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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : US Abschluss Medizin- Chancen auf Stellen in der Chirurgie in D?



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cartablanca
14.11.2021, 11:00
Ich würde mir das gut überlegen. Ich kenne zwei Neurochirurgen, einer verdient 700.000 dollar, der andere 850.000 dollar. Der Geringverdiener ist ein Hausarzt der fast 300.000 dollar verdient. So ein Niveau erreichst du hier nur in der Selbstständigkeit und dann hast du die hohen Abgaben, sodass du netto immer weniger verdienen wirst hier.

Sorry wenn das jetzt OT ist, aber wieviel Steuern und Sozialabgaben zahl man so als Hausarzt in den USA? Ich hab gelesen, dass das ein einjähriges Internship vorraus setzt?

Gawande
14.11.2021, 11:21
Sorry wenn das jetzt OT ist, aber wieviel Steuern und Sozialabgaben zahl man so als Hausarzt in den USA? Ich hab gelesen, dass das ein einjähriges Internship vorraus setzt?
Wenn du Hausarzt werden möchtest dauert die Ausbildung insgesamt nur 3 Jahre, und man fängt direkt nach dem Abschluss an. Dafür braucht man kein Internship. Das mit den Sozialausgaben hängt vom Staat ab. In Texas zB zahlst du keine state tax, nur federal und die liegt glaub irgendwo zwischen 10-40%, je nachdem. Wie genau das dann in der Selbständigkeit aussieht weiss ich leider nicht.

Croin
20.11.2021, 01:13
Tuh dir bloß nicht Deutschland an. Ich habe selber Medizin studiert und habe einfach keine Lust als Arzt für Wechselgeld zu arbeiten.
Deutschland ist leider ein Niedriglohnland. Du hast die STEPS gemacht, die waren hart genug.
Bleib da wo du bist und du kannst ein normales Gehalt später erwaten.
Außer es sind sehr wichtige persönliche Gründe, sonst bleib bloß weg hier, es wartet nur Armut auf dich als Arzt in D.

][truba][
20.11.2021, 06:51
Das ist natürlich absoluter Quatsch. Wer das deutsche Gehalt als Armut definiert, hat vermutlich noch nie ernsthaft über seinen Tellerrand geschaut oder ist mit dem goldenen Löffel im Mund geboren.

Würde dir allerdings auch von Deutschland abraten. Die Arbeitsbedingungen sind schlecht und du bist der Depp für alles. Es gibt keine strukturierte Ausbildung und die Stimmung in den Teams ist auch sehr oft schlecht.

roxolana
20.11.2021, 07:39
Naja, in den USA sind die Arbeitsbedingungen noch schlimmer.

Bluej
20.11.2021, 08:07
Ich kann dir nur raten in den USA zu bleiben, wenn mein Studium noch nicht so weit fortgeschritten wäre, würde ich auch noch die Steps machen. Ich habe auch einige bekannte Ärzte in den USA, die ca. 600k Dollar verdienen (Radiologe und Onkologe). Dazu kommen noch die deutlich niedrigen Steuern und Lebenserhaltungskosten (abseits der Megacities, Energiekosten). Im sozialistischen Deutschland sehe ich schwarz für die Leistungsträger durch Parolen wie etwa der sozialen Gerechtigkeit (früher genannt Neid) versucht man immer höhere Steuern und Einheitslöhne durchzusetzen. Falls du nach Europa möchtest kann ich dir noch die Schweiz empfehlen, wobei ich hier keine Ahnung von der Anerkennung habe.

tehs89
22.11.2021, 05:55
Also wenn du im Raum HD/Ma arbeiten möchtest, kann ich dir nur vom Uniklinikum Mannheim abraten. Ich kenne niemand, der dort arbeitet und glücklich ist. Überstunden werden nicht ausbezahlt, man bekommt nur Freizeitausgleich, welchen man dann im Endeffekt nicht bekommt und somit verfallen die Stunden.
Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen, eine Stelle in der Chirurgie wirst du hier locker hinterhergeworfen bekommen, auch an einer Uni. Radio bekommst du 100% ig auch was.
Würde an deiner Stelle aber gut überlegen ob du nicht in den USA bleibst.
Alles Gute für dich, ich drück dir die Daumen, was auch immer dann deine Entscheidung ist :-winky!

MT_11
22.11.2021, 14:43
Du solltest definitiv erstmal beim zuständigen LPA die Vorraussetzungen für die Approbation anfragen. Eine stelle zu bekommen sollte kein Problem für dich werden.

Darf ich fragen warum du lieber zurück nach Deutschland möchtest?

