Abenteuer Zahnmedizin

Beta-Version des MEDI-LEARN Bereiches für Studienbewerber, Zahnmedizinstudenten und junge Zahnärzte

Der Einfluss unserer Eltern auf unsere Gesundheit

31. August 2018 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Im neuen Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit wurden die Daten von ungefähr 600.000 Jungen und Mädchen sowie 430.000 Eltern ausgewertet. Enge Zusammenhängen ergaben sich zwischen Elternhaus und der Gesundheit der Kinder, sodass klar gezeigt werden konnte, dass Kinder aus Familien mit niedrigerem Bildungsstatus bis zu dreimal häufiger von bestimmten Erkrankungen betroffen sind- besonders bei den Diagnosen Karies, Übergewicht und Sprachstörungen.

Die von der Uni Bielefeld durchgeführte Studie liefert zum ersten Mal eine systematische Analyse zum Zusammenhang der Gesundheit von Eltern und Kindern. Genutzt wurden hierfür die Abrechnungsdaten aus dem Jahr 2016. Andreas Storm (Vorstandschef der DAK-Gesundheit) fasst es so zusammen: „Wenn das Elternhaus krank macht, hängt die Diagnose der Kinder oft mit dem Lebensstil von Mutter oder Vater zusammen. Die gesundheitliche Ungleichheit zwischen den Familien ist größer als gedacht. Es gibt nachweislich erhöhte Risiken für benachteiligte Kinder.“

Sehr deutlich werden die Unterschiede z.B. bei Adipositas. Kinder, deren Eltern keine Ausbildung abgeschlossen haben, sind im Alter von 5-9 Jahren bis zu 2,5-mal häufiger betroffen, als der Nachwuchs von Akademikern. Der DAK-Deport nennt genauere Zahlen. Von 1000 Kindern bildungsarmer Eltern sind 52 adipös. Bei Akademikerkindern sind die Zahlen deutlich niedriger: nur 15 von 1000 Kindern sind krankhaft übergewichtig.

Auch die Zahl der Kariesfälle ist in bildungsarmen Familien fast 3x so hoch. Auch bei Entwicklungsstörungen wie z.B. Sprach- und Sprechproblemen sind Kinder von Eltern ohne abgeschlossene Ausbildung zu 45% häufiger betroffen. Ganz ähnlich verhält es sich bei Verhaltensstörungen wie der Aufmerksamkeitsdefizit-Defizit-HyPeraktivitäts-Störung mit einer Differenz von 44%.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 90% aller Kinder mindestens einmal im Jahr einen Arzt aufsuchen. Häufigste Erkrankungen im Kindesalter sind neben Atemwegserkrankungen, Infektionskrankheiten. Darauf folgen Augenerkrankungen, psychische Leiden sowie Hauterkrankungen. Ein Viertel der Kinder ist körperlich chronisch krank und ein Zehntel psychisch betroffen. Zusätzlich zeigt die Studie der DAK den Einfluss des Familienhintergrundes auf die Art der Gesundheitsversorgung. So sind die Kinder aus bildungsarmen Familien häufiger im Krankenhaus und bekommen häufiger Arzneimittel verschrieben. Vergleicht man diverse Aspekte der kindlichen Gesundheit so zeigt sich, Ass die Bildungseinflüsse der Familien deutlich größere Auswirkungen haben als z.B. Einkommensunterschiede.

Besonders bei Kindern, deren Eltern bereits gesundheitliche Probleme, wie z.B. Suchterkrankungen haben, gibt es immer wieder gesundheitliche Probleme. Sie sind besonders gefährdet und müssen häufigere ins Krankenhaus oder zum Arzt. Auch die Zahl der verschriebenen Medikamente liegt höher. Auch der Anteil der psychischen Erkrankungen ist bei Kindern, deren Eltern unter Suchterkrankungen leiden, stark erhöht. Sie leiden zu etwa 80% häufiger an Depressionen als Kinder aus unbelasteten Elternhäusern. Auch ADHS und Schulangst sind deutlich häufiger.
Die Zahlen der Kinder sind höher als erwartet – 8% der, bei der DAK versicherten, Kinder hatten im Jahr 2016 mindestens ein Elternteil, welches eine Suchterkrankung ärztlich behandeln ließ.
Laut Studienleiter Prof. Dr. Greiner von der Universität Bielefeld läge mit dem Kinder- und Jugendreport erstmals belastbare Analysen zur Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen im Kindesalter vor, deren Eltern parallel auch erkrankt sind.

