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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angestellte FÄ für Allgemeinmedizin - Gehaltsverhandlung



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WackenDoc
08.12.2019, 13:44
Prämien für "nicht krank" sind nicht verboten, solange sie keine Diskriminierung beinhalten (ja, das wird natürlich schwierig). Sie sind aber hoch umstritten und werden auch weder von Unternehmensberatern noch Betriebsärzten empfohlen.

Dr.Nemo
09.12.2019, 14:53
Prämien für "nicht krank" sind nicht verboten, solange sie keine Diskriminierung beinhalten (ja, das wird natürlich schwierig). Sie sind aber hoch umstritten und werden auch weder von Unternehmensberatern noch Betriebsärzten empfohlen.

Ich bin wirklich buff. Immer noch und wieder mal mehr.

WackenDoc
09.12.2019, 16:28
Achso- da geht es um einen wirklichen Bonus und nicht ein Bonus um auf das normale Gehalt zu kommen.

Dr.Nemo
10.12.2019, 12:23
Achso- da geht es um einen wirklichen Bonus und nicht ein Bonus um auf das normale Gehalt zu kommen.

Ja genau, einmalige jährliche Sonderzahlung nach Gefallen (noch nicht genau definiert, da ich da erstmal das Gespräch abgebrochen habe)

Gast99
10.12.2019, 20:01
Ich bin in einer ähnlichen Situation wie Du, ich bin auch am Ende meiner Weiterbildung und würde gerne in meiner jetzigen Praxis weiter angestellt bleiben. Auch ich habe schon Sätze gehört wie: "Wenn die Förderung wegfällt haben wir ja gar nichts mehr von Dir." Das hat mich auch ganz schön getroffen. Letztlich habe ich jetzt ein Gehalt zwischen Facharzt- und Oberarztgehalt gemäß der Krankenhausärztetarifvertrages angeboten bekommen. Ich muss sagen, dass ich mich insgesamt in der Praxis sehr wohl, sehr wertgeschätzt und gefördert fühlte. Der obige Satz kam auch nicht direkt von meinem Chef.
Seit ich dort in der Praxis arbeite hat sich die Scheinanzahl um circa 100 erhöht. Mein Chef verdient durch mich also nicht mehr Geld, es wird einem Weiterbilder ja auch untersagt, aufgrund des AiW mehr Patienten zubehandeln, ebenso bei Anstellung eines Sicherstellungsassistenten, was für mich nach meiner Weiterbildung geplant ist. Ich bin daher in erster Linie eine gute Entlastung, aber mein Gehalt geht letztlich von dem meines Chefs ab.. Das finde ich wirklich eine äußerst unangenehme Basis für Verhandlungen.
Ein MVZ in der Nähe hat mir ein Oberarztgehalt angeboten. Das gehört zu einem großen Konzern und die scheint es nicht zu stören Miese zu machen...

John Silver
10.12.2019, 21:45
Wenn der Chef mit dem angestellten Facharzt verdienen will, kann er sich halt einen zweiten Sitz kaufen. Angebote gibt es genug. Ihr solltet euch nicht auf solche Mätzchen einlassen. Ein angestellter FA für Allgemeinmedizin ist bei Vollzeit locker 100.000 wert. Meine Tante sitzt als Angestellte auf einem Sitz, der ihrem Chef gehört. Er zahlt ihr fast 90.000 pro Jahr für 32 Stunden pro Woche, und verdient damit offenbar sehr gut.

Gast99
11.12.2019, 09:36
Ja, das wäre prinzipiell eine Möglichkeit. Aber in meinem Fall ist es so, dass ich mich aus privaten Gründen örtlich noch nicht binden kann, ihm also keine langfristige Zusage geben kann. Und da verstehe ich gut, dass er scheut, seinen Patientenstamm zu vergrößern. Die Praxis ist im ländlichen Bereich, und um da auf einen Nachfolger für mich zu hoffen muss man tatsächlich sehr optimistisch sein. Der Anteil an Privatversicherten ist hier auch verschwindend gering.
Ich kann also tatsächlich nachvollziehen, dass ich ein wirtschaftliches Risiko darstelle.

John Silver
11.12.2019, 20:55
Du bist auch ohne einen Sitz kein Risiko. Wenn er Dich beschäftigt, hat er etwas davon. Will er das nicht, soll er es eben lassen.