Ich finde viele die geantwortet haben übertreiben ein wenig. In den USA ist auch nicht alles Gold was glänzt. Klar, man verdient irgendwann mal viel mehr aber zu bedenken sind auch die höheren Lebenskosten und die höhere Arbeitsbelastung. Während der FA Ausbildung sind die Gehälter außerdem auch eher geringer als in DE und man muss natürlich auch mit der Kultur und dem Gesundheitssystem der USA klarkommen.

Leucovorin
22.11.2021, 17:51
Ich kann dir nur raten in den USA zu bleiben, wenn mein Studium noch nicht so weit fortgeschritten wäre, würde ich auch noch die Steps machen. Ich habe auch einige bekannte Ärzte in den USA, die ca. 600k Dollar verdienen (Radiologe und Onkologe). Dazu kommen noch die deutlich niedrigen Steuern und Lebenserhaltungskosten (abseits der Megacities, Energiekosten). Im sozialistischen Deutschland sehe ich schwarz für die Leistungsträger durch Parolen wie etwa der sozialen Gerechtigkeit (früher genannt Neid) versucht man immer höhere Steuern und Einheitslöhne durchzusetzen. Falls du nach Europa möchtest kann ich dir noch die Schweiz empfehlen, wobei ich hier keine Ahnung von der Anerkennung habe.

Na das kann ich so als stiller Leser nicht stehen lassen. Sorry, ist ein bisschen landestypisch diese Meckerei.

Er möchte Chirurgie machen. Die US-80h Woche (mindestens, eher mehr) schreckt ihn ab. Wäre auch nicht meins. Was bringt mir all das Geld der Welt, wenn ich unglücklich 80h Woche im Job bin?:-winky
Außerdem hat man in den USA auch noch deutlich weniger Urlaub.

Steuern sind tatsächlich dort niedriger. Dafür hast du dann aber auch wirklich krasse Gegensätze "Arm vs. Reich", die du bei jedem Besuch im Stadtzentrum direkt vor deiner Nase dir anschauen darfst. Gesundheit für jedermann gibt's da nicht. Eine Geschmacksfrage. Sozialismus gab's in der DDR. Ostblocksozialismus findest du doch nirgends mehr außer Nordkorea als Extrembeispiel. Deutschland als sozialistisch darzustellen ist diffamierend und unpassend. Als fertiger Facharzt (mit Option Chefarzt, Oberarzt, Praxisinhaber) hast du sicher keinen "Einheitslohn" , der sich international verstecken muss.
Außerdem hat man in Deutschland den Vorteil relativ einfach Allgemeinmediziner zu werden.

Typischer Fall: FA für Chirurgie geworden, auf die Dauer ist es aber doch nix mit Diensten im Krankenhaus, der Chef hat keine OA-Stelle, örtlich gebunden. -->Wechsel zur Allgemeinmedizin (2 Jahre+80h Psychosomatik GRundversorgung als verkürzte Weiterbildung)

Die beschauliche Schweiz ist eine Option, wer's mag. Die Lebenshaltungskosten von Dortmund oder Düsseldorf findest du dort allerdings nicht.

Nochmal zur Ursprungsfrage: ja du findest sehr einfach einen Job in der Chirurgie hierzulande.

Leucovorin
25.11.2021, 00:08
Ich kann dir nur raten in den USA zu bleiben

ich möchte dieses Video dazu teilen: https://www.youtube.com/watch?v=EBklyksgbco
Ein für alle Bürger zugängliches Gesundheitswesen ist eine Form von Kommunis/Sozialismus, den sich niemand leisten kann...na klar. Das Baby halten nach der Geburt Skin/Skin: 39$...okay

Bis auf die hohen Gehälter für Fachärzte wirkt es abschreckend. In jungen Jahren verdient man gut, und im Alter gibt man es dann für die überteuerte Medizin aus.:-nix

Zaiga
26.11.2021, 00:29
Na das kann ich so als stiller Leser nicht stehen lassen. Sorry, ist ein bisschen landestypisch diese Meckerei.

Er möchte Chirurgie machen. Die US-80h Woche (mindestens, eher mehr) schreckt ihn ab. Wäre auch nicht meins. Was bringt mir all das Geld der Welt, wenn ich unglücklich 80h Woche im Job bin?:-winky
Außerdem hat man in den USA auch noch deutlich weniger Urlaub.

Steuern sind tatsächlich dort niedriger. Dafür hast du dann aber auch wirklich krasse Gegensätze "Arm vs. Reich", die du bei jedem Besuch im Stadtzentrum direkt vor deiner Nase dir anschauen darfst. Gesundheit für jedermann gibt's da nicht. Eine Geschmacksfrage. Sozialismus gab's in der DDR. Ostblocksozialismus findest du doch nirgends mehr außer Nordkorea als Extrembeispiel. Deutschland als sozialistisch darzustellen ist diffamierend und unpassend. Als fertiger Facharzt (mit Option Chefarzt, Oberarzt, Praxisinhaber) hast du sicher keinen "Einheitslohn" , der sich international verstecken muss.
Außerdem hat man in Deutschland den Vorteil relativ einfach Allgemeinmediziner zu werden.

Typischer Fall: FA für Chirurgie geworden, auf die Dauer ist es aber doch nix mit Diensten im Krankenhaus, der Chef hat keine OA-Stelle, örtlich gebunden. -->Wechsel zur Allgemeinmedizin (2 Jahre+80h Psychosomatik GRundversorgung als verkürzte Weiterbildung)

Die beschauliche Schweiz ist eine Option, wer's mag. Die Lebenshaltungskosten von Dortmund oder Düsseldorf findest du dort allerdings nicht.

Nochmal zur Ursprungsfrage: ja du findest sehr einfach einen Job in der Chirurgie hierzulande.


Ein Land ohne breite "Einkommensverteilung" ist für die unteren ein Vorteil und für die hart Arbeitenden ein Nachteil.
In Deutschland verdient ein Arzt vlt. das 1,6-2,2 Fache (netto) einer Bäckereifachverkäuferin.
In anderen Ländern kann der Unterschied locker das 10-20 Fache betragen.

Daraus resultiert, dass für die hart arbeitende Schicht die Dienstleitungen deutlich "günstiger" sind und man sich auch ein viel breiteres Spektrum an Dienstleistungen/materiellen Objekten leisten kann.

Der Einheitslohn in Deutschland ist nicht weit weg von der Sowietunion, dort waren die Löhne ähnlich verteilt.

Zaiga
26.11.2021, 00:30
Na das kann ich so als stiller Leser nicht stehen lassen. Sorry, ist ein bisschen landestypisch diese Meckerei.

Er möchte Chirurgie machen. Die US-80h Woche (mindestens, eher mehr) schreckt ihn ab. Wäre auch nicht meins. Was bringt mir all das Geld der Welt, wenn ich unglücklich 80h Woche im Job bin?:-winky
Außerdem hat man in den USA auch noch deutlich weniger Urlaub.

Steuern sind tatsächlich dort niedriger. Dafür hast du dann aber auch wirklich krasse Gegensätze "Arm vs. Reich", die du bei jedem Besuch im Stadtzentrum direkt vor deiner Nase dir anschauen darfst. Gesundheit für jedermann gibt's da nicht. Eine Geschmacksfrage. Sozialismus gab's in der DDR. Ostblocksozialismus findest du doch nirgends mehr außer Nordkorea als Extrembeispiel. Deutschland als sozialistisch darzustellen ist diffamierend und unpassend. Als fertiger Facharzt (mit Option Chefarzt, Oberarzt, Praxisinhaber) hast du sicher keinen "Einheitslohn" , der sich international verstecken muss.
Außerdem hat man in Deutschland den Vorteil relativ einfach Allgemeinmediziner zu werden.

Typischer Fall: FA für Chirurgie geworden, auf die Dauer ist es aber doch nix mit Diensten im Krankenhaus, der Chef hat keine OA-Stelle, örtlich gebunden. -->Wechsel zur Allgemeinmedizin (2 Jahre+80h Psychosomatik GRundversorgung als verkürzte Weiterbildung)

Die beschauliche Schweiz ist eine Option, wer's mag. Die Lebenshaltungskosten von Dortmund oder Düsseldorf findest du dort allerdings nicht.

Nochmal zur Ursprungsfrage: ja du findest sehr einfach einen Job in der Chirurgie hierzulande.


Ein Land ohne breite "Einkommensverteilung" ist für die unteren ein Vorteil und für die hart Arbeitenden ein Nachteil.
In Deutschland verdient ein Arzt vlt. das 1,6-2,2 Fache (netto) einer Bäckereifachverkäuferin.
In anderen Ländern kann der Unterschied locker das 10-20 Fache betragen.

Daraus resultiert, dass für die hart arbeitende Schicht die Dienstleitungen deutlich "günstiger" sind und man sich auch ein viel breiteres Spektrum an Dienstleistungen/materiellen Objekten leisten kann.

Der Einheitslohn in Deutschland ist nicht weit weg von der Sowietunion, dort waren die Löhne ähnlich verteilt.

hebdo
26.11.2021, 12:51
Ein Land ohne breite "Einkommensverteilung" ist für die unteren ein Vorteil und für die hart Arbeitenden ein Nachteil.
In Deutschland verdient ein Arzt vlt. das 1,6-2,2 Fache (netto) einer Bäckereifachverkäuferin.
In anderen Ländern kann der Unterschied locker das 10-20 Fache betragen.

Daraus resultiert, dass für die hart arbeitende Schicht die Dienstleitungen deutlich "günstiger" sind und man sich auch ein viel breiteres Spektrum an Dienstleistungen/materiellen Objekten leisten kann.

Der Einheitslohn in Deutschland ist nicht weit weg von der Sowietunion, dort waren die Löhne ähnlich verteilt.

Das stimmt, mich regen auch diese faulen unteren X-Prozent der Einkommensverteilung dermaßen auf.

Das sehe ich auch an unserer Haushaltshilfe, die mit ihren 10 Putzstellen eine 5 köpfige Familie inkl. behindertem Ehemann durchbringt und noch ihre Familie im Maghreb unterstützt. Würde ich endlich 10mal so viel wie diese Bäckereifachverkäuferinnen verdienen, könnte ich mir auch drei Haushaltshilfen leisten und die Welt besser machen.

Pah, Bäckereifachverkäuferinnen, schon allein dass die Berufsbezeichnung länger als meine ist, bringt mich richtig in Rage

Zaiga
26.11.2021, 17:38
Das stimmt, mich regen auch diese faulen unteren X-Prozent der Einkommensverteilung dermaßen auf.

Das sehe ich auch an unserer Haushaltshilfe, die mit ihren 10 Putzstellen eine 5 köpfige Familie inkl. behindertem Ehemann durchbringt und noch ihre Familie im Maghreb unterstützt. Würde ich endlich 10mal so viel wie diese Bäckereifachverkäuferinnen verdienen, könnte ich mir auch drei Haushaltshilfen leisten und die Welt besser machen.

Pah, Bäckereifachverkäuferinnen, schon allein dass die Berufsbezeichnung länger als meine ist, bringt mich richtig in Rage

Bitte versteht mich nicht falsch, dass hat nichts damit zutun das Menschen hart arbeiten und für die Famlie sorgen.
Erstens wäre die Frage, wieso überhaupt jemand aus Maghreb in Deutschland ist, auf welcher rechtlichen Grundlage?

Das und viele weitere Faktoren sorgen in Deutschland dafür dass wir einen Einheitslohn in der Einkommensverteilung haben.
Es gibt kein streben nach höherem Einkommen, die Bevölkerung wählt Sozialisten und Klimaspinner.
Deswegen sollte man sich nicht wundern, wenn man sich in einem Land wiederfindet in dem man für 10€ die Stunde als Arzt malocht.

Feuerblick
26.11.2021, 20:01
Ah, so langsam wird klar, wes Geistes Kind hier am Werk ist.

cartablanca
26.11.2021, 20:02
Das stimmt, mich regen auch diese faulen unteren X-Prozent der Einkommensverteilung dermaßen auf.

Das sehe ich auch an unserer Haushaltshilfe, die mit ihren 10 Putzstellen eine 5 köpfige Familie inkl. behindertem Ehemann durchbringt und noch ihre Familie im Maghreb unterstützt. Würde ich endlich 10mal so viel wie diese Bäckereifachverkäuferinnen verdienen, könnte ich mir auch drei Haushaltshilfen leisten und die Welt besser machen.

Pah, Bäckereifachverkäuferinnen, schon allein dass die Berufsbezeichnung länger als meine ist, bringt mich richtig in Rage

Arbeitet die Putzfrau eigentlich 24 Stunden durch? Oder sonst irgendwer in diesem Land außer dem Klinikarzt? Wie kommt es, dass die Putzfrau überhaupt im Schnitt 7 Kinder hat während ein Viertel der Ärztinnen kinderlos bleibt? Hängt das vielleicht damit zusammen, dass die Ärztinnen 24 Stunden Dienste schieben und 70 Stunden Wochen? Wieviel Stunden pro Woche arbeitet eigentlich die Putzfrau? Gibt es vielleicht auch Ärzte, die ihre Familie im Maghreb unterstützen oder tun das nur Putzfrauen? Haben nur Putzfrauen behinderte Angehörige? Was ist eigentlich angenehmer: einen Darm voller Scheiße zu eröffnen oder ein Klo zu putzen? Was ist anstrengender: sieben Stunden am Stück im OP zu stehen oder auf der Baustelle zu arbeiten?
Wie gut, dass es Leute wie Hebdo gibt, die uns tagtäglich daran erinnern uns für die Privilegien des Arzt Daseins zu schämen.
Ich fühle mich rein finanziell betrachtet auch fast auf einer Stufe mit Steve Jobs.

hebdo
26.11.2021, 21:29
Arbeitet die Putzfrau eigentlich 24 Stunden durch? Oder sonst irgendwer in diesem Land außer dem Klinikarzt? Wie kommt es, dass die Putzfrau überhaupt im Schnitt 7 Kinder hat während ein Viertel der Ärztinnen kinderlos bleibt? Hängt das vielleicht damit zusammen, dass die Ärztinnen 24 Stunden Dienste schieben und 70 Stunden Wochen? Wieviel Stunden pro Woche arbeitet eigentlich die Putzfrau? Gibt es vielleicht auch Ärzte, die ihre Familie im Maghreb unterstützen oder tun das nur Putzfrauen? Haben nur Putzfrauen behinderte Angehörige? Was ist eigentlich angenehmer: einen Darm voller Scheiße zu eröffnen oder ein Klo zu putzen? Was ist anstrengender: sieben Stunden am Stück im OP zu stehen oder auf der Baustelle zu arbeiten?
Wie gut, dass es Leute wie Hebdo gibt, die uns tagtäglich daran erinnern uns für die Privilegien des Arzt Daseins zu schämen.
Ich fühle mich rein finanziell betrachtet auch fast auf einer Stufe mit Steve Jobs.

Ach, ich muss immer wieder schauen ob ich mit dir diese Psycho-Konversation per PN hatte …. Da hast du schon bewiesen, dass du den ultimativen Durchblick hast.

cartablanca
26.11.2021, 22:20
Und wie lang dauert es eigentlich noch bis du den Albert-Schweitzer Orden zusammen mit dem Nobelpreis für Medizin erhältst bei deinen außergewöhnlichen moralischen und intellektuellen Eigenschaften?

Leucovorin
26.11.2021, 22:38
In Deutschland verdient ein Arzt vlt. das 1,6-2,2 Fache (netto) einer Bäckereifachverkäuferin.
Der Einheitslohn in Deutschland ist nicht weit weg von der Sowietunion, dort waren die Löhne ähnlich verteilt.

Also erstmal vergleicht man Bruttolöhne. Ehe, Krankenkasse, Versorgungswerk, Werbungskosten.Das ist bei jedem anders. Die Bäckereifachverkäuferin verdient ca. +-2000€ Brutto im Monat. Fachärzte kommen da auf das 5-Fache oder mehr. Sorry, als Assi hast du nicht das Top-Gehalt. Darum geht es auch nicht in der Ausbildung. Schau da nicht zu sehr aufs Geld, sondern darauf, dass du wirklich Skills erlernst. Mach Fortbildungen, lern was und geh zur Prüfung nach 5 Jahren idealerweise!

Hast du die Einheit noch mitbekommen? Mit dem zunehmend löchrigen eisernen Vorhang Ende der 80er strömten die Kollegen in den Westen damals, hätte ich auch gemacht. Somit der Vergleich zu sozialistischen Ländern obsolet.

Aber klar, ich finde die Löhne in den USA auch verlockend, nur USMLE und nochmal Ausbildung hätte ich keinen Bock drauf. Bin zu alt dafür.

Leucovorin
26.11.2021, 22:48
Arbeitet die Putzfrau eigentlich 24 Stunden durch? Oder sonst irgendwer in diesem Land außer dem Klinikarzt? Wie kommt es, dass die Putzfrau überhaupt im Schnitt 7 Kinder hat während ein Viertel der Ärztinnen kinderlos bleibt? Hängt das vielleicht damit zusammen, dass die Ärztinnen 24 Stunden Dienste schieben und 70 Stunden Wochen? Wieviel Stunden pro Woche arbeitet eigentlich die Putzfrau? Gibt es vielleicht auch Ärzte, die ihre Familie im Maghreb unterstützen oder tun das nur Putzfrauen? Haben nur Putzfrauen behinderte Angehörige?
(...)
Ich fühle mich rein finanziell betrachtet auch fast auf einer Stufe mit Steve Jobs.

Assistenzarzt im Krankenhaus ist wirklich "nicht der beste" Job. Ich bin da auch für Verbesserungen und fand meine Zeit damals im KRankenhaus echt hart, ich war oft davor aufzugeben. Ich denke das Thema "Schlechte Arbeitsbedingungen für Assistenzärzte" ist kommt immer wieder auf, aber so wirklich interessiert es dann doch niemand. Einzige Wermutstropfen: In den USA ist es noch schlimmer:-keks