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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Approbation überprüfen?



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RussianAngel
07.04.2022, 08:02
Also wenn sich die Oberärzte und der Chefarzt für so was nicht interessieren, ist dieser Klinik sowieso auch nicht zu mehr helfen...Später heisst es wie bei diesem Serienmörder (s.o): er hat auch am letzten Tag, wo alles bekannt war, nochmals einen umgebracht...

Ich verstehe das alles, verstehe eben aber nicht, wieso sich der TS dafür zuständig fühlt --- > er ist dafür als Assi sicher nicht zuständig, höchstens Bedenken mitteilen kann er wohl...Aber er haftet rechtlich nicht mal für sich selber meist vor Gericht, sondern der Oberarzt im Regelfall, warum so viele Gedanken um die Fehler von anderen machen?

Eben, das ist eine Zumutung meinerseits, ob er einfach die Frust auf Kollegen anstatt auf das System projeziert, aber Aussagen wie: aus gegebenem Anlass, kann keine Pinzette halten, seine Anamnesen sind lebensgefährdend (im Regelfall stimmt das schlich nicht über Anamnesen, es wird ja auch das meiste immer wieder nachgeschaut von den Behandlungsteam...) usw.

Ich frage nochmals alle Chirurgen: gibt es nur eine einzige Art, eine Pinzette zu halten? Das weiss ich schlicht nicht mehr und interessiert mich Gott sei Dank gar nicht :)

davo
07.04.2022, 08:05
Es geht nicht um Zuständigkeit. Es geht nicht um Haftung. Es geht um potenzielle Gefährdung des Patientenwohls. Und dafür sollte sich jeder verantwortlich fühlen, egal ob PJler oder Chefarzt, egal ob Pflegeschüler oder Pflegedirektion.

Evidence based
07.04.2022, 08:16
Es geht nicht um Zuständigkeit. Es geht nicht um Haftung. Es geht um potenzielle Gefährdung des Patientenwohls. Und dafür sollte sich jeder verantwortlich fühlen, egal ob PJler oder Chefarzt, egal ob Pflegeschüler oder Pflegedirektion.
Schön gesagt und sicherlich wünschenswert. Ob es das Patientenwohl in Deutschland in die Top 10 der Prioritäten schafft, würde ich leider bezweifeln...

Grombühlerin
07.04.2022, 13:23
Ich frage nochmals alle Chirurgen: gibt es nur eine einzige Art, eine Pinzette zu halten? Das weiss ich schlicht nicht mehr und interessiert mich Gott sei Dank gar nicht :)

Warum fragst du, wenn es dich nicht interessiert?

Bei so motorischen Sachen sieht man einfach sehr gut, ob jemand sie schon oft gemacht hat.
Gilt auch für Pflaster kleben, Abstrichröhrchen aufschrauben und vieles andere.
Der eine plaudert dabei fröhlich vor sich hin, der andere braucht die volle Konzentration.

RussianAngel
07.04.2022, 13:36
Manno, wieso sind alle immer auf Contra und Streit in diesem Forum aus?

Ich Frage, weil ich nicht einschätzen kann, in wie fern das zum Treadthema Bedeutung hat und wie aussagekräftig das wäre...das Thema interessiert mich selbstverständlich sehr , weil wir alle solche Kollegen leider ab und zu kennenlernen...und sonst würde ich ja nicht zum xten Mal in diesem Tread kommentieren...
Aber macht Sinn, dachte es gibt DEN Pinzettengriff oder so...

Grombühlerin
07.04.2022, 13:45
Sorry, ich wollte nicht streiten.

Ich würde auf jeden Fall das Gespräch suchen, und dem Chef (oder irgendeinem vernünftigen Vorgesetzten) meine Bedenken schildern.

davo
07.04.2022, 13:59
Manno, wieso sind alle immer auf Contra und Streit in diesem Forum aus?

Warum ist es für dich denn gleich "Contra" und "Streit", wenn jemand nicht deine verqueren Ansichten teilt?

