nicht direkt, meinte dann, dass ich aber denke es müsste so oder so sein. Das hat scheinbar gereicht. Ich hab eine eins bekommen. In der Prüfung sind die meisten Prüfer ganz zahm und sagen auch oft, dass sie einem nichts Böses wollen, aber dass sie schließlich zukünftige Ärzte prüfen und eine Verantwortung haben. Durchfallen ist eh selten. Am ersten Tag war jeder einzeln eine Stunde allein mit den Prüfern und die anderen warteten draußen. Am zweiten Tag saßen wir acht alle zusammen im Konferenzraum und wurden immer für eine viertel Stunde geprüft und dann der nächste Prüfling, nach 45 Minuten ist man wieder dran.Für die Prüfungsvorbereitung mit Hilfe der Protokolle fand ich den Herold (Innere), Müller (Chirurgie) und für alle spezifischen Fächer die jeweiligen Checklisten und Klinikleitfäden mehr als ausreichend. Für den ersten Untersuchungstag hatte mir das \'Basics Anamnese und Untersuchung\' und Bates’ Untersuchungsbuch geholfen. Da stehen auch zu den Krankheiten noch ne Menge Infos drin und das reicht auch für den ersten Tag. Man sollte nicht unterschätzen wie viel ein gut laufender erster Tag für die gesamte Prüfung bedeutet. allgemein zu PD Dr. Dohmen:Gutes Los! Herr Dohmen ist wohl Niederländer und durch und durch Kardiochirurg. Dazu sehr nett und fair. Er hat sich bei uns kaum etwas neues einfallen lassen, d.h. er ist sehr treu bei den Protokollfragen der letzten Semester geblieben. Wir hatten bei Ihm kein Vorgespräch und keine Epikrise abzugeben. Er war unser Prüfungsvorsitzender und das macht er sehr professionell und gut. Es ist empfehlenswert alle alten Protokollfragen auszuarbeiten, dann ist man schon durch. Als Lektüre empfiehlt sich zusätzlich die XXL-Herzchirurgie, da kann man Fragen beantworten, die man sonst nirgendwo findet. In der Prüfung hatte er am zweiten Tag Angiographie-Bilder, EKGs und Röntgen-Thorax-Bilder dabei. Außer Herzchirurgie fragte er noch chirurgische Rettungsstellen-Krankheitsbilder.noch mal detailliert:1. Tag: Der Erste Tag ging recht zügig voran, es wurden kurze präzise Antworten erwartet. Wartet man zu lange oder sagt nichts, wechselt er das Thema (das ist wohl eher schlecht, ergo: lieber sagen, was man denkt!) Wir untersuchten einen Patienten auf der Kardiochirurgie (Patient nach Bypass-Op). Da die anderen Prüfer mich schon untersuchen und auskultieren ließen, sollte ich einen imaginären Fall durchgehen. Patient mit Schulterluxation. Klinik, Diagnostik, Repositionen mit Eigennamen und Narkosetechniken bei Reposition (wann ja, wann nein und wenn ja, was?). Da machte er schon die ersten Witze mit mir und den anderen Prüfern. KHK-Patient in der Rettungsstelle: \'Was machen sie?\' (an Differentialdiagnosen denken). Demonstration: Allen-Test. Wie kriegt man heraus, ob Patient Varizen hat (wegen Bypass)? (Antwort: Patient hinstellen!). Bypass allgemein (welche gibt es? Offenheitsraten? etc.) Das war’s schon. Also keine Fragen, die nicht in den alten Protokollen schon standen.2. Tag: Wieder ein nach Protokollen gerichteter Tag. Ich bekam ein post-Op EKG mit Extrasystole und Vorhofflimmern. Ich berichtete über die Therapie des Vorhofflimmers (was wann, TEE oder TTE, welche Medis, Labor: Hypokaliämie). Zentrale Kaliumgabe, sonst brennt es. Aortenaneurysma-Einteilungen. Patient mit Perikarderguss geschildert. Achtung Druckverhältnisse lernen. Wann ist Systole/Diastole hoch, wann niedrig, wann nähern sie sich an? (Tamponade), wann entfernen sie sich voneinander (Aortenklappeninsuffizienz). Wann punktion, wann Op? (wenn Fibrinfäden im TEE), Antikoagulation nach OPs (Heparin wegen Steuerbarkeit etc.)andere Studenten: Angio-Bilder (was ist RCX, RIVA etc. wo sind Engstellen? was machen? wann Bypass, wann Stent?), Thorax-Röntgen mit Pleuraerguss nach Herzbeuteleröffnung, Perikarditis, Minimal invasive Herz-Ops allgemein, Bypass rauf und runter (rechte Mamaria interna wenn es um rechte Koronarien geht!), HLM, Herztransplantation allgemein, Wunderversorgung, Ringanästhesie, Schulterluxation,... wie gesagt nichts neues, war alles schon mal gefragt worden.Ich wünsch’ Euch viel Glück und Erfolg!