Die DAK-Gesundheit lege mit dieser Studie die erste kontinuierliche Analyse von Abrechnungsdaten einer gesetzlichen Krankenkasse vor, die als Hauptuntersuchungsziel die Erkrankungen und die Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen von 600.000 Kindern und Jugendlichen (bis 17 Jahre) und ihrer Eltern hat.

Ein besonderer Fund – Bau der künftigen Melbourner U-Bahn bringt 1000 Zähne ans Tageslicht

27. August 2018 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Melbourne plant ein Millionen schweres Bauprojekt. Fünf neue U-Bahn-Stationen sollen bis 2025 entstehen – für ca. 11 Millionen Euro.
Die Ausschachtungen haben allerlei Alltagsgegenstände aus dem historischen Melbourne ans Tageslicht gebracht. Auf dem Gelände einer, aus dem 19. Jahrhundert stammenden, ehemaligen Bar, fanden die Forscher mehrere Gegenstände, welche wahrscheinlich zum Spielen genutzt wurden. Hierzu zählen z.B. Rinderknochen und Elfenbeinwürfel. Weiterhin ein Paar Ohrringe, die von der Trauerkleidung Königin Victorias inspiriert wurden. Auch ein deutscher Spielzeugsoldat aus den 1850er Jahren war dabei. Der älteste, der gefundenen Gegenstände, war ein Baumstumpf aus Melbournes vorkolonialem Wald.
Besonders kurios war der Fund von ca. 1000 verrotteten Backenzähnen.

Doch der Fund kommt keinesfalls von ungefähr, denn unweit der Fundstelle unter dem heutigen Geschäftsviertel der Stadt, hatte der Zahnarzt J.J. Forster seine Praxis. Die Zähne zeugen von der schrecklichen viktorianischen Zahnmedizin. Im Zentrum praktizierten damals mehrere Zahnärzte. Der prominenteste unter ihnen war jedoch der bereits genannte. Forster galt als sehr wohlhabend und nach Überlieferungen drohte ihm im Jahr 1909 deswegen ein 16-jähriger Junge damit, dass er ihn erschießen würde, wenn er ihm nicht augenblicklich 50 Pfund aushändigen würde.

Er rühmte sich in einer Zeitungsanzeige damit, Zähne „wahrhaftig ohne Schmerzen“ ziehen zu können. Prof. Mark Ecans von der Universität Melbourne zweifelt dies jedoch stark an, denn die verwendeten Anästhetika in der Zahnmedizin Anfang der 1900er Jahre waren Kokain, Lachgas oder Novocain und deren Wirksamkeit ist nicht mit der, der heute verwendeten Wirkstoffe Articain oder Lidocain zu vergleichen. Zudem gab es zur wirkungsvollen Schmerztherapie weder Paracetamol noch Ibuprofen. An Antibiotika zur Vermeidung einer Infektion war nicht zu denken.
Die eingeschränkte Möglichkeit der Lokalanästhesie sorgte wahrscheinlich dafür, dass eine Zahnextraktion weniger schmerzhaft war, als eine Behandlung mit einem damals noch pedalbetriebenen Bohrer.

Prof. Evans, welcher die Artefakte untersucht und anschließend katalogisiert hat, sagte, dass viele der Zähne Spuren hochgradiger Karies und Parodontitis aufwiesen, sodass Forster sie wahrscheinlich von sehr großen Schmerzen befreit hat. Extraktionen waren oft der letzte Ausweg und keine Maßnahme der Prävention.

Die Entsorgung der Zähne erfolgte laut Ausgrabungsdirektorin Megan Goulding, vermutlich über die Toilette oder das Waschbecken. Die restlichen Zähne stopfte er allem Anschein nach in ein eisernes Klempnerrohr.

