Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : **StEx Neuerung F21**
Cefadroxil
17.01.2020, 08:50
Ich würde auch nicht schieben. Bin selbst im F2020 mit dem Stex dran und mir bereiten die Veränderungen auch leichten Kummer. Ich glaube aber nicht, dass die Durchfallquoten soooo viel größer geworden sind und das man Angst haben muss, das man nach min. 5 Jahren Studium rausgeprüft wird.
Kreuzt man H2019 und H2008, so erkennt man einen roten Faden zwischen beiden Examina. Basics wie KHK, HI, Lieblingsinfektionskrankheiten des IMPP müssen halt sitzen.
Auch damals musste man schon die "richtigen" Folgeuntersuchungen bei Krankheit XY durchführen und stets "keep it simple" halten. Das neue Fragendesign spricht mich auch etwas mehr an, da ich die Fallvignetten es extrem zermürbend finde.
Cefadroxil
17.01.2020, 08:51
Ich würde auch nicht schieben. Bin selbst im F2020 mit dem Stex dran und mir bereiten die Veränderungen auch leichten Kummer. Ich glaube aber nicht, dass die Durchfallquoten soooo viel größer geworden sind und das man Angst haben muss, das man nach min. 5 Jahren Studium rausgeprüft wird.
Kreuzt man H2019 und H2008, so erkennt man einen roten Faden zwischen beiden Examina. Basics wie KHK, HI, Lieblingsinfektionskrankheiten des IMPP müssen halt sitzen.
Auch damals musste man schon die "richtigen" Folgeuntersuchungen bei Krankheit XY durchführen und stets "keep it simple" halten. Das neue Fragendesign spricht mich auch etwas mehr an, da ich die Fallvignetten extrem zermürbend finde.
Wenn ihr euch die Examina anschaut, dann werden ihr sehen, dass es immer schlechter und schwerer wird. Was soll schieben also bringen? Damit schneidet man sich nur ins eigene Fleisch.
Soviel blabla in dieser Pressemitteilung "wir sind cool, wir machen das, was die Internisten wollen..."
Und dann zum Schluss was von "Desiderat" schreiben. Anscheinend bin ich ungebildet, dass ich dieses Wort nicht kenne. Und Menschen mit solch einer hochgestochenen Sprache sollen mich dann in patienten- und akademikerferner Kommunikation prüfen? Nein danke.
Ich hatte ja noch kurz überlegt, mir in den Ferien noch Stress zu machen, um noch H20 mitschreiben zu können, aber ich glaube, ich lasse einfach H21 auf mich zukommen.
Es ist halt eine Pressemitteilung. Pressemitteilungen sind immer Selbstbeweihräucherung - das ist ihr primärer Sinn und Zweck. Ich fand aber z.B. recht interessant, wie sehr auf der zweiten Seite die Angst vor Kostensteigerungen durchklingt. Klingt so als wäre nunmehr der NHS das Ziel - man sagt klug entscheiden, meint aber billig entscheiden :-p
Und das Desiderat... naja. Ja, es wirkt lächerlich, aber eigentlich ist schon alleine aus dem Kontext klar, was das Wort bedeutet. Ansonsten hilft einem das Englische weiter.
Für die meisten wird es von der Note her wahrscheinlich völlig egal sein, ob man H20, F21 oder H21 schreibt. Auch wenn manche von "immer schlechter und schwerer" schreiben, sind die Durchfallquoten einfach extrem niedrig. Verglichen mit fast jedem anderen Studiengang, und auch verglichen mit den Uni-Klausuren. Es gibt IMHO keine andere Prüfung im Medizinstudium, auf die man sich so einfach vorbereiten kann, bei der man so sicher weiß, dass man bei normaler Vorbereitung bestehen wird, wie den schriftlichen Teil des M1 oder das M2. Also bitte macht den jüngeren Semestern keine unnötige Angst... das ist einfach völlig fehl am Platz.
Hab ich nicht so gelesen. Eher wirklich in Richtung EbM, auch was zum Beispiel das PSA-Screening usw angeht. Oder auch die Geschichten von Privatpatienten, die jede mögliche und unmögliche Diagnostik kriegen, weil sie halt bezahlt wird.
Ich muss zugeben, ich hab diese letzten Abschnitte nur überflogen habe und deswegen der Kontext nicht so zur Geltung kam. Ich hatte eher an "entschiedenes Ziel" (decide, anscheinend ja desire) gedacht. Wieso man das nicht schreiben kann, weiß ich nicht.