Wenn man auf der Autobahn fährt, und einem nur Geisterfahrer entgegenkommen, sollte man mal kurz innehalten und nachdenken, ob man selbst richtig fährt.

Ganz davon abgesehen, dass du dich laufend in völlig irrelevanten Nebenthemen verrennst, statt was sinnvolles zum eigentlichen Thema beizutragen. Man hat fast den Eindruck, dass du die eigentliche Diskussion zerstören willst.

GP1001
07.04.2022, 14:45
Es geht nicht um Zuständigkeit. Es geht nicht um Haftung. Es geht um potenzielle Gefährdung des Patientenwohls. Und dafür sollte sich jeder verantwortlich fühlen, egal ob PJler oder Chefarzt, egal ob Pflegeschüler oder Pflegedirektion.

Das ist vollkommen richtig. Daher die Leitung involvieren und bei dringenden V.a. Betrug bzw. Hochstapelei die Polizei/Staatsanwaltschaft.

RussianAngel
07.04.2022, 15:32
Entschuldigung, war nicht konkret auf Dich bezogen...aber die Reaktion jeder Frage ist gefühlt: wie kann man so doof sein? (Beziehungsebene)...es gibt im Leben auch doofe Fragen, die haben vor allem die menschliche Entwicklung vorangetrieben :-)

Und ja, jeder kann natürlich sein Standpunkt haben...ich persönlich denke, dass es Schickane ist, selber auf eigene Faust die Approbation eines anderen Kollegen zu überprüfen, es gibt halt offizielle Wege und Zuständigkeiten...Am Ende wirst Du noch wegen Datenschutzverletzung oder so angeklagt und UPS, deine Approbation ist dann auch weg ... :-) Die meisten Inhalte, die ich gepostet habe, drehten sich doch uns Thema glaube ich, aber ich quatsche wohl gerade zu viel, so eine Phase ....

Bonnerin
07.04.2022, 15:52
Entschuldigung, war nicht konkret auf Dich bezogen...aber die Reaktion jeder Frage ist gefühlt: wie kann man so doof sein? (Beziehungsebene)...es gibt im Leben auch doofe Fragen, die haben vor allem die menschliche Entwicklung vorangetrieben :-)

Und ja, jeder kann natürlich sein Standpunkt haben...ich persönlich denke, dass es Schickane ist, selber auf eigene Faust die Approbation eines anderen Kollegen zu überprüfen, es gibt halt offizielle Wege und Zuständigkeiten...Am Ende wirst Du noch wegen Datenschutzverletzung oder so angeklagt und UPS, deine Approbation ist dann auch weg ... :-) Die meisten Inhalte, die ich gepostet habe, drehten sich doch uns Thema glaube ich, aber ich quatsche wohl gerade zu viel, so eine Phase ....

Gerade bei dir wundert mich die Gesamthaltung hier etwas, weil du meines Wissens doch in der Schweiz arbeitest. Seit 2018 gibt es dort das Medizinalregister, in dem alle Ärzt:innen, Zahnärzt:innen etc. zu finden sind. Ohne Eintrag dort darf man nicht ärztlich tätig sein und die Arbeitgebenden sind verpflichtet, dort nachzuprüfen, ob die sich bewerbende Person dort registriert ist. Problem gelöst, ganz einfach.

Es gibt in D mehr als einen Bericht über Personen, die teils jahrelang mit Fotokopien ärztlich tätig waren, bis in Oberarztstellen hinein. Dass man sich da manchmal Sorgen um die Patientensicherheit macht und das gerne gecheckt haben will, ob die Person überhaupt eine legale Approbation hat finde ich in Ordnung. Hier ist nur das Problem, dass die Verwaltung nicht mal eben in das Register schauen kann, sondern man müsste ja wirklich arbeiten, also passiert leider nix.

Da eh jede approbierte Person grundsätzlich in einer Kammer sein muss, sehe ich wenig Probleme, so ein Register (nicht-öffentlich natürlich) auch in D zu etablieren, wundert mich eigentlich, dass die Patientenschützer:innen da nicht viel stärker hinterher sind.