Tag der Zahnfee

22. August 2018 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Seit den 1980er Jahren würdigt der heutige Tag die Geschichte der Zahnfee. Geschichten über das fabelhafte Wesen helfen Eltern und Zahnärzten schon seit Jahren dabei, den Kindern die Angst vor dem Zahnwechsel zu nehmen. Und welches Kind freut sich nicht darauf, den ausgefallenen Milchzahn unter das Kopfkissen zu legen und am nächsten Morgen voller Vorfreude nachzusehen, was die Zahnfee als Überraschung dagelassen hat?

Die deutschen Kinder und Jugendlichen haben so gute Zähne wie noch nie zuvor. Zu diesem Ergebnis kam die 5. Deutsche Mundgesundheitsstudie. 81,3% der 12-jährigen Kinder sind heute vollkommen kariesfrei (Spitzenreiter im OECD-Vergleich). Auch die Anzahl der Kariesstellen bei Erwachsenen ist deutlich gesunken. Maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben Prophylaxemaßnahmen, wie z.B. regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger (!) Zahnpasta sowie regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt.

Die Ursachen für Karies sind vielfältig. Läsionen entstehen vor allem durch Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Dabei ist es von großer Bedeutung, wie oft und wie lange die Säuren am Zahnschmelz wirken, desto größer ist die Kariesgefahr. Besonders Kohlenhydrate, die täglicher Bestandteil unserer Ernährung sind, bilden die Kariessäuren. Trotzdem empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, dass mindestens 50% der täglichen Energiezufuhr aus Kohlenhydraten bestehen sollten.

Was gegessen wird, spielt also eine geringere Rolle, als die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme und die anschließende Zahnreinigung.

Übrigens: 4-5$ bekommen Kinder in den USA im Durchschnitt von ihren Eltern pro ausgefallenem Zahn.

3 Mal 21

29. Juli 2018 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Es ist das häufigste Syndrom, das mit einer falschen Chromosomenzahl und Behinderung einhergeht – die Trisomie 21. Auf durchschnittlich 650-700 Geburten kommt ein Kind mit Down-Syndrom, was für Deutschland auf eine Zahl von etwa 30.000-50.000 Betroffenen schließen lässt. Zu finden ist diese Chromosomenmutation jedoch in allen ethnischen Gruppen und Bevölkerungsschichten.

Das Risiko, ein Kind mit besagter Chromosomen-Anomalie zu bekommen, steigt mit dem Alter der Mutter. Nach Angaben der Organisation „Kinderärzte im Netz“, wird bereits eines von 50 Kindern mit Down-Syndrom geboren, wenn das Alter der Mutter zwischen 40 und 45 Jahren liegt. Zum Vergleich: bei den 35-40 Jahre alten Schwangeren liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Kind mit Down-Syndrom noch bei 1:260. Somit lässt sich sagen, dass das Risiko ab dem 35. Lebensjahr der Mutter kontinuierlich zunimmt.

Bei besagten Fallzahlen resultieren natürlich auch für die Zahnmedizin Konsequenzen. Zahnbezogen muss man sich bewusst sein, dass sich bei Patienten mit Trisomie 21 ein höchst individuelles Erscheinungsbild feststellen lässt. Im Vergleich zur gesunden Bevölkerung besteht ein bis zu fünffach höheres Risiko für dentale Abnormalitäten. Hierzu zählen neben veränderten Zshnstrukturen auch abweichende Anzahlen von Zähnen. Nicht selten fehlen im Milchgebiss die seitlichen Schneidezähne. Im bleibenden Gebiss sind häufig „Weisheitszähne“ und zweite Prämolaren betroffen. Ein höheres Risiko für Karies ist durch Studien nicht eindeutig nachgewiesen. Allerdings wurden ein häufigeres Auftreten sowie schwerere Verlaufsformen für parodontale Erkrankungen beschrieben. Knapp 8% der Kinder unter zwölf Jahren leiden bereits an einer Parodontitis. Gesunde Kinder sind zu weniger als 1 Prozent davon betroffen. Das Parodontitis bei erwachsenen Down-Syndrom Patienten liegt bei 60-100%.Verantwortlich hierfür sollen ein immunologisches Defizit, welches genetisch determiniert ist und eine beeinträchtigte Mobiliät der Fibroblasten sein. Zusätzlich spielen die nicht ausreichende Kontrolle der bakteriellen Plaques mit einer höheren Besiedlung parodontalpathogener Keime, eine gestörte Mastikationsfunktion sowie die bereits beschriebenen dentalen Anomalien eine Rolle.