Es ging mir nicht um Panikmache, sondern wirklich darum, dann vielleicht ein Semester ohne Examen danach frei zu haben. Und wie du ja sagst, macht es kaum nen Unterschied, weswegen ich jetzt auch im Frühjahr schreiben werde, da meine Ferien dann entzerrter sind
Mukopolysaccharid
19.01.2020, 08:56
Gabs da noch ein Statement von impp, das ich nicht mitbekommen habe ? Würde hier jemand netterweise den Link angeben ?:)
Bin mittlerweile der Ansicht man arbeitet noch lange und viel genug, ob das jetzt ein halbes Jahr früher oder später is...
Erster Post, erster Link, oberster Eintrag der Seite "Pressemitteilung".
Man wird das Examen immer bestehen, wenn man ordentlich gelernt hat. Hier war aber die Frage auf die Note bezogen. Diese werden nachweisbar schlechter, ich verstehe nicht wie man als Herr davo dann wieder mit dem Durchfallargument kommen kann.
Mein Rat ist ganz klar zieht es durch, es hat nur Vorteile für euch.
wendyrumpf
19.01.2020, 15:49
der spielraum um fehler zu machen nimmt allerdings seit den letzten Jahren ab dank key feature fragen.wenn der trend anhält, die fragen schwammig zu formulieren oder inhalt abzufragen, den man nach 10 semestern nicht unbedingt beherrscht, wird auch das bestehen schwieriger. seit den letzten jahren ist ein anstieg der durchfallquote zu beobachten...
Cefadroxil
19.01.2020, 16:24
der spielraum um fehler zu machen nimmt allerdings seit den letzten Jahren ab dank key feature fragen.wenn der trend anhält, die fragen schwammig zu formulieren oder inhalt abzufragen, den man nach 10 semestern nicht unbedingt beherrscht, wird auch das bestehen schwieriger. seit den letzten jahren ist ein anstieg der durchfallquote zu beobachten...
Wir sprechen bundwesweit von 3,6% und einem 100 Tage Lernplan. An meiner Uni schafft man nach den Klausuren nur 70 Tage (den Rest muss man halt im Semester machen) und dort fielen von 155 Studenten 3 Leute im H19 durch. Vergleicht man unser Examen mit dem der Juristen, dann liegen dort Welten zwischen. Die lernen meistens ein Jahr lang mit wöchentlichen Repetitorien und wenn man Pech hat, wird im Examen ein Unterthema eines Unterthemas geprüft, das man nicht gelernt hat. Die Durchfallquoten liegen dort deutlich höher.
Schaut Euch doch mal die Quoten des Physikums vom H19 an. Dort flogen im Durchschnitt knapp 10% durch.
ehem-user-31-01-2020-1555
19.01.2020, 23:01
Habe mal gehört, dass die Durchfallquoten beim Physikum früher mal bei über 20% lagen. Aber wie gesagt nur vom Hörensagen. Bei uns an der Uni wurden Key-feature-Fragen zuletzt auch in die Semesterabschlussprüfungen integriert. Als Folge haben sich die Durchschnittsnoten nach unten, die Durchfallquoten nach oben verlagert. Klar sind 3,8 & Durchfallquote nicht viel. Bei Jura sind die Dirchfallquoten inakzeptabel hoch, die Examensnote ist in Jura das Non-plus-ultra.
Dennoch halte ich es für wichtig, unsere Examen im Blick zu behalten. Die neuen Inhalte sind ja durchaus wichtig für uns, aber interdisziplinäres Arbeiten habe ich weder im Studium, noch in Famulaturen/BP gelernt. Letzendlich wird doch, für Psychiatrie evtl abgesehen, fast nirgendwo ein interdisziplinäres Teamsgespräch geführt. Vielmehr diktiert der Arzt die Anordnungen, die Pflege führt aus. Wenn das alles ein so tolles Team wäre, gäbe es nicht die bekannten Konflikte.
Ich bin sehr verärgert, dss nach der Kritik der BVMD alles schlechter als besser wurde. Und ich bleibe dabei, dass es unfair ist, Neuerungen ohne Übergangszeit einzuführen. Hat seinerzeit das Hammerexamen eingeführt wurde, hat jeder 10. nicht bestanden. Dass bei anderen Studiengängen deutlich mehr Leute durchfallen, macht unser Examen nicht fairer. Und genau darum geht es. Wir wollen auch weiterhin ein faires Examen, dass nicht am Ende des Studiums „der Hammer ist“. An der Uni wird sich oft über jeden Mist aufgeregt, wie fehlende Unisex-Toiletten, da sollte es gerechtfertigt sein, sich weiterhin für ein faires Examen einzusetzen. Es soll ja angeblich der Examensstoff reduziert werden, wenn man Examensschreiber fragt, berichten sie, dass Kolibri-Erkrankungen wichtiger werden. Soviel dazu. Das Examen wird schwerer nicht einfacher.
