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Solche Schmalspurarbeiten werden immer seltener. Waren an meiner Uniklinik schon vor sechs Jahren rar.
mediinbln
24.03.2022, 19:50
Wie würdet ihr denn den Zeitumfang einschätzen, den man für eine Diss während der Weiterbildung braucht, einschätzen? Schafft man das in den 5 Jahren? (Ich nehme mal an, im ersten Jahr ist man so mit der Einarbeitung beschäftigt, dass man nicht dazu kommt)
Rahmspinat
24.03.2022, 19:56
Ich hab bis vor einem Jahr in der Gastro in Ulm gearbeitet. Bin damals zwar gegangen, aber nicht aus Gründen die mit der Arbeit zu tun hatten. Die Sonorotation war tatsächlich ein Nadelöhr, lag aber auch daran, dass Assistenten oft über die Sono auch zusätzlich eingestellt wurden und da erstmal 1,5 Jahre geblieben sind. Entsprechend gut waren dann die Sonoskills. Generell war die Sonoausbildung in Ulm schon ziemlich gut, aber klar: Je nach Personallage kann man schon mal Pech mit der Funktionsdauer haben.
Die Arbeitsbelastung war schon nicht ohne, waren damals auch einige Stellen im Minus, was entsprechend die Einarbeitung verkürzt und das Arbeitsaufkommen vermehrt hat. Überstunden durften wir aber schon aufschreiben und eigentlich wird schon auf eine halbwegs adäquate Einarbeitung geachtet, war zumindest bei mir so. Die OÄ standen schon immer hinter einem und gerade der Ltd. OA ist imo einer der fachlich und menschlich besten Mediziner, die ich bislang erlebt habe.
Natürlich gibt es immer wieder Kollegen, mit denen man besser oder schlechter klarkommt. Viele die dort arbeiten haben meist in Ulm studiert und kommen aus der Gegend, sodass man als "Fremder" oft etwas zurückhaltender empfangen wird, kollegial waren aber eigentlich alle.
Die Nephro an sich war eigentlich ziemlich cool, der Sektionsleiter teacht sehr gerne, aber es ist eine sehr kleine Abteilung, in der z.B die Transplantbetreuung kurz nach Transplantation fehlt, da in Ulm keine Nieren transplantiert werden.
Über die Hämatoonko kann ich nur begrenzt was sagen, die OÄ die konsiliarisch kamen waren aber eigentlich immer ganz nett. Was in Ulm aber richtig nervt, ist die fehlende Digitalisierung: In 2022 sollten Kardexe der Vergangenheit angehören^^
Zu den Anliegen des TE: Mittlerweile kann sich (fast) keine Uniinnere ihre Leute frei aussuchen, weil viele Leute natürlich aufgrund der Arbeitsbedingungen, die an einer Uniklinik meist öfter bescheidener sind als anderswo, keine Lust auf UK haben. Da ist eine unfertige Promotion oft nicht das Problem, Forschung wird meist sehr begrüßt. Oft kann man tatsächlich noch eine Promotion beginnen, die aber mittlerweile tatsächlich etwas Aufwand benötigen und neben dem klinischen Alltag schon belastend sind. Überstunden sind leider Usus und das muss einem klar sein, bevor man an die Uni möchte, gerade wenn eine entsprechende Karriere angestrebt wird.
Rahmspinat
24.03.2022, 19:57
Wie würdet ihr denn den Zeitumfang einschätzen, den man für eine Diss während der Weiterbildung braucht, einschätzen? Schafft man das in den 5 Jahren? (Ich nehme mal an, im ersten Jahr ist man so mit der Einarbeitung beschäftigt, dass man nicht dazu kommt)
Bei Kollegen habe ich Zeiten von 1-5 Jahren gesehen, je nach Eigenengagement.
Bonnerin
24.03.2022, 20:19
Solche Schmalspurarbeiten werden immer seltener. Waren an meiner Uniklinik schon vor sechs Jahren rar.
Die werden überall seltener, nach den ganzen Skandalen wurde das sehr zurückgefahren.
@TE:
Man kriegt i.d.R. Wahlweise Studienkram (klinisch) oder was Experimentelles. Das kann sich durchaus auch mal 5 Jahre nebenher oder im schlimmsten Fall noch länger hinziehen. Make or break ist es aber heutzutage nicht mehr.
Solche Schmalspurarbeiten werden immer seltener. Waren an meiner Uniklinik schon vor sechs Jahren rar.
In der Regel wird das auch auf 6 Jahre ausgelegt, auch ein Grund um die Leute zu binden. Schmalspur ist natürlich ein Begriff mit gewisser Bandbreite, will heißen keine weltbewegenden Arbeiten. Kleiner retrospektiver Kram in der Regel.A
Bei Kollegen habe ich Zeiten von 1-5 Jahren gesehen, je nach Eigenengagement.
Also ich kenne einige Kollegen, die aus dem Ausland kamen und dann ihre Dr-Arbeiten in 6 Jahren gemacht haben. Wurde auch extra so seitens der Klinikleitung gemacht um die Leute lange zu halten, auch nochmal in Hinblick auf die Befristung.
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