Demnach ergibt sich für Patienten mit Down-Syndrom eine erhebliche Beeinträchtigung der oralen Gesundheit, sodass die zahnärztliche Behandlung, auch aufgrund der steigenden Lebenserwartung, von zunehmender Wichtigkeit ist. Regelmäßige Prophylaxetermine können das Fortschreiten parodontaler und oraler Erkrankungen effektiv unterbinden oder verzögern. Je höher der Grad der geistigen Beeinträchtigung, desto schwieriger ist das Umsetzen der oralen Hygiene. Auch eine Behandlung erweist sich hier oft als schwierig. Sollte eine Kooperation zwischen Behandler und Patient nicht möglich sein, kann die Therapie auch unter Sedierung oder ggf. in Vollnarkose erfolgen. Vor einer entsprechenden mithilfe einer Intubationsnarkose ist eine ausführliche Risikoabwägung erforderlich. Eine enge Zusammenarbeit mit dem zuständigen Kinderarzt bzw. Internisten ist hier unerlässlich, da mit dem Down-Syndrom nicht selten eine Herzproblematik assoziiert ist.

Auch in der Anatomie liegen beträchtliche Unterschiede zu gesunden Patienten vor. Das mittlere Gesichtsdrittel ist unterentwickelt. Neben fazialer und oraler Muskulatur sind auch Lippen und Zunge hypoton. Durch diese muskulären Schwächen und einer vorderen und eher niedrigeren Position im Mund wirkt die Zunge abnormal vergrößert. Eine echte Makroglossie ist aber eher selten. Die Kombination aus Zungenvolumen und unterentwickeltem Oberkiefer kann zu einer Verlegung der Atemwege inklusive konsekutiver Mundatmung und zu einem Kreuzbiss führen.

 

Ein Repititorium findet ihr hier.

 

Aufgeräumt mit den Vorurteilen

22. Juli 2018 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Sicherlich könnt ihr euch noch an diesen Artikel erinnern. Wir berichteten euch über einen Zahnpasta-Hersteller, der gezielt die Angst vor Fluoriden schürte, um die eigene, fluoridfreie Zahnpasta zu bewerben.

Zu Wort gemeldet hat sich hierbei nun die promovierte Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim. In ihrem YouTube-Kanal erklärt sie leicht und verständlich diverse wissenschaftliche Zusammenhänge. Nun hat sich die Grimme-Online-Award-Preisträgerin sich auch zur Fluorid-Debatte geäußert und stellt klar: „Fluorid ist nicht Fluor!“ Ihr YouTube-Kanal gehört zu einem Gemeinschaftsangebot von ARD und ZDF, dem neu gegründeten Netzwerk „funk“.

 

Von Zahnis für Zahnis – das ist euer Markt:

30. Juni 2018 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

10.000€ – am Ende des Studiums hat die so manch ein Zahnmedizinstudent in den großen Traum finanziert. Damit stellt die Zahnmedizin den teuersten Studiengang Deutschlands. Die enormen Kosten entstehen vor allem durch die teuren Übungsmaterialien und Instrumente, die selbst besorgt werden müssen. Auch medizinische Fachbücher sind bekannter Weise ja nicht ganz günstig.

Zwei Studenten hat es schlussendlich gereicht. Niels Fock und Justus Lohaus fanden die im Studium benötigten Instrumente zu teuer und gründeten daher im August 2017 ein eigenes Bestellportal mit 30 Produkten – „Zahnimarkt.com“ Mittlerweile haben die beiden angehenden Zahnärzte der Universität Witten/Herdecke ihre Auswahl auf 250 Artikel erweitert und haben sogar eigene Produkte entworfen, die erstanden werden können.

