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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 3 Stellen bis zum Facharzt normal?



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daCapo
10.05.2021, 09:18
Kenne es nicht so, das Facharztzeugnis hatte auch die üblichen Inhalte eines Arbeitszeugnis... das Arbeitszeugnis nach dem Facharzt ging dann nicht so detailliert auf die Weiterbildung ein.

Bei euch wahrscheinlich auch schon länger her alles.

Moni Ka
10.05.2021, 19:55
DocDean

Ich stecke aktuell genau in der Phase ein Haus bald zu verlassen bevor ich eine sichere Zusage für die neue Stelle habe.

Ich habe 2 Bewerbungen letzte Woche geschrieben und geschickt. Von der Uni Klinik habe ich keine Antwort bekommen und von der maximal Versorger Haus habe ich erst in 6 Wochen ein Vorstellungsgespräch mit Hospiation bekommen. Die Einstellung wird wohl zum 1.8 sein


Meine jetzige Stelle habe ich in paar Wochen nicht mehr und überlege wie ich die Pause von (4-6) Wochen am besten begründen kann, bzw. wie das im Lebenslauf aussehen wird für die Zukunft.

MissUmbrella
10.05.2021, 20:09
Also , ich finde, ihr macht euch zu viele Gedanken, entspannt euch mal....Als Assi ist es normal, die Stelle mehrmals in seiner Weiterbildungszeit zu wechseln, erweitert den Horizon... und was eine Auszeit angeht: 4-6 Wochen sind gar nichts, sogar wenn man mal ein paar Monate Auszeit nimmt.. so what? Wir sind Menschen...jeder Chef weiß, wie anstrengend gerade die Assizeit ist und eine Auszeit wird keiner einen verübeln. Ich hatte auch eine Auszeit genommen, habe gesagt, Urlaub , Doktorarbeit blabla...aber ganz ehrlich? Die meisten fragen bestimmt nicht mal. Ich denke eher, dass die sich im Bewerbungsgespräch denken: ach Mensch, ich hätte auch gerne eine Auszeit...:-meinung

daCapo
10.05.2021, 23:42
Wer kennt die Experten/innen nicht? In der Stadt groß geworden, 1er Abi in derselben Stadt , an der Unikliniken in derselben Stadt für WB+Promotion und mehr geblieben...immer dieselbe Stelle mit Karriereambition à la Ja und Amen und nie was anderes gesehen. Nie weggekommen. Es gibt so viele.

Moni Ka
16.05.2021, 08:05
Wie wichtig ist ein Arbeitszeugnis bei der nächsten Stellen Suche?

Ich habe nach lange Überlegung entschieden morgen früh mich bei meinem Hausarzt vorzustellen. Er kennt mich schon und ich werde ihn fragen, wie ihr mein aktuellen Gesundheitszusrsnd einschätzen wird.
Nicht dazu trotz denkt mein Arbeitsgeber, dass ich aufgrund meiner Kündigung einfach keinen Bock mehr habe,und mir ein schlechtes Arbeitszeugnis gibt.
Ich wünschen mir noch ein angemessenes Arbeitszeugnis für meine erbrachten Leistungen.

Feuerblick
16.05.2021, 08:47
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dir ein angemessenes Zeugnis auszustellen. Mal eben beleidigt ein schlechtes Zeugnis ohne objektive, in deiner Arbeit begründete Fakten auszustellen, ist nicht erlaubt. Das wissen Arbeitgeber auch. Kein Assistenzarzt ist so wichtig, dass man sich deshalb Ärger einhandelt.
Ein Arbeitszeugnis hängt aber auch in aller Regel nicht von ein paar Wochen krank ab sondern von den erbrachten Leistungen. :-nix

Moni Ka
16.05.2021, 09:31
Danke Feuerblick!

