Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Opt Out Regelung, Details
Endoplasmatisches Reticulum
18.12.2021, 15:24
Kaum. Tatsächlich vor allem 80%-Stelle in einer Abteilung mit fairer Dienstvergabe. Dann hast du eine realistische Chance bei 40-45 h pro Woche zu landen. Dafür verlängert sich die Ausbildung, du wirst vermutlich massiv in der Weiterbildung benachteiligt und je nach Kollegium wird von dir erwartet werden, immer den Joker zu spielen.
Bonnerin
18.12.2021, 15:31
Ein Opt-Out vorgelegt bekommen ist in der Klinik die Regel. Ich habs damals aber einfach nicht unterschrieben, weil ich die bloße Existenz dieses Zettels für eine absolute Frechheit halte. Ärger oder Drohungen deshalb gab es nie. Die Unterschriftenrate in der Abteilung lag bei so 55-60%.
Doch, natürlich geht das. Faire Arbeitgeber akzeptieren es, wenn du das Opt-out nicht unterschreibst. Dann wirst du halt nicht zu so vielen Dienste eingeteilt. Und faire Arbeitgeber achten auch darauf, dass nicht zu viele Überstunden anfallen. Ich hatte bisher drei Arbeitgeber dieser Art, aus denen ich nahezu ohne Überstunden rausgekommen bin, nur durch die Bereitschaftszeiten lag ich im Opt-out-Bereich.
Dann gibt es also so gut wie keine Möglichkeit weniger als 60+ Stunden in der Woche Vollzeit im KH zu arbeiten?
Naja, Opt Out heißt nicht, dass man jeden Wochen 60 Stunden arbeiten muss.
Ich habe auch Opt Out unterschrieben. In den letzten zwei Monaten habe ich im Schnitt um 40 h/Woche gearbeitet.
Ich hatte einzelne Wochen, in denen ich 58 bzw. 57 Stunde da war weil eben inkl. Wochenende gearbeitet. Dafür war ich in den anderen Wochen halt weniger da und komme auf rund 35 h/Woche. Überstunden mache ich im Prinzip keine (bzw. gehe öfter früher nach Haus als dass ich länger bleibe), was sicher ein Vorteil von Schichtdienst ist.
Hab gerade auch mal den Dienstplan meiner eigentlichen Abteilung (kein Schichtdienst) durchgeschaut: die meisten machen 2 Dienst plus einmal Wochenendvisite, wenige machen 3 Dienste (aber keine Wochenendevisite). Von denen die Vollzeit in der Abteilung arbeiten, ist keiner mit > 50 Stunden/Woche geplant. Und auf die kommt man auch nur, wenn man die Wochenendvisite machen muss. Ich selbst bin ab Januar mit 50 % in dieser Abteilung und habe im Januar einen Dienst plus einmal Wochenendvisite. Im Februar gar keinen Dienst und einen Samstag Visitendienst (6 Stunden).
][truba][
18.12.2021, 16:12
Ich hatte 3 Arbeitgeber (1 x ACH/VCH und 2 x Uro). ACH/VCH (Abteilung 70 Betten und bis auf Transplantation das gesamte Spektrum): ein paar Überstunden aber nicht mehr als maximal 3-5/Woche,
Uro1 (großes Spektrum, keine Transplantation, ca. 60-70 Betten): ca. 3 Überstunden an normalen Arbeitstagen bishin zu Diensten die auch mal 28h dauerten... absolute Katastrophe. Übrigens habe ich das optout nicht unterschrieben und es hat keinen Unterschied gemacht
Uro2 (kleine Abteilung mit ca. 30 Betten): Überstunden max 3-5 Woche, meistens aber keine
Es gibt auch Kliniken mit (fast) normalen Arbeitszeiten aber es hängt eben von Haus, Abteilung und "Leitung" ab.
