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davo
05.09.2020, 16:59
In Sachsen-Anhalt sind 2017 4,9% im Abi durchgefallen, in Mecklenburg-Vorpommern 7% - mehr als in jedem westdeutschen Flächenland.

Und der Anteil der 18-21-jährigen hat einen ganz einfachen Grund: wenn es viele Junge gibt, gibt es tendenziell auch mehr Abiturienten, folglich auch mehr sehr gute Abiturienten. Es wäre also ungerecht, Abiturienten aus Bundesländern mit vielen Abiturienten abzustrafen.

Wie_auf_Kohlen
05.09.2020, 17:06
In Sachsen-Anhalt sind 2017 4,9% im Abi durchgefallen, in Mecklenburg-Vorpommern 7% - mehr als in jedem westdeutschen Flächenland.

Und der Anteil der 18-21-jährigen hat einen ganz einfachen Grund: wenn es viele Junge gibt, gibt es tendenziell auch mehr Abiturienten, folglich auch mehr sehr gute Abiturienten. Es wäre also ungerecht, Abiturienten aus Bundesländern mit vielen Abiturienten abzustrafen.

Das trägt die Berechtigung der Quote nicht. Es ist bis auf den letzten Kopf statistisch bekannt, wieviele Abiturienten es gibt. Die könnte man direkt verwenden. Auf eine vermeintlich mittelbare Größe, wie die Alterstruktur abzustellen; ist absolut verfälschend.

Wie_auf_Kohlen
05.09.2020, 17:09
Und des Weiteren gibt es soviel vorhandene Realwerte, die einen direkten Bezug zur Abiturleistung und den Bewerbern für Medizin haben. „Sehr viele gute Abiturienten“ ist dagegen in deiner Beziehung zum Studiengang sehr grobschlächtig.

futuremedidoc
06.09.2020, 10:23
Ich habe Cousins, die in Karlsruhe ein staatliches Gymnasium besucht haben. Deren mündliche Prüfungen waren Vorträge, die sie eine/zwei Wochen lang vorbereiten durften. Würde man das hier in Sachsen anbringen, würde man einfach nur ausgelacht werden. Hier darf man für die mündlichen Prüfungen komplett alles aus den 2 Jahren lernen. Da geben die Lehrer keine groben Hinweise, was dran kommen könnte. Ohne mich jetzt groß beschweren zu wollen, finde ich diese krassen Unterschiede schon ziemlich unfair. Wer weiß, vielleicht fließen solche Kriterien auch mit ein...

Wie_auf_Kohlen
06.09.2020, 10:50
Ich habe Cousins, die in Karlsruhe ein staatliches Gymnasium besucht haben. Deren mündliche Prüfungen waren Vorträge, die sie eine/zwei Wochen lang vorbereiten durften. Würde man das hier in Sachsen anbringen, würde man einfach nur ausgelacht werden. Hier darf man für die mündlichen Prüfungen komplett alles aus den 2 Jahren lernen. Da geben die Lehrer keine groben Hinweise, was dran kommen könnte. Ohne mich jetzt groß beschweren zu wollen, finde ich diese krassen Unterschiede schon ziemlich unfair. Wer weiß, vielleicht fließen solche Kriterien auch mit ein...

Machen sie leider nicht. Es geht nur um die oben geschilderten Kriterien. Ihr in Sachsen hatte ja wenigsten in Mathe eine leichte Aufwertung der Note. Wir in Sachsen-Anhalt nicht.

Die ABQ ist ja quasi durch. Würde mich interessieren, wer es von den Foristen hier überhaupt darüber geschafft hat und wo. Mache mal den Anfang: ich in Halle.

Iatromoz
06.09.2020, 10:53
@Iatromoz Ja genau, ich komme auch aus RLP. Ich hatte an mehreren Unis Angebote, inzwischen besteht nur noch Freiburg. Angenommen habe ich aber noch nicht. In der Nacht, in der hochschulstart wieder online gegangen ist, ging es dann doch ziemlich flott. Wie siehts bei dir aus?

Freiburg soll ja eine sehr schöne Stadt sein. Wartest du noch auf Aachen, Heidelberg etc.?

