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wendyrumpf
20.01.2020, 15:25
die fragen aber ja nicht nach den regeln wissenschaftlicher praxis, sondern wie diese konkret im alltag aussieht. und da denke ich, kommt man mit Lehrbuch wissen an seine Grenzen. dafür muss man sämtliche Leitlinien ausführlich studieren, um dann für den einen speziellen fall, der gefragt wird, die frage korrekt beantworten zu können. und auch dann kann bzw. wird es so sein, man hat nicht klug (=richtig) entschieden, weil die Erfahrung im Klinikalltag für diesen Fall einen anderen Schriitt näher legt...
Nie vergessen: Am Ende besteht ja trotzdem (fast) jeder.
Meist ist es so, dass die simplen Dinge stimmen. Also eher Sono als CT. Usw. Man will die Studenten zu kostengünstiger Diagnostik erziehen, so zumindest mein Eindruck. Wenn man so denkt wie in einer typischen Uni-Fallbesprechung, findet man meist die richtige Antwort.
ehem-user-31-01-2020-1555
20.01.2020, 20:05
Strebt Du eine Durchfallquote von 0% an oder was ist die Intention?
Ich will einfach aufzeigen, dass im Examen in der ZUKUNFT Dinge abgefragt werden, die in den Curricula der Unis nicht enthalten sind. Damit meine ich jetzt nicht „klinische Entscheidungsfindung“.
Wenn das alles so unwochtig und egal ist, frage ich mich, warum die BVMD extra einen offenen Brief an das IMPP gerichtet hat, wo genau das beklagt wird.
Es geht mir nicht darum eine Durchfallquote von 0 % zu erreichen. Es geht mir um Fairness. Nach 3 Übergangsjahren können Sie die neuen Dinge gerne prüfen.
Es ist immer einfach über so etwas zu sprechen, wenn man das Examen schon hinter sich hat.
1. Die bvmd ist nicht unbedingt das Maß aller Dinge.
2. Ja, ich bin froh, dass ich diese Änderungen nur zum Teil mitbekommen habe, aber bin fest davon überzeugt, dass ihr auch in Zukunft (fast) alle bestehen werdet.
3. Die meisten dieser Dinge werden ja schon jetzt gelehrt. "Medizinisch-Wissenschaftliche Fertigkeiten" kommen wir (z.B. in Med. Psych.), "Ärztliche Gesprächsführung" kommt vor (in Med. Psych. und vielen klinischen Fächern theoretisch, in jeder Famulatur praktisch), "Interprofessionelle Kompetenzen" kommen vor (in jeder Famulatur), "Gesundheitsberatung, -förderung und Prävention" kommt vor (in vielen klinischen Fächern), "Professionelles Handeln, Ethik, Geschichte und Recht der Medizin" kommt vor (in Med. Psych., in GTE und in vielen anderen klinischen Fächern). Einzig und allein "Führung und Management" kommt nicht vor, aber das ist ohnehin eine leere Phrase, denn davon haben auch viele Chefärzte keine Ahnung. Ich glaube nicht, dass ihr besser auf Fragen zu diesen Themen vorbereitet werdet, nur weil irgendwelche Bürokraten den Gegenstandskatalog ändern.
Ja, es wäre wünschenswert, dass diese Dinge zuerst in der Lehre und erst dann im Examen geändert werden. Habe ich ja auch schon des öfteren geschrieben. Das IMPP verfolgt halt einen Top-Down-Ansatz, teils wahrscheinlich, um ein Statement zu machen, teils, um Zeit zu sparen. Wird aber auf eure Prüfungsergebnisse nur wenig Einfluss haben. Papier ist geduldig. Wenn man jetzt in ein paar Klinik-Scheinen ein paar neue Schlagwörter unterbringt, wird euch das fürs Examen auch kaum einen Vorteil bringen. Mal so realistisch betrachtet.
Hm, hört es sich für euch so an, als ob die Noten zukünftig mehr Aussagekraft haben sollen?
Bei uns gibt es in der Klinik fast nur gute Noten und es schreiben sowohl der, der wirklich uptodate ist als auch der, der sich das erschnorrte Stethoskop falsch herum in die Ohren stopft, Einsen in den Klausuren.
Kackbratze
20.01.2020, 22:10
Hm, hört es sich für euch so an, als ob die Noten zukünftig mehr Aussagekraft haben sollen?
Nein, die neue Chefin hat ne Grille.
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