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tarumo
07.04.2020, 09:50
Darauf kann man deine Postings eigentlich immer herunterbrechen. Meist stimmen die Aspekte die Du beschreibst, oft sind sie aber fälschlich übertrieben, und positive Aspekte ignorierst Du.

Ich bin gespannt auf die Nennung der positiven Aspekte, die eine derartige kleinteilige Beschaffungsstrategie auf dem Weltmarkt für ein momentan knappes und zeitkritisches Gut mit sich bringt. Unter besonderer Berücksichtigung weitaus rücksichtsloser oder sogar mittels Geheimdiensten agierender Mitkonkurrenten.

Ich warte auch noch auf ein schlüssiges Argument, warum restriktive Maßnahmen an den Flughäfen, die über einen Zettel hinausgehen, jetzt auf einmal sinnvoll sein sollen, und vor vier Wochen nicht (Deine Aussage). Entweder ist man deutlich zu spät dran, oder es ist genauso wenig sinnvoll wie zuvor. Your choice...

EDIT: ein positiver Aspekt ist mir noch eingefallen: Sicherung unzähliger Arbeitsplätze in den Kommunalverwaltungen, KVen, Ministerien, die sich mit Hingabe der "Maskenbeschaffung" widmen dürfen, anstatt in Kurzarbeit zu gehen, sofern nicht sowieso beamtet.

Remember
07.04.2020, 09:53
350.000 pro Woche sind ja auch weniger als 20k pro Tag (bzw. Die 40k die Süd Korea zu spitzenzeitem durchgeführt hat). Deutschland hat nach den USA die weltweit meisten Tests durchgeführt.

Die PSA beschaffung in Deutschland ist schrecklich.

Das heisst aber nicht, dass alles andere gleich schlecht laufen muss.

Europa mit Staaten zu vergleichen, die äußerste fragwürdige Methoden anwenden... Naja.
BeNe(Lux) steht nun wirklich nicht besser da als DE und die Skandinavier teilweise auch nicht.

tarumo
07.04.2020, 10:09
Schweden habe ich übrigens mit Absicht nicht genannt, da ich mit der dortigen Politik genausowenig einverstanden bin. Nun bin ich aber weder Arzt in Schweden noch deren Staatsbürger, und deswegen ist mir das relativ egal. Die Siedlungsdichte in der Südspitze Schwedens liegt auch schon wieder über der im Münsterland etc..
Ich bin dafür, daß wir nächstes Jahr einfach mal vergleichen, mit welcher Strategie man am besten gefahren ist. Die Frage ist nur, wie wir dann´schland einordnen. Als eher restriktiv (Ausgangsbeschränkungen in Bayern) oder laissez-faire (Stichwort PSA), aber ein bißchen von allem ist nirgendwo wirklich erfolgversprechend.

Exkurs:
Es gab eine Woche vor dem Ausbruch in Heinsberg einen ersten großen Frühjahrssturm (Sabine), der, wie mittlerweile üblich, schon zu einer prophylaktischen Einstellung des Bahnverkehrs in ´schland für zwei Tage geführt hat. Nur dumm, daß in den angrenzenden Ländern, insbesondere Schweiz und Niederlande, der Bahnverkehr mit leichten Einschränkungen (Höchstgeschwindigkeit) und weitgehend störungsfrei fortgesetzt wurde. Und das, obwohl ich davon ausgegangen war, daß Stürme in den Bergen und nahe am Meer tendenziell heftiger ausfallen.
Ich schreibe das deswegen, weil der öffentliche Verkehr genauso eine Daseinsfürsorge ist wie das Gesundheitswesen, dessen Gesamtzustand und der Umgang mit plötzlich auftauchenden Problemen letztendlich von der gleichen Regierung zu verantworten ist und so simple Fakten wie oben genannt von der Hach-was-sind-wir-toll-Fraktion kaum zu leugnen ist.

Christoph_A
07.04.2020, 10:35
Schweden habe ich übrigens mit Absicht nicht genannt, da ich mit der dortigen Politik genausowenig einverstanden bin. Nun bin ich aber weder Arzt in Schweden noch deren Staatsbürger, und deswegen ist mir das relativ egal. Die Siedlungsdichte in der Südspitze Schwedens liegt auch schon wieder über der im Münsterland etc..
Ich bin dafür, daß wir nächstes Jahr einfach mal vergleichen, mit welcher Strategie man am besten gefahren ist. Die Frage ist nur, wie wir dann´schland einordnen. Als eher restriktiv (Ausgangsbeschränkungen in Bayern) oder laissez-faire (Stichwort PSA), aber ein bißchen von allem ist nirgendwo wirklich erfolgversprechend.

