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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Persönliche Schutzausrüstung COVID-19-Intensiv



Johannes-556
06.01.2022, 15:20
Liebe Leidensgenossen,
Ich wollte nur einmal eure Meinung höre.
Wir behandeln an unserem Krankenhaus (Kommunale Klinik, Großstadt) viele COVID-Patienten.
Unsere internistische Intensivstation ist aktuell mit 100% COVID-Patienten belegt und wird die nächsten Monate auch so bleiben.
Circa die Hälfte intubiert, der Rest meist an der High-Flow-Therapie.
Wir tragen bis auf „riskante Prozeduren“ (Intubation, Broncho) keine FFP3-Maske sondern FFP2.
Ich bin der Meinung für uns sollte die Möglichkeit bestehen trotzdem durchgehend FFP3 zu tragen! Auch wenn die Empfehlungen sagen FFP2 reiche aus… wir haben einige Infektionen bei uns im Personal.
Wer weiß was noch für Untervarianten kommen?
Man fühlt sich wie ein Soldat im Kriegsgebiet ohne adäquates Kriegsgerät.
Sehr ihr das auch so?

anignu
06.01.2022, 15:50
Kannst du dir nicht einfach eine FFP3-Maske nehmen? Das wäre doch die einfachste Lösung.
Bei uns liegt so viel Zeug rum, ich nehm mir immer einfach was ich grad will und nur die Masken die mir wirklich gut passen und mich wenig stören. Ich glaub wir haben drei verschiedene FFP3 im Haus und mindestens 5 verschiedene FFP2...

Ansonsten: Infektionen bei unseren ärztlichen Kollegen sind ehrlich gesagt immer nachvollziehbar außerhalb der Klinik entstanden.

Und zum Schluss: nein, ich seh das nicht so dass man sich schutzlos vorkommt. Zumindest bei uns sind solche Massen an PSA da, dass man davon echt nicht reden kann. Die Frage für mich ist dann immer eher ob ich einen kompletten Gummibärlanzug aus Plastik, den man auch noch zuklebt, für ein Konsil anzieh, oder ob es nicht auch so ein "MRSA-Schutzkittel" tut. Und ob eine Brille reicht oder ein Vollvisier. Und ob...