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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welcher Facharzt verdient am meisten?



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rafiki
16.05.2023, 17:24
Sich zu trauen, für Qualität und harte Arbeit Gehaltsforderungen zu stellen, ist etwas, das viele Ärzte leider nicht können. Kann man aber lernen, in jeder Hierarchieposition. Einfach ausprobieren. Tarif ist nur eine lächerliche Absicherung nach unten.

Endoplasmatisches Reticulum
16.05.2023, 17:34
Kann man aber lernen, in jeder Hierarchieposition.
Verhandlungsmacht kann man lernen? In jeder Hierarchieposition?

rafiki
16.05.2023, 18:53
Verhandlungsmacht kann man lernen? In jeder Hierarchieposition?

Echolalisten tun sich eher schwer, die anderen können es.

Endoplasmatisches Reticulum
16.05.2023, 19:24
Und dann werden sie je nach Gesamtkonstellation vom Attrition Bias rausgerieben.

hebdo
16.05.2023, 19:27
Mit nebulös habe ich nicht öffentlich/ undurchsichtig gemeint. AT ist immer das Verhandlungsgeschick neben den Qualifikationen entscheidend. Kenne frische FÄ mit 150.000€ inkl Dienste + Boni.

][truba][
16.05.2023, 19:47
Die, die sich was trauen und viel arbeiten, verdienen mehr als die, die weniger arbeiten und sich nichts trauen. Und das zieht sich durch alle Fachrichtungen würde ich sagen.

alphamethyldopa
16.05.2023, 20:06
Sich zu trauen, für Qualität und harte Arbeit Gehaltsforderungen zu stellen, ist etwas, das viele Ärzte leider nicht können. Kann man aber lernen, in jeder Hierarchieposition. Einfach ausprobieren. Tarif ist nur eine lächerliche Absicherung nach unten.
Kann man ausprobieren, sicherlich - und je weniger man eine Stelle braucht, desto mehr kann man ausprobieren. Auch exorbitantes Gehalt kann man vorschlagen, warum nicht.

Wenn man aber eine Stelle braucht, warum auch immer (ortlich inflexibel, Arbeitszeit muss passen, man braucht ja X und Y noch zum Facharzt, etc), ist man halt nicht dreist.
Ist ja nur menschlich.

alphamethyldopa
16.05.2023, 20:08
Kenne frische FÄ mit 150.000€ inkl Dienste + Boni.

Pray tell, welches Fach?
Darum geht es ja.

alphamethyldopa
16.05.2023, 20:18
Dermatologische Privatpraxis in München vielleicht? ;-)

Ohne Witz, die Hyaluron- und Botoxgeschichten bringen wirklich Kohle, und dafür muss man noch nicht mal Facharzt für irgendwas sein.

Da muss man aber ordentliches Geschäftssinn haben.

rafiki
16.05.2023, 20:19
@alphamethyldopa:
Du bestätigst meine Aussage, denn ich sprach von Marktlage. Wenn man sich da tummeln will, wo der Markt noch relativ gesättigt ist, gehen Forderungen eher ins Leere. Dasselbe gilt für Assistenten, die noch in gewissen Abhängigkeiten stehen: mehr Leistung (qualitativ und quantitativ) -> mehr Gehalt. Und es gibt gewaltige Unterschiede schon bei Assistenten. Nur mit der beliebten Haltung des Rumjammerns kommt man nirgends weit. Entweder die Verhältnisse akzeptieren oder für Veränderung sorgen.

alphamethyldopa
16.05.2023, 20:41
Nur mit der beliebten Haltung des Rumjammerns kommt man nirgends weit. Entweder die Verhältnisse akzeptieren oder für Veränderung sorgen.
Da gebe ich dir auf jeden Fall vollkommen Recht. Entweder akzeptieren und weitermachen oder irgendwas ändern. Zwishendurch darf man sich aber schon bei Kollegen auskotzen :)

Und generell meine ich zu verstehen, worauf du hinaus willst, aber ich blicke nicht ganz durch. Um deine Ideen konkreter zu machen, was wären so deine Tipps oder Erfolgsrezepte, wie man als
1) Angestellter
2) Niedergelassener
3) Freiberufler
mehr Geld kriegt?

Die Frage richtet sich nicht nur an dich, sondern überhaupt.

Was tut ihr, um an die Kohle zu kommen?
Zusatzbezeicnhungen machen, und danach das Gehalt neu verhandeln?
Hoborararztstelle suchen als Nebenjob?
Extra Aufgaben im Team übernehmen (zB Tumorkonferenz, Untericht für PJs etc?)
Coaching online/offline?
Privatsprechstunde für Bachblütenakupunktur?
Instagram Influencer?
Onlyfans?

Sonic the Hedgehog
17.05.2023, 16:27
Abhängig von der Facharztausbildung... z.B. als Dermatologe oder Plastischer Chirurg Botox und Hyaluron spritzen.

freak1
17.05.2023, 19:32
Dafür brauchst du keinen Facharzt. Einer in meinem Semester hat das sofort hauptberuflich in einer Düsseldorfer Privatpraxis angefangen nach dem Examen und verdient mit Sicherheit deutlich mehr Geld als ich. Macht nichts anderes den ganzen Tag... Dabei würde ich vermutlich an Langeweile sterben, aber jedem das seine.

hebdo
17.05.2023, 19:35
Pray tell, welches Fach?
Darum geht es ja.

Ich muss vorweg sagen, dass die Bandbreite extrem weit ist.

Er ist frisch OA, interventioneller Kardiologe, arbeitet etwa 50h-60h/ Woche, ~10 Dienste im Monat und hat extrem viele extra Fortbildungen besucht und ist wirklich fachlich Top.

Frischer Kardiologe OA, nicht interventionell, 40h/Woche hauptsächlich ZNA und Station inkl Dienste

felicitously
18.05.2023, 20:35
Dafür brauchst du keinen Facharzt. Einer in meinem Semester hat das sofort hauptberuflich in einer Düsseldorfer Privatpraxis angefangen nach dem Examen und verdient mit Sicherheit deutlich mehr Geld als ich. Macht nichts anderes den ganzen Tag... Dabei würde ich vermutlich an Langeweile sterben, aber jedem das seine.

Yep, in meiner Heimatstadt haben sich auch 2 -mittlerweile durch Trash-Sender- relativ bekannte Ärzte "niedergelassen" und Botox / Hyaluron gespritzt.
Ist natürlich verrückt, dass diese Leute super viel Geld verdienen und dabei keinen Tag in einer Facharztausbildung waren.
NC Flüchtlinge gewesen, kein Interesse an echter Medizin und jetzt halt mit so einem Geschäftsmodell Kohle scheffeln.
Auf Social Media haben sie verkündet, dass die Praxis in Düsseldorf eine Investition von 15 Millionen Euro war.... Und die sind approbiert seit 2 oder 3 Jahren...
Ich finds dennoch persönlich irgendwie traurig, dass man Arzt ist und im Endeffekt keinerlei Therapien beherrscht, sondern lediglich "ärztlicher Kosmetiker" ist.

Cor_magna
19.05.2023, 12:41
Ich finds eher traurig, dass so viele evidenzbasierte Therapieverfahren so unlukrativ sind. (Hiermit meine ich insbesondere auch die sprechende Medizin.)

Oder anders formuliert: Notwendige Medizin wird schlecht vergütet, Lifestyle-Zeugs bringt haufenweise Kohle.

DAS widert mich persönlich ein wenig an. Dass gewisse Leute diesen Umstand nutzen, ist nur natürlich.

Stuntman Mike
19.05.2023, 12:53
Ich finds dennoch persönlich irgendwie traurig, dass man Arzt ist und im Endeffekt keinerlei Therapien beherrscht, sondern lediglich "ärztlicher Kosmetiker" ist.

Warum so negativ? Andere von der Sorte haben es bis zum Gesundheitsminister gebracht :-keks

Thomas24
19.05.2023, 13:05
Ich finds eher traurig, dass so viele evidenzbasierte Therapieverfahren so unlukrativ sind. (Hiermit meine ich insbesondere auch die sprechende Medizin.)

Oder anders formuliert: Notwendige Medizin wird schlecht vergütet, Lifestyle-Zeugs bringt haufenweise Kohle.

DAS widert mich persönlich ein wenig an. Dass gewisse Leute diesen Umstand nutzen, ist nur natürlich.

Äpfel und Birnen, die überhaupt nicht vergleichbar sind.
Das eine sind versicherte Leistungen (GKV/PKV), die medizinisch notwendig sind. Das andere sind reine Lifestyle Leistungen, die der Kunde (der in diesem Fall als Kunde und nicht als Patient auftritt) zurecht selbst trägt. Ob die Ästhetik und Lifestyle Schiene teuer, prohibitiv teuer oder zum Schleuderpreis angeboten wird, ist für die Vergütungssituation der medizinisch erforderlichen Leistungen irrelevant. Die Bezahlung erfolgt aus einem anderen Topf.

Cor_magna
19.05.2023, 13:42
Äpfel und Birnen, die überhaupt nicht vergleichbar sind.
Das eine sind versicherte Leistungen (GKV/PKV), die medizinisch notwendig sind. Das andere sind reine Lifestyle Leistungen, die der Kunde (der in diesem Fall als Kunde und nicht als Patient auftritt) zurecht selbst trägt. Ob die Ästhetik und Lifestyle Schiene teuer, prohibitiv teuer oder zum Schleuderpreis angeboten wird, ist für die Vergütungssituation der medizinisch erforderlichen Leistungen irrelevant. Die Bezahlung erfolgt aus einem anderen Topf.

Stimmt. Wollte damit eher sagen, dass es Anreize schafft, dass Ärzte vermehrt solche LifeStyle Sachen anbieten, bzw. die Ressource Arzt in solche Bereiche "abwandert". Ein Arzt der den ganzen Tag Botox spritzt, steht nicht zur Verfügung die wirklich notwendigen und erforderlichen medizinischen Eingriffe durchzuführen. Und dass manche Ärzte eher im Sinne eines homo oeconomicus bzw der eigenen Nutzensmaximierung denken und nicht als "Idealist", sehe ich persönlich als nicht verwerflich per se an.

GianniVersace
19.05.2023, 15:01
Wenn man sich teilweise die Arbeitsbedingungen (Überstunden, fehlendes Personal, Wertschätzung, Gehalt...) in den deutschen Kliniken anguckt, kann ich die Kollegen verstehen, die sich das nicht antun wollen und nur bisschen Botox und Hyaluron spritzen, bisschen Laser und nicht mal operativ im ästhetischen Bereich tätig sind. Entspanntes Leben hoch zehn, gut mit Familie vereinbar und sehr gutes Gehalt.