Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hohe Dienstbelastung Radiologie, alternative Berufswahl?



Seiten : 1 2 [3]

Endoplasmatisches Reticulum
22.06.2021, 09:22
Ich bin kein Radiologe, aber das ist doch nicht unüblich. Eine plötzliche Schwangerschaft, ein Langzeitkranker (dessen Ersatz bei zweiwöchiger Folgekrankmeldung über Monate "demnächst" genehmigt wird), eine Kündigung. Schon läuft man zig Stellen im Minus, drei Leute halten das Dienstsystem aufrecht und niemand, der bei Verstand ist, heuert unter den Bedingungen freiwillig neu an. Das heißt Neuzugänge sind vor allem Leute ohne Perspektive oder Alternative (Hello Großstadt, my old friend). Sonst bleibt als Ausweg nur Zeitarbeit, die teuer ist und nur bedingt hilft, weil die Dienste längst für Regelarbeit des Tages ausmodelliert wurden ... schon dreht sich die Abwärtsspirale eines Spiels, das bewusst redundanzfrei läuft.

Abiturient2010
22.06.2021, 13:16
Würde dir gerne eine PN schreiben falls das ok wäre. Bin an einem fachlichen Austausch interessiert :)

Klar, gerne doch, dafür ist das Forum ja da!

Und zur Klarstellung: es handelte sich bei den bis zu 10x 24er Diensten um einen Maximalversorger mit entsprechend auch durchzechten Nächten (Bereitschaftsdienst war das definitiv nur auf dem Papier).

Tatsächlich waren wir seinerzeit planmäßig 6 dienstfähige Assistenten von denen je einer durch Krankheit, Schwangerschaft und Kündigung (wen wundert's) weggefallen ist.

ehem-user-25-04-2022-1131
22.06.2021, 17:52
Klar, gerne doch, dafür ist das Forum ja da!

Sehr schön , freut mich :) könntest du mir evtl eine PN senden ? Bei mir klappts irgendwie nicht :O

alex1
26.06.2021, 13:03
@ Zilia: Danke für deine Antwort. Habe den Katalog für Strahlentherapie schon studiert. Ein Jahr Klinik wäre für mich ok. Nuklearmedizin ist leider nicht so mein Fall. Mag die Schnittbildgebung und dachte das Radioonkologie (mehr Patientenkontakt) eine gute Alternative sein könnte. Allerdings habe ich nur wenig persönliche Erfahrungen in dieser Diszplin gemacht. Werde vlt eine Hospitation anstreben.

Das ist sicherlich eine sehr gute Idee. Mit Schnittbildgebung wirst du in der Strahlentherapie genug zu tun haben! Einfach hospitieren, dann siehst du wie es läuft. Nicht in allen Kliniken gibt's übrigens Bereitschaftsdienste in der Strahlentherapie, es gibt durchaus auch Kliniken die z.B. entweder sehr viele AssistenInnen haben, so dass man vielleicht 1x im Monat nur Dienst hat oder Kliniken, die ihre Betten an die Internisten abgegeben haben.

freak1
26.06.2021, 14:01
Was soll das für eine Strahlentherapie sein, die > 30 Assistenten beschäftigt? Die Charité hat mit zwei Standorten und separatem MVZ gerade mal 15 Stück davon (Stellenschlüssel lt. Homepage: 1 CA, 12 OÄ, 8 FÄ und 15 AÄ) und ich vermute einfach mal stark, dass die Klinik dort, wie in fast allen Fächer, mit die größte Abteilung in Deutschland hat.

anignu
26.06.2021, 15:28
dass die Klinik dort, wie in fast allen Fächer, mit die größte Abteilung in Deutschland hat.
Aber auch wirklich nur fast. Es gibt Fächer in denen die Charité einfach mal völlig unterrepräsentiert und unwichtig ist und Fächer die einfach in Abteilungen in der Charité mitgemacht werden so nebenbei, woanders jedoch eigenständige sehr große Abteilungen sind...
Bzgl. der Strahlentherapie kann dies gut sein.
Was es auch gibt: dass sich Strahlentherapie die Dienste mit anderen Fachrichtungen teilt und damit auf weniger Dienste kommt.