Das beruhigt mich ein bißchen

Meine Freundin, die aktuell Hausärztin ist, meinte dass ich nach einer erfolgten Kündigung den Gang zum Arzt antrete, ist keine echte Überraschung sein wird für meinen Vorgesetzer

Feuerblick
16.05.2021, 09:37
Klar werden deine Vorgesetzten vermuten, dass du nur keine Lust mehr hast. Aber das alleine wird kein Grund für ein schlechteres Zeugnis sein.

daCapo
16.05.2021, 11:20
Man darf ja garkein schlechtes Zeugnis ausstellen, wer eine schlechtere Note als 3 gibt, muss das auch im Zweifel vor Gericht begründen können und darauf hat niemand Lust. Man sollte das Arbeitszeugnis vor Ende der Arbeit anfordern. Kann es aber auch noch bis zu 1 Jahr später tun, hat jedoch dann kein Recht mehr, dass als Datum des Arbeitszeugnis der letzte Tag genannt ist. Das Arbeitszeugnis muss frei von Rechtschreibfehlern und formalen Fehlern sein. Wenn "schlechte" Sätze im Zeugnis fallen oder etwas weggelassen wird, kann man davon ausgehen, dass der Arbeitgeber den Grundsatz des Wohlwollens missachtet und hat Anspruch auf eine Korrektur. Das Arbeitsverhältnis ist beendet und der Arbeitgeber soll dem Arbeitnehmer mit dem Zeugnis keine Steine in den Weg legen.

Hier kann man mehr lesen bzgl Aufbau, Beurteilung, Formalien usw.
https://www.hensche.de/Zeugnis_Checkliste_Zeugnis_Fallstricke_Checkliste. html

Moni Ka
16.05.2021, 13:14
Vielen Dank für den link. Das beruhigt mich weiter :)

Rahmspinat
30.05.2021, 12:07
Ich hole den Thread mal aus der Versenkung, um keinen neuen aufzumachen. Habe den Eindruck, mich karrieretechnisch etwas demanövriert zu haben.

Grundsätzlich fühle ich mich in der Inneren Medizin wohl, vom Fachlichen genau das was mir passt. Allerdings wollte ich im Studium immer in die Nephrologie, war auch als Hiwi und in Famulaturen viel dort. Hatte dann aber ein gutes PJ in der Kardiologie wo man mir sehr nahegelegt hat, dass ich doch unbedingt in die Kardiologie soll. Wollte dann an der Uniklinik bleiben, weil ich auch gerne weiterforschen wollte und zumindest versuchen wollte, die Habil anzupeilen. Habe dann an einer Uniklinik in der Kardio meine erste Stelle angetreten, auch aus privaten Gründen (Damalige Partnerin hatte eine Jobzusage in der Gegend).

An sich war die Stelle trotz der Mängel (die es leider überall gibt) ganz gut und konnte auch ein wenig publizieren, inklusive Erstautorenschaften. Leider habe ich dann im Verlauf immer mehr gemerkt, wie Kardiologie mich überhaupt nicht so reizt wie anfangs angenommen. Insbesondere wenn ich mit den Nephrologen beruflich zu tun habe, habe ich gemerkt wie mich deren Arbeit und Fragestellungen viel mehr ansprechen. Habe deshalb nach einem Jahr gekündigt und mich nach einer Nephrostelle umgesehen. Hatte mich nicht sehr breit beworben, auch aus Angst, dass man mich aufgrund meines Lebenlaufes (Stelle nach einem Jahr gekündigt, Diss noch nicht fertig) sowieso nicht berücksichtigen würde.

Hatte dann zwei Stellenzusagen, eine Klinik mit tollem Spektrum und Forschungsmöglichkeiten. Allerdings auch ziemlich veraltete Einrichtung und erschien mir sehr suspekt in der Hospitation. Eine Assistentin wurde von einem OA wegen eines banalen Fehlers vor allen zur Sau gemacht und es wurde im Anschluss übel hinter ihrem Rücken über sie hergezogen, in meiner Gegenwart. Hatte mich daher für Klinik B entschieden. Diese konnten mir keine Nephrostelle direkt anbieten, hätten mich aber über die Gastroenterologie eingestellt mit Wechsel im Verlauf. War im Prinzip auch nicht das schlechteste, weil ich mir dachte noch etwas breiter aufgestellt zu sein.

Letztlich habe ich dann die Stelle angetreten und fande es auch nicht so schlecht. Arbeitszeiten waren teils kriminell, aber die Belegschaft war echt in Ordnung. Leider gab es dann in meinem privaten Umfeld Umstände, weshalb ich wieder zurück in meine Unistadt musste (bin bis dahin immer ca. 1 Stunde gependelt, die Zeit konnte ich dann einfach nicht mehr aufbringen). Leider gab es keine Nephrologiestelle in meiner Unistadt, konnte aber in einer anderen Abteilung anfangen, da der Chef mich aus meiner Kardiozeit noch gut kannte.

Bin seither in einem anderen Fachbereich in der Inneren Medizin. Wir sind eine sehr kleine Abteilung und daher leider chronisch unterbesetzt mit entsprechenden Arbeitszeiten. Eine richtige Einarbeitung gab es nicht, da ich aber das Haus und die Kollegen der Abteilung schon kannte, war das schon irgendwo machbar. Der private Umstand, der mich überhaupt zur Rückkehr bewegt hatte, hat sich mittlerweile relativ rasch erledigt, was mich ziemlich ärgert, da ich viel dafür aufgegeben habe.

Aktuell habe ich hier einen Sechsmonatsvertrag, offiziell als "Schwangerschaftsvertretung". Man ist aber relativ früh an mich herangetreten mit der Aussage, mich länger anbinden zu wollen. Ich habe natürlich meinem Chef von Beginn an gesagt, dass ich gerne in die Nephrologie möchte und das eher als Zwischenstation sehe. Er hat das akzeptiert und mir zugesichert, im Rahmen der nächsten Rotation im Oktober dann für mich relevante Rotationen zu ermöglichen (bräuchte noch etwa 3 Monate ZNA und ITS, Fremdrotationen für den Allgemeininternisten hätte ich durch meinen Verlauf dann schon ebenfalls drin). Problematisch ist jedoch die Tatsache, dass zwei sehr fähige Assistenten bei uns kürzlich ihre Kündigung eingereicht haben. Da wir auch nicht wirklich jemanden in der Pipeline haben, befürchte ich, dass ich weiter Station schrubben müsste in einem Fach, was mir allgemeininternistisch schon einen Lerneffekt bringt, mich aber doch nur mäßig auf lange Sicht interessiert.

Weiterhin würde ich ja auch gerne forschen und auch die Diss endgültig abschließen. Wenn ich aber tatsächlich noch den Plan der Habil verfolgen würde, müsste ich laut unserer Ordnung fachbezogen forschen, das würde dementsprechend mich auch nicht voranbringen.

Ich spiele daher mit dem Gedanken, meinen Vertrag auslaufen zu lassen und dann mich endgültig festzulegen. Ich wäre nun auch örtlich maximal flexibel. Ich befürchte nur, dass durch meinen Lebenslauf man mich für einen Wandervogel halten wird und entsprechend wenig Interesse an meiner Person bestehen wird. Feedback/Zeugnisse waren an jeder Stelle bislang gut. Der Sektionsleiter der Nephrologie meiner letzten Stelle, dem ich meine Situation damals geschildert habe, hat mir zudem ein Empfehlungsschreiben geschrieben.