Das einfache Ziel war es, herauszufinden, ob die benötigten Instrumente auch preiswerter beschafft werden könnten. Hierfür suchten die beiden den direkten Kontakt zu den deutschen Herstellern und siehe da, durch das Umgehen des Zwischenhandels, indem sie direkt bei den Herstellern und nicht über das Depot kaufen, kann der Verkaufspreis niedriger gehalten werden. Wie überall gilt, dass gute Qualität nicht zwingend teurer sein muss.

In den ersten Monaten mussten beide erst einmal abwarten, ob Idee und Konzept ankommen und so das Vorhaben, Dentalprodukte kostengünstig an Zahnmedizinstudierende zu bringen, langfristig in die Tat umzusetzen sei.
Nach dem schleppenden Beginn, trudelten immer mehr Bestellungen und Anfragen ein.
Irgendwann war schließlich der Punkt erreicht, an dem sie größere Bestellungen und ganze Semesteranfragen aufgrund des kleinen Anfangssortiments nicht mehr bedienen konnten. Ab diesem Zeitpunkt war beiden klar, dass sie ihr Sortiment ausbauen mussten, um Fuß fassen zu können.

Einen Coup landeten sie Anfang 2018, als es ihnen gelang, die deutschen Hersteller HLW Dentalinstruments und DFS Diamon für ihre Idee zu gewinnen. Seitdem können neben Sonden, Scalern, Küretten, Kofferdam-Sets und KFO-Zangen auch rotierende Schleifer und zahntechnische Fräsen im Shop erstanden werden.

Die mittlerweile über 250 Podukte im Sortiment der beiden können einzeln, aber auch als Semester- oder Gruppenbestellung geordert werden, für die es natürlich einen kleinen Extrarabatt gibt. Auch für Zahnärzte steht das Portal offen. Eigene Produkte gibt es mittlerweile auch – es wurden z.B. Präp-Sets exklusiv für Zahnis zusammengestellt.
Besonderen Wert legen die Studenten auf eine schnelle Lieferung. Daher werden alle Pakete noch am selben Tag der Bestellung versendet. Diesen Service schätzen viele Kunden sehr und haben sich daher zu Stammkunden entwickelt.

Das Ziel der beiden jungen angehenden Zahnärzte ist es weiterhin, die Kosten für Zahnmedizinstudenten zu senken, sodass der Kostenfaktor bei der Wahl des Studienganges künftig eine kleinere Rolle spielt.

Die Macht der AB-Ansage

25. Juni 2018 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Wer kennt es nicht? – Eigentlich wollte man noch schnell einen Zahnarzttermin vereinbaren, aber irgendwie ist man den ganzen Tag nicht dazu gekommen. Und wenn man dann doch die Zeit gefunden hat, ertönt: „Leider rufen Sie außerhalb unserer Öffnungszeiten an!“ Überall die selbe lahme Ansage. Das muss doch besser gehen, denn immerhin ist die Ansage auf dem Anrufbeantworter die akustische Visitenkarte ihrer Praxis.

 

Parodontalbehandlung kann Diabeteswerte verbessern

6. Juni 2018 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Ein Bekannter Risikofaktor der Parodontitis ist bekannter Maßen der Diabetes. Doch wie eng beiden Krankheiten wirklich zusammen hängen, haben japanische Forscher nun eindrucksvoll belegt.

Im Rahmen der Studie wurden Daten von 14.551 Frauen und Männern ausgewertet, die im Alter von 75 oder 80 Jahren waren. Zum ausgewerteten Datensatz gehörten sowohl Daten zur Diabeteserkrankung als auch Daten über die Häufigkeit der Zahnarztbesuche.  Zudem wurden die Art der Behandlung, also Parodontal- oder andere zahnärztliche Behandlungen und der Umfang der Parodontalbehandlung, also deren Anzahl von Behandlungstsgen, genau analysiert.