Exkurs:
Es gab eine Woche vor dem Ausbruch in Heinsberg einen ersten großen Frühjahrssturm (Sabine), der, wie mittlerweile üblich, schon zu einer prophylaktischen Einstellung des Bahnverkehrs in ´schland für zwei Tage geführt hat. Nur dumm, daß in den angrenzenden Ländern, insbesondere Schweiz und Niederlande, der Bahnverkehr mit leichten Einschränkungen (Höchstgeschwindigkeit) und weitgehend störungsfrei fortgesetzt wurde. Und das, obwohl ich davon ausgegangen war, daß Stürme in den Bergen und nahe am Meer tendenziell heftiger ausfallen.
Ich schreibe das deswegen, weil der öffentliche Verkehr genauso eine Daseinsfürsorge ist wie das Gesundheitswesen, dessen Gesamtzustand und der Umgang mit plötzlich auftauchenden Problemen letztendlich von der gleichen Regierung zu verantworten ist und so simple Fakten wie oben genannt von der Hach-was-sind-wir-toll-Fraktion kaum zu leugnen ist.

In Österreich gabs bei diesem Sturm auch massive Ausfälle, nur so als Relativierung. Die Schweiz liegt weiter westlich, Sabine hat v.a. Bayern von ungefähr München südöstlich schwer getroffen und bei den Windspitzen wär ich auch nicht gern in nen Zug gestiegen. Oberösterreich hatte Windspitzen um 130 km/h, was einen neuen Stationsrekord bei einigen Meßstellen auslöste. Aber alles wie gehabt, Deutschland hat versagt....

tarumo
07.04.2020, 10:55
In Österreich gabs bei diesem Sturm auch massive Ausfälle, nur so als Relativierung. Die Schweiz liegt weiter westlich, Sabine hat v.a. Bayern von ungefähr München südöstlich schwer getroffen und bei den Windspitzen wär ich auch nicht gern in nen Zug gestiegen..

Es geht nicht um zweifellos wetterbedingte Ausfälle mit einigen Stunden Dauer, sondern um eine prophylaktische Einstellung für zwei Tage im ganzen Land. Wenn das noch in einem anderen benachbarten Land so angeordnet wurde, dann bitte jetzt nennen.
Gründe für die erst seit ein paar Jahren zunehmenden Einstellungen ist u.a. der Entfall sämtlicher Bahnmeistereien aufgrund von Sparmaßnahmen, die früher umgekippte Bäume etc. kurzfristig beseitigt haben. Kann man sich den Entfall der Straßenmeistereien vorstellen? Jetzt muß man halt warten, bis die Feuerwehr oder beauftragte Privatfirmen zu Potte kommen.
Also so ähnlich wie mit den Masken, um mal die Diskussion wieder on topic zu bringen.

Christoph_A
07.04.2020, 11:33
Es geht nicht um zweifellos wetterbedingte Ausfälle mit einigen Stunden Dauer, sondern um eine prophylaktische Einstellung für zwei Tage im ganzen Land. Wenn das noch in einem anderen benachbarten Land so angeordnet wurde, dann bitte jetzt nennen.
Gründe für die erst seit ein paar Jahren zunehmenden Einstellungen ist u.a. der Entfall sämtlicher Bahnmeistereien aufgrund von Sparmaßnahmen, die früher umgekippte Bäume etc. kurzfristig beseitigt haben. Kann man sich den Entfall der Straßenmeistereien vorstellen? Jetzt muß man halt warten, bis die Feuerwehr oder beauftragte Privatfirmen zu Potte kommen.
Also so ähnlich wie mit den Masken, um mal die Diskussion wieder on topic zu bringen.