Ich hab kein opt-out unterschrieben, aber arbeite trotzdem regelmäßig 65h die Woche. Unter 50h die Woche gehe ich eigentlich nie nach Hause. Traurig aber wahr.
ehem-user-23-12-2021-1346
18.12.2021, 17:54
65 Stunden klingen für mich nach unglaublich viel. Was nie und truba schreiben klingt akzeptabel. Ich habe mit einem chronischen. Leiden aus dem HNO-Bereich zu kämpfen. Zu Studienbeginn war das nicht vorhanden und ich habe das ganze deutlich lockerer gesehen, was die Arbeitsbedingungen angeht. Ich habe mir gedacht, so schlimm wird es schon nicht kommen, die Medizin wird weiblicher, die Bedeutung Work-Life-Balence steigt, der Nachwuchs ist meist nicht konservativ etc. Einen Freibrief für regelmässige 58 Stunden-Wochen würde ich nur sehr ungern unterschreiben. Ich möchte auch nicht aufgrund turn-out in der Berufsunfähigkeit landen. Viele Dinge waren mir - naiv wie ich war- nicht in ihrer ganzen Tragweite bewusst. Dachte, es hätte sich etwas gebessert (Corona lasse ich mal außen vor). 4 Dienste sind für mich auch ok. Aber ich wollte nicht täglich 3 ÜS machen. Da würde ich auch irgendwann Fehler machen.
Macht glaube ich auch einen Unterschied, ob das Gewerbeaufsichtsamt schonmal da war und bei Verstößen Bußgelder gegen den Chef persönlich verhängt hat. Das führt schnell zu einem sehr großen Interesse des CA die Arbeitszeitgesetze einzuhalten. ;)
Opt-Out bezieht sich eigentlich nur auf die 58h mit Diensten, Regelarbeitszeit sind trotzdem die 42h aus dem Tarifvertrag.
DanBlack
18.12.2021, 18:20
Ich hab letzte Woche meinen AV bekommen, direkt mit Opt-Out Zettel als Anlage, was meines Wissens nach nicht rechtens ist. Sei es drum. Ich werde den auch nicht unterschreiben. Epressung mit Nachteilen ist nicht nur illegal sondern auch unnötig. Es gibt so viel offene Stellen, dann gehe ich halt an einen anderen Standort.
Ich hab allerdings bislang keine Gelegenheit gehabt, mit den anderen WA darüber zu sprechen, mal sehen wie die das so händeln.
zukoffski
19.12.2021, 13:58
Ich bin mir zu 99 Prozent sicher um welche Stadt bzw. um welches Krankenhaus es sich handelt in dem der FS arbeitet.
Ich habe auch in dieser Stadt studiert, ist zwar schon einige Jahre her, und kann daher die geschilderte Situation vom FS voll und ganz nachvollziehen. Die Situation in dieser Stadt ist insofern einzigartig, dass in dieser Region alles auf diese Stadt konzentriert ist, das Umland ist eher strukturschwach und es finden sich hier nur kleine Krankenhäuser mit mir unbekannten Arbeitsbedingungen.
Du weißt genau wo ich bin, ansonsten wäre alles weitere ein enormer Zufall :D
Das Problem ist wie gesagt, dass ich tatsächlich an diese Stadt gebunden bin und eigentlich gerne Internist oder Allgemeinmediziner werden würde. Für Allgemeinmedizin hat man Wartezeiten von 2-3 Jahren. In der Neurologie hatte ich eine Famulatur gemacht, dort ist die Stimmung auch im Eimer und Psychiatrie ist leider so gar nicht meins. Ergo hab ich nicht wirklich eine Wahl... aber das ist ein anderes Problem.
Da hier mehrere gefragt habe, was ich denn den ganzen Tag so tue:
Mein Arbeitstag fängt schon vor 8 an, da die Visite durch den Chef zwischen 08:00 - 11 Uhr stattfindet und sich meistens über 2-3 Stunden zieht. Dafür müssen aber alle aktuellen Befunde, Bilder und sonst was ausgedruckt vorliegen. Das braucht entsprechend 15-20 min Vorlaufzeit.
Außerdem ist die Visite ziemlich zerrissen, da zwischendurch ständig dinge "sofort" erledigt werden müssen, oder der Chef für 20 Min von der Station verschwindet und dann wieder auftaucht. In der Zwischenzeit kann man aber auch nicht all zu viel erledigen. Ergo ist die Visite erst Mittag beendet.
Anschließend machen wir dann kleinere Eingriffe/Interventionen/Transfusionen auf Station, um die Patienten auf die später anstehenden Untersuchungen vorzubereiten. Dann stehen noch die Mittagsbesprechung und Mittagessen an, erst am späteren Nachmittag kommt man wirklich dazu, Briefe zu schreiben, Patienten aufzunehmen oder zu entlassen, Dinge anzumelden usw usw. Das geht - wenn wirklich gar nichts dazwischen kommt bis ca. 18:30.
Meistens kommt nur eben was dazwischen, da ein Patient ins Tumorboard muss (ca. 1-1,5 h Zeitaufwand), ein Patient wird schlecht, es gibt eine zweite Visite, Patienten wollen ausgiebig Befunde besprechen, Angehörigengespräche und und und. Dadurch wird es dann locker 20:00 oder eben noch später.
Wir sind zu zweit und mein Kollege ist schon seit ca. einem halben Jahr dort. Alleine wäre ich vollkommen aufgeschmissen und würde wohl wie manch anderer erst gegen 23:00 nach Hause gehen.
Fazit: Von den 8,5 Stunden regulärer Arbeitszeit entfallen im Schnitt 3 h auf die Chefvisite, 1 h auf die Mittagsbesprechung und ca. 30 min auf Boards/Konsile oder ähnliches. Für die reine Stationsarbeit sind demensprechend nur noch 4 Stunden übrig, was leider nicht mal ansatzweise reicht.
Ich weiß jedenfalls nicht, was ich jetzt tun soll. Ich glaube nicht, dass ich rein körperlich in der Lage bin zu diesen Zeiten noch 24 Stundendienste und Visitendienste über längere Zeit "dazu" zu machen. Das hiesige Gewerbeaufsichtsamt kümmert sich nicht um Beschwerden gegen Krankenhäuser, da "man ja sonst alle dicht machen müsste".
Die einzige Lösung wäre, meine Beziehung auf eine Fernbeziehung zu ändern und in einer anderen Stadt neu anzufangen, was allerdings ziemlich dämlich wäre da ich gerade erst umgezogen bin.
Es heißt ständig, man könne sich als Arzt die Stellen frei aussuchen. Mag sein, denn alleine in meiner Stadt gibt es über 15 freie Stellen. Aber man hat meiner Meinung nach nur die Wahl aus Pest und Cholera, oder muss sich für ein anderes Fachgebiet entscheiden. Sobald ich meine Pflicht-Klinik-Zeit um habe, werde ich jedenfalls in eine Praxis gehen. Bis dahin muss man irgendwie überleben.
Es heißt ständig, man könne sich als Arzt die Stellen frei aussuchen.
Wenn man ein bisschen örtliche flexibel ist. definitiv. Wenn man zwingend in einer bestimmten Stadt bleiben möchte und es dort nur 1-2x passende Häuser mit dem entsprechenden Fach gibt, hat man halt Pech.
Wie gesagt, du hast die Möglichkeit das ganze anonym zur Anzeige beim Gewerbeaufsichtsamt zu bringen. Im IT-System wird ja genau protokolliert wer wann noch Briefe geschrieben hat und wenn die einmal kommen und genau durchleuchten, bekommt der Chef den Einlauf. Und zwar mit empfindlichen persönlichen Geldstrafen belegt (50k+).
Fliessenleger
19.12.2021, 14:15
Du weißt genau wo ich bin, ansonsten wäre alles weitere ein enormer Zufall :D
Ich hab mit deiner jetzigen Klinik nichts mehr am Hut, aber trotzdem wäre es glaub ich nicht unklug, Angaben zu vermeiden, die deine Klinik verraten könnten.
Ist zwar schon ziemlicher Zufall, dass ich deine Klinik als ehemalige(r) Student(in) haargenau lokalisiert habe, das heißt aber auch, dass es auch wirklich jeder, der auch in deiner Klinik arbeitet und vielleicht dir nicht wohlwollend gesonnt ist aufgrund deiner Aussagen, es auch kann und dir dementsprechend Steine in den Weg legen könnte.
Also am besten auf genaue Zeitangeben oder überhaupt auf Zahlenangaben komplett verzichten, nichts über die genaue Zusammensetzung der Klinikboder Stellenschlüssel oder so schreiben...
zukoffski
19.12.2021, 14:35
Ich hab mit deiner jetzigen Klinik nichts mehr am Hut, aber trotzdem wäre es glaub ich nicht unklug, Angaben zu vermeiden, die deine Klinik verraten könnten.
Ist zwar schon ziemlicher Zufall, dass ich deine Klinik als ehemalige(r) Student(in) haargenau lokalisiert habe, das heißt aber auch, dass es auch wirklich jeder, der auch in deiner Klinik arbeitet und vielleicht dir nicht wohlwollend gesonnt ist aufgrund deiner Aussagen, es auch kann und dir dementsprechend Steine in den Weg legen könnte.
Also am besten auf genaue Zeitangeben oder überhaupt auf Zahlenangaben komplett verzichten, nichts über die genaue Zusammensetzung der Klinikboder Stellenschlüssel oder so schreiben...
Da hast du recht, ich werde meine Beiträge entsprechend verändern... Danke!
Sonic the Hedgehog
19.12.2021, 14:39
Wir bräuchten eigentlich ein Ranking-Portal ähnlich wie PJ-Ranking in denen Ärzte die Arbeitsbedingungen bewerten können...
zukoffski
19.12.2021, 14:42
Wir bräuchten eigentlich ein Ranking-Portal ähnlich wie PJ-Ranking in denen Ärzte die Arbeitsbedingungen bewerten können...
Sowas suche ich auch.. es gibt zwar Ethimedics, aber irgendwie glaube ich nicht dass das viel bringt. Da sind die meisten Krankenhäuser ohne Bewertungen - und mein Krankenhaus hat erstaunlich gute Bewertungen mit falschen Angaben. Also keine Ahnung, wie viel davon der Wahrheit entspricht.
Fliessenleger
19.12.2021, 14:49
Das Problem ist wie gesagt, dass ich tatsächlich an diese Stadt gebunden bin und eigentlich gerne Internist oder Allgemeinmediziner werden würde. Allgemeinmedizin geht nur über diesen Verbund aus einem der anderen beiden Krankenhäusern -und da hat man Wartezeiten von 2-3 Jahren. In der Neurologie habe ich vor 1,5 Jahren eine Famulatur gemacht, dort ist seit der Chef gewechselt die Stimmung auch im Eimer und Psychiatrie ist leider so gar nicht meins. Ergo hab ich nicht wirklich eine Wahl... aber das ist ein anderes Problem.
Da hier mehrere gefragt habe, was ich denn den ganzen Tag so tue:
Mein Arbeitstag fängt schon vor 8 an, da die Visite durch den Chef random zwischen 08:00 - 11 Uhr anfangen kann und sich meistens über 2-3 Stunden zieht. Dafür müssen aber alle Topaktuellen Befunde, Bilder und sonst was ausgedruckt vorliegen, sonst kann man einen Einlauf erwarten. Das braucht entsprechend 15-20 min Vorlaufzeit.
Außerdem ist die Visite ziemlich zerrissen, da zwischendurch ständig dinge "sofort" erledigt werden müssen, oder der Chef für 20 Min von der Station verschwindet und dann wieder auftaucht. In der Zwischenzeit kann man aber auch nicht all zu viel erledigen. Ergo ist die Visite im Schnitt gegen 11:00 Uhr beendet.
Zwischen 11-13 Uhr machen wir dann kleinere Eingriffe/Interventionen/Transfusionen auf Station, um die Patienten auf die später anstehenden Untersuchungen vorzubereiten. Dann gehen wir meistens kurz Mittagessen, von 14-15 Uhr ist dann die große Mittagsbesprechung.. und ab 15:00 fängt dann eigentlich erst der richtige Tag an. Erst ab 15:00 kommt man auch so wirklich dazu, Briefe zu schreiben, Patienten aufzunehmen oder zu entlassen, Dinge anzumelden usw usw. Das geht - wenn wirklich gar nichts dazwischen kommt bis ca. 18:30.
Meistens kommt nur eben was dazwischen, da ein Patient ins Tumorboard muss (was immer erst um 16:30 ist und ca. 1-1,5 h dauert), ein Patient wird schlecht, der Chef kommt zu einer zweiten Visite, Patienten wollen ausgiebig Befunde besprechen und und und. Dadurch wird es dann locker 20:00 oder eben noch später.
Wir sind zu zweit und meine Kollegin ist schon seit ca. einem halben Jahr dort. Ohne ihr wäre ich vollkommen aufgeschmissen und würde wohl wie manch anderer erst gegen 23:00 nach Hause gehen.
