Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Familie und Karriere
tragezwerg
07.03.2021, 07:39
Es gibt unzählige Modelle, Familie und Job in Einklang zu bringen. Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass das alles Kompromisse sind. Man kann nicht gleichzeitig Vollzeitkarrierist und Vollzeitelternteil sein. Ich selbst habe mit Kindern von 100 bis 50% gearbeitet, mit und ohne Dienste, alleinerziehend und mit Partner, ganze Tage frei gehabt oder halbe Tage gearbeitet. Hat alles Vorteile und auch deutliche Nachteile.
Welches Modell zu einem selbst passt, muss man im Zweifelsfall ausprobieren. Und den Partner bitte mit einbinden. Kinderbetreuung ist nicht automatisch Frauensache.
Was einem aber immer klar sein sollte: gerade als Frau muss man auf eigenen Beinen stehen können. Im Falle einer Trennung ist fast immer die Frau alleinerziehend, und je nach finanzieller Leistungsfähigkeit des Ex kann man sich nicht auf Unterhalt etc. verlassen. Wenn man sich erstmal ins Hausfrauendasein begeben hat, fällt der Neustart im Job schwer. Von Rente etc. mal ganz abgesehen. Sich selbst zum potentiellen Opfer zu machen passiert schneller, als man denkt.
Colourful
07.03.2021, 08:15
Du hast es hinbekommen alleinerziehend einen Vollzeitjob und viele Dienste zu machen? Respekt...die Angst davor dass das nicht gehen könnte hat mich immer etwas abgeschreckt. Glaubst du das geht in jedem Fach, und wenn ja was sind dafür die Voraussetzungen? Was hast du gemacht wenn du Dienst hattest? Eine private Betreuung zu organisieren dürfte ja sehr sehr teuer sein.
Nein, ich habe nicht Vollzeit gearbeitet, ich habe 75% plus Dienste gemacht, was in etwa einer normalen vollen Stelle mit 40 Stunden entsprochen hat. In manchen Wochen habe ich auch deutlich mehr gearbeitet. Und nein, der Papa hat das Kind während meiner Dienste betreut und ich hatte einen Vollzeitkitaplatz. Das ging eigentlich ganz gut, Vollzeit mit Diensten hätte ich weder geschafft, noch gewollt.
@tragezwerg
So ist es. Ich bin da auch wieder dran, mir zu überlegen, ob ich jetzt 5 kürzere Tage oder 4 längere Tage arbeite.
Thomas24
07.03.2021, 19:08
Was einem aber immer klar sein sollte: gerade als Frau muss man auf eigenen Beinen stehen können. Im Falle einer Trennung ist fast immer die Frau alleinerziehend, und je nach finanzieller Leistungsfähigkeit des Ex kann man sich nicht auf Unterhalt etc. verlassen. Wenn man sich erstmal ins Hausfrauendasein begeben hat, fällt der Neustart im Job schwer. Von Rente etc. mal ganz abgesehen. Sich selbst zum potentiellen Opfer zu machen passiert schneller, als man denkt.
Danke, man kann das nicht oft genug betonen. Junge Frauen (und Männer) sollten sich das eigentlich ausdrucken, laminieren und an die Wand pinnen.
Was mich ein bisschen erschreckt ist die Tatsache, dass viele Menschen diese simplen Tatsachen nicht auf dem Radar haben. "And they were married- happily ever after" scheint noch immer in vielen Köpfen verankert zu sein. Aber ein Mann ist eben keine Altersvorsorge. Und Ehen halten nicht für immer, sondern scheitern in knapp 50% der Fälle. Frauen (und Männer) sollten daher generell einen Plan B und ein paar Absprachen für einen fairen Umgang miteinander aufstellen. Und zwar solange sich alle Beteiligten noch gut verstehen und nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und sich beide Eheleute im Kampf um Unterhalt, Kindesumgang, Nachehelichen Unterhalt, Versorgungsausgleich etc. aufs Blut bekriegen. Wenn es diesen Plan B nicht gibt, kommt nämlich der dritte Beteiligte (Vater Staat) ins Spiel und zwingt alle Beteiligten seine Regeln auf, selten zur Freude der anderen beiden. Daher: eine Frau muss auf eigenen Beinen stehen können.