Das Ergebnis war eindeutig, denn das multivariante Odds Ratio (OR) war für den Marker T2DM deutlich niedriger für Patienten, die in parodontaler Behandlung waren gegenüber den Patienten, die keine Therapie erhielten. Diese Erkenntnis gilt unabhängig von der Anzahl der Behandlungstage bei Patienten mit Parodontalbehandlung. Zudem war im multivarianten linearen Regressionsmodell eine Parodontalbehandlung deutlich mit einer Verringerung des HbA1c-Wertes (Dieser Wert gibt Aufschluss über die Höhe des durchschnittlichen Blutzuckerwertes der vergangenen Wochen. Er gilt als Hedächtnis des Blutzuckers und ist daher ein wichtiger Kontrollwert zur Diabetesbehandlung) assoziiert.

Die Studie kann hier nachgelesen werden.

MIH weiter auf dem Vormarsch

31. Mai 2018 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Mittlerweile ist sie häufiger als Karies in der Altersgruppe der 12-jährigen zu finden. Fast jeder dritte Jugendliche ist betroffen. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde warnt gar vor einer neuen Volkskrankheit.

Betroffene Zähne werden auch als „Kreidezähne“ bezeichnet. Noch immer wissen zu wenige Menschen von dieser Mineralisationsstörung, die Molaren und Inzisiven sowohl im Milch-, als auch im bleibenden Gebiss betreffen kann. Aus diesem Grund stellte Prof. Dr. Krämer (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde) das Krankheitsbild auf einer Pressekonferenz der breiten Öffentlichkeit vor.

MIH habe, seit ihrer erstmaligen Beschreibung 1987, eine rasante Entwicklung durchlaufen. Durchschnittlich 10-15% der Kinder in Deutschland leiden an dieser Strukturanomalie.

Die Ursachen für diese Erkrankung sind bisher weitgehend ungeklärt. Immer wieder werden Weichmacher von Kunststoffen mit der Entstehung einer MIH in Verbindung gebracht, da in Tierversuchen ein Zusammenhang zwischen Bisphenol-A-Konsum und der Entwicklung einer Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation nachgewiesen werden konnte. Auch Probleme in der Schwangerschaft wie Infektionen, Antibiotikagabe, Windpocken oder Erkrankungen der oberen Atemwege werden als mögliche Ursachen diskutiert. Der entscheidende Störfaktor muss während der Entwicklungszeit der ersten Molaren und Inzisivi in Erscheinung getreten sein, was demnach in der Spanne vom 8. Schwangerschaftsmonat bis zum vierten Lebensjahr der Fall ist. Auch ein multifaktorielles Geschehen ist in der Diskussion, die genaue Ursache allerdings noch ungeklärt.

Ohne ersichtliche Ursache ist eine wirksame Prävention gegen MIH nicht möglich. Vorstellig werden Betroffene aufgrund akuter Beschwerden. Behandlungsschwerpunkt ist daher die Therapie. Ziel ist es, die Schmerzen auszuschalten bzw. zu verringern, den Defekt zu versiegeln und die Zahnhartsubstanz mithilfe einer Rekonstruktion der Kaufläche zu stabilisieren. Problematisch sind allerdings die raue Oberfläche und die Strukturanomalien, welche den Zahn sehr anfällig für Karies machen. Genau deswegen ist das bloße Zähneputzen hier nicht ausreichend, sondern muss durch eine besonders intensive Prophylaxe ergänzt werden. Hierzu werden vor allem intensive  Fluoridierungsmaßnahmen in der Praxis und Zuhause empfohlen.

Laut Richtlinien ist es empfohlen, dass Kinder zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta mit 500ppm die Zähne putzen. Bei MIH-Patienten müssen die Eltern darauf achten, dass die erkrankten Zähne in intensiven Kontakt mit der Zahnpasta kommen. Eine viertel- bis halbjährliche Vorstellung beim Zahnarzt ist indiziert. Bei den entsprechenden Terminen kann der Zahnarzt die betroffenen Zähne mit einem Fluoridlack mit 22.600 ppm wirksam vor Karies schützen.

