| Prüfer | : CA Thomaschewski |
| Uni | : Dresden |
| Fach | : Chirurgie |
Das folgende Prüfungsprotokoll wurde von einem Studenten
bei uns in die Datenbank eingetragen:Es war möglich sich mit dem Prüfer im Vorfeld zu treffen und ein kurzes Gespräch zu führen. Dabei schloss er kein Themengebiet direkt aus, allerdings sollte die Klinik insbesondere Notfälle (kaum Pathophysiologie etc.) im Vordergrund stehen. Es empfielt sich beim Pat. chirurg. Vorerkrankungen \"zu suchen\", diese greift er dann gerne auf.Am Vortag hat man 3h Zeit zur Anamneseerhebung und Verfassen der Epikrise. Wir hatten Pat. mit endokrinologischen und rheumatischen Erkrankungen.Meine Patientin: Rheumatologische Station, langjährige RA, Schleimhautpemphigoid, anamnestisch Lungenembolie, Unterschenkelfraktur, Hämaturie, art. Hypertonie…1.Tag: Patientenvorstellung und UntersuchungJeder Prüfling wurde knapp eine Stunde von allen vier Prüfern am Bett geprüft, danach konnte man nach Hause gehen. Die Prüfer fragten abwechselnd, meist stützten sie sich auf Befunde, die man am Vortag in der Epikrise verfasst hat.Zunächst erfolgte eine kurze Vorstellung des Patienten mit Grund der Aufnahme, bisheriger Therapie und Therapieziel sowie Nebendiagnosen. Es folgten die Fragen der Prüfer:Leber palpierenWirbelsäule untersuchenUnterschenkelfraktur: Untersuchung Kniegelenk untersuchenUrsachen von HüftgelenkschmerzenSchwanenhals- und Knopflochdeformität zeigen und erklären2.Tag FragerundeJeder Prüfling wurde je 15 min von jedem Prüfer gefragt, es wurde rotiert (1.Prüfer - 1.Prüfling, 2.Prüfer - 2.Prüfling, usw.). Fragen wurden nicht weitergegeben. Ruhige Prüfungsatmosphäre mit Wasser und Traubenzucker, kurze Pause nach 2h. Wenn man auf eine Frage nicht gleich antworten konnte, oder nicht klar war worauf die Prüfer hinauswollten, formulierten sie Fragen neu und gezielter. Sie blieben geduldig und halfen den Prüflingen auf die Sprünge. Häufig erwarteten sie eine kurze Antwort um dann die nächste Frage stellen zu können. Mein Eindruck war, dass sie unser Wissen \'abklopften\', sobald sie den Eindruck hatten \'hier ist was vorhanden\' wandten sie sich dem nächsten Gebiet zu.Verbrennungen (Grade, 9er-Regel, Therapie), Pilon tibiale Fraktur: Therapie und Therapie der Komplikationen (Kompartment), Frakturzeichen (sicher/ unsicher)Häufige Frakturen im Alter+Therapie (dist. Radius+DD, Schenkelhals, Humerus…)Fragen der Anderen:Pneumothorax und Drainage, Hernien, Dashboard-Verletzung, AO-Klassifikation, AppendizitisErgebnisse: 2-2-3-3 Fazit: faire Bewertung, das abgeprüfte Wissen ist eher dem Basiswissen zuzuordnen, CA Thomaschewski prüfte kaum mehr als aus den alten Prüfungsprotokollen bekannt war. Keiner der Prüfer stellte Fragen, die nicht beantwortet werden konnten oder klinisch irrelevant waren, im Gegenteil sie gaben gute Hilfestellungen zur Beantwortung der Fragen. Auch wenn es schwierig ist: ruhig bleiben, kurz und strukturiert antworten! Die Prüfung ist absolut machbar!Viel Erfolg und gute Nerven!