Ich habe mich für Mannheim entschieden, was aus mehreren Gründen sehr vorteilhaft für mich erscheint. Mal sehen, wie viele Erstis ich hier zusammenkratzen kann. :-))


Ich habe Cousins, die in Karlsruhe ein staatliches Gymnasium besucht haben. Deren mündliche Prüfungen waren Vorträge, die sie eine/zwei Wochen lang vorbereiten durften. Würde man das hier in Sachsen anbringen, würde man einfach nur ausgelacht werden. Hier darf man für die mündlichen Prüfungen komplett alles aus den 2 Jahren lernen. Da geben die Lehrer keine groben Hinweise, was dran kommen könnte. Ohne mich jetzt groß beschweren zu wollen, finde ich diese krassen Unterschiede schon ziemlich unfair. Wer weiß, vielleicht fließen solche Kriterien auch mit ein...

Sehr unfair. Leider ist das auch sehr stark schulabhängig.
Ich kenne Abiturienten, denen sogar die Themen der schriftlichen Prüfungen im Voraus genannt wurden. Das ist total daneben.

azalee
06.09.2020, 13:53
Wie bitte schön soll das denn gehen?
Die Abi-Aufgaben werden doch erst am Morgen des Prüfungstages aufgemacht?
Klingt nach Schüler-Latein.

Iatromoz
06.09.2020, 14:05
Wie bitte schön soll das denn gehen?
Die Abi-Aufgaben werden doch erst am Morgen des Prüfungstages aufgemacht?
Klingt nach Schüler-Latein.

Ich hätte erwähnen sollen dass es sich hierbei um ein Bundesland ohne Zentralabitur handelt. Da ging's um die von Lehrkärften beim Ministerium eingereichten Aufgaben.

Ich kann jetzt nicht beurteilen, inwiefern die Info der Wahrheit entspricht (möglich ist es durchaus, s.o), aber so salonfähig scheint das ja nicht geworden zu sein, wenn man bedenkt, dass der Notenschnitt in RLP eher schlechter ist. Ich hätte mich als Schüler damit definitiv nicht gebrüstet. Meine Lehrer waren hingegen eher strenger und "15-Punkte-Verweigerer", während es an anderen Gymnasien teilweise anders ausschaut.

Irgendeine Montessorischule in der Nähe verzeichnete dieses Jahr zumindest eine 1,0er-Quote von rund 15%. Vielleicht sollte man über eine schulspezifische Quotenregelung nachdenken, aber das wäre ja ein enormer Verwaltungsaufwand.

Wie_auf_Kohlen
06.09.2020, 22:30
Eine schulspezifische Quote wäre aufwendiger das stimmt, aber im Zeitalter der Echtzeit-Datenverfügbarkeit und Hochleistungs-IT machbar.
Die aktuell aufgezeigten Prozentränge in diesem WS zeigen jedoch leider deutlich, dass das derzeitige Landesquotenmodell in Umsetzung der BVerfGE von 2017 mE nicht gerecht ist. Ich war angesichts der ersten ABQ Ergebnisse auf den ersten Blick ehrlich etwas geschockt. Gerade die Ost-Länder, die in Bundesvergleichen oder auch Bundeswettbewerben immer Topergebnisse erzielen, haben ziemlich schlechte Prozentränge in Relation. Das Schulsystem hier ist ausgesprochen gut, um hier mal eine Lanze zu brechen. Ich fühle mit allen, die die letzten Tage während der Probleme bei HSS die Hoffnung hatten, dass das auch die Ranglisten betrifft, weil die - so die Hoffnung - so nicht richtig sein können. Sie sind es wohl aber, was zeigt, dass es an der Berechnung der Quote liegen muss. Meine Ansicht zu den verwendeten Faktoren siehe oben. Auch die haben gebüffelt und sehen anhand Prozentränge, dass in diesem Jahr ihr 1,0 Abi nicht mit einem 1,4 aus NDS mithalten kann. Gerade die Ost-Unis (außer Berlin) nehmen nur zum WS an. Ein Platz kostet sehr viel Geld und die eigenen Landeskinder haben gemäß den ersten Veröffentlichungen in Relation deutlich schlechtere Prozentränge und vielen bleibt trotz gleicher oder gar besserer Punktzahl im Abi der Zugang verwehrt. Prozentrang 88 mit 838 Punkten in TH? Wem soll man das vermitteln? Ich halte die Systematik deshalb tatsächlich für angreifbar. Anstelle einer rechtlichen Diskussion bräuchte es jedoch zuvorderst eine Politische Diskussion um die Auswirkung des neuen Systems, auch wenn ganz neu, bevor weitere Generationen in die Bewerbungsrunde gehen. Was ist die Botschaft an die Bewerber aus diesen Ländern, dass man 840 oder mehr Punkte für die ABQ braucht und an vielen Unis in den West-BL vermutlich auch das nicht reicht? Ein ne Bewerberin hat ihre Ränge genannt; Platz 2100 in HD, 1600 in Berlin, 1097 in Jena trotz 838 Pkt. Im Abi; nur 4 Punkte mehr in RP gibt riesige Sprünge in den Listen. Die Abis mögen nicht 100% vergleichbar sein, aber hier sehe ich eine Gefahr für die Generationengerechtigkeit. Wie gesagt, ich hoffe auf eine politische Diskussion. Der Rechtsweg ist dafür nicht wirklich die richtige Plattform. Auch wenn hier das BVerfG vermutlich erneut irgendwann bemüht wird. Da reden wir jedoch bekanntermaßen über Jahre. Für die NDS ist schade, dass an ihrem Sonderfall dieses Jahr gerade die Grenzen des neuen Systems zu sehen sind. Keinesfalls darf das ganze zu Lasten dieser Bewerber gehen. Klagen gegen deren Plätze halte ich auch für aussichtslos, weil Systemkonform erworben. Der Ausgleich wäre eher über zusätzliche Plätze zu suchen. Ob das möglich ist, müssen andere entscheiden und hoffentlich nicht im Ergebnis von Klagen. Aber es geht um nicht weniger als die berufliche Zukunft und der verfassungsrechtlich geschützte Zugang dazu sollte sich wenigstens einigermaßen gerecht anfühlen. Anhand der vielen Reaktionen hier oder auf anderen Plattformen von Bewerbern, die die Welt nicht mehr verstehen, belegen das Gegenteil. Hier leistet sicher einen wesentlichen Beitrag der Umstand, dass die genaue Berechnungslogik der Landesquote nicht transparent ist. Zumindest ich konnte sie mir trotz intensivem Suchen nicht erschließen. Allein die Faktoren werden genannt. Man sollte die vielen Bewerber auch nicht im Regen mit ihren Fragezeichen stehen lassen, sondern offen Kommunizieren und ggf. Mögliche Härtefalllösungen diskutieren. Unnötige Klagen können dadurch bestmöglich vermieden werden.

felix.hofmann
06.09.2020, 23:04
Freiburg soll ja eine sehr schöne Stadt sein. Wartest du noch auf Aachen, Heidelberg etc.?

Ich habe mich für Mannheim entschieden, was aus mehreren Gründen sehr vorteilhaft für mich erscheint. Mal sehen, wie viele Erstis ich hier zusammenkratzen kann. :-))



Sehr unfair. Leider ist das auch sehr stark schulabhängig.
Ich kenne Abiturienten, denen sogar die Themen der schriftlichen Prüfungen im Voraus genannt wurden. Das ist total daneben.

Heidelberg ist noch offen, aber das wird sowieso nix. Ich werde wohl bald annehmen.

futuremedidoc
07.09.2020, 04:39
Obwohl Sachsen bei den Prozenträngen zum SS besser aufgestellt war als die meisten anderen Bundesländer. Woran könnte das liegen, dass sich das zum WS jetzt umkehrt im Vergemich zu den anderen Bundesländern?

futuremedidoc
22.09.2020, 20:16
Was denkt ihr wie viele Plätze man im Adh noch aufrücken wird?

futuremedidoc
22.09.2020, 20:28
Sry falscher Thread

Kati710
23.09.2020, 15:10
Ich würde gerne der WhatsApp Gruppe beitreten

miss-eulenauge
27.09.2020, 18:15
Gibt es hier noch jemand, der/die in Jena studieren wird?