übrigens: Warum Jurastudenten, die meist deutlich „politischer“ sind als Mediziner, sich nicht zusammenschließen und endlich für eine wirkliche Reform ihres Studiums demonstrieren und bzw. kämpfen, verstehe ich absolut nicht.
Dort bedeutet die Note „ausreichend“ nämlich wirklich oft Taxi fahren oder Wohnzimmerkanzlei
Kackbratze
19.01.2020, 23:46
Habe mal gehört, dass die Durchfallquoten beim Physikum früher mal bei über 20% lagen. Aber wie gesagt nur vom Hörensagen
Beschäftigst Du Dich an irgendeiner Stelle mal mit Fakten oder trägst Du jedes Gerücht, Hörensagen und Kaffeesatzleserei direkt ins Forum?
ehem-user-31-01-2020-1555
20.01.2020, 00:35
Beschäftigst Du Dich an irgendeiner Stelle mal mit Fakten oder trägst Du jedes Gerücht, Hörensagen und Kaffeesatzleserei direkt ins Forum?
Meist mit Fakten. Was die o.g. Aussage angeht war das vom Hörensagen.
Allerdings waren es laut IMPP im Frühjahr sogar 21,16% die nicht bestanden haben, was die Aussage bestätigt.
Ich stelle es mir sehr lustig vor, mal beim impp nachzufragen, in welchen Büchern man "klinische Entscheidungsfindung" nachlesen kann zur Vorbereitung auf das tolle neue Examen, da meine Fakultät und Famulaturen mir dies nicht beigebracht haben. Oder ob sie mir eine Universität und ein Krankenhaus empfehlen können, in denen ich diese Fähigkeit erlernen kann. Oder lernt man das etwa nur durch jahrelange Erfahrung und je nach Arzt gibt es unterschiedliche Meinungen zu einer klinischen Problemstellung?!
Natürlich geht es hier nicht ums Bestehen, man besteht mit über 95%iger Wahrscheinlichkeit. Aber es ist schade, dass Fragen gestellt werden, für die man nicht Lernen kann und wo es wahrscheinlich teilweise kein richtig und kein falsch gibt.
Vielleicht wären hier Teilpunkte hilfreich; die weniger richtige Antwort gibt noch einen halben Punkt oder weniger. Das würde schwammige Formulierungen, Grenzfälle und fehlende Erfahrung relativieren.
Dass das impp vermehrt Kolibri abfragt, kann schon sein, allerdings dürfte es immer nur ein kleiner Teil der Prüfung sein, ich zitiere mal die ÄApprO 2002 Anlage 15 zum Prüfungsstoff des 2. Abschnitts:
"Die Prüfungsaufgaben sollen unter Aspekten der allgemeinen ärztlichen Tätigkeit auf die wichtigsten Krankheitsbilder und Gesundheitsstörungen abgestellt sein."
https://www.gesetze-im-internet.de/_appro_2002/anlage_15.html
ehem-user-31-01-2020-1555
20.01.2020, 02:29
Ich stelle es mir sehr lustig vor, mal beim impp nachzufragen, in welchen Büchern man "klinische Entscheidungsfindung" nachlesen kann zur Vorbereitung auf das tolle neue Examen, da meine Fakultät und Famulaturen mir dies nicht beigebracht haben. Oder ob sie mir eine Universität und ein Krankenhaus empfehlen können, in denen ich diese Fähigkeit erlernen kann. Oder lernt man das etwa nur durch jahrelange Erfahrung und je nach Arzt gibt es unterschiedliche Meinungen zu einer klinischen Problemstellung?!
Natürlich geht es hier nicht ums Bestehen, man besteht mit über 95%iger Wahrscheinlichkeit. Aber es ist schade, dass Fragen gestellt werden, für die man nicht Lernen kann und wo es wahrscheinlich teilweise kein richtig und kein falsch gibt.
Vielleicht wären hier Teilpunkte hilfreich; die weniger richtige Antwort gibt noch einen halben Punkt oder weniger. Das würde schwammige Formulierungen, Grenzfälle und fehlende Erfahrung relativieren.
