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Auswahlgesprächsprotokoll Detail

 
Auswahlgesprächsprotokoll:
Protokoll eingefügt 22.07.2010
Ort/Uni:  Gießen, Justus-Liebig-Universität
Semester:  SS 2010
Anzahl Prüfer:  2-4
   
Atmosphäre:  eher locker
Dauer:  1 Std.
Note:  0
Kleidung:  gehobene Freizeitkleidung
Gespräch: 
Hallo zusammen,
nachdem mir die Protokolle selber sehr gut bei der Vorbereitung auf mein Auswahlgespräch geholfen haben, möchte ich die Sammlung etwas ergänzen.

Ein paar Wochen nach dem Absenden des Bewerbungsbogens erhielt ich also per Mail die Einladung zum Auswahlgespräch.
Vorbereitend habe ich mich auf der Seite der Universität sowie der Uniklinik informiert, sprich mir etwas Wissen über Gründung, Geschichte, bedeutende Persönlichkeiten der Universität und Stadt als auch Forschungsschwerpunkte, Besonderheiten etc. der Uniklinik angeeignet.

Zudem haben die Gesprächsprotokolle Aufschluss über mögliche Fragestellungen und den groben Ablauf des Gesprächs gegeben. Somit habe ich mir also ein grobes Gesprächskonzept zurecht gelegt und versucht mir bezüglich aktueller Themen wie Stammzellforschung, Gesundheitssystem u.s.w. eine Meinung zu bilden.

Der Gesprächsraum im STÄPS war leicht zu finden und gemeinsam mit ein paar anderen Kandidaten warteten wir im Vorraum, bis man aufgerufen wurde. Parallel wurden in drei Räumen Gespräche geführt.

Nach dem Vorstellen und der Kontrolle der Personalien, begann also das ca. 30 minütige Gespräch. Die Atmosphäre war sehr angenehm und es war ein Gespräch "auf Augenhöhe". Keinesfalls hatte man das Gefühl interviewt zu werden, sondern es entwickelte sich ein Dialog und man merkte, dass die Gesprächspartner sich trotz der Menge an Gesprächen für jeden einzelnen interessieren und Zeit nehmen.

Die groben Themen waren „Warum wollen sie Medizin studieren?“, „Warum ausgerechnet in Göttingen?“, „Welche Vorerfahrungen haben sie (auch in Bezug auf Sprachen, Praktika, Berufsausbildungen etc.)?“, „Was bedeutet ihnen neben der Medizin noch viel (sprich Hobbies etc.)?“ und wahrscheinlich speziell bei mir, da naturwissenschaftliche Schwerpunkte in der Schule fehlten, ob ich glaube die zwei Jahre Vorklinik zu schaffen bzw. mich ausreichend für diese Zeit motivieren können.

Fast immer durfte ich frei erzählen und ausreden, teils wurde weiter hinterfragt, aber niemals „bösartig“. Die „Gespenster“, welche oft kursieren ala „Wer waren die Göttingen Sieben?“ habe ich nicht erlebt, es kamen keinerlei Wissensfragen, aber das ist sicher sehr von den Prüfern abhängig.

Da es bei mir letztlich geklappt hat, kann das „Konzept“ nicht alzu schlecht gewesen sein. Ich kann euch nur empfehlen, sich gut vorzubereiten und das Gespräch grob zu planen bzw. eventuell sogar Antworten zu üben. Letztlich ist es aber wohl am wichtigsten, natürlich und ehrlich rüber zu kommen, da die Prüfer meiner Meinung nach eine sehr gute Menschenkenntnis haben und schnell merken, wenn man unsicher wird bzw. etwas dazu erfindet.

Viel Erfolg!