Bei Patienten ab dem 6. Lebensjahr empfiehlt sich die Verwendung einer Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt von 1.500 ppm sowie ergänzend die tägliche Verwendung einer Mundspüllösung (500 ppm) oder einmal wöchentlich die Nutzung eines Fluorid-Gelees (12.500 ppm).

Mit den empfohlenen Maßnahmen können MIH-Zähne wirksam vor Karies geschützt und gut erhalten werden. Trotzdem ist der Forschungsbedarf natürlich immens, denn immer noch ist viel zu wenig über die Ätiologie, die Prävention und die Therapie bekannt.

 

Studieren ohne Abitur

22. Mai 2018 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Die Zahl der Hochschulstudenten ohne Abitur hat sich laut Zahlen des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) zwischen 2010 und 2016 mehr als verdoppelt und übersteigt  mittlerweile die Zahl von 57.000 Immatrikulierten.

Es beruft sich hierbei auf aktuelle Zahlen des statistischen Bundesamtes. Laut Definition handelt es sich hierbei um diejenigen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht über die allgemeine Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife erworben haben, sondern durch eine abgeschlossene Berufsausbildung, einen „Meister“ oder eine andere gleichwertige Aufstiegsfortbildung.

Aktuell studieren in Deutschland 107.000 Menschen Human- oder Zahnmedizin. Von ihnen gelangten rund 700 durch eine der weiter oben genannten „Abituralternativen“ zu ihrem Studienplatz. Diese Information geht aus dem kürzlich veröffentlichten Arbeitspapier „Medizin und Pharmazie studieren ohne Abitur“ des CHE hervor.

146 Männer und Frauen nahmen laut den Berechnungen des Instituts 2016 ein Studium der Human- oder Zahnmedizin auf. Vier Jahre zuvor lag die Zahl noch bei 112 Personen und ist somit deutlich gestiegen.

Trotzdem werde die CHE-Experten nicht müde zu betonen, dass immer noch von Ausnahmefällen zu sprechen sei, da der Anteil der Studienanfänger ohne allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife im Studienfach Medizin gerade einmal 1% beträgt.

Beliebteste Fächer für Studienanfänger ohne ein Abitur  waren Fächer aus den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.  (55% der Studienanfänger). 20% der Studienanfänger wählten ein Studium der Ingenieurwissenschaften. Der Studienbereich der Medizin, in welchen auch die Zahnmedizin und Gesundheitswissenschaften inkludiert sind, wurde von 11,5 Prozent, also knapp 1500 Personen angewählt. Hierbei entschieden sich über 90% für den Bereich der Gesundheitswissenschaften, zu denen unter anderem Studiengänge aus den Fachrichtungen wie Pflegewissenschaften oder Physiotherapie gehören. Lediglich 9 Prozent entschieden sich für ein Studium der Human- oder Zahnmedizin. Als einen potentiellen Grund gibt das CHE den großen Konkurrenzdruck an. Für das Fach Humanmedizin gebe es durchschnittlich 12 Bewerber pro Studienplatz. Für die Zahnmedizin immerhin 6 Interessenten je Studienplatz.

Trotzdem stieg laut CHE im untersuchten Zeitraum die Zahl der Abschlüsse derjenigen Studenten, die kein Abitur ablegten. Der vorläufige Höchstwert von 7.200 Absolventen wurde 2016 erreicht. Der Anteil der Abschlüsse im Bereich der Human- und Zahnmedizin lag bei 0,5 Prozent.

Eine Analyse der Daten zu Geschlecht und Alter ergab, dass jeder zweite Studierende, der sich mithilfe einer Berufslaufbahn für ein Studium qualifiziert hat, zwischen 20 und 30 Jahre alt ist. Ein Drittel in etwa machen Studierende zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr aus. 55 Prozent männliche Studierende stehen 45 Prozent Frauen gegenüber. Allerdings ist zu bemerken, dass jenseits der 40 mehr Frauen „den Sprung in die akademische Ausbildung“ wagten.


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