PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nachtschichtbefreiung?



Seiten : 1 [2]

jijichu
10.06.2023, 21:26
Frage mich nur, warum ausgeprägte Schlafstörungen anscheinend nicht als Grund für eine Nachtdienstbefreiung angesehen werden.

Meine beste Freundin wurde trotz schwerer, nachweisbar von Nachtdiensten beeinflussbaren (=Verschlechterung) Erkrankung und GdB 50% nicht von den Nachtdiensten durch den Betriebsarzt befreit, trotz entsprechenden Bescheinigungen von diversen Fachärzten. Ging letztendlich nur über Umwege.
Deswegen bezweifle ich wirklich stark, dass Du aufgrund von Schlafstörungen da Erfolg haben wirst. Bis Du die ganze Diagnostik durchlaufen hast, ist Deine Zeit für den FA wahrscheinlich schon voll.

freak1
10.06.2023, 21:59
Als Schwerbehinderte ist sie da nicht rausgekommen? Was hat die Schwerbehindertenvertretung dazu gesagt? Normalerweise wirkt eine Einmischung von denen beim entsprechenden Chef wie Weihwasser beim Teufel.

nie
10.06.2023, 22:59
Wenn du einen wegen bis jetzt nicht objektivierten Schlafstörungen vom Nachtdienst befreist, stehen morgen 5 weitere Leute auf der Matte, die sich wegen Schlafstörungen vom Nachtdienst befreien lassen wollen :-nix

Was bedeutet denn massive Schlafstörungen in deinem Fall? Einschlafstörungen? Durchschlafstörungen? Albträume?

Plinius
12.06.2023, 09:19
Du hast mich noch keinerlei Diagnostik in diese Richtung betreiben lassen. Du nutzt schon missbräuchlicherweise Z-Substanzen. Es gibt noch Optimierungsbedarf bei der Schlafhygiene. Entschuldige aber wie sollte man ohne gesicherte Diagnose eine Nachtdienstbefreiung bekommen?

Habe gerade angefangen an meiner Schlafhygiene zu arbeiten. Aktuell hat mir das schon sehr viel gebracht, sodass ich aktuell die Hoffnung habe, dass mir das bereits ausreicht um meine Schlafprobleme zu bewältigen.

Zu den Z-Substanzen: wenn ich die Wahl habe nach 4 Stunden Schlaf ab 3 Uhr morgens wach dazuliegen oder etwas einzunehmen, dass mir evtl. noch 2 Stunden Schlaf beschert, dann bleiben einem wenig Auswahlmöglichkeiten. Dass diese Substanzen die Probleme langfristig nicht lösen, ist mir klar.

Plinius
12.06.2023, 09:21
Weil sie grundsätzlich reversibel sind, würde ich meinen.
Vielleicht irre ich mich.

So wird es wahrscheinlich sein. Bzw. sollten ähnlich wie bei arterieller Hypertonie oder Diabetes mellitus alle medikamentösen und sonstigen Maßnahmen zuerst ausgeschöpft werden.

pashtunwali
12.06.2023, 09:37
bei uns war es ganz leicht: der kollege ist zum dienstplanenden OA und hat gesagt: bitte keine nachtdienste mehr für mich - ich kann das nicht mehr.

wurde so akzeptiