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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Abwanderung ins Ausland oder nichtärztliche Tätigkeit wirklich relevant?



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Mr. Pink online
20.08.2020, 13:09
Wenn es an der Ausbildung der Leute scheitert, dann muss die Ausbildung dementsprechend geändert werden. Ich bin ja auch für ein anderes Ausbildungssystem in der Pflege. Und auch dafür, dass es noch was zwischen Arzt und Pflege geben muss. Du wirst trotzdem noch Beispiele finden, wo es nicht geklappt hat. Du wirst aber leider auch genug Beispiele finden, wo der junge Assi in der Notaufnahme oder auf Station was verbockt hat. Ändert nichts dran, dass die Notaufnahme und die Station nicht nur durch Fach-/und Oberärzte gemacht werden kann.

Triage kommt übrigens aus dem Französischen und heißt soviel wie "Sortierung". Ist also kein fancy name den man der Krankenschwester vorne am Empfang der NA gegeben hat. Deshalb bitte ich das Wort auch als solches zu verstehen. Triage findet im Gesundheitssystem schon an vielen Stellen statt, z. B. ambulant beim HA. Der sieht den Patienten, erkennt das Problem und leitet, wenn nötig, weitere FA-Termine ein. Soweit in der Theorie. Dank unseres 1A Digitalisierungs-Landes gibt es natürlich immer noch keine elektronische Patientenakte. Das heißt Lieschen Müller geht nach dem Prinzip der solidarisch finanzierten freien Arztwahl hin wo sie will und zwar nicht unbedingt zuerst zum HA. Nicht selten finden dann sogar bei zwei verschiedenen Fachärzten oder KH die gleichen Untersuchungen statt. Mir fallen täglich die Augen raus, wenn ich seh welche Berge an Arztbriefen und Diagnosenlisten mir die Patienten anschleppen, von denen ein Drittel bis die Hälfte für den A**** war.
Und das ist einfach auch ein Teil der Wahrheit, ob das jetzt nun wieder andebattiert wird oder nicht.
Mit einer besser funktionierenden Triage und einer digitalen Patientenakte könnten schon viele Ressourcen geschont werden. Das löst sicher nicht alle Probleme, wäre aber ein Ansatz. Und klar, wird jetzt wieder argumentiert werden mit dem Grundrecht auf freie Arztwahl, 2. und 3. Meinung etc. Aber sowas sind Einzelfälle und auch dafür ließen sich grundsätzlich Lösungen finden.

Mr. Pink online
20.08.2020, 13:12
Es ist allein schon rechtlich ein Problem. Man müsste zunächst die Rechtslage ändern und gesetzlich regeln, dass ein Arztkontakt nicht zwingend nötig sei. Dann müsste man die Pflegeausbildung verändern, der Pflege deutlich mehr Kompetenzen vermitteln, dann aber auch die Verantwortung für eigene Entscheidungen aufbürden. Bis wir soweit sind, dass wir diese Grundvoraussetzungen umsetzen, werden, realistisch geschätzt, ab dem Zeitpunkt des Beschlusses mindestens 15 Jahre vergehen, eher 20.

Absolut richtig. Änderungen im Gesundheitssystem, in der Ausbildung der Pflege/Ärzte usw. werden meistens eine lange Latenz bis zum Wirkungseintritt haben.

cartablanca
20.08.2020, 13:59
Und ich bin dafür, dass man aufhört aus ideologischen Gründen nicht ärztlichem Personal immer anspruchsvollere Aufgaben zu geben, obwohl es einen Mangel in der Bewältigung der Kernaufgaben der Pflege gibt, während man Ärzte mit nicht ärztlichen Aufgaben und Bürokratie zumüllt. Im Zweifel kann man viele banale Aufgaben auf 400 Euro Jobber abgeben wenn man meint rationieren zu müssen (Bestände einräumen kann jeder).
Das Studium kostet verdammt viel Geld und eine revolutionäre Pflegeausbildung nach deiner Vorstellung auch.
Wie wäre es, wenn einfach mal jeder das macht wofür er ausgebildet wurde?
Noch was zu deinen Jobs zwischen Arzt und Pflege. Während meines PJs gab es diese revolutionäre Idee dem Mangel an Assistenten in der Chirurgie mit der Schaffung des Berufsbildes des CTAlers zu begegnen. Das hatte zur Folge dass die Studenten kaum noch in den OP kamen und außer Blutabnahmen nichts mehr gemacht haben, weil die Oberärzte für alle Tätigkeiten eingearbeitete CTAler bevorzugten. Das wiederum hatte zur Folge, dass noch weniger Studenten sich innerhalb des PJs für die Chirurgie entwickeln konnten. Kann mir gut vorstellen, dass es bei den Physician assistants nicht anders ist.
Bitte hört auf unseren Job zu entprofessionalisieren. Es gibt genug Mangel in den Kernaufgaben der Pflege. Wir brauchen keine CTAler oder PAler. Das sind Aufgaben von Studenten. Wir brauchen auch keine Diabetesassistenten oder Schmerztherapeuten. Das sind Kernaufgaben von Ärzten, die eine lange teure Ausbildung absolviert haben. Es braucht nicht noch mehr lange teure Ausbildungen in alternativen Bwrufsfeldern, um unsere Aufgaben zu erledigen. Nehmt lieber was von den nichtärztlichen Aufgaben ab.

