Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Astra nehmen oder auf J&J warten?
Hab den Impfstoff von AZ ja dankend angenommen - mir ist bewusst, dass es ein Privileg ist überhaupt eine Impfung schon so früh zu bekommen. Will dafür ja auch nicht undankbar sein.
Vielleicht ist wirklich die Verbreitung und Interpretation von so viel unterschiedlicher Information das Problem. Wenn man aber sonst schon stresstechnisch fast am Anschlag ist, dann hat man nur eben nicht immer die Kapazitäten sich detailliert mit dieser Problematik auseinanderzusetzen. Man sollte sich mit so vielen Dingen intensiver beschäftigen um zu korrekten Schlüssen zu kommen, aber irgendwo hat das einfach Grenzen.
Insofern ist es sicher der beste Weg das Ganze pragmatisch zu sehen - man darf froh sein überhaupt einen Impfstoff zu bekommen und nimmt den der eben gerade verfügbar ist. Wählen kann man sowieso nicht - und Energie in Recherchen zu stecken würde sich nur lohnen wenn man das könnte.
Hab den Impfstoff von AZ ja dankend angenommen - mir ist bewusst, dass es ein Privileg ist überhaupt eine Impfung schon so früh zu bekommen. Will dafür ja auch nicht undankbar sein.
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Naja "dankend". Eher schade, dass so spät- Wenn du in der direkten Patientenversorgung arbeitest, hat es seine Gründe, warum du vorgezogen wirst...wie in anderen Ländern auch.
Ja manche Leute haben immer was zu meckern und auch einfach zu viel Lebenszeit um die scheinbare Nadel im Heuhaufen zu finden.
In der Zwischenzeit gibt es in anderen Ländern langsam ordentliche Impfquoten.
Es wurde ja auch im Gesundheitswesen priorisiert...nicht jeder bekommt alles sofort. Das ist ja nicht nur bei Impfungen so...
habichnicht
10.03.2021, 19:00
Bei dem Impfstoff von J&J sind deuten sich Lieferverzögerungen an:
https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-eu-johnson-johnson-idUSKBN2B11KY
roxolana
10.03.2021, 20:32
Die EU lässt sich echt von allen verarschen. Erst AstraZeneca, jetzt J&J. Oder gibt es in den USA etwa auch "Lieferschwierigkeiten"?
Bonnerin
10.03.2021, 20:40
Die EU lässt sich echt von allen verarschen. Erst AstraZeneca, jetzt J&J. Oder gibt es in den USA etwa auch "Lieferschwierigkeiten"?
Die EU hat wohl eben um Centbeträge gefeilscht. Das war mal super gegen die Bürger.
Feuerblick
10.03.2021, 21:04
Hätten sie es nicht getan, würde jetzt jeder motzen, dass der Impfstoff viiiiieeeeel zu teuer eingekauft worden sei. Andere hätten ihn doch auch billiger bekommen ;-)
Die EU hat wohl eben um Centbeträge gefeilscht. Das war mal super gegen die Bürger.
Irgendwo müssen die Milliarden für Berater, Lobbyisten und die begünstigten gewisser Kreise ja her kommen. Am Ende können sich Leute wie Herr Spahn doch sonst keine Villa in Berlin mehr leisten...
Irgendwo müssen die Milliarden für Berater, Lobbyisten und die begünstigten gewisser Kreise ja her kommen. Am Ende können sich Leute wie Herr Spahn doch sonst keine Villa in Berlin mehr leisten...
Naja, er hat dem Makler seiner frisch erworbenen Villa ja jetzt einen CEO Job im einem Unternehmen verschafft, welches zu 51% dem Bundesgesundheitministerium gehört. Das geht demnach also auch über andere Wege
Leider sehr schwerfällig und langsam. Nix neues, wir kennen unser Gesundheitssystem, ich schicke Arztbriefe und Rehaanträge auch 2021 per FAX. Andere Länder könnens hier in diesem Fall besser.
habichnicht
11.03.2021, 06:19
Die EU lässt sich echt von allen verarschen. [....]
Ich hatte den Link zur Reutersmeldung über J&J gestern beim Norwegischen Rundfunk in diesem Artikel gefunden:
https://www.nrk.no/urix/fhi-urolige-for-johnson-_-johnson-vaksinen_-_-vi-far-ikke-noe-informasjon-om-tidspunkt-1.15411187
Kurze Zusammenfassung:
Obwohl Norwegen kein EU-Mitglied ist, scheint es sich bei der Beschaffung der Impfstoffe der EU angeschlossen zu haben und befürchtet nun, wegen der Lieferverzögerung beim J&J-Impfstoff seinen Covid-Impfkalender nicht einhalten zu können. Laut diesem Artikel befürchten sie sogar, eventuell gar keine J&J-Impfstoff zu bekommen.
Das norwegische FHI (Folkehelseinstituttet) hat von J&J keine Begründung für die erwartete Verzögerung bekommen.
Der Chef des norwegischen Legemiddelverket („Arzneimittelbehörde“ - unserem BfArM oder im Fall von Impfstoffen unserem PEI vergleichbar?) äußert in dem Artikel eine Vermutung über mögliche technische Gründe für die Lieferprobleme.
Es sei ja ein biotechnologisches Produkt, das in großen Reaktoren hergestellt würde.
Bei der Entwicklung sei mit kleineren Behältern gearbeitet worden und die Übertragung des Verfahrens auf Behältergrößen, wie sie für eine Massenproduktion benötigt würden, könne schwierig schwierig sein.
