Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stelle annehmen oder nicht, die 1.000te?
Ich würde das kurzfristige Jobangebot annehmen, allerdings kannst du aus "privaten Gründen" erst in drei Wochen anfangen.
Notfalls bist du gerade im Schwedenurlaub, dann wollen die dich gar nicht früher :-))
In der Zwischenzeit machst du die Hospitation und sobald du eine verbindliche Zusage für deinen Wunschjob hast, kündigst du deinen anderen Job in der Probezeit fristlos. Ist zwar nicht nett, aber was soll's?
Wegen Angst vor verbrannter Erde sagst du die Chirurgie-Stelle ab, und dann bewirbst du dich, trotz Uro-Hospitation, erneut für eine Stelle, die dich eigentlich gar nicht interessiert?
Vor drei Wochen kamst du mit deinem Teilzeitjob noch anständig über die Runden, und jetzt auf einmal wird das Geld knapp?
Hmmm.
Vielleicht zuerst mal etwas klarer überlegen, was du eigentlich willst und was nicht? :-p
Wegen Angst vor verbrannter Erde sagst du die Chirurgie-Stelle ab, und dann bewirbst du dich, trotz Uro-Hospitation, erneut für eine Stelle, die dich eigentlich gar nicht interessiert?
Äh, ja? Natürlich! Die Reihenfolge war ja anders herum: Die Bewerbung hatte ich abgeschickt, da war von der Einladung zur Hospitation noch weit und breit nichts in Sicht. Ich würde auch nicht sagen, dass mich die jetzt angebotene Stelle nicht interessiert. Es ist ein spannendes Fach, in dem ich früher einmal famuliert habe. Aber es ist eben nicht das eigentliche Wunschfach.
Bezüglich des Chirurgie-Vergleichs und verbrannter Erde finde ich schon, es ist etwas anderes, eine Stelle anzunehmen und dann evtl. nach einem Monat fristgerecht in der Probezeit zu kündigen, als eine Stelle anzunehmen, die erst in einem viertel Jahr losgehen würde, und dann noch vor Antritt knallhart vertragsbrüchig zu werden.
Vor drei Wochen kamst du mit deinem Teilzeitjob noch anständig über die Runden, und jetzt auf einmal wird das Geld knapp?
Ich verstehe deine Verwirrung. Ich komme sehr gut über die Runden mit meinem Teilzeitjob. Ab Ende des Jahres wird jedoch mein Studienkredit fällig. Dadurch bin ich zwar aktuell noch lange nicht in Not und habe auch finanziellen Puffer, bin aber schon zunehmend unter Zugzwang, dass sich jetzt langsam mal etwas finden sollte. Aus dem Grund hatte ich auch die Fächerwahl ausgeweitet, weil es m.E. nicht sinnvoll ist, alternativlos Ewigkeiten auf die Traumstelle zu warten. Dass jetzt eine Einladung kam, ist natürlich toll. Darauf konnte ich ja aber nicht bauen, und die Stelle ist ja auch noch alles andere als sicher.
Vielleicht zuerst mal etwas klarer überlegen, was du eigentlich willst und was nicht? :-p
Das ist easy: Uro-Stelle an Uniklinik oder Maximalversorger im Norden mit halbwegs vernünftigem Arbeitsklima.
Alles klar. Naja, ich seh das eher pragmatisch - es gibt ja auch oft Krankenhäuser, die kurzfristig Stellen absagen. Ist halt so. Bei der Jobsuche muss man sich selbst der nächste sein, denn der Arbeitgeber ist es bestimmt nicht :-p Als ich mit meiner Stelle angefangen hab, sind auch zwei Kollegen einfach nicht erschienen. Die eine sogar schon zum zweiten Mal. Kommt vor. Ist natürlich nicht empfehlenswert, vor allem in einem kleinen Fach nicht, aber wahrscheinlich auch keine große Tragik.
Nachdem du ja anscheinend auf keinen Fall eine Stelle, bei der du zugesagt hast, doch nicht antreten willst, hast du wohl nur eine Wahl: du versuchst auf Zeit zu spielen, und wenn das nicht klappt, sagst du ab. In Zukunft musst du dich dann wohl entweder ausschließlich für Uro-Stellen bewerben, oder du bewirbst dich weiterhin parallel, und nimmst halt in Kauf, dass du regelmäßig in solche Situationen kommen wirst.
In deinem konkreten Fall kannst du dich ja auch einfach dort melden, wo du die Hospitation hast, und fragen, ob die auch kurzfristiger möglich ist, da du anderswo ein Angebot erhalten hast, aber eigentlich dorthin willst.
Das ist easy: Uro-Stelle an Uniklinik oder Maximalversorger im Norden mit halbwegs vernünftigem Arbeitsklima.
Dann solltest du das auch machen. Ist bei der aktuellen Stellensituation auch realistisch - naja Arbeitsbedingungen kann ich in der Urologie nicht beurteilen. Du musst bedenken, falls eine zweite Corona-Welle kommt, könnten u.a. urologische Stellen bei der Besetzung hinten anstehen. Was ganz fachfremdes bzw nicht-schneidendes würde ich nicht machen. Suche dir eher ein chirurgisches Fach oder Anästhesie - das Handwerkszeug und das Wissen kann man immer mal gebrauchen.
Tja, das Problem hat sich insofern von selbst gelöst, als dass die mir angebotene Stelle anderweitig vergeben wurde. Ein Tag Bedenkzeit, wie vor Ort abgesprochen, war dem Chef anscheinend doch zuviel. :)
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