Evil
20.08.2020, 14:10
Wenn es an der Ausbildung der Leute scheitert, dann muss die Ausbildung dementsprechend geändert werden. Ich bin ja auch für ein anderes Ausbildungssystem in der Pflege. Und auch dafür, dass es noch was zwischen Arzt und Pflege geben muss. Du wirst trotzdem noch Beispiele finden, wo es nicht geklappt hat. Du wirst aber leider auch genug Beispiele finden, wo der junge Assi in der Notaufnahme oder auf Station was verbockt hat. Ändert nichts dran, dass die Notaufnahme und die Station nicht nur durch Fach-/und Oberärzte gemacht werden kann.

Triage kommt übrigens aus dem Französischen und heißt soviel wie "Sortierung". Ist also kein fancy name den man der Krankenschwester vorne am Empfang der NA gegeben hat. Deshalb bitte ich das Wort auch als solches zu verstehen. Triage findet im Gesundheitssystem schon an vielen Stellen statt, z. B. ambulant beim HA. Der sieht den Patienten, erkennt das Problem und leitet, wenn nötig, weitere FA-Termine ein. Soweit in der Theorie. Dank unseres 1A Digitalisierungs-Landes gibt es natürlich immer noch keine elektronische Patientenakte. Das heißt Lieschen Müller geht nach dem Prinzip der solidarisch finanzierten freien Arztwahl hin wo sie will und zwar nicht unbedingt zuerst zum HA. Nicht selten finden dann sogar bei zwei verschiedenen Fachärzten oder KH die gleichen Untersuchungen statt. Mir fallen täglich die Augen raus, wenn ich seh welche Berge an Arztbriefen und Diagnosenlisten mir die Patienten anschleppen, von denen ein Drittel bis die Hälfte für den A**** war.
Und das ist einfach auch ein Teil der Wahrheit, ob das jetzt nun wieder andebattiert wird oder nicht.
Mit einer besser funktionierenden Triage und einer digitalen Patientenakte könnten schon viele Ressourcen geschont werden. Das löst sicher nicht alle Probleme, wäre aber ein Ansatz. Und klar, wird jetzt wieder argumentiert werden mit dem Grundrecht auf freie Arztwahl, 2. und 3. Meinung etc. Aber sowas sind Einzelfälle und auch dafür ließen sich grundsätzlich Lösungen finden.
Nein, das Kernproblem ist schon der grundsätzliche Anspruch ans Gesundheitswesen. Und der besteht in D nunmal darin, quasi jederzeit fachärztliche Behandlung auch für die kleinste Lappalie zur Verfügung zu haben, zumindest ist das das Versprechen der Politik und Krankenkassen.
Gleichzeitig darf es aber nichts kosten, und bei Unterlassung droht juristisches Nachspiel. Finde den Fehler...

