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Haffi
07.05.2022, 06:13
Das schöne an diesem Forum: Man findet zu jedem Thema echte Experten - in diesem Fall diverse Mitglieder, die bereits über jeweils Jahre hinweg in unterschiedlichsten Regionen der USA gelebt und gearbeitet haben - und die Threadersteller steigen verständlicherweise spätestens auf Seite 2 aus, da es eh nicht mehr um ihr Thema geht :-D

DrSkywalker
07.05.2022, 10:02
Und dann gibt's noch die hämischen Kollegen, die süffisante Kommentare ohne jeglichen Inhalt dazu geben.

Zum Thema noch: in Relation zur Kaufkraft halte ich die Gehälter in den USA nicht für exorbitant höher. Ich vergleiche da allerdings die Einnahmen von niedergelassenen Fachärzten in Deutschland mit dem Äquivalent in den USA. Für oberaerzte in der Klinik sieht es schlechter aus.

anignu
07.05.2022, 14:07
@anignu:
können :D
Ich denk mir halt immer an erster Stelle kommt "wollen", da fehlt's bei mir schon. Dann kommt können und da gibt's halt Regeln und die muss man erstmal erfüllen... wollen und dann können. Und den Rest musste ich nachlesen. Scheinbar gibt es USMLE Step 1, 2 CK und 2CS bevor man überhaupt eine residency machen kann. Hier wiederum scheint es Programme zu geben in denen Ausländer grundsätzlich nicht angenommen werden und andere die einfach gewissen Mindestpunktzahlen erwarten.
Im Umkehrschluss kann man an an manchen Stellen mit ausreichend hoher Punktzahl eine residency machen. Und dann macht man halt eher so Richtung 80h-Wochen ohne wirklich Urlaub oder eben mehr.
Wer also ausreichend Willen mitbringt, kann es auch... vielleicht. Wem es aber, wie mir, schon am Willen fehlt, wird genauso wenig US-Arzt werden wie ich.

Ich find so Diskussionen müßig: wer so und so viel Leistung erbracht hat (gutes USMLE, residency mit 80+h/Woche) und dann 1. im amerikanischen Gesundheitssystem arbeiten will und 2. in den USA überhaupt der verdient mehr als ich. Das sind 4 Punkte die ich nicht erfüllen will und jetzt soll ich neidisch werden? Mitnichten...
Ich könnte auch hier in D Chefarzt werden und das Gleiche verdienen. Müsste ich nur an der Uni 10+ Jahre arbeiten (will ich nicht), forschen (will ich nicht), netzwerken mit dem Ziel überall bekannt zu werden (keinen Bock), mich überall präsentieren (ebenfalls keinen Bock) und Titel idealerweise Prof. erlangen (auch keinen Bock). Und dann hätte ich den Vorteil dass ich mich um lauter Ärger kümmern darf und regelmäßig mit der Verwaltung streiten. Auch hier fehlt es mir an wollen, daher gönn ich den Chefärzten ihr Schmerzensgeld und bin sogar der Meinung dass es teils zu gering ist.

][truba][
07.05.2022, 18:22
In anignu‘s Beiträgen find ich mich meistens wieder. Sehr amüsant geschrieben.