Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kündigung in der Probezeit
Hallo,
eine Freundin von mir in der Anästhesie an der Uni Klinik würde aufgrund zu viele Dienste, Stress ihre erste Stelle kündigen.
Was sind die Vor oder Nachteile dieser Maßnahme? Wenn man in der Probezeit freiwillig kündigen möchte. Spielt es eine Rolle wenn Sie sich wo anders bewirbt.
Eine alternative Stelle hat Sie zu 80% gefunden.
Viele Grüße, Monii
GelbeKlamotten
20.08.2020, 17:38
Vorteile:
- Sie muss in ihrer bisherigen Stelle nicht mehr arbeiten
Nachteile:
- In der neuen Stelle muss sie vermutlich auch etwas arbeiten
- Sie muss noch die fehlenden 20% der neuen Stelle finden
Da zwei Nachteile bestehen, aber nur ein Vorteil, sollte sie lieber bei der alten Stelle bleiben.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.
Bleiben trotz Stress
Zusätzlich kommt noch dass Schwestern Wort über alles.
Die Oberärzte sind immer mit den Schwistern egal was
Dienste über 12 pro Monat,
GelbeKlamotten
20.08.2020, 18:41
Dienste über 12 pro Monat,
Durch die vielen Dienste haben junge Ärztinnen und Ärzte offenbar kaum noch Zeit, an selbstständigem Denken und Textverständnis zu arbeiten. Das wäre vielleicht ein Argument für die neue Stelle. Damit steht es jetzt 2 zu 2.
Feuerblick
20.08.2020, 18:51
Einfach kündigen, neue Stelle suchen und gut. Man muss nicht alles kaputtdenken...
Hallo,
eine Freundin von mir in der Anästhesie an der Uni Klinik würde aufgrund zu viele Dienste, Stress ihre erste Stelle kündigen.
Was sind die Vor oder Nachteile dieser Maßnahme? Wenn man in der Probezeit freiwillig kündigen möchte. Spielt es eine Rolle wenn Sie sich wo anders bewirbt.
Eine alternative Stelle hat Sie zu 80% gefunden.
Viele Grüße, Monii
Beim nächsten Bewerbungsgespräch wird man sie sicher darauf ansprechen. Für den Fall sollte sie sich etwas argumentativ in der Ärmel stecken.
Feuerblick
20.08.2020, 18:56
„Es hat einfach nicht gepasst... Sie wissen ja, wie das manchmal so ist.“ Mehr wäre mir eine solche Nachfrage nicht wert.
„Es hat einfach nicht gepasst... Sie wissen ja, wie das manchmal so ist.“ Mehr wäre mir eine solche Nachfrage nicht wert.
Wie gesagt: man sollte sich einfach was in den Ärmel stecken.
Feuerblick
20.08.2020, 19:13
Das ist logisch. Ich war damals tatsächlich knallehrlich. Waren aber auch zwei verschiedene Fächer und einmal Klinik, einmal Praxis. Da kann man leicht ehrlich sein.
Aber was wenn der neue Chef das nicht glaubt oder er ist mit dem Chef der Uni Klinik oder oder befreundet. Wird ja fragen warum Frau X eure Abteilung verlassen hat.
Die Schwestern entscheiden alles wann der Arzt die Narkose macht wo er sticht, Dosis usw
Werden die 4 Monaten angerechnet dann? Und soll man überhaupt erwähnen, dass man an der X Klinik gearbeitet hat? Oder kann man auch so lassen als Frischling aus der Uni
Feuerblick
20.08.2020, 19:53
Dass der neue Chef beim alten nachfragt kommt vor. Schadet aber nur selten - es sei denn, man hätte goldene Löffel geklaut oder fahrlässig Patienten umgebracht.
Ich kenne die konkrete WBO nicht, aber die meisten Weiterbildungsordnungen zählen in den meisten Fächern nur Abschnitte von mindestens sechs Monaten.
Wenn sie die Zeit nicht bei der Bewerbung angibt, muss sie die Lücke im Lebenslauf halt begründen können. :-nix
Aber was wenn der neue Chef das nicht glaubt oder er ist mit dem Chef der Uni Klinik oder oder befreundet. Wird ja fragen warum Frau X eure Abteilung verlassen hat.