Doch, genau darum ging es, da Du wieder, wie Evil es Dir ein paar Posts vorher vorgehalten hat, Sachen die im Grunde richtig sind, dramatisierst und überhöhst, um Dein alles ist Schlecht Mantra durchzudrücken. Das ist ermüdend und einfach nur notorisches Querulantentum. Ich wette hier jetzt mit Dir, daß D die Krise und die folgende Rezession, die weltweit wie das Amen in der Kirche kommen wird, gut überstehen wird. Und zwar besser als die meisten Deiner "Musterländer".
Du erinnerst mich an die gute alte Ärzteliedzeile "ich bin dagegen, denn Ihr seid dafür". Hauptsache contra.
Was die Masken betrifft, denke ich, daß wir schon genug beschaffen werden, die Produktion läuft ja auch grade überall auf Hochtouren an. Warte einfach mal ein paar Wochen ab....

Evil
07.04.2020, 18:13
Ich bin gespannt auf die Nennung der positiven Aspekte
Die eigentliche Hauptsache, daß nämliche der Lockdown langsam Wirkung zeigt und die Verdopplungszeiten deutlich wachsen, zum Beispiel. Aber das ignorierst Du mal wieder geflissentlich, es passt ja nicht in dein Schema.
Wir haben noch nichts überstanden, aber zumindest eine Atempause, eine entscheidende Sache wurde also allem Anschein nach schonmal richtig gemacht, besser als in fast allen anderen Ländern.

h3nni
07.04.2020, 20:25
Hier wurde ja bemängelt, dass es keinen repräsentativen Querschnitt geben würde usw.

In Gangelt im Kreis Heinsberg untersuchen ja Streeck et al viele Einwohner auf Ak und RNA und Kontakte und auch in München soll eine Kohorte von 3000 Menschen zufällig untersucht werden, um Serologien usw zu testen.

Remember
07.04.2020, 20:45
Deutschland hatte das Glück, dass es, im Gegensatz zu einigen Nachbarländern, Zeit hatte darüber nachzudenken welche Maßnahmen wie sinnvoll sind. Und es wirkt ja.
Ich bin sehr froh, dass wir nicht quasi grundlos in die Wohnung (die im Zweifel auf zwei Zimmern mit zwei Kindern bewohnt wird) eingesperrt werden und uns die Haustür von der Polizei eingetreten werden kann weil diese vermuten, dass man Besuch von außerhalb hat.

Querschnittstests sind eben jetzt erst sinnvoll wo es valide ELISA Tests gibt. Die PCR Kapazitäten damit vollzustopfen, wenn das Virus nur in solch kurzem Zeitraum nachweisbar ist, klingt zwar nach ner tollen Förderung, der Sinn erschließt mich aber nicht.

freak1
07.04.2020, 21:02
Außerdem haben wir in Deutschland viel mehr Intensivbetten/Einwohner als Italien und Frankreich. Bin gespannt ob nach der Pandemie weiter rumposaunt wird wie dringend man die ganzen überzähligen KH zu machen muss.

h3nni
07.04.2020, 21:04
Ich weiß auch nicht, wieso PCR/Rachenabstrich nach vermuteter Infektion noch laufen soll. Aber es gibt ja den "Goldstandard" Immunfluoreszenz und vielleicht wird das ja damit gemacht.
weil der/die ELISAs sind ja trotz akzeptablen Kennwerten und Validierung bei der geschätzten Prävalenz nicht wirklich super.

anignu
08.04.2020, 10:51
Ja, man muß sich ja auch immer mit Ländern vergleichen, wo es noch schlechter läuft. Typischer Medizinerreflex? Warum nicht gleich Mittelamerika? Oder Zentralafrika? Ich schlage vor, wir gucken in ein, zwei Jahren mal in die benachbarten Alpenländer, nach BeNeLux, nach Dänemark und Norwegen, Kanada oder Australien oder gar nach Taiwan, Südkorea oder Singapur. Die Länder waren schon vor Corona besser aufgestellt, nicht nur im Gesundheitswesen, teils auch gesamtwirtschaftlich, Rentensystem etc.
Schreib doch mal in welchem Land du gerne leben würdest und was an diesem Land dann so toll ist. Einfach mal damit irgendwas Konstruktives kommt. Immer nur zu sagen "alles ist scheiße" ist auf Dauer langweilig. (und dann schreiben wir was an deiner Wahl sch... ist)
Da Problem ist doch: von fast jedem Land kann man einzelne Aspekte mitnehmen die gut wären, in der Gesamtheit der Aspekte würde ich aber nicht unbedingt wo anders leben wollen. Gesundheitssystem? Gefällt mir D immer noch besser als A oder I oder F oder USA aber schlechter als DK zum Beispiel. Rentensystem finde ich A besser, F mit aktuell guter Idee, USA völlig hilflos und D auch grenzwertig... usw. Lebensqualität: gefällt mir hier extrem gut, finde ich persönlich in DK, F und USA nicht so toll, aber das ist ganz persönlich. Man kann das über alle Bereiche ziehen und die meisten Dinge sind einfach so irgendwann gewachsen und werden sich noch verbessern oder eben auch nicht.