Colourful
08.03.2021, 06:50
@Thomas
So ist es, aber ich kann aus Erfahrung auch sagen, dass es auch gar nicht so leicht ist an den einmal vereinbarten "fairen Umgang" zu halten, wenn es dann doch zu Unstimmigkeiten und Streit kommt. Aus diesem Grund ist es eigentlich noch wichtiger, da finanziell und auch sonst unabhängig zu sein, weil man eben zur Not auch alles allein stemmen muss (auch mit ggf. noch kleinen Kindern).
Ich finde es ist auch eine gute Handlungsmaxime sich bei der Anzahl der Kinder zu überlegen wie viele Kinder frau denn allein bewältigen (finanziell/Betreuung) könnte. Das ist komplett unromantisch und doof, aber durchaus sinnvoll.
Thomas24
09.03.2021, 18:53
@Thomas
So ist es, aber ich kann aus Erfahrung auch sagen, dass es auch gar nicht so leicht ist an den einmal vereinbarten "fairen Umgang" zu halten, wenn es dann doch zu Unstimmigkeiten und Streit kommt. Aus diesem Grund ist es eigentlich noch wichtiger, da finanziell und auch sonst unabhängig zu sein, weil man eben zur Not auch alles allein stemmen muss (auch mit ggf. noch kleinen Kindern).
Ich finde es ist auch eine gute Handlungsmaxime sich bei der Anzahl der Kinder zu überlegen wie viele Kinder frau denn allein bewältigen (finanziell/Betreuung) könnte. Das ist komplett unromantisch und doof, aber durchaus sinnvoll.
@Colourful
Natürlich ist das unromantisch und doof- aber das ist nunmal das echte Leben, und im echten Leben gibt es keine Einhörner die Regenbögen und Feenstaub pupsen (aka Disney), sondern eine Scheidungsrate von ca. 50%, jede Menge alleinerziehender Mütter und Väter, Kinder, die zwischen zwei Eltern hin- und hergerissen sind und später: erhöhte Wahrscheinlichkeit für Altersarmut.
Eine schlimme Scheidung macht aus einem normalen deutschen Mittelschichthaushalt mit Haus und zwei Kindern ganz schnell zwei prekäre Haushalte (ok, die Scheidungsanwälte profitieren, sowie Gutachter etc.). Deswegen: du hast völlig recht. Alles unromantisch und doof. Aber sich- trotz rosaroter Brille und dem Himmel voller Geigen- mal ganz konkret ein paar unromantische und doofe Gedanken gemacht zu haben, bevor man zum Standesamt geht, kann wenigstens einigen jungen Frauen und Männern mal den Hintern retten. Deswegen finde ich deinen Beitrag so wichtig.
Anne1970
09.03.2021, 18:56
Und gleichzeitig, liebe Colourful, bist du für alle eine Inspiration, weil nämlich trotzdem vieles noch richtig gut werden kann, egal was geschieht :-) !
Interessant was es alles für Dinge gibt. Dumm nur, wenn man nur einen Elternteil hat der noch dazu ewig weit weg wohnt. Dann ist alleinerziehend und Klinikjob vermutlich wirklich unvereinbar, zumindest in gewissen Fächern. Es sei denn man gibt das ganze Gehalt für eine Vollzeitbetreuung aus - wobei man sich die selbst dann nicht leisten könnte. Wo bekommt man schon ein Kind unter wenn man 24h Dienst hat? Da gibt es was ich weiß null Möglichkeiten. Man könnte den Arztberuf vermutlich an den Nagel hängen wenn man allein mit Kind dastünde - oder das Kind zur Adoption freigeben...
Thomas24
09.03.2021, 19:22
Interessant was es alles für Dinge gibt. Dumm nur, wenn man nur einen Elternteil hat der noch dazu ewig weit weg wohnt. Dann ist alleinerziehend und Klinikjob vermutlich wirklich unvereinbar, zumindest in gewissen Fächern. Es sei denn man gibt das ganze Gehalt für eine Vollzeitbetreuung aus - wobei man sich die selbst dann nicht leisten könnte. Wo bekommt man schon ein Kind unter wenn man 24h Dienst hat? Da gibt es was ich weiß null Möglichkeiten. Man könnte den Arztberuf vermutlich an den Nagel hängen wenn man allein mit Kind dastünde - oder das Kind zur Adoption freigeben...