RussianAngel
07.04.2022, 17:47
Ja, da wäre ich auch für so was, die Schweiz macht es klar immer besser, kein Geheimnis :-) ...wobei ich mich Frage, ob die MEBEKO wirklich das auch überprüft, ob die Diplome echt sind, aber mag sein...aber stimmt, bei uns kann man jeden Arzt inklusive Facharzttitel im Register finden...
Man könnte die Idee dem Marburger Bund pitchen, wobei ich nicht unbedingt für eine Zunahme der Bürokratie bin, also vielleicht können einfach die Ärztekammer so ein Register rausholen, oder haben Sie nicht vielleicht sogar ein Mitgliederregister irgendwo im geschützten Bereich?

Bille11
07.04.2022, 18:21
DSGVO - das dürfte alles explizit neu abgefragt und angelegt werden. Sehr viel Papierkram: und so viel Papier haben wir doch nicht zur Verfügung, oder?

:-))

Mitgliederregister im geschützten Bereich existiert: LANR ist das Stichwort.

veriko
07.04.2022, 18:30
Nicht jeder approbierte Arzt hat eine LANR. Und die Landesärztekammer hat von mir nur eine beglaubigte Kopie der Approbationsurkunde. Wie die zustande gekommen ist, weiß nur die austellende Behörde.

Mukopolysaccharid
07.04.2022, 19:54
Ich bin bei meiner Oberärztin auch skeptisch. Sie arbeitet seit November in der Klinik, erste Oberarztstelle und kann keine Entscheidungen treffen, Antworten geben und braucht ständig jemanden zum besprechen. Notfallsituationen geht sie eher aus dem Weg. Und dann ärgert mich zusätzlich ihre Unfähigkeit, die Klinik Software zu bedienen. Ich habe nach ihr angefangen und muss ständig Dinge erklären. Von ihren Patienten weiß sie auch nichts, ständig fragt sie mich die gleichen Fragen (wieso das Medikament, gab es ein Konsil) bei Patient xy. Heißt wenn sie das letzte Woche gefragt hat, fragt sie es diese Woche wieder. Auf dem Papier Dr. medic, mit FA. Hab eher das Gefühl dass sie keinen Plan hat. Vielleicht stellt sie sich auch mega doof an. Aber definitiv zu unfähig für ne Oberarzt Stelle. Aber wer bin ich schon, um das zu beurteilen.
Und dann kennt sie nicht mal Nebenwirkungen und Dosierungen von Medikamenten, die üblich in ihrem Fachgebiet sind. Mir fällt noch einiges mehr dazu ein.

davo
07.04.2022, 20:01
Das klingt aber doch eher nach weitverbreiteter "normaler" Unfähigkeit. Von der Sorte hab ich schon viele getroffen :-))

RussianAngel
07.04.2022, 20:04
Hatte sogar in der heiligen Schweiz etliche Oberärzte von der Sorte...Teilweise basische Sachverhalte nicht parat...Zum Thema PC und Software könnte man schon sagen, dass sie vielleicht vor unserer Generation eher analog aufgewachsen ist...Ich fühle mich auch manchmal recht doof, wenn ich schaue, was die "Jungen" so machen...

Aber eben: der Mensch will keine Verantwortung tragen, das ist in einem tief psychologisch verwurzelt, lernt man in jedem Personalmanagement Kurs...