Ich finde es zum Beispiel auch gut dass Österreich (nach anfangs völliger Ignoranz bzgl. Ischgl, was mich voll nervt) eine Ausgangssperre einfach einsetzt ohne dass es groß murren gibt. Handyapp geplant, auch kein Murren. Genauso wie sie die Autobahn zum Brenner begrenzen weil D sich nicht an die Verträge zum Brenner Nordzulauf hält. Die machen solche Sachen einfach. In D wird viel zu viel diskutiert und breit getreten. Diese ewige Diskussion jetzt schon wieder bzgl. Maskenpflicht. Plötzlich ist jeder Experte bzgl. Maskenpflicht. Langweilig. Machen. Und in D nennt man es vorsichtig Ausgangsbeschränkungen und die Deutschen sind einfach Vollidioten und fahren dann in kilometerlangen Schlangen an den Tegernsee um dort in Massen das schöne Wetter zu genießen. Lauter Idioten. Und für diese Idioten brauchts Ver- und nicht Gebote.

Ich bin dafür, daß wir nächstes Jahr einfach mal vergleichen, mit welcher Strategie man am besten gefahren ist. Die Frage ist nur, wie wir dann´schland einordnen. Als eher restriktiv (Ausgangsbeschränkungen in Bayern) oder laissez-faire (Stichwort PSA), aber ein bißchen von allem ist nirgendwo wirklich erfolgversprechend.
Was hältst du ausnahmsweise mal von "differenziert"? Also eine differenzierte Betrachtungsweise? Man könnte ja zum Beispiel sagen: die Ausgangsbeschränkungen waren leicht restriktiv (wirklich massivste Beschränkungen seh ich noch nicht) und sinnvoll aber der Schutz des medizinischen Personals eher schlampig.

Jasmine2
10.04.2020, 13:42
Die Ergänzung noch zur KI=Künstliche Intelligenz Bemerkung von mir...

"My vision is that precision medicine will serve as a major and irresistible unifier in the years to come. In the cancer field we now see how the power of our own immune system can be harnessed for new therapy, and we see how diagnostics increasingly move into the realms of molecular biology and artificial intelligence. Simply put; medicine is experiencing a transformation that will require and stimulate collaboration across disciplines and sectors. Patients will push for these new opportunities and health providers will embrace them if the costs allow. A major challenge in all this is access to –and sharing of – patient and health data. “Big data” is a key resource that must be handled like any other resource – with due attention to ethics and security. Innovative use of such data is likely to be key to the further development of UK/KI collaborations."

https://www.scc.org.uk/about/news-and-insights/collaboration-across-borders-and-sectors-more-important-than-ever/

Wieso sollte man sich testen lassen, wenn man keine oder nur milde Symptome hat ? Es gibt keinen Grund. Und wieviele schon Antikörper haben, dass weiss auch keiner richtig. Die Gangelt Heinsberg Studie ist gut, aber vielleicht ist das n noch zu klein.

Es gibt auch Menschen, die einfach nicht alleine sein wollen in Krisenzeiten, aber die ganze Welt hört nur noch auf Virologen. Und da die Grenzen ZU sind für Privatpersonen, kann ich nicht mal kurz von CH rüberreisen nach D, um meine Sommerklamotten zu holen, weil ich könnte nicht mehr zurück. WEIL ich ja hochinfektiös sein könnte, oder schon Antikörper haben könnte, was sehr wahrscheinlich ist. Ich verstehe nicht, warum nicht gemeinsam agiert wurde in dieser Angelegenheit, zumindest innerhalb der EU. Die Regeln in D und CH ähneln sich sehr. Im Jahr 2017 verstarben in Deutschland insgesamt 932 272 Menschen, da waren die Grenzen noch offen. :-nix
Manches ist wirklich unverständlich.