Wie würdet ihr in der Situation verfahren? Sorry für die Textwand, mich frustriert die Situation nur ziemlich.

davo
30.05.2021, 12:17
Und was spricht dagegen, dich einfach zu bewerben? Mehr als dass es nicht klappt, kann ja nicht passieren. Und wahrscheinlich wirst du ohnehin irgendwo was finden.

daCapo
30.05.2021, 12:26
Wie wäre es den mit Nephro-Uniklinik? Wenn du örtlich undgebunden bist und da Interesse hast, wird das nicht schwierig sein.

_calendula_
30.05.2021, 12:29
Schalt mal deine PN frei :)

Rahmspinat
30.05.2021, 12:35
Wie wäre es den mit Nephro-Uniklinik? Wenn du örtlich undgebunden bist und da Interesse hast, wird das nicht schwierig sein.

Zumindest mein jetziger Arbeitgeber hat dort keine Stellen.

Rahmspinat
30.05.2021, 12:36
Schalt mal deine PN frei :)

erledigt.

Moni Ka
30.05.2021, 13:56
Mal eine Frage am Rande

Ist es sinnvoll auch da zu arbeiten, wenn mir eine bestimmte Fachrichtung der Innere Medizin direkt am Anfang der Assistenzarztszeit interessiert.

Ich interessiere mich für Pneumologie, Kardiologie, soll ich direkt 3 bis 4 Jahren in einem Spezialiertrn Haus mit den genannten Fächer arbeiten oder leiber erstmal allgemeininnere zu machen

_calendula_
30.05.2021, 13:59
Hauptsache die Stelle passt zu dir. Alles andere ergibt sich.
Mach doch gleich was dir gefällt, wenn die Stelle passt.
Zuerst breit ist genauso kein Fehler, wenn die Stelle passt für dich.

Du bist außerdem kein absoluter Anfänger mehr.

daCapo
30.05.2021, 16:36
Zumindest mein jetziger Arbeitgeber hat dort keine Stellen.

Naja du bist ja örtlich ungebunden... da findet sich 💯 etwas

Physioanatom
28.03.2024, 18:49
Hallo in die Runde,
ich brauche eine Einschätzung von euch bitte in einer verfahrenen Situation: Ich habe also damals in 02/2021 wie geschrieben meine Stelle an der sehr großen Klinik gekündigt, weil ich die Arbeitsbedingungen nicht mehr ausgehalten habe. Leider habe ich damals wider Erwarten, erschwert durch die Pandemie keine Stelle im Umkreis von einer Autostunde gefunden. Ich bin dann zu meiner damals neuen Freundin deutlich weiter in ein anderes Bundesland gezogen und habe dort eine Stelle in einem kleineren Haus gefunden. Leider habe ich mich vor Ort nach kurzer Zeit von meiner Freundin getrennt. Das war natürlich sehr hart, da ich für sie dorthin gezogen war.

Dort bin ich jetzt seitdem. Ich bin jetzt im 4. Jahr der Weiterbildung und habe von meinem Fach also schon fast alle Gebiete mal gesehen. Ich habe schon seit ca. 2 Jahren vor, zurückzukehren, weil ich die neue Region nicht mag und meine Heimatregion sehr schätze und ich dort meine engen persönlichen Kontakte habe. Ich hatte Angst, früher zu wechseln, weil bereits der 1. Wechsel mich so sehr strapaziert hat. Jetzt will mein Chef unbedingt, dass ich in wenigen Monaten den Standort wechsele für wenigstens 6 Monate, obwohl ich dazu arbeitsrechtlich nicht verpflichtet bin. Ich fürchte, dass die Arbeitsbelastung deutlich höher und die Weiterbildung an dem anderen Standort deutlich schlechter sein wird. Mein soziales Umfeld aus der Heimat drängt mich zur Kündigung, notfalls auch ohne Anschlussstelle. Ich sollte auch erwähnen, dass es mir gesundheitlich nicht gut geht, was den Drang zurückzukehren größer macht.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage und ich hoffe, ihr könnt mir Rat geben: Was denkt ihr über einen 2. Stellenwechsel noch so relativ kurz vorm Schluss?