Mukopolysaccharid
07.04.2022, 20:55
Ach du Schreck, ok, danke. Mich stresst das einfach total mit ihr, man könnte sie durch ne Flasche ersetzen. Die kann man immerhin drehen oder benutzen. Immer diese Zeitverschwendung, weil sie einfach nix zusammenkriegt. Meine erste Erfahrung mit ahnungslosen Vorgesetzten. Kann’s trotzdem net nachvollziehen dass man si Arzt werden kann

Feuerblick
07.04.2022, 22:06
Och, wenn man den richtigen Hebel findet und es sich zutraut, dann kann man solche Oberärzte auch steuern. Besonders wenn man schon relativ weit in der Weiterbildung ist. So einen Oberarzt hatte ich auch im letzen WB-Jahr. Dem gegenüber musste man einfach nur möglichst selbstbewusst auftreten und Lösungen konkret anbieten, dann hat der die gekauft. Menschen, die nicht entscheiden wollen, obwohl sie genau dafür bezahlt werden, sind nichts für ungeduldige Kollegen wie mich.
Fachlich war der aber durchaus eigentlich kompetent und auch chirurgisch nicht schlecht. Er war halt einfach jemand, der die einfachsten Dinge von zehn Seiten beleuchten und durchdenken musste, ohne jemals zu einem Ergebnis zu kommen.

anignu
07.04.2022, 22:16
Ich frage nochmals alle Chirurgen: gibt es nur eine einzige Art, eine Pinzette zu halten?
Ja.

Aber macht Sinn, dachte es gibt DEN Pinzettengriff oder so...
Ist auch so.

Die Sache ist einfach: einfach mal jemandem zuschauen wie er/sie steril Handschuhe anzieht, sich im OP verhält bzgl. Abstand/Souveränität, Pinzetten/Nadelhalter/Haken anfasst, saugt oder Faden führt etc. und du weißt wieviel Ahnung derjenige von der Chirurgie hat.
Das Operieren selbst ist wieder was anderes. Da gibt es Leute die finden die korrekten Schichten in Sekunden und andere die sind immer in der falschen Schicht. Da gibt es Leute die minutiös alles präparieren, andere sind ungestümer, dann passiert halt mal was und der Patient ist schuld ;-) Aber man erkennt sehr sehr schnell ob jemand weiß wie man sich im OP verhält oder nicht.
Auf der anderen Seite hat das wiederum nichts mit einer Approbation zu tun. Das kann man auch einer OTA beibringen...

Zurück zum Thema: ja, auch in unserem Beruf gibt es ganz große Idioten. Leute die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Und ja, die haben trotzdem eine Approbation. Sind halt approbierte Idioten. Wenn man dann was Patientengefährdendes mitbekommt muss man das meiner Meinung nach sagen. Ob man daraus schlussfolgert dass jemand keine Approbation hat ist wieder was anderes. Wenn ich mir überleg mit was für Leuten ich studiert hab und die sind tatsächlich Ärzte geworden. Da würde ich sagen die Wahrscheinlichkeit ist größer dass derjenige eine Approbation hat als dass er keine hat.

RussianAngel
07.04.2022, 22:52
Danke für den super kompetenten Beitrag, das leuchtet mir jetzt sehr gut ein :) War auch mal im OP im Studium :P

Andere Überlegung: es gibt auch mega kompetente Leute, die Probleme haben oder verursachen...Typisches Beispiel ist das Imposter-Syndrom, welches mega verbreitet ist (bzw. von oben verbreitet wird, um Angst zu schnüren lol), so dass man trotz super Wissen und Anstrengungen wie der letzte Volldepp behandelt wird und sich dementsprechend fühlt...In der Medizin muss man aber auch andererseits akzeptieren, dass man immer wieder als Volldepp stehen wird, das gehört dazu zur Lernkurve und zum Beruf auch...
Aber ich finde, das wird teils künstlich geschaffen...

Andere Überlegung: es gibt auch fachlich kompetente Chefs oder Oberärzte mit 100 % sicherer Approbation, die gefährlich sein können, sei es durch Mobbing/Psychoterror/O.O Einsicht in das Arbeitsgesetz oder die Belange der Knechtschaft (hatte von denen schon auch einige, sogar extreme Beispiele) oder für Patienten, wenn sie sich überschätzen oder noch verbreiteter die Not von den Leuten irgendwie ausnutzen, sei es monetär, es wird dann jeder Bandscheibenvorfall operiert und und, ihr wisst, was ich meine...