daCapo
12.04.2020, 19:54
Schweden
(...)
Exkurs:
Es gab eine Woche vor dem Ausbruch in Heinsberg einen ersten großen Frühjahrssturm (Sabine), der, wie mittlerweile üblich, schon zu einer prophylaktischen Einstellung des Bahnverkehrs in ´schland für zwei Tage geführt hat. Nur dumm, daß in den angrenzenden Ländern, insbesondere Schweiz und Niederlande, der Bahnverkehr mit leichten Einschränkungen (Höchstgeschwindigkeit) und weitgehend störungsfrei fortgesetzt wurde. Und das, obwohl ich davon ausgegangen war, daß Stürme in den Bergen und nahe am Meer tendenziell heftiger ausfallen.
Ich schreibe das deswegen, weil der öffentliche Verkehr genauso eine Daseinsfürsorge ist wie das Gesundheitswesen, dessen Gesamtzustand und der Umgang mit plötzlich auftauchenden Problemen letztendlich von der gleichen Regierung zu verantworten ist und so simple Fakten wie oben genannt von der Hach-was-sind-wir-toll-Fraktion kaum zu leugnen ist.

Extrem nervig diese destruktiven Beiträge und es wiederholt sich und es wiederholt sich. Das ist ungefähr so:

Ich zähle mal negative Aspekte in unseren Nachbarländern auf: Belgien und NL deutlich mehr Tote in der Epidemie pro Einwohner, Belgien für Assistenten unattraktiv, deutlich weniger Gehalt und Arbeitszeiten werden nicht so genau gesehen, genauso Frankreich, NL: oftmals keine WB-Stellen, keine Niederlassung (außer Hausarzt) möglich, vergleichbar zu Dänemark (da ist es für Assistenten etwas besser), in Polen und Tschechien sind die Gehälter (zwar angehoben) immer noch deutlich niedriger, in Österreich ist für Assistenten der Verdienst etwas schlechter (aber dafür andere Vorteile dort), die Virusschleuder in Ischgl war grob fahrlässig, in der Schweiz ist der Verdienst oftmals besser, dafür hat es den Nachteil etwas "provinziell" zu sein und die Lebenshaltungskosten sind höher, nebenbei fußt der Wohlstand dort auch auf jahrzehntelanger Steuer "vermeidung", in GB ist vieles besser strukturiert, der Umgang miteinander ist freundlicher, aber es mangelt oft an Geld und die Verwaltung ist manchmal schwerfällig

Und zu den Bahnsystemen: In NL und Belgien finde ich die Regionalzüge oft extrem langsam, die Schnellzug Verbindung NL-DE ist langsam, in der Schweiz ist es zu teuer (teilweise auch sehr langsam), in Polen und Tschechien veraltet, in Frankreich ist das TGV Netz sehr gut, aber der Regionalzug sehr anfällig, in GB ist das Bahnnetz zu großen Teilen aus Königin Victorias Zeiten (der letzte größere Neubau war für den Eurostar), vielmehr Strecken sind nicht elektrifiziert, gerade im Norden gibt es so viel Verrspätungen, das man wieder über eine Verstaatlichung nachdenkt (dafür ist es aber bequemer, in allen Zügen in denen ich war gab es funktionierendes (!) WLAN und Auflademöglichkeiten.

Jasmine2
24.04.2020, 12:38
Was haltet ihr von der 50 m Regel in Niedersachsen ?

Ich habe sie nicht verstanden, diese Regel. Schlecken die Leute nun die Böden, den Bürgersteig oder die Strasse ab, und laufen sie dabei Gefahr sich zu infizieren, ein Virus interessiert sich nicht für 50 oder xx Meter Umkreis um ein Restaurant oder eine Eisdiele.

Ganz ehlich, solche Regeln sind unverständlich und beklagenswert. Und mit dem Bevölkerungsschutz hat DAS nichts zu tun.

Feuerblick
24.04.2020, 12:47
Relativ einfach: Damit sollen Menschenansammlungen vor der Eisdiele (wartende Menschen plus Eis schleckende Menschen) verhindert werden. Gleiches bei Restaurants. Weil man dann nämlich nicht genug Abstand halten kann. Total verständlich und logisch, wenn man mal eine Sekunde nachdenkt. :-nix

DrSkywalker
24.04.2020, 13:55
Hier ist es dermaßen off-topic geworden was soll das? Wie geht es dem Einsteller des Fadens?

