Gute Zähne nicht vererbbar

27. November 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

“Ich habe da aber auch echt schlechte Anlagen. Ich kann machen, was ich will. Ich habe immer ein neues Loch im Zahn.” – Sätze, die wohl jeder schon einmal gehört hat. Doch das stimmt überhaupt nicht, wie Forscher jetzt herausfanden.
Ein Team vom J. Craig Venter Institue in La Jolla, Kalifornien, um Mikrobiologin Karen E. Nelson verglich Mundflora und Zahngesundheit von 280 zweieiigen und 205 eineiigen Zwillingspaaren im Alter von 5-11 Jahren.
Zwar wiesen eineiige Zwillinge viel häufiger eine ähnliche Bakterienflora in der Mundhöhle auf, jedoch waren unter den gemeinsamen Bakterien vor allem solche, welche überhaupt nicht mit Karies assoziiert sind.

Die Übereinstimmung sank jedoch bereits in den ersten Lebensjahren. Je älter die Kinder wurden, desto stärker beeinflussten Ernährung und Zahnpflege das Auftreten einer Karies.

Festzuhalten ist also, dass die bakterielle Zusammensetzung der Mundflora zwar genetisch festgelegt ist, ihre Wirkung jedoch auf das frühe Kindesalter begrenzt ist. Zudem bezieht sich dieser Fakt vor allem auf Bakterien, die mit der Zahngesundheit nicts zu tun haben. Potentiell kariogene Taxa werden wahrscheinlich nicht durch genetische Faktoren kontrolliert.
Je älter also ein Mensch wird, desto mehr steigt der Einfluss von Zahnpflege und Ernährung auf die Zahn- und Mundgesundheit.

Karen E. Nelson et al., Host Genetic Control of the Oral Microbiome in Health and Disease, in: Cell Host & Microbe, Volume 22, Issue 3, p269-278.e3, 13 September 201


(Bildquelle)

Hoffnung für abgebrochene Knochen oder Zähne

22. November 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Forschern der Technischen Universität Berlin ist es gelungen, eine Art Superkleber herzustellen, der die Möglichkeit des Anklebens abgebrochener Knochen und Zähne verbessern soll. Hierbei handelt es sich um Muschelproteine, die von umprogrammierten Darmbakterien hergestellt werden. Laut Prof. Nediljko Budisa stellen sie die „Chemiefabrik“ dar, die den Superleim produziert. Er entwickelte zusammen mit ein biotechnisches Verfahren, welches die Herstellung des biologischen Unterwasserklebstoffes von Miesmuscheln ermöglicht.

Den Lebensraum der Miesmuscheln stellen die Gezeiten- und Schelfbereiche der Meere dar. Sie müssen dort dem Salzwasser und den dort herrschenden starken Strömungen standhalten. Hierfür nutzen sie einen Superkleber, um sich am Meeresboden festhalten zu können. Dieser Verbund muss auch dann noch halten, wenn die Muschelbänke nicht mehr von Wasser bedeckt sind.

Der Superkleber ermöglicht es der lebenden Muschel, sich beinahe an allen Oberflächen festzuhalten. Fäden, die aus einem Proteinkleber bestehen, scheidet sie an ihrem Fuß aus. 3,4-Dihydroxyphenylalanin, kurz DOPA, eine Aminsäure, stellt den wichtigsten Bestandteil des Proteinklebers dar.

Um den Kleber herzustellen wurde in zunächstein spezielles Enzym in Escherichia coli eingeführt, sodass aus dem Bakterium Methanocaldococcus jannaschii gewonnen werden und von den Forschern verändert werden konnte. Im Anschluss wurde das veränderte Darmbakterium mit der Aminosäure ONB (ortho-Nitrobenzyl)-DOPA gefüttert. In diesem sind die Dihydroxyphenyl-Gruppen geschützt, welche für die starke Klebewirkung verantwortlich sind – ähnlich der Schutzfolie, die die Selbstklebefläche von Aufklebern schützen.
Das so umprogrammierte Bakterium baut die Aminosäure, welche nun mit einer “Art Schutzfolie” versehen ist, in Proteine ein, sodass die Forscher ein Haftprotein erhalten, dessen Klebestellen noch geschützt sind.

Erst, wenn das geeschützte Haftprotein aus den Bakterien herausgelöst und gereinigt wurde, können die Schutzgruppen mittels Licht einer bestimmten Wellenlänge von 365nm entfernt werden, sodass die Klebestellen des  Haftproteins aktiviert werden und das Protein zielgerichtet als Klebstoff verwendet werden kann.

Bisher ist die Isolierung dieser Bio-Leime aus den Muscheln jedoch ineffizient und teuer, da sich den Wissenschaftlern zufolge aus 10.000 Miesmuscheln nur 1-2 Gramm des Superklebers gewonnen werden können. Zudem kann das Klebstoffprotein aus den Muscheln nicht homogen gewonnen werden. Jede der Chargen ist unterschiedlich. Ein weiteres Problem ist, dass das Haft-Protein der Miesmuschel wegen seiner Klebeeigenschaften quasi sofort verwendet werden müsste.

 

Veröffentlicht wurde der Bericht von: Matthias Hauf, Florian Richter, Tobias Schneider, Thomas Faidt, Berta M. Martins, Tobias Baumann, Patrick Durkin, Holger Dobbek, Karin Jacobs, Andreas Möglich, and Nediljko Budisa: “Photoactivatable Mussel-Based Underwater Adhesive Proteins by an Expanded Genetic Code”. ChemBioChem 2017, 18, 1819 – 1823, doi: 10.1002/cbic.201700327

Zahnarzt wagt den Selbstversuch

11. November 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Sein Instagramprofil hat fast 34.000 Follower, die er regelmäßig mit spannenden Fällen aus seiner Praxis versorgt, doch was er nun geteilt hat, verschlug wohl dem ein oder anderen den Atem.

„Er“ ist Rustam Yakhyaev, sein Instagramprofil doctor_yakhyaev. Nun hat er sich selbst einen Weisheitszahn gezogen – vor dem Spiegel. Selbst die Leitungsanästhesie legte er sich selbst.

Nach der erfolgreichen Eigen-OP performte er mit einer Helferin den Danceofwisdomtooth („Tanz des Weisheitszahns“).

Wer das Video sehen will, kann gerne auf seinem Instagram-Account vorbeischauen oder sich das Video auf YouTube ansehen.
Viel Spaß!

 

Möglichkeit der Zukunft in China getestet

31. Oktober 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Was klingt wie eine nahezu unglaubliche Zukunftsvision soll, so zumindest laut verschiedenen, sich auf die China Morning Post beziehenden, Berichten, in China bereits vergangenen Monat durchgeführt worden sein. Dort hat ein Roboter einer Patientin zwei Implantate gesetzt – allerdings zur Sicherheit noch unter der Aufsicht erfahrener Operateure.

Laut diverser Medienberichten fand die OP bereits am 16. September in Xi’an, einer Stadt im Nordwesten der Provinz Shaanxi, statt. Der verwendete Roboter sei einzig zu diesem Zweck entwickelt worden, da in China ein Zahnärztemangel herrsche und gleichzeitig aber ein hoher Implantationsbedarf bestehe. Die Entwicklung des Roboters dauerte vier Jahre und entstandt in Zusammenarbeit zwischen der Beihang University und dem Fourth Military Medical University’s Stomatological Hospital. Der Bedarf ist da, denn aktuell hätten 400 Millionen Chinesen Bedarf an einem Implantat. Im Gegensatz dazu können jedoch nur eine Million von ihnen pro Jahr durch die aktuell tätigen Operateure versorgt werden. Die entwickelten Roboter sollen diesen Missstand beheben.

Die Insertion der Implantate, die aus einem 3D-Drucker stammen, dauerte letztendlich etwa eine Stunde. Zudem sei der Roboter in der Lage gewesen, sich in Abhängigkeit der Bewegungen neu zu justieren.

Einen genaueren Einblick gewährt euch dieses YouTube-Video.

Wir sind gespannt, ob und wann der Roboter Deutschland erreicht.

 

Wieder ein Deal in „Die Höhle der Löwen“

28. Oktober 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Nachdem wir euch bereits vor einigen Wochen den Berliner Zahnarzt Dr. Ismail Özkanli vorgestellt haben, der mit einer, von ihm entwickelten, Parodontitis-Creme einen Deal ergattern konnte, gelang dies in der letzten Woche Stefan Walter und Florian Kiener, die ebenfalls ein neues Produkt zur Zahngesundheit vorstellten.