Fazit: Von den 8,5 Stunden regulärer Arbeitszeit entfallen im Schnitt 3 h auf die Chefvisite, 1 h auf die Mittagsbesprechung und ca. 30 min auf Boards/Konsile oder ähnliches. Für die reine Stationsarbeit sind demensprechend nur noch 4 Stunden übrig, was leider nicht mal ansatzweise reicht.
Ich weiß jedenfalls nicht, was ich jetzt tun soll. Ich glaube nicht, dass ich rein körperlich in der Lage bin zu diesen Zeiten noch 24 Stundendienste und Visitendienste über längere Zeit "dazu" zu machen. Das hiesige Gewerbeaufsichtsamt kümmert sich nicht um Beschwerden gegen Krankenhäuser, da "man ja sonst alle dicht machen müsste".
Die einzige Lösung wäre, meine Beziehung auf eine Fernbeziehung zu ändern und in einer anderen Stadt neu anzufangen, was allerdings ziemlich dämlich wäre da ich gerade erst umgezogen bin.
Es heißt ständig, man könne sich als Arzt die Stellen frei aussuchen. Mag sein, denn alleine in meiner Stadt gibt es über 15 freie Stellen. Aber man hat meiner Meinung nach nur die Wahl aus Pest und Cholera, oder muss sich für ein anderes Fachgebiet entscheiden. Sobald ich meine Pflicht-Klinik-Zeit um habe, werde ich jedenfalls in eine Praxis gehen. Bis dahin muss man irgendwie überleben.
Da ich die Klinik wie du selber zugibst kenne, würd ich mal folgende Sachen aus eigener Erfahrung und von befreundeten Komillitonen als gegeben erachten:
- Das Arbeitspensum dort ist an sich schon astronomisch, sowas hab ich in meiner weiteren Laufbahn eigentlich nie wieder erlebt. Selbst als extrem schnell arbeitender Altassistent mit stringenter Planung und hoher Effizienz ist dies praktisch nicht möglich die Arbeit in der Regelarbeitszeit zu bewältigen oder nur mit 1-2 Überstunden pro Tag, daher sind hier Ratschläge wie schneller arbeiten/besser organisieren/ besser werden hier relativ nutzlos. Dies gilt eigentlich für alle Kliniken der Inneren an diesem Haus
- Zusätzlich kommt in deiner Abteilung der Inneren, noch Faktoren hinzu, die nicht in deiner Hand liegen, jedoch aufgrund zu einer erhöhten Ineffizienz führen, wodurch du nochmal länger bleiben musst.
- Verbesserungen an diesem Haus sind praktisch nicht durchsetzbar bzw. wenn dann in Minischritten und im Schneckentempo. Die Assistenzarztschaft bekommt es einfach nicht hin sich zu bündeln und sich für bessere Arbeitsbedingungen gemeinsam und geschlossen einzusetzen, was irgendwie mir nie eingeleuchtet hat warum das nicht klappt, so gut wie alle Assistenten sind Deutsch, haben also die Approbation und keine Berufszulassung die sie vom Arbeitgeber abhängig macht, und gehören meist wirklich zu den besseren Absolventen. Ein Grund könnte sein, dass es einfach in dieser Gegend genügend Absolventen gibt bzw Bewerber, das Haus muss trotz dieser Arbeitsbedingungen keine Stellenanzeige schalten und kann eigentlich die Stellen nur mit eigenen Studenten und Initiativbewerbungen gut füllen.
Zusammenfassend: Besser/Schneller Arbeiten bringt hier nix, es ist ein grundlegendes strukturelles Problem. Folglich kündingen und woanders anfangen.