Dass das impp vermehrt Kolibri abfragt, kann schon sein, allerdings dürfte es immer nur ein kleiner Teil der Prüfung sein, ich zitiere mal die ÄApprO 2002 Anlage 15 zum Prüfungsstoff des 2. Abschnitts:
"Die Prüfungsaufgaben sollen unter Aspekten der allgemeinen ärztlichen Tätigkeit auf die wichtigsten Krankheitsbilder und Gesundheitsstörungen abgestellt sein."
https://www.gesetze-im-internet.de/_appro_2002/anlage_15.html
Es wäre vor allem wichtig, den Trend zu immer schwammigeren Aussagen und schlechteren Durchschnittsnoten zu stoppen. Im Moment ist das Bestehen zu 95% wahrscheinlich. Aber wird das auch in Zukunft so sein, wenn ab 2021 die neuen Inhalte wie angekündigt verstärkt abgefragt werden. Nur weil in Examen anderer Studiengänge mehr Leute durchfallen als bei uns, heisst das nicht, dass bei uns alles bestens ist.
Kackbratze
20.01.2020, 05:34
Strebt Du eine Durchfallquote von 0% an oder was ist die Intention?
][truba][
20.01.2020, 09:48
Das ist doch eine absolut akademische Diskussion hier. Da werden schon wieder aus Mücken Elefanten gemacht. Die Neuerungen, die da "abgefragt" werden sollen werden grad mal eine Handvoll Fragen ausmachen.
Es werden weiterhin 95% bestehen und in welchem anderen Fach gibt es das schon? Die, die vorher gute Noten geschrieben haben, werden weiter gute Noten schreiben weil das clevere und strebsame Typen sind. Die Wissen ob der neuen Umstände und werden sich auch dahingehend belesen. Weiterhin wird wahrscheinlich auch Amboss oder andere Lernplaner diesen Umstand berücksichtigen.
Wenn man einfach weiterhin die wirklich wichtigen Dinge (nämlich klinische Fächer mit vielen Fragen) lernt und dazu noch nicht gänzlich auf den Kopf gefallen ist, sollte man weiterhin bestehen. Und wenn man ein "Freak" (oder einfach nur sehr sehr sehr fleißig) wird man es auch mit guten Noten bestehen.
Und wenn nicht? Was dann? Will man dann Innere machen oder Chirurgie oder eigentlich egal welches Fach? Dann willkommen in der Realität. Es werden immer und überall Ärzte gesucht. Ja, auch in Unikliniken, ja auch in kleineren Fächern.
Sind denn dort die Noten entscheidend oder mehr der persönliche Eindruck, eine Promotion oder ein PJ in dem (seltenen) Fach? Richtig, es sind nicht die Noten (außer vielleicht bei einzelnen, sehr eigenen Chefs).
wendyrumpf
20.01.2020, 11:18
[truba][;2124238']Die Wissen ob der neuen Umstände und werden sich auch dahingehend belesen.
Zufällig Tips wo ich mich dahingehend belesen kann? Die Neuerungen gibt’s ja bereits und viel fällt mir nicht ein.
][truba][
20.01.2020, 12:13
Richtig, es gibt die Änderungen bereits. Da mich das ja nun (zum Glück, hätte gar kein Bock auf diese Änderungen) nicht mehr interessieren muss, hab ich also mal den ersten Beitrag gelesen. Dort ist unter dem ersten Link unterhalb der Pressemitteilung auch der erneuerte Gegenstandskatalog verlinkt. Dort steht im Abschnitt D als erstes was zur "Medizinisch-wissenschaftliches Denken und Handeln". Liest man die Unterpunkte, geht es insgesamt um "Gute wissenschaftliche Praxis".
Googelt man das nun, zum Beispiel unter hinzufügen des Stichwortes Medizin, findet man bereits als ersten "Hit" eine PDF File der Universitätsmedizin Freiburg in der folgendes unter anderem folgendes aufgeführt wird "§ 2 Regeln guter wissenschaftlicher Praxis" und "§ 7 Wissenschaftliches Fehlverhalten. Damit hätte man theoretisch 1.1. und 1.1.1 des neuen Gegenstandskataloges bereits angekratzt. Dass das alles, zumindest für mich, nur "Blabla" ist, kann ich leider nicht ändern und ist im IMPP ja leider öfter der Fall. Ich hätte mir auch nie die Mühe gemacht, mir das alles raus zu suchen aber ich wollte auch nie eine 1. Ich wollte es einfach nur bestehen und das geht auch ohne diese wahrscheinlich anteilsmäßig geringen Fragen.
Der Punkt ist, dass der, der wirklich eine 1 will eben auch außergewöhnliche Anstrengung unternehmen muss. Wie z.B. diese Recherche oben. Und dazu sollte eben ein Hochschulstudent in der Lage sein (und seid ihr auch alle) aber ob es eben den Zeit-Nutzen Faktor aufwiegt muss jeder selbst entscheiden.
Arzt werden ihr sicher auch ohne diesen Quatsch und ihr werdet auch alle eine Stelle finden.
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