Ihr Ziel ist es, mit einer von ihnen entwickelten Schallzahnbürste, den Markt zu erobern und sich zwischen den großen Marken wie Marktführer Oral-B oder Philipps und Panasonic zu etablieren. Erfahrung bringen beide mit, da sie bereits für den Marktführer gearbeitet haben. Zielgruppe seien vor allem junge Menschen, die neben der Reinigungskraft auch Wert auf das Design ihrer Zahnbürste legen.

Die „Happybrush“ gibt es in zwei Ausführungen. Als rotierende Zahnbürste und als Schallzahnbürste. Die Sets liegen bei einem Verkaufspreis von 49,95€ und umfassen für die rotierende Variante die Bürste, einen Bürstenkopf, ein Ladekabel und einen Bürstenständer mit integriertem Timer und für die Schallzahnbürste eine Ladestation und zwei Bürstenköpfe. Zu erwerben gibt es beide Varianten in schwarz oder weiß.

Mit ihrem Konzept konnten Sie am vergangenen Dienstag auch die Investoren Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel überzeugen, die für ein Investment von 500.000€ mit 20% der Firmenanteile bedacht wurden.

Doch der Jubel verflog schnell, als am Tag nach der Ausstrahlung die Stiftung Warentest die Bürste auseinandernimmt. In einem ihrer aktuellen Tests prüft die Stiftung zehn gängige elektrische Zahnbürsten für Erwachsene unter den Gesichtspunkten Effektivität, Handhabung und Haltbarkeit. Das Ergebnis der Happybrush ist mit der Gesamtnote von 4,1 eher schlecht und bedeutet wegen ihrer nur ausreichenden Reinigungsleistung den letzten Platz.

Die Erfinder stellen jedoch klar, dass es sich bei der getesteten Ausgabe um das Model happybrush V1 handle, welches seit Juli 2017 nicht ,ehe produziert werden. „Die aktuell im Markt erhältlichen und verbesserten Produkte, bekannt aus der VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“, sind nicht Bestandteil des Tests“, so die Gründer in einer Stellungnahme. Bereits im Juli 2017 sei Stiftung Warentest mitgeteilt worden, dass das in der November-Ausgabe getestete happybrush Modell V1 nicht mehr produziert würde.

Für mehr Infos zu den Produkten und den Gründern geht es hier zur happybrush Website. Das Ergebnis der Stiftung Warentest ist umfassend in der neuesten Ausgabe und eingeschränkt auf ihrer Website zugänglich.

Bildergebnis für happybrush (Bildquelle)

Auswahlgrenzen WS 17/18

22. Oktober 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Das neue Semester hat bereits begonnen. Und auch in diesem Jahr haben wieder viele von euch gehofft, gewartet und sich schlussendlich gefreut oder waren bitter enttäuscht.
Grund auch in diesem Jahr wieder einmal die Zulassungsbeschränkungen für die zulassungsbeschränkten Studiengänge, wie z.B. Zahnmedizin.
Die in diesem Jahr benötigten Durchschnitte könnt ihr jetzt auf hochschulstart.de komplett einsehen. Hier geht’s zu den Tabellen.

Herzlichen Glückwunsch an alle, die einen Platz ergattern konnten und weiterhin viel Erfolg für die kommenden Bewerbungsverfahren an alle, die leider keinen Studienplatz bekommen haben.

Bildergebnis für zulassungsbescheid zahnmedizin (Bildquelle)

Umsatz „durch die Decke gegangen“

18. Oktober 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Vor einigen Wochen stellten wir euch den Berliner Zahnarzt Dr. Ismail Özkanli vor, der in der „Höhle der Löwen“, der Gründershow auf VOX, einen Deal ergattern konnte. Sein ambitioniertes Ziel ist es, eine von ihm und seinem Vater entwickelte Creme gegen Parodontitis an den Mann bzw. an die Frau zu bringen, um der Volkskrankheit Einhalt zu gebieten. Seitdem klingelt es in der Kasse. In einem Interview, welches er jetzt dem „Stern“ gab, erzählt er, dass man schon mit einem großen Ansturm auf das Zahnfleischgel gerechnet hat.

Genau deswegen habe man rund 570.000 Tuben vorproduzieren lassen. Diese Menge war für einen Monat kalkuliert und reichte am Ende lediglich 48 Stunden. Bei einem Verkaufspreis von 4,99€ im Handel konnte er so 2,8 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften. Trotzdem möchte er das Behandeln nicht aufgeben, allerdings etwas kürzer treten.

Das vollständige Interview könnt ihr beim Stern lesen.

Popcorn als Zahnkiller

10. Oktober 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Als allgemein bekannt gilt, dass harte Süßigkeiten unter den Lebensmitteln, die die Zähne zerstören, den vordersten Platz einnehmen. Doch von diesem sind sie nun verdrängt worden.

Laut einer Meldung des Sunday Telegraph ersetzen immer mehr Briten die “fetten” Chips gegen Popcorn-Produkte, weshalb sich die Verkaufszahlen im Vergleich zu 2012 verdoppeln und die Grenze von 115 Millionen Euro knacken werden.
Doch Experten schildern, dass durch Popcorn verursachte Zahnverletzungen alle anderen Auslöser überlagern. So reiht sich Popcorn nun neben Fuge und Karamell ein. Die Zahl der popcornbedingten Zahnprobleme ist innerhalb der letzten drei Jahre von 5% auf 10% gestiegen.
Zahnarzt Dr. Mark Hughes, Senior Partner der Harley Street Dental Group, sagte in einem Interview dem Sunday Telegraph: “In meinen 25 Jahren als Zahnarzt ist Popcorn unter die Top-5-Gründe für abgebrochene Zähne aufgestiegen. Vor fünf Jahren habe ich vielleicht von 20 Fällen einen abgebrochenen Zahns gesehen, der durch Popcorn verursacht wurde, aber in den letzten zwei, drei Jahren kommt einer auf zehn, und diese Zahl steigt!”

Eine unterstützende Meinung für Hughes hat Dr. Uchenna Okoye, klinische Direktorin der London Smiling Dental Group:”Da wir Popcorn nebenbei essen, während wir einen spannenden Film schauen, mahlen wir unsere Zähne in dieser Zerstreutheit derart, dass Risse und Brüche entstehen können, die sich Wochen oder Monate nach dem Ereignis oft als akutes Problem herausstellen.”  Die Zahl der Fälle sei zunehmend, da Popcorn einen immer beliebter werdenden Snack darstellt. Kleine Stücke können in den Zahnzwischenräumen steckenbleiben und die fiesen kleinen Schalen in die Zahnfleischtaschen rutschen. Die Folge all dieser Szenarien können Entzündungen sein. Diese können weiterhin zu Zahnfleischerkrankungen und Zahnverlust führen.  Das größte Übel stellen allerdings ungekochte Kerne dar, die trotz aller Anstrengungen seitens der Hersteller noch immer in zahlreichen Packungen zu finden sind.

Also ab heute, Popcorn nur noch mit äußerster Vorsicht genießen!

Eine Impfung gegen Karies – bald Wirklichkeit oder nur Zukunftsvision?

30. September 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Es klingt unglaublich, aber in China scheint das ganze nun Gestalt anzunehmen – ein Impfstoff gegen Karies. Diesen erforschen Wissenschaftler des Wuhan Institute of Virology in China. Ihre Methode haben sie nun im Fachmagazine Scientific Report veröffentlicht.

Ihr Ziel ist es, das Bakterium Streptococcus Mutans daran zu hindern, sich an der Zahnoberfläche festzusetzen. Im Studienbericht ist zu lesen, dass die Forscher hierfür verschiedene Proteine miteinander kombiniert haben. Darunter auch bestimmte Eiweiße aus Streptokokken, die aus E.-coli-Bakterien  gewonnen wurden. Hierbei seinen durchaus vielversprechende Ergebnisse erzielt worden, jedoch traten noch zu viele Nebenwirkungen, wie z.B. Entzündungen, auf.

Diese Nebenwirkungen zu beheben ist nun oberstes Ziel der Forscher. Zur Minimierung dieser wurde die Protein-Kombination überarbeitet, so der Studienbericht. Die prophylaktische Wirkung konnte bei Ratten tatsächlich festgestellt werden. So konnte bei 64,2% der Versuchstiere der Ausbruch der Karies  verhindert werden. Bei 53,9 Prozent der Tiere, welche bereits mit Karies infiziert waren, konnte eine therapeutische Wirkung festgestellt werden.

