PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prospektive klinische Doktorarbeit - Eckpunkte



loliver
10.08.2020, 16:10
Hey :)

Ich habe demnächst ein Vorstellungsgespräch für eine klinisch prospektive Doktorarbeit in der Inneren und würde mich gerne ein bisschen darauf vorbereiten, was ich dort alles klären möchte.
Ich habe schonmal ein bisschen quergelesen und den Eindruck, dass prospektive Doktorarbeiten gerne mal Gefahr laufen, ein bisschen aus dem Ruder zu geraten was die Datenerhebung angeht.

Ich würde dann also folgende Eckpunkte auf jeden Fall erfragen:

- wieviele Patienten
- woher kommen sie bzw. wie erreichbar
- in welchem Zeitraum
- Ethik etc. alles geklärt?


außerdem ggf. Veröffentlichung, evtl. Co-Autorschaft möglich?


Habt ihr noch irgendwelche Rahmenbedingungen, auf die ich unbedingt achten sollte damit es ein vielversprechendes Projekt wird? Was wären eurer Meinung nach Red-Flags auf die ich in jedem Fall achten sollte?


Ganz lieben Dank!

Bonnerin
10.08.2020, 16:45
Du hast den meiner Meinung nach beinahe wichtigsten Punkt vergessen: Die Betreuung. Wer kümmert sich: Doktorvater selbst, PostDoc, andere Labormitarbeiter, niemand? Ist diese Person vor Ort bzw. sonst gut zu erreichen?

loliver
10.08.2020, 19:10
Guter Punkt! Da werde ich nochmal nachhaken.
So wie ich es aktuell verstanden habe zwei Assistenzärzte im Direktkontakt und darüber der Oberarzt, der offiziell Doktorvater wäre.

Trüffel
10.08.2020, 19:25
Aufpassen: PDs und LOÄ verabschieden sich schnell mal auf einen Chefarztposten am anderen Ende Deutschlands. Wenn die Studie 2-3 Jahre dauert, was für prospektiv sehr realistisch ist, kann das ganz schnell relevant werden.

elastic
11.08.2020, 18:40
Macht auch nix, wenn der Kontakt gewährleistet ist.

Trüffel
11.08.2020, 18:49
Bestenfalls macht es nichts aus. Schlimmstenfalls führt es zum Scheitern des Projektes.

elastic
11.08.2020, 19:04
Wenn die Betreuung vorher schon gut war, ist sie nacher auch gut. Und umgekehrt.

Trüffel
11.08.2020, 19:09
Die Güte der Betreuungssituation ist nicht immer im Vorfeld eindeutig ersichtlich, geschweige denn über Jahre konstant. Deshalb sage ich ja: Kann relevant werden, muss es nicht. Günstig ist es jedenfalls nie, wenn der Doktorvater sich mitten im Promotionsvorhaben ans andere Ende Deutschlands verabschiedet. Risikoabwägung!