Diese Behauptung ist in der Absolutheit natürlich Quatsch.
Es gibt genügend Kolleginnen und Kollegen, die tagtäglich beweisen, dass es möglich ist.
Nein, es ist nicht einfach. Nein, es ist nicht günstig. Und nein, es ist ganz bestimmt nicht bequem. Aber es ist möglich. Man muss "nur" seinen S*** zusammen nehmen und sich richtig reinhängen. Das ist auch der Grund, warum einige Kolleginnen in Teilzeit einfach extrem gut und effizient organisiert sind und besser ihre Arbeit wegschaffen, als so mancher Schluffikollege in Vollzeit. Warum? Weil Sie es in ihrem Alltag einfach müssen.
tragezwerg
09.03.2021, 19:49
Diese Behauptung ist in der Absolutheit natürlich Quatsch.
Es gibt genügend Kolleginnen und Kollegen, die tagtäglich beweisen, dass es möglich ist.
Nein, es ist nicht einfach. Nein, es ist nicht günstig. Und nein, es ist ganz bestimmt nicht bequem. Aber es ist möglich. Man muss "nur" seinen S*** zusammen nehmen und sich richtig reinhängen. Das ist auch der Grund, warum einige Kolleginnen in Teilzeit einfach extrem gut und effizient organisiert sind und besser ihre Arbeit wegschaffen, als so mancher Schluffikollege in Vollzeit. Warum? Weil Sie es in ihrem Alltag einfach müssen.
Das trifft es ziemlich genau. Wobei es echt frustrierend sein kann, wenn man seine Arbeit genauso gut macht wie eine Vollzeitkraft, aber trotzdem als Klotz am Bein und unkollegial bezeichnet wird.
(Geschrieben von einer Teilzeit arbeitenden Alleinerziehenden, die zwar laut oberer Etage ihre Arbeit doppelt so schnell erledigt wie die Kollegen im gleichen Bereich (da sie ja pünktlich ihre Kinder abholen muss...), sich aber trotzdem als unkollegial und nicht karriereorientiert genug bezeichnen lassen muss, weil sie weniger Dienste macht als Kollegen mit "intakten" Familien...so viel zum Thema Wertschätzung.)
Ihr kennt also Beispiele wo jemand alleinerziehend gut einen Klinikjob machen konnte? Theoretisch kann ja jeder mit Kind irgendwann alleinerziehend werden. Frage mich nur, ob das tatsächlich mit einer Vollzeitstelle kompatibel wäre. Und auch mit stressigeren Fachrichtungen, vor allem chirurgischen. Dass man so kein OA werden kann ist klar, nur das wird man auch aus ganz anderen Gründen nicht.
Espressa
10.03.2021, 07:18
Man muss ja nicht ewig an der Klinik bleiben, wenn man gern mehr Zeit für die Familie möchte.
Ich arbeite Teilzeit in einer Praxis, das geht wunderbar.
Und es lässt sich auch nicht jeder scheiden, soll auch Leute geben die es hinkriegen als Eltern gemeinsam ihre Kinder aufzuziehen.
Also wenn Ärzte schon jammern über die Finanzen, was sollen dann Menschen mit einfacheren Berufen sagen? Die dürften dann sicherheitshalber überhaupt nie Familien gründen...
Wow, hier sind ja wieder einige Wundermenschen unterwegs. Die Vollzeit arbeitenden Eltern, die ich bisher so kennengelernt habe, haben ca. 3-8 mal täglich während der Arbeitszeit mit ihrer eigenen Mutter oder der Schwiegermutter oder dem Bruder oder der Schwester oder sonst wem telefoniert. "Der Julius hat schon um 2 Schluss", "kannst du die Mia Sophie abholen?"
Ich bin von ca. 7 bis 19 Uhr in der Klinik, meine Frau ungefähr zur selben Zeit in ihrem Unternehmen. Essen für das Kind käme insofern vielleicht so um 20:30 erstmals auf den Tisch. Die nächsten vertrauenswürdigen Verwandten sind 300 km entfernt. Freunde will man damit nicht regelmäßig belasten. Insofern wäre eine/r von uns darauf angewiesen, die Karriere zu knicken und auf Teilzeit umzustellen. Völlig alternativlos...
Colourful
10.03.2021, 09:00
Das trifft es ziemlich genau. Wobei es echt frustrierend sein kann, wenn man seine Arbeit genauso gut macht wie eine Vollzeitkraft, aber trotzdem als Klotz am Bein und unkollegial bezeichnet wird.
(
Das ist doof, aber ganz ehrlich, die Leute, die das nicht verstehen, die sind auch einfach doof. Und das geht meiner Meinung nach gr nicht, das ist doch nur überheblich und absolut unqualifiziert. Und in deinem Fall hättest du vermutlich an jeder kleinen Klinik gute Chancen auf eine OÄ-Stelle in Teilzeit, wo man dir das NICHT sagen würde, sondern froh wäre, dass du da bist.
Meine Chefin stellt gerne effiziente Teilzeitkräfte ein, die weiß das nämlich zu schätzen.
Ihr kennt also Beispiele wo jemand alleinerziehend gut einen Klinikjob machen konnte? Theoretisch kann ja jeder mit Kind irgendwann alleinerziehend werden. Frage mich nur, ob das tatsächlich mit einer Vollzeitstelle kompatibel wäre. Und auch mit stressigeren Fachrichtungen, vor allem chirurgischen. Dass man so kein OA werden kann ist klar, nur das wird man auch aus ganz anderen Gründen nicht.
Warum muss es denn Vollzeit sein? Das ist doch selbst für den normalen jungen Menschen in unserem Job schon oft zu viel, warum sollte man das als Elternteil denn wollen? Klar, wenn man nur 80% arbeitet, dann hat man was von seinen Kindern und etwas vom Leben und die "Karriere" dauert vielleicht etwas länger. Wir arbeiten so lange und werden durchschnittlich so alt, was sind da denn fünf Jahre?
Wow, hier sind ja wieder einige Wundermenschen unterwegs.
Übrigens - wer etwas will, der findet Wege. Wer etwas nicht will, der findet Gründe.
Ich empfehle gern die Bücher von Laura Vanderkam zum Thema Zeitmanagement/Job/Familie, die schreibt speziell dazu, wie solche Familien es auch schaffen können und dass zwei Karrieren dann eben auch mittelfristig erstmal Geld kosten, weil eben dann outgesourct wird. Wer sagt denn, dass einer von euch das Essen für das Kind kochen muss? Wer sagt denn, dass man die Dinge nicht doch anders organisieren kann?
Und wenn mein Ex-Partner sich nicht während meiner Dienste um die Kleine hätte kümmern können, dann wäre sich in Richtung meiner Familie gezogen und dann hätten das meine Eltern und meine Schwester gemacht. Es gibt doch immer eine Lösung.
@Anne - vielen lieben Dank für die Blumen. :-)
@Thomas
Ja, so ist es. Nur wollen viele das nicht wahr haben und ich kriege immer die Krise, wenn mir Freundinnen erzählen, dass sie ja gar nicht mehr arbeiten wollen, weil der Mann ja so einen guten Job hat. Weil es sich auch ändern kann und dass dann richtig hart ist. Mit ausreichend Geld kann man schon viel kompensieren und sei es die Putzfee.
Espressa
10.03.2021, 09:05
Ich bin von ca. 7 bis 19 Uhr in der Klinik, meine Frau ungefähr zur selben Zeit in ihrem Unternehmen. Essen für das Kind käme insofern vielleicht so um 20:30 erstmals auf den Tisch. Die nächsten vertrauenswürdigen Verwandten sind 300 km entfernt. Freunde will man damit nicht regelmäßig belasten. Insofern wäre eine/r von uns darauf angewiesen, die Karriere zu knicken und auf Teilzeit umzustellen. Völlig alternativlos...
Gut erkannt. Entweder man wendet seine Zeit, Energie, Gedanken, Leidenschaft für den Job oder die Familie auf. Man kann tatsächlich nicht alles haben, welch ein Wunder!
Aber andererseits, wenn man beides möchte, kann man mit etwas Abstrichen auch beides unter einen Hut kriegen - aber wie gesagt beides mit Abstrichen.
Colourful
10.03.2021, 09:30
Aber wenn man Familie möchte, kann man auch ohne Karriere glücklich werden und trotzdem "ordentlich arbeiten".
Und die emotionale Dimension von Kindern und Familie kann man meistens auch erst richtig wahrnehmen, wenn man welche hat und sich darauf einlässt, dann ist die Karriere von ganz allein vielleicht gar nicht mehr so wichtig, weil man eben Zeit mit der Familie verbringen möchte. Es gibt aber auch immer mehr junge Menschen, die auch ohne Familie keine Lust darauf haben, das Leben nur der Arbeit zu widmen, sondern auch verstehen und sehen, dass es auch etwas anderes Wichtiges gibt. Und die wollen vielleicht genauso wie Eltern nicht von 7-19 Uhr arbeiten.
agouti_lilac
10.03.2021, 09:34
Ich bin von ca. 7 bis 19 Uhr in der Klinik, meine Frau ungefähr zur selben Zeit in ihrem Unternehmen.
7-19 Uhr ist mehr als Vollzeit. Da sollte man doch erstmal ansetzen. Lasst euch nicht verarschen.
Thomas24
10.03.2021, 13:50
Übrigens - wer etwas will, der findet Wege. Wer etwas nicht will, der findet Gründe.
Das fasst es eigentlich schon gut zusammen.
@Thomas
Ja, so ist es. Nur wollen viele das nicht wahr haben und ich kriege immer die Krise, wenn mir Freundinnen erzählen, dass sie ja gar nicht mehr arbeiten wollen, weil der Mann ja so einen guten Job hat. Weil es sich auch ändern kann und dass dann richtig hart ist. Mit ausreichend Geld kann man schon viel kompensieren und sei es die Putzfee.
Das Modell traditionelle Versorgerehe kann funktionieren, muss aber nicht funktionieren. Es reicht, wenn einer von beiden aus der Reihe tanzt (ganz wie im Klischee- Ehemann verguckt sich in eine Jüngere oder die Ehefrau fühlt sich nicht ausreichend wertgeschätzt, weil der Gatte ja in seinem stressigen Vollzeitjob, um den Familienlebensstandard so zu halten- einfach "nie da ist" und schaut sich anderweitig um. Beide leben sich auseinander etc.), und zack, kann deinen Freundinnen dieses Modell ganz schnell um die Ohren fliegen. Dieses Risiko muss (bzw. sollte) deinen Freundinnen halt bewusst sein. Ansonsten leben Sie ja ihr Leben, und man kann halt nicht alle retten.
Colourful
10.03.2021, 14:44
@Thomas
Ja klar, das wissen die auch. Und wie Espressa schon schrieb, viele Ehen halten ja eben auch.
tragezwerg
10.03.2021, 15:15
Selbst wenn man absolut auf die Unzerstörbarkeit der Ehe/Beziehung vertraut (was in Anbetracht der Statistik vermutlich naiv ist), gibt es ja genügend andere Gründe warum man plötzlich allein dasteht. Gerade uns als Ärzten sollte das ja bewusst sein (Unfall, Krebs etc. pp.).
Ich bin immer nach allen drei Kindern spätestens nach einem Jahr in den Job inTZ eingestiegen. Das passt für uns sehr gut. Mit der halben Stelle verdiene ich immer noch mehr als das durchschnittliche Haushaltseinkommen einer gesamten Familie sonst aussieht und wenn es sein müsste, sehe ich keinen Grund, der gegen ein Aufstocken meiner Stunden spricht. Ich bin immer im Job gewesen, konnte problemlos mehr arbeiten vom Stellenangebot. Wenn sowohl Rente als auch jetziges Einkommen in der bisher sehr intakten Familie reichen, sehe ich keinen Grund, mich und im Endeffekt die gesamte Familie kaputtzumachen um mehr zu arbeiten. Das ist ja das Schöne, wenn man das Glück eines gut bezahlten Berufs hat. Meine Freundin arbeitet 50% mehr als ich und bekommt dafür aber deutlich mehr als 50% weniger als ich. Da sehen Zwänge ganz anders aus.
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