Der vollständige Studienbericht kann hier eingesehen werden.

Berliner Zahnarzt wagt sich in “Die Höhle der Löwen”

25. September 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Seit Dienstagabend gehört er zu den Gründern, die erfolgreich aus der “Höhle der Löwen” gekommen sind und nun einen Deal vorzuweisen haben – Dr. Ismail Özkanli.
Er präsentierte ein Gel, welches bei parodontal geschädigten Patienten zur Anwendung kommt.
Es soll dafür sorgen, dass sich das Zahnfleisch dem Zahn wieder anheftet. Dieses Gel, welches nach 12-jähriger Forschung entstanden ist, basiert auf Schwarzkümmel.
Alle fünf Investoren konnte Dr. Özkanli von seinem Produkt überzeugen. Entschieden hat er sich dann für die Investoren Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel. Acht Monate arbeiten sie nun bereits zusammen, da die Sendung bereits im Frühjahr aufgezeichnet wurde. Zwei weitere unabhängige Studien wurden in der Zwischenzeit durchgeführt, der Vertrieb aufgebaut und Strukturen geschaffen. Mit Erfolg – denn das Zahnfleischgel ist  mittlerweile überall erhältlich. Bereits seit 2008 wurde das Gel, welches damals noch “Parodontcreme” hieß, über Apotheken vertrieben, jedoch fehlten Netzwerke, Strukturen und das nötige Know-How. Dadurch wurden Fehler gemacht und stauch Geld verloren. Denn auch, wenn man selbst von seinem Produkt überzeugt ist, heißt das nicht unbedingt, dass dieses deshalb sofort von jedem gekauft wird. Da damals alles aus Eigenmitteln bezahlt wurde, rund 250.000€, wurde vor allem beim Marketing gespart. Das bezeichnet Dr. Özkanli heute als Fehler – “Denn nur wer viel investiert, bekommt auch viel zurück!”
Weiterhin kritisiert er im Nachhinein, dass er damals zu viele Produkte im Angebot hatte, denn das waren immerhin 32 Stück, u.a. auch naturkosmetische Produkte. Heute weiß er, dass es wichtig ist, eine klare Produktlinie anzubieten und nicht unbedingt die Masse an Produkten.
Trotz des Erfolgs sieht er sich weiterhin eher als Zahnarzt, obwohl sich seine Arbeitszeit auf zwei Tage in der Woche verkürzt hat. Nachdem er die Partnerschaft mit Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer eingegangen ist, hat er, gemeinsam mit seinem Vater, eine neue Firma gegründet, in der er nun als Geschäftsführer tätig ist. Diese Tätigkeit hatte vorher sein Vater inne.

Zur Zeit arbeitet er an weiteren vier Ideen. Sein Fazit zur VOX-Sendung und somit ein Rat: “Ich empfehle wirklich jedem Zahnarzt, der eine Idee hat, der eine Produkt entwickeln möchte, sich dort zu bewerben.”

Wie geht es jetzt weiter? Ralf Dümmel kümmert sich mit seiner Firma DS Produkte nun um den Vertrieb in gewissen Drogeriemärkten sowie um die Produktion. Mit der Maschmeyer Group wird jetzt der medizinische Vertrieb aufgebaut. Ziel sei auch das Ausland. Hier sollen nun vor allem die Türkei, Holland, Österreich und die Schweiz anvisiert werden. Dass das Produkt auch im Ausland auf Interessenten stößt, haben Ismail und sein Vater bereits vor zwei Jahren auf der IDS gemerkt, wo viele ausländische Zahnärzte das Produkt kauften.

Ismail Ziel ist es, den kompletten Globus mit seinem Gel einzudecken. Dies versucht er seit dieser Woche auch durch den Vertrieb durch den Tele-Shopping Sender QVC.

Den Auftritt von Dr. Özkanli und seinem Vater könnt ihr euch bei TVnow oder hier ansehen. Wer mehr über die innovative Creme erfahren möchte, kann auch der Website einen Besuch abstatten.


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