John Silver
20.08.2020, 15:01
Ja, das meine ich auch. Man kann keine Reformen machen, ohne zunächst eine Diskussion in der gesamten Gesellschaft zu führen, wie die gewünschte Versorgung aussehen soll und wie sie finanziert werden kann. Solange alles für alle jederzeit an nahezu jedem Ort propagiert wird, garniert mit dem Facharztstandard, brauchen wir uns weder über Triage noch über sonstige Reformen zu unterhalten. Die Menschen erwarten, bei jedem Problem sofort einen Facharzt aufsuchen zu können. Dann müssen sie auch bereit sein, dafür zu zahlen.

daCapo
20.08.2020, 16:07
Weil der Ton hier in diesem Forum und speziell in diesem Thread schon leicht aggressiv ist. Und ich habe an keiner Stelle behauptet, dass die erfahrenen Kliniker keine Ahnung haben. Das würde ich auch nicht machen. Es macht aber jeder andere Erfahrungen. Ich müsste wissen, was ich belegen soll. Mache ich gerne. Das Meiste basiert aber auf persönlichen Erfahrungen

Leicht aggressiv ist ja nett gesagt, es geht hier explizit um Diskussionen. Hier wartet kein Patient oder Anästhesist auf die Vollendung einer OP oder ein Klinikdirektor seinen Arbeitstag zu beginnen. Und selbst wenn da jmd. unsinnige Diskussionen anfängt, kann man sagen: Hör mal, das bereden wir später. Also etwas diskreter gelöst.
Hier gibt es auch keinen Admin, der sagt: nur diese Meinung gilt, alles andere bitte nicht, kannst ja kündigen und in ein anderes Forum gehen.



Ich finde das die Diskussionskultur hier teilweise doch gelitten hat, sehe das aber eher als gesamtgesellschaftliche Entwicklung.
Diskussionen werden in der Schule nicht geführt und an der Uni auch nur relativ wenig. Meist erzählen einem irgendwelche Leute was man zu meinen hat.

(...)


Ich möchte hier mal meine Eindrücke der Diskutanden einwerfen:

daCapo: sehr in den Bereich pro-staatlich ausgerichtet. Sehr emotionale Diskussionskultur und du scheinst die meisten als geldgierige geier zu sehen. Argumente die dir nicht passen lehnst du sofort ab, ich finde auch das du aus deiner privaten Meinung heraus viel in die posts anderer hineininterpretierst.

Persönliche Frage:
Du würdest also einer Zwangsversetzung in einen unterversorgten Bereich(fachlich/regional) zustimmen wenn sich dadurch die Qualität verbessert? Auch bei einer Verschlechterung deiner finanziellen Situation, verbunden mit Veränderungen in der Lebensplanung?



Ja ich sehe den Staat gefragt bei der absoluten Basisversorgung und dazu gehört Gesundheit, die ganzen Beiträge zum Gesundheitswesen kommen von allen Bürgern. Sprich es handelt sich um eine Solidargemeinschaft.
Im Übrigen ist die Mehrheit der Bevölkerung für eine Bürgerversicherung. Einige Argumente wie z.B. Quersubventionierung der GKV durch PKV lehne ich ab, weil sie für mich Scheinargumente sind. Aufgrund von Wichtung von Argumenten entstehen unterschiedliche Meinung, die man zumindest tolieren kann. Ist keine Diktatur hier in diesem Forum.

Wie bereits vorher gesagt: Ich bin gegen Zwangsversetzungen. Kann mir das nicht vorstellen. Das waren Unterstellungen einige Teilnehmer hier. Aber wenn ich unbedingt ein exotisches Fach machen will und schlechte Noten hat und die Stellen in beliebten Städten schon besetzt sind mit Leuten, die bessere Noten haben, muss ich mich damit abfinden auch in anderen Gegenden mich zu bewerben für die Karriere. Wenn ich unbedingt dieses eine Fach machen möchte, und sonst nix finde, würde ich mich dann da bewerben. Aber es gibt eh zu viele Stellen mit sehr fragwürdiger Ausbildungsqualität.


Ich glaube je mehr Restriktionen kommen, desto mehr werden wir das Phänomen erleben, dass man bei den Psychotherapeuten antrifft. Ein großer Teil dieser arbeitet in Privatpraxen. Bei den Ärzten gibts das NOCH nur in bestimmten Nischenfächern.

Je mehr dieser Tonfall, wie im Thread, Verbreitung findet, je mehr werden die Psychotherapeuten zu tun haben.



Es hat Gründe, warum 10% der Bevölkerung zwei Drittel aller Vermögenswerte des Landes besitzen, während die untere Hälfte kaum Vermögenswerte besitzt.


Und ein Grund ist z.B. die kostspielige Krankenversorgung und das ungerechte PKV/GKV System.


Der Assistent bekommt sarkastische Sprüche reingedrückt.