Jasmine2
26.04.2020, 10:30
Relativ einfach: Damit sollen Menschenansammlungen vor der Eisdiele (wartende Menschen plus Eis schleckende Menschen) verhindert werden. Gleiches bei Restaurants. Weil man dann nämlich nicht genug Abstand halten kann. Total verständlich und logisch, wenn man mal eine Sekunde nachdenkt. :-nix

Die Abstandsgesetze sind allen klar. Es ging in den Medien um eine Familie mit kleinem Kind, erklärt mal einem Kind, es soll das Eis möglichst schnell schlecken, dann noch rennen und es darf auf gar keinen Fall etwas auf den Boden tropfen. Und dann noch eine Strafe von xxx Euro bei Verstoss.

Auf der Website kommunizieren Sie mittlerweile auch mit Smiley, :-)).
Regeln müssen nachvollziehbar kommuniziert werden, sonst wird ein gegenteiliger Effekt erreicht.

Und dann haben Ärzte wieder überfüllte Praxen oder Stationen.



Warum werden Gaststätten und Restaurants etc. noch nicht geöffnet?
Viele Bereiche, die insbesondere während der Freizeit von den Menschen in Niedersachsen gerne besucht werden, müssen leider auch zukünftig einstweilen geschlossen bleiben. Dazu gehören insbesondere Restaurants, Gaststätten und Cafés. Die Wiederaufnahme des öffentlichen Lebens soll nur Schritt für Schritt erfolgen, um das Infektionsrisiko in Grenzen zu halten. Zulässig sind hier allerdings der außer Hausverkauf und die Belieferung mit Speisen und Getränken. Die Details finden sich (unverändert) in § 6 der Verordnung. Wichtig ist, dass bei einem außer Hausverkauf ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kundinnen und Kunden sichergestellt werden muss. Der Verzehr von Speisen und Getränken bleibt innerhalb eines Umkreises von 50 m zu den Restaurationsbetrieben untersagt.


Gilt dieser Abstand von 50 m auch für ein in einer Eisdiele erworbenes Leckeis?
Bei der Anwendung der Verordnung darf insofern pragmatisch vorgegangen werden, als durch erstes rasches Lecken an einer Eiskugel während des zügigen Sichentfernens von der Eisdiele ein Heruntertropfen des Eises auf Kleidung oder Fußboden verhindert werden darf. Für den Verzehr des Resteises gilt jedoch der Abstand von 50 Metern. ;-)

Feuerblick
26.04.2020, 11:18
Wieso muss ein Kind mit Eis 50 Meter RENNEN???? Es soll sich einfach mit seinen Eltern nach dem Eiskauf von der Eisdiele entfernen und nicht dort stehenbleiben. Es sagt niemand etwas, wenn es dabei im Gehen am Eis schleckt. Und ich bitte dich, 50 Meter... das ist ja nun wirklich kein Weg. Man kann auch aus allem ein Drama machen oder es absichtlich falsch verstehen... Leckeis gibts in der Eisdiele gerade nicht, weil man zumindest hier bei uns nämlich NUR im Becher verkaufen darf, nicht in essbaren Behältnissen und damit auch nicht in Waffeln.

Warum werden Gaststätten nicht geöffnet? Weil die Menschen schon in weitläufigen Fußgängerzonen zu dämlich sind, 2 Meter Abstand zu halten. Oder vor Eisdielen, wie man ja sieht.

Irgendwie verstehe ich nicht, was du zum Thema beitragen möchtest. Ist aber auch egal, denn —> Es ging hier im Thread um was anderes... Also back to topic.

Jasmine2
27.04.2020, 18:25
Hallo Feuerblick,

bin der Meinung, dass die Menschen sehr wohl die Abstandsgesetze einhalten, aber gut, vielleicht ist das, wo du gerade bist nicht der Fall ?

Vielleicht braucht es hierfür ein neues Topic ?
Die Pathologen haben herausgefunden, dass die meisten Verstorbenen eben schon Vorerkrankungen hatten.
Habe mir die Daten zur Übersterblichkeit angesehen, D hat gar keine, zumindest in dem erfassen Zeitraum.
https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps