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Relaxometrie
08.05.2023, 19:07
Vielleicht war das https://www.doctors.today/a/leichenschau-todesursache-im-totenschein-kausalkette-statt-mutmassungen-2307744Artikel.
Da sehe ich "Seite nicht gefunden." Kann aber sein, dass es der Artikel war, denn die Erklärung, die ich gelesen habe, lautete genau so, wie Du kursiv geschrieben hast.

abcd
08.05.2023, 19:36
Hab den Link korrigiert, sollte jetzt funktionieren.

Relaxometrie
08.05.2023, 20:00
Dein Artikel ist vom selben Autor, wie der Artikel, den ich gelesen habe. Aber anscheinend hat er für unterschiedliche Zeitschriften leicht unterschiedliche Artikel geschrieben. Deiner ist etwas ausführlicher, vom Inhalt her aber letztlich fast gleich.

h3nni
14.06.2023, 23:14
Auch sollte sich herumgesprochen haben, dass ein Ableben infolge eines Zustandes, der aufgrund eines medizinischen Eingriffs (Narkose, Op) eingetreten ist, als unklare Todesursache zu qualifizieren ist.


Hast du dazu mal ne Quelle? Habe in letzter Zeit öfter Perikardtamponaden nach Interventionen gesehen, die Todesart sei natürlich, weil der Eingriff ja indiziert gewesen sei und aufgeklärt usw. Glaubt mir keiner...

anignu
14.06.2023, 23:33
Hast du dazu mal ne Quelle?
https://www.aerzteblatt.de/archiv/211795/Strafrecht-Risiken-beim-Ausfuellen-der-Todesbescheinigung

In der juristischen Literatur [hingegen] wird die Auffassung vertreten, dass das Merkmal der „Einwirkung von außen“ eingeschränkt werden muss und der Tod nach Operationen nur dann als unnatürlich zu qualifizieren ist, wenn wenigstens konkrete Anhaltspunkte für einen Kunstfehler oder für sonstiges Verschulden durch das behandelnde Personal vorliegen (vergleiche zum Beispiel Meyer/Goßner/Schmitt, Kommentar zur StPO, § 159 StPO). Begründet wird dieses Ergebnis mit der Überlegung, dass sich mit dem OP-Risiko quasi das Risiko der Grunderkrankung perpetuiert und der exitus in tabula als schicksalhaft und damit als „natürlich“ zu begreifen ist.
Der Artikel ist insgesamt ganz interessant zu lesen. Zusammengefasst könnte man auch sagen: wenn dem Chirurg eine Komplikation passiert ist es eine natürliche Todesursache, wenn der Anästhesist jedoch einen Fehler macht ist es eine unnatürliche Todesursache ;-) Und wie immer gilt: nie einer Zusammenfassung glauben, immer die Originalquelle lesen ;-)

Cor_magna
15.06.2023, 13:37
https://www.aerzteblatt.de/archiv/211795/Strafrecht-Risiken-beim-Ausfuellen-der-Todesbescheinigung

Der Artikel ist insgesamt ganz interessant zu lesen. Zusammengefasst könnte man auch sagen: wenn dem Chirurg eine Komplikation passiert ist es eine natürliche Todesursache, wenn der Anästhesist jedoch einen Fehler macht ist es eine unnatürliche Todesursache ;-) Und wie immer gilt: nie einer Zusammenfassung glauben, immer die Originalquelle lesen ;-)

Lass dir mal auch nur einen Tag bei der Arbeit von einem Medizinrechtler über die Schulter schauen.
Der kriegt jeden von uns dran wegen irgendwelcher solcehr Details. So lückenlos und fehlerlos aufklären und dokumentieren kannst du gar nicht, dass die dich nicht trotzdem irgendwie dran kriegen, wenn sie es wollen.

Quelle: Befreundeter Jurist.

anignu
15.06.2023, 23:43
Was hat deine Antwort mit meinem Post zu tun?

alphamethyldopa
16.06.2023, 10:48
wenn dem Chirurg eine Komplikation passiert ist es eine natürliche Todesursache, wenn der Anästhesist jedoch einen Fehler macht ist es eine unnatürliche Todesursache

Der Anästhesist ist, so ist es im OP Grundgesetz Paragraph 1 festgelegt, immer schuld. :p