Ich habe keine Probleme mit anderen Meinungen; ich habe ein Problem mit Menschen, die denken, das Recht auf eine eigene Meinung befreie sie von der Notwendigkeit, eine Meinung auf sinnvollen Argumenten aufzubauen. Eine Ideologie ersetzt keine Sachkenntnis.

Die Mehrheit in der Bevölkerung wünscht sich eine Bürgerversicherung laut Umfragen. Die Argumente sind aus deiner Sicht nach sinnvoll. Ich finde Argumente wie "die PKV subventioniert alles quer" wenig sinnvoll. Wir gewichten Argumente also anders. Alles kein Grund andere Leute zu beleidigen in einem Diskussionsforum. Was du an deinem Arbeitsplatz geschieht, ist deine Sache. Da hast du ja bereits einiges erzählt von deinem sachlichen Umgangston. Es gibt übrigens auch einen Personalrat und Betriebsarzt, den man informieren kann wegen Mobbing insb. wenn Arbeitnehmer gesundheitliche Schäden erleiden (Schlafstörungen, Magenschmerzen z.B. ) Kann nervig werden.


Leider schätzt du dich selbst falsch ein. Deine Reaktionen sind nicht auf der sachlichen Ebene und haben nichts mit Diskussionskultur zu tun sondern eher mit streiten auf lokalpolitischen Stammtischniveau. Deine Argumente sind genauso wenig wasserdicht wie die der Gegenseite. Ob wir jetzt einen absoluten Ärztemangel haben oder nur ein Allokationsproblem kannst weder du noch irgendein anderer Experte nachweisen und wird ständig breit diskutiert. In dem System geht viel Effizienz verloren. Die Lösung wird weder sein Unmengen mehr Ärzte auszubilden noch 50% der Kliniken zu schließen.

Sarkastische Sprüche reindrücken ist auf keinen Fall respektvolle Diskussion sondern beendet diese - auch das letzte bzw. lauteste Wort hat selten Recht.

So ist es. Egal, welche Meinung man hat. Wer in einer Klinik so angegangen wird: Personalrat und Betriebsarzt informieren wegen Mobbing.
Wenn man beim NHS anfängt, darf man u.a. ein Modul machen zu Mobbing vor Arbeitsbedginn und dem Umgang damit. Eine Frage der Zeit, bis das hier eingeführt wird.


Ich muss schon sagen, dass das und deine anderen Beiträge ein typisches Beispiel für den generellen Tonfall in diesem Forum ist. Viel Aggression, Selbstüberschätzung und Profilierungsgehabe. Es sei dir verziehen, du bist auch nur Opfer deiner (beruflichen) Sozialisierung...

Und die meisten Heißluftgebläse habe ich an Nicht-Unis gesehen...

Das ist aber nett. Ich sehe es eher so, dass man sowas beschränken sollte in der Klinik und hier in diesem Diskussionsforum (!) sowieso.


Ja, das meine ich auch. Man kann keine Reformen machen, ohne zunächst eine Diskussion in der gesamten Gesellschaft zu führen, wie die gewünschte Versorgung aussehen soll und wie sie finanziert werden kann. (...)

Versorgung Rund um die Uhr in jedem Dorf und Kleinstadt auf FA-Niveau ist nicht sinnvoll. Größere Zentren sind notwendig. Hausarzt als 1. Anlaufstelle ebenso. Mit fairen Beiträgen sollte zunächst eine Basisversorgung gewährleistet sein. Kann man an der Wahlurne entscheiden, was man möchte.


Ein versöhnliches Schlusswort, gut zusammengefasst. Wir werden hier sicher nicht auf einen grünen Zweig kommen, zu unterschiedlich sind da unsere Vorstellungen politischer, medizinischer und struktureller Natur.
Im Endeffekt wird, wie alles im Leben, ein Kompromiss nötig sein, wie der aussieht, wird die Zeit weisen.

So ist es.

Matzexc1
20.08.2020, 18:08
Leicht aggressiv ist ja nett gesagt, es geht hier explizit um Diskussionen. Hier wartet kein Patient oder Anästhesist auf die Vollendung einer OP oder ein Klinikdirektor seinen Arbeitstag zu beginnen. Und selbst wenn da jmd. unsinnige Diskussionen anfängt, kann man sagen: Hör mal, das bereden wir später. Also etwas diskreter gelöst.
Hier gibt es auch keinen Admin, der sagt: nur diese Meinung gilt, alles andere bitte nicht, kannst ja kündigen und in ein anderes Forum gehen.