Da du ja auch Allgemeinmedizin machen willst, könntest du ja erst die 24 Monate ambulante Zeit machen oder einfach in einem anderen stationären Fach anfangen wie Anästhesie oder Psychiatrie, die ich dir bereits empfohlen habe, sollte eigentlich alles anerkannt werden, du brauchst meines Wissens nur 12 Monate Innere, die wirst du sicherlich auch in einigen Jahren woanders zusammenbekommen. Würd dir dringend raten bei der Ärztekammer anzurufen und dich dort bezüglich der Möglichkeit der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in anddren Fächetn außer Innere beraten lassen!
zukoffski
19.12.2021, 14:53
Da ich die Klinik wie du selber zugibst kenne, würd ich mal folgende Sachen aus eigener Erfahrung und von befreundeten Komillitonen als gegeben erachten:
- Das Arbeitspensum dort ist an sich schon astronomisch, sowas hab ich in meiner weiteren Laufbahn eigentlich nie wieder erlebt. Selbst als extrem schnell arbeitender Altassistent mit stringenter Planung und hoher Effizienz ist dies praktisch nicht möglich die Arbeit in der Regelarbeitszeit zu bewältigen oder nur mit 1-2 Überstunden pro Tag, daher sind hier Ratschläge wie schneller arbeiten/besser organisieren/ besser werden hier relativ nutzlos. Dies gilt eigentlich für alle Kliniken der Inneren an diesem Haus
- Zusätzlich kommt in deiner Abteilung der Inneren, noch Faktoren hinzu, die nicht in deiner Hand liegen, jedoch aufgrund zu einer erhöhten Ineffizienz führen, wodurch du nochmal länger bleiben musst.
- Verbesserungen an diesem Haus sind praktisch nicht durchsetzbar bzw. wenn dann in Minischritten und im Schneckentempo. Die Assistenzarztschaft bekommt es einfach nicht hin sich zu bündeln und sich für bessere Arbeitsbedingungen gemeinsam und geschlossen einzusetzen, was irgendwie mir nie eingeleuchtet hat warum das nicht klappt, so gut wie alle Assistenten sind Deutsch, haben also die Approbation und keine Berufszulassung die sie vom Arbeitgeber abhängig macht, und gehören meist wirklich zu den besseren Absolventen. Ein Grund könnte sein, dass es einfach in dieser Gegend genügend Absolventen gibt bzw Bewerber, das Haus muss trotz dieser Arbeitsbedingungen keine Stellenanzeige schalten und kann eigentlich die Stellen nur mit eigenen Studenten und Initiativbewerbungen gut füllen.
Zusammenfassend: Besser/Schneller Arbeiten bringt hier nix, es ist ein grundlegendes strukturelles Problem. Folglich kündingen und woanders anfangen.
Da du ja auch Allgemeinmedizin machen willst, könntest du ja erst die 24 Monate ambulante Zeit machen oder einfach in einem anderen stationären Fach anfangen wie Anästhesie oder Psychiatrie, die ich dir bereits empfohlen habe, sollte eigentlich alles anerkannt werden, du brauchst meines Wissens nur 12 Monate Innere, die wirst du sicherlich auch in einigen Jahren woanders zusammenbekommen. Würd dir dringend raten bei der Ärztekammer anzurufen und dich dort bezüglich der Möglichkeit der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in anddren Fächetn außer Innere beraten lassen!
Das ist eine gute Idee, vielen Dank! Die Ärztekammer muss ich nächste Woche ohnehin noch anrufen. Ich finds total schade, als ich mich vor einem Jahr beworben hatte sah es anders aus. Da waren die Arbeitsbedingungen human und ich finde auch die Schwerpunkte der Klinik spannend. Aber so schaff ich das einfach rein körperlich nicht :( Und irgendwann hätte ich tatsächlich gern eine Familie.. Aktuell geh ich Abends nach Hause, dann dusch ich, ich ess nicht mal mehr was und fall um 21:30 wie tot ins Bett.
Fliessenleger
19.12.2021, 15:26
Zukoffski, aktivier mal private Nachrichtungen in den Einstellungen, du solltest glaub ich noch paar Sachen rauslöschen, die noch relativ empfindlich sind
Matzexc1
19.12.2021, 15:28
Zukoffski, aktivier mal private Nachrichtungen in den Einstellungen, du solltest glaub ich noch paar Sachen rauslöschen, die noch relativ empfindlich sind
Würde ich auch empfehlen, ich kenn das Haus zwar nicht, aber ich habe einen sehr gut begründeten Verdacht von welcher Stadt wir reden
zukoffski
19.12.2021, 15:28
Zukoffski, aktivier mal private Nachrichtungen in den Einstellungen, du solltest glaub ich noch paar Sachen rauslöschen, die noch relativ empfindlich sind
Jetzt müsste es gehen...
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.