Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie waren eure ersten Wochen?
Dogs4Life
23.03.2021, 21:44
Ist es auch
Ich verstehe echt nicht, warum man sich so eine Stelle antut. Du bekommst einfach überall eine Stelle in der Inneren und ziehst es weiterhin dort durch, wo es dir psychisch einfach mega mies geht. Und das ganze für ein paar Monate Weiterbildungszeit, die im long run einfach nichts bedeuten.
Ich verstehe echt nicht, warum man sich so eine Stelle antut. Du bekommst einfach überall eine Stelle in der Inneren und ziehst es weiterhin dort durch, wo es dir psychisch einfach mega mies geht. Und das ganze für ein paar Monate Weiterbildungszeit, die im long run einfach nichts bedeuten.
Ich tue es mir an, weil ich örtlich gebunden bin und es bei meinen Freunden, die an anderen Häusern arbeiten auch nicht besser geht. Es mag unverständlich wirken auf andere. Das ist mir schon bewusst. Ich hab auch oft schon gedacht ich sollte kündigen, ich wollte aber zumindest ein halbes Jahr durchziehen.
Rahmspinat
24.03.2021, 13:08
Du hast geschrieben, dass du ein Jahr für Allgemeinmed. machen willst. Wieso dann an der Uni? Da ist doch jedes periphere Haus sinnvoller (und mir fallen auf Anhieb mehrere Häuser mit mindestens akzeptablen Bedingungen in meiner Heimat und im Umkreis meines jetzigen Hauses ein). Ich hab eine Stelle schon nach drei Monaten gekündigt, weil es aus meiner Sicht nicht tragbar war. Gerade wenn du so darunter leidest, solltest du das vielleicht auch mal in Erwägung ziehen, die paar Monate anerkannte Weiterbildung bei einer Arbeitszeit von 40 Jahren garnichts.
Heerestorte
24.03.2021, 13:16
Ich kenne auch periphere Häuser, in denen die Innere sehr gut ist.
Aber jeder ist seines Glückes Schmied. Und ein Jahr (bzw weniger als ein Jahr) ist doch irgendwie in den meisten Fällen machbar.
Außer man muss Angehörige pflegen etc. Dann wirds natürlich schwierig.
Das Problem ist so ein bisschen, dass für mich der Anfahrtsweg in periphere Häuser ca. 40 min Hin und 40 min Rückfahrt mit den Öffentlichen bedeuten würde. Die anderen Häuser in der Umgebung sind auch Häuser der Maximalversorgung. 2 kleinere Häuser habe ich mir angeschaut, aber die Arbeitsbedingungen dort waren für mich nicht tragbar. 80% ausländische Ärzte, davon ein nicht unerheblicher Teil mit eklatanten Sprachdefiziten. Nach 6 Wochen Nachtdienste für das ganze Haus machen. Ich habe deshalb die Befürchtung, dass ein Wechsel nicht so viel Besserung bringen würde. 3-6 Monate halte ich schon aus und ich denke, dass das im Bewerbungsgespräch auch besser ankommt, als hat nach 4 Wochen aufgegeben. Dass ich langfristig hier raus muss ist klar. Ich finde nur man braucht dann eine bessere Alternative und nach der schaue ich mich momentan auch parallel um (inkl. Anderer Fachrichtungen).
Salatschleuder
13.02.2024, 18:47
Hey wie geht es dir heute Markian?
Ist es nach ein paar Monaten auf der Inneren besser geworden?
Mir steht wahrscheinlich das gleiche bevor wie dir. Spiele mit dem Gedanken den FA Allgemeinmedizin zu machen und ich habe schon jetzt Respekt vor der Innere-Rotation.
Hey wie geht es dir heute Markian?
Ist es nach ein paar Monaten auf der Inneren besser geworden?
Mir steht wahrscheinlich das gleiche bevor wie dir. Spiele mit dem Gedanken den FA Allgemeinmedizin zu machen und ich habe schon jetzt Respekt vor der Innere-Rotation.
Ich habe zwei Jahre Innere gemacht um jetzt den Weg in die Allgemeinmedizin zu bahnen. Es waren zwei harte Jahre, aber ich habe viel gelernt und es hat mich als Arzt und Mensch sehr weitergebracht. Wenn ich zurückblicke, dann muss ich sagen, dass gegenüber mir sehr viel grenzüberschreitendenes Verhalten an den Tag gelegt wurde. Diese "Internisten-Arroganz" hat es mir sehr schwer gemacht. Ich hab immer versucht Neulinge gut und respektvoll einzulernen. Meine Vorgesetzten haben mir eigentlich auch gespiegelt, dass man sieht wer von mir gelernt hat. Das hat meine Sichtweise auch nochmal bestärkt, dass die Kollegen und die Einarbeitung so unglaublich wichtig sind. Da muss man Glück haben, aber auch die Stelle gut aussuchen. Respekt ist angebracht, aber keine Angst. Ich hatte im Verlauf meine Kontakte, bei denen ich dies oder das fragen konnte. Innere besteht am Anfang einfach nur daraus zu organisieren und zu wissen wen man wann fragen kann. Es wird schon!
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