Kannst du auch wenn du kein Freund von solchen Tonlagen bist.



Und ein Grund ist z.B. die kostspielige Krankenversorgung und das ungerechte PKV/GKV System.


Dieses Argument würde ich gerne näher erläutert haben, woran machst du das fest?Ab einem gewissen Gehalt hast du die Wahl PKV oder GKV. Die meisten entscheiden sich für PKV wegen "besserer Leistung" und verlassen die GKV. Ich selbst war als Student freiwillig verischert und muss sagen die Beiträge waren happig




Die Mehrheit in der Bevölkerung wünscht sich eine Bürgerversicherung laut Umfragen.


Die Sache ist die das wir hier sogenannte reprsäntative Umfragen haben, da kann man sich viel hineinnterpretieren und vor allem kommt es immer darauf an wen man wo fragt. Im Villenviertel von Blankenese gibt es andere Antworten als in Duisburg Marxloh



Kann man an der Wahlurne entscheiden, was man möchte.


Würde ich nicht so unterschreiben, wenn die Politik da etwas ändert würde sie sich auch selbst ins eigene Fleisch schneiden.
Wir werden höchstens eine Reaktion sehen wenn das Sytem kollabiert.

John Silver
20.08.2020, 18:23
Ehrlich, Leute, hört auf, wegen des Tons zu heulen, was seid ihr denn für peinliche Mimöschen? Das soll schon Mobbing sein? Also bitte. Heul doch.

mbs
22.08.2020, 01:08
Kann cartablanka zustimmen bei der Beobachtung, dass Ärzte und Pflege mehr von Tätigkeiten entlastet werden sollten die nicht in ihren Kernbereich fallen und somit der Mangel in den Kerngebieten besser behoben wäre als durch die Schaffung zusätzlicher Berufsbilder. Allerdings finde ich, dass bei letzteren nicht alles sinnlos ist; beispielsweise finde ich Stomatherapeuten schon sehr hilfreich - klar kann auch ein Arzt das Stoma präoperativ anzeichnen, aber kein Arzt wird alle gängigen Versorgungsmaterialien die gerade so im Handel von den unterschiedlichen Herstellern angeboten werden im Kopf haben. Geschweige denn mit Erfahrungswerten welcher Patient mit welchem Material und Zubehör am besten klarkommt. Je klarer das Fachgebiet umrissen und je höher der Spezialisierungsgrad ist desto größer scheint mir auch der Mehrwert solcher Kräfte, einfach weil die wenigsten Ärzte und Schwestern zu jedem Spezialthema jedes Detail kennen können.

Lediglich das Berufsbild des physician assistant ist mir nach wie vor etwas suspekt. Wenn man den OP nur mit OÄ/FÄ und solchen Kräften am Laufen hält sinkt tatsächlich die Attraktivität des Fachgebiets, und dann wird es auch irgendwann nicht mehr genug Fachärzte und Oberärzte geben.

daCapo
24.08.2020, 13:45
Kannst du auch wenn du kein Freund von solchen Tonlagen bist.



Dieses Argument würde ich gerne näher erläutert haben, woran machst du das fest?Ab einem gewissen Gehalt hast du die Wahl PKV oder GKV. Die meisten entscheiden sich für PKV wegen "besserer Leistung" und verlassen die GKV. Ich selbst war als Student freiwillig verischert und muss sagen die Beiträge waren happig




Die Sache ist die das wir hier sogenannte reprsäntative Umfragen haben, da kann man sich viel hineinnterpretieren und vor allem kommt es immer darauf an wen man wo fragt. Im Villenviertel von Blankenese gibt es andere Antworten als in Duisburg Marxloh



Würde ich nicht so unterschreiben, wenn die Politik da etwas ändert würde sie sich auch selbst ins eigene Fleisch schneiden.
Wir werden höchstens eine Reaktion sehen wenn das Sytem kollabiert.

a) Achso und dann wäre das Ziel erreicht. Es gibt nur noch eine Meinung. Perfekt für ein Diskussionsforum.
b) Das sehe ich nicht so. Die meisten freuen sich über niedrigere Beiträge. Mehrfach hier erwähnt, dass dies ca. 3000-4000 € im Jahr ausmachen kann. Das hat niemand zu verschenken.
c) Ja so ist das. Hast du Belege, dass Yougov die Umfrage verfälscht hat? Hast du denn eine Umfrage, die gegenteiliges behauptet?
https://yougov.de/news/2018/01/19/chance-fur-spd-mehrheit-der-deutschen-fur-burgerve/
d) Das System soll kollabieren? Ein Witz oder? So viel Geld (375,6 Mrd im Jahr 2017) . Soviele Kliniken und Praxen. Aber ich gehe auch davon aus, dass sich nix ändert. Zu viele wichtige Leute profitieren. Veränderung generell nicht erwünscht (wie hier mehrfach schon gesagt).

Matzexc1
24.08.2020, 15:21
a) Achso und dann wäre das Ziel erreicht. Es gibt nur noch eine Meinung. Perfekt für ein Diskussionsforum.
b) Das sehe ich nicht so. Die meisten freuen sich über niedrigere Beiträge. Mehrfach hier erwähnt, dass dies ca. 3000-4000 € im Jahr ausmachen kann. Das hat niemand zu verschenken.
c) Ja so ist das. Hast du Belege, dass Yougov die Umfrage verfälscht hat? Hast du denn eine Umfrage, die gegenteiliges behauptet?
https://yougov.de/news/2018/01/19/chance-fur-spd-mehrheit-der-deutschen-fur-burgerve/
d) Das System soll kollabieren? Ein Witz oder? So viel Geld (375,6 Mrd im Jahr 2017) . Soviele Kliniken und Praxen. Aber ich gehe auch davon aus, dass sich nix ändert. Zu viele wichtige Leute profitieren. Veränderung generell nicht erwünscht (wie hier mehrfach schon gesagt).

zu a) Nein, jeder hat das Recht auf seine Meinung und jeder hat das Recht mit den Füssen abzustimmen und dorthin zu gehen wo es ihm besser gefällt.

zu b) erklärt immer noch nicht wieso du es so siehst, dass das PKV/GKV System eine Mitschuld an der ungleichen Verteilung der Vermögen in D hat. Die geringen Einkommen sind hauptsächlich in der GKV versichert, eine private Versicherung kommt bei Selbsständigen oder sehr gut Verdienenden vor. Bei der freiwilligen Versicherung in der GKV errechnet sich der Beitrag über das Einkommen. Bei mir waren das 180€ im Monat, eine PKV hätte mich weniger gekostet.

zu c) Ich habe weder behauptet das eine Verfälschung stattgefunden hat noch Belege dafür. Ich stelle nur fest das je nachdem wo man fragt die Antworten unterschiedlich ausfallen können.

zu d) Du unterstellst mir das ich eine Vermutung als Tatsache hinstelle und das ich einen Kollaps des gesamten Systems erwarte. Meine Aussage war eine Verallgemeinerte private Einschätzung über die Bereitschaft unserer Politik Veränderungen zu starten.

davo
24.08.2020, 16:09
daCapo hat da anscheinend einige Dinge nicht gründlich gelesen...

Dass die Diskussion bei diesem Thema sehr schnell sehr hitzig wurde, finde ich irgendwie bezeichnend - da gehts halt um sehr viel Geld.

daCapo
24.08.2020, 22:24
zu a) Nein, jeder hat das Recht auf seine Meinung und jeder hat das Recht mit den Füssen abzustimmen und dorthin zu gehen wo es ihm besser gefällt.

zu b) erklärt immer noch nicht wieso du es so siehst, dass das PKV/GKV System eine Mitschuld an der ungleichen Verteilung der Vermögen in D hat. Die geringen Einkommen sind hauptsächlich in der GKV versichert, eine private Versicherung kommt bei Selbsständigen oder sehr gut Verdienenden vor. Bei der freiwilligen Versicherung in der GKV errechnet sich der Beitrag über das Einkommen. Bei mir waren das 180€ im Monat, eine PKV hätte mich weniger gekostet.

zu c) Ich habe weder behauptet das eine Verfälschung stattgefunden hat noch Belege dafür. Ich stelle nur fest das je nachdem wo man fragt die Antworten unterschiedlich ausfallen können.

zu d) Du unterstellst mir das ich eine Vermutung als Tatsache hinstelle und das ich einen Kollaps des gesamten Systems erwarte. Meine Aussage war eine Verallgemeinerte private Einschätzung über die Bereitschaft unserer Politik Veränderungen zu starten.

a) Achso? Wirklich, dann bleibe ich noch etwas. Schade, dann gibt es doch mehrere Meinungen.
b) Bei einem Einkommen von 59.000 im Jahr zahlt man nahezu GKV Höchstsatz, in der PKV würde man weniger zahlen. Der PKV Versicherte spart jetzt jahrelang ca. 4000€. Der GKV Versicherte nicht. Unfair oder? Übrigens sind die meisten PKV Versicherten Beamte, da zahlt die Beihilfe ca. 80%. Auf jahrzehnte gerechnet ist das ordentlich Geld/Vermögen. Es ist sicherlich nur ein (kleinerer) Aspekt für die Ungleichheit für die Vermögensverteilung.
c) Ach wirklich? Darum sind Meinungsforschungsinstitue möglichst angehalten eine repräsentative Umfrage zu erstellen mit Schwankung im einstelligen Prozentbereich. Genaueres kann man bei Yougov erfragen.
d) Ok. Eine Koalition aus SPD-Grüne-Linken ist momentan unwahrscheinlich. Diese könnten natürlich Veränderungen herbeiführen. Alle restlichen Parteien sprechen sich gegen Veränderungen hier aus. Bei einer Großen Koalition, wird dies wahrscheinlich erneut nicht angegangen werden.




Dass die Diskussion bei diesem Thema sehr schnell sehr hitzig wurde, finde ich irgendwie bezeichnend - da gehts halt um sehr viel Geld.

Yo habe ich ja bereits anfangs gesagt.

Matzexc1
25.08.2020, 05:45
a) Achso? Wirklich, dann bleibe ich noch etwas. Schade, dann gibt es doch mehrere Meinungen.
b) Bei einem Einkommen von 59.000 im Jahr zahlt man nahezu GKV Höchstsatz, in der PKV würde man weniger zahlen. Der PKV Versicherte spart jetzt jahrelang ca. 4000€. Der GKV Versicherte nicht. Unfair oder? Übrigens sind die meisten PKV Versicherten Beamte, da zahlt die Beihilfe ca. 80%. Auf jahrzehnte gerechnet ist das ordentlich Geld/Vermögen. Es ist sicherlich nur ein (kleinerer) Aspekt für die Ungleichheit für die Vermögensverteilung.
c) Ach wirklich? Darum sind Meinungsforschungsinstitue möglichst angehalten eine repräsentative Umfrage zu erstellen mit Schwankung im einstelligen Prozentbereich. Genaueres kann man bei Yougov erfragen.
d) Ok. Eine Koalition aus SPD-Grüne-Linken ist momentan unwahrscheinlich. Diese könnten natürlich Veränderungen herbeiführen. Alle restlichen Parteien sprechen sich gegen Veränderungen hier aus. Bei einer Großen Koalition, wird dies wahrscheinlich erneut nicht angegangen werden.


a) Oh darf ich entscheiden ob du bleibst oder nicht? Wir sind hier in einem öffentlichen Forum, also deine Sache, mir ist es nämlich egal was du machst.

b) Das die ersparten Beträge in Altersrückstellungen fließen müssen um im Rentenalter nicht von den Kosten aufgefressen zu werden ist aber bewusst? Ich würde auch gerne mal wissen wie du auf 4000€ kommst. Was Beamte angeht: Wieder ein Beispiel für die Extrawürste die unsere Politiker so lieben und die mehr Anteil an der Ungelichheit in Deutschland haben.

c) Stichwort: angehalten
Hast du Belege das sich alle daran halten?
d) RRG also als Heilsbringer? Wenn das so läuft wie in Berlin...

daCapo
25.08.2020, 08:54
a) Oh darf ich entscheiden ob du bleibst oder nicht? Wir sind hier in einem öffentlichen Forum, also deine Sache, mir ist es nämlich egal was du machst.

b) Das die ersparten Beträge in Altersrückstellungen fließen müssen um im Rentenalter nicht von den Kosten aufgefressen zu werden ist aber bewusst? Ich würde auch gerne mal wissen wie du auf 4000€ kommst. Was Beamte angeht: Wieder ein Beispiel für die Extrawürste die unsere Politiker so lieben und die mehr Anteil an der Ungelichheit in Deutschland haben.

c) Stichwort: angehalten
Hast du Belege das sich alle daran halten?
d) RRG also als Heilsbringer? Wenn das so läuft wie in Berlin...

a) "Kannst du auch" (als Antowrt auf den Satz "kannst ja kündigen und in ein anderes Forum gehen.) wenn du kein Freund von solchen Tonlagen bist. "-->Diese Aussage impliziert: Du kannst gehen.
b) Ein günstiger PKV Tarif ist z.B. 380€ im Monat (+360 Selbstbeteiligung) , der GKV Höchstsatz beträgt 735,94€ inkl. Krankengeld . Natürlich kann man z.B. Krankengeld streichen. Oder eine GKV mit keinem Zusatzbeitrag aussuchen/Bonus Programm. Man kann nicht sagen, ob auf den Euro genau jeden Monat 400 Euro gespart werden. Einige tausend Euro im Jahr kommen zusammen. Mehr als 4000 sind es in diesem Beispiel.
c) Das muss kannst du mit Yougov oder anderen Meinungsforschungsinstituten diskutieren. Ich überprüfe sie nicht. Sollten Unregelmäßigkeiten öffentlich werden, wäre es für die Reputation der Institute schlecht.
d) Du unterstellst mir ich sähe RRG als ein Heilsbringer. Das tue ich nicht. Es gibt auch noch andere Themen als Gesundheit. Welche die beste Regierungskoaltion ist, kann ich dir nicht sagen. RRG ist ein unwahrscheinliches Bündnis im Bund.

Muriel
25.08.2020, 09:51
Du solltest hier nur bitte nur die Arbeitnehmeranteile, sprich die Hälfte der genannten Zahlen (bis auf die Selbstbeteiligung natürlich) gegeneinander aufrechnen. Denn Dir geht es doch, so verstehe ich es zumindest, um den einzelnen Arbeitnehmer, der eben je nach Verdienst die Wahl, in die PKV zu wechseln, hat oder eben nicht.

daCapo
25.08.2020, 10:22
Also nur die Nettobeträge: Dann ist es ungefähr die Hälfte (es gibt auch noch Zusatzbeitrag/Krankengeld Ja/Nein). Bleibt ein deutlicher Vorteil mehr als 2000€/Jahr für Personen über der Beitragsbemessungsgrenze sowie Beamte.

Matzexc1
25.08.2020, 11:06
a) "Kannst du auch" (als Antowrt auf den Satz "kannst ja kündigen und in ein anderes Forum gehen.) wenn du kein Freund von solchen Tonlagen bist. "-->Diese Aussage impliziert: Du kannst gehen.
b) Ein günstiger PKV Tarif ist z.B. 380€ im Monat (+360 Selbstbeteiligung) , der GKV Höchstsatz beträgt 735,94€ inkl. Krankengeld . Natürlich kann man z.B. Krankengeld streichen. Oder eine GKV mit keinem Zusatzbeitrag aussuchen/Bonus Programm. Man kann nicht sagen, ob auf den Euro genau jeden Monat 400 Euro gespart werden. Einige tausend Euro im Jahr kommen zusammen. Mehr als 4000 sind es in diesem Beispiel.
c) Das muss kannst du mit Yougov oder anderen Meinungsforschungsinstituten diskutieren. Ich überprüfe sie nicht. Sollten Unregelmäßigkeiten öffentlich werden, wäre es für die Reputation der Institute schlecht.
d) Du unterstellst mir ich sähe RRG als ein Heilsbringer. Das tue ich nicht. Es gibt auch noch andere Themen als Gesundheit. Welche die beste Regierungskoaltion ist, kann ich dir nicht sagen. RRG ist ein unwahrscheinliches Bündnis im Bund.

Ab) das war eine reine Feststellung, wie gesagt: mach was du willst

B) werden wir uns nicht einig. Dir Rechnung würde ich aber zu gerne Mal ausführlich sehen

D) das war eine Frage, aufgrund deiner Aussage das du RRG, aufgrund von Aussagen die nach der Wahl wieder flexibel ausgelegt werden, Veränderungen zutraust. Ich persönlich sehe es nicht so, bzw nicht daß es besser wird

daCapo
25.08.2020, 13:26
b) rechne mal durch 85.000 Einkommen (realistisch wegen Diensten) / Jahr, ca. 32 Jahre. Bei der PKV zahlst du deutlich weniger als bei der GKV.
z.B. Hanse Merkur: 169,84 € (nur AB Anteil) gegen oder AOK Hamburg/Rheinland 365€ (nur AB Anteil)
https://www.check24.de/

d) Ja das sehe ich auch so. Veränderungen wird es nicht geben. Die Bretter sind zu dick zum Bohren.