Klar, das kannst du haben. Ist auch gar nicht unwahrscheinlich. Von daher finde ich die belanglose Variante von Funkel einen gehbaren Weg ("Es passte menschlich nicht").
Die Schwestern entscheiden alles wann der Arzt die Narkose macht wo er sticht, Dosis usw
Anästhesie ist Teamwork. Die Hierarchien zwischen Pflege und Arzt sind hier oft so niedrig wie an wenig anderen Orten im Krankenhaus. Auch die Arbeit, Zugänge und Klebungen sind häufig standardisiert, oft ritualisiert :-love Wie dem auch sei: ich kann das Problem erahnen. Metafrage: Warum ist das so?
Werden die 4 Monaten angerechnet dann? Und soll man überhaupt erwähnen, dass man an der X Klinik gearbeitet hat? Oder kann man auch so lassen als Frischling aus der Uni
Anrechenbarkeit ist IMHO unter sechs Monaten schwierig bis unmöglich. Aber das ist sehr von der zusändigen LÄK abhängig. Ich würde UNBEDINGT die Vorstelle erwähnen. Ehrlich währt immer am längsten :-meinung
Kackbratze
20.08.2020, 22:37
Ist das Alles hier ernst gemeint mit 12 Diensten im Monat nach 4 Monaten und dem fehlenden Gedanken nicht sofort hinzuschmeissen?
Frag nur für einen transgender Bekannte*n
Das offizielle Arbeitsende bis 16uhr und das ist fast nie zu schaffen, Sie muss öfter bis 18uhr bleiben. Hinzuschmeißen ist gerade die Lösung aber in der Probezeit ist halt nicht nice.
Wenn ich mich richtig erinnere hatte Sie zu mir gesagt 12 Dienst oder 10 keine Ahnung mehr.
GelbeKlamotten
21.08.2020, 08:45
Öfter mal 2 Überstunden an einer Uniklinik? Das ist ja ein regelrechter Skandal!!
Damit hätte nun wirklich keiner rechnen können, dass man an einer Uniklinik öfter mal nach 16 Uhr noch arbeiten muss.
Feuerblick
21.08.2020, 08:47
Dass man in der Anästhesie in der Probezeit als Newbie schon Dienste macht, finde ich irgendwie überraschender. :-nix
ArakiAraki
21.08.2020, 09:03
Überstunden sind so gut wie überall in Deutschland die Norm; das ist nicht wünschenswert, leider jedoch die Realität. Es wundert mich manchmal, wie wenig Einblick Berufsanfänger in das Alltagsgeschäft eines Arztes/Ärztin haben. Ich arbeite in einer orthopädischen Klinik und wir haben leider auch Anfänger die überrascht sind, dass Orthopädie nicht bedeutet den ganzen Tag Däumchen zu drehen.
Feuerblick
21.08.2020, 10:04
Bei Überstunden sollte man halt auch differenzieren. Grundsätzlich sollten Überstunden eher die Ausnahme als die Regel sein und grundsätzlich sollten Überstunden erfasst und auf irgendeine Weise vergütet werden.
Wenn MAL Überstunden anfallen (z.B. Ferienzeit mit schlechter Besetzung oder vorübergehend hoher Krankenstand) ist das meiner Ansicht nach unter o.g. Voraussetzungen völlig okay. Es gibt keinen einzigen Job, bei dem nie Überstunden anfallen. Wenn man aber täglich zwei Stunden länger bleiben muss ohne Aussicht auf Besserung, dann besteht da ein strukturelles Problem. Das sollte man dann nicht einfach hinnehmen.
pineapple
21.08.2020, 10:58
Finde ich auch. Zumal Anästhesie eigentlich ein geregelter Dienstplan sehr gut möglich ist. Wenn da jeden Tag 2 Überstunden anfallen, dann liegt das nicht an der unerwartet schwierigen Intubation ... Evtl mal dem OP Koordinator auf die Finger schauen, . Hier rechnet man offensichtlich mit Personal, dass es gar nicht givt. Unerfahren so viele Dienste zu machen finde ich auch sehr gefährlich.
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