Da mag er IMHO richtig liegen; dieses grundsätzliche Problem biotechnologischer Verfahren ist ja bekannt.
habichnicht
11.03.2021, 09:56
Mldung von heute 10:33 bzw. 10:50:
Dänemark stoppt alle Impfungen mit AstraZenca:
https://www.nrk.no/urix/danmark-stanser-all-vaksinering-med-astrazeneca-1.15412462
Begründung: Verdacht auf Todesfall durch "blodpropp" (=Thrombus?) nach der Impfung, der nun untersucht werden soll.
Die EU lässt sich echt von allen verarschen. Erst AstraZeneca, jetzt J&J. Oder gibt es in den USA etwa auch "Lieferschwierigkeiten"?
Lieferengpässe gibt es in den USA auch und bei denen sind teilweise die Impfkriterien von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Die impfen zwar etwas schneller, aber die Verteilung des Impfstoffes ist nicht unbedingt fairer...
Lieferengpässe gibt es in den USA auch und bei denen sind teilweise die Impfkriterien von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Die impfen zwar etwas schneller, aber die Verteilung des Impfstoffes ist nicht unbedingt fairer...
Also die USA sind nun doch deutlich schneller mit ihrer Impfkampagne. Bald (=zeitnah) soll jeder ein Angebot bekommen, nicht erst im Herbst 21 oder 2022.
Das hier vorschnell gebranntmarkte AstraZeneca möchte man auch erstmal zur Sicherheit behalten, obwohl die Zulassung noch etwas auf sich warten lässt.
https://www.tagesschau.de/ausland/usa-astrazeneca-impfstoff-101.html
Die USA haben dafür aber eine enorme Ungleichverteilung der Impfzentren innerhalb der Städte und Bezirke, was vor allem die ärmeren Bevölkerungsschichten, insbesondere Latinos und Schwarze trifft. Die Verteilung des Impfstoffes an die Impfzentren erfolgt auch nicht immer transparent und gleichmäßig auf alle Bezirke und Staaten. Termine müssen dann teilweise wieder storniert werden. Dazu kommen auch oft ein erschwertes und unübersichtliches Terminmanagment und erhebliche lokale Unterschiede in der Priorisierung, was teilweise zu Impftourismus in andere Bundesstaaten führt und oft auch mit hohen bürokratischem Aufwand vor Ort einher geht. Mit anderen Worten, wenn Du weiß, reich und älter als 60 Jahre bist, hast du derzeit gute Chance geimpft zu werden in den USA.
Meine Schulfreudin, die seit Jahrzehnten in den USA wohnt und für die Polizei arbeitet, wurde zwei Mal der Termin abgesagt, obwohl sie schon längste hätte dran sein müssen. Es ist nicht alles gold, was glänzt. Die USA hat nur den Vorteil der nationalen Produktionsstätten und des Exportstopps, um insgesamt national mehr Impfstoff vorrätig zu haben.
Mit anderen Worten, wenn Du weiß, reich und älter als 60 Jahre bist, hast du derzeit gute Chance geimpft zu werden in den USA.
wenig überraschend.
Bestimmt kommt sie bald dran.
Na, wenn man allein die Zahlen anschaut (Verteilung, Fairness, Diskussionen) ausgeblendet, stehen sie schon ganz gut da.
https://www.tagesschau.de/ausland/impfungen-coronavirus-usa-101.html
Dennoch kommt das Impfangebot bei den Risikogruppen der Bevölkerung, die insgesamt höchsten Todesraten haben, wie Latinos und Farbigen, gar nicht nachhaltig an. Nur weil sie schneller sind, machen sie es nicht unbedingt besser...
GelbeKlamotten
14.03.2021, 11:56
Ich würde den Impfkampagnenerfolg schon in erster Linie an der Gesamtzahl der Geimpften festmachen und nicht daran, ob jetzt gleichmäßig alle Arten von Minderheiten geimpft werden.
Ist ja logisch, dass man im Rahmen der Impfkampagne nicht einfach so alle anderen sozialpolitischen Probleme aus der Welt schaffen kann. Unter den Schwarzen dürfte die Skepsis gegenüber Impfungen in den USA wesentlich größer sein als im Bevölkerungsdurchschnitt. Und mehr als Impfungen für jeden anbieten, der sie will, kann die Regierung kaum tun.
Wenn dort wirklich ab 1. Mai jeder geimpft werden kann, dann haben sie das auf jeden fall besser gemacht als wir. Spannend wird dann, was dort weiter passiert, wenn alle die es wollen geimpft sind. Wenn dann der Lockdown-Wahnsinn einfach weitergeht, dann ist es letztlich auch egal, ob man 3 monate schneller war beim Impfen oder nicht.
Teilimpfung: Deutschland 7,3%, USA 20,7%.
Vollständig geimpft: Deutschland 3,3%, USA 11,1%.
Aber mit genug Ideologie kann man natürlich alles schlechtreden.
Von der 65+-Bevölkerung wurden in den USA übrigens schon 34,4% vollständig geimpft, und bereits 62,8% haben eine Teilimpfung bekommen. Bei dem Tempo wird die Diskriminierungsstory nicht mehr lange haltbar sein ;-)
ehem-user-02-08-2021-1033
14.03.2021, 12:29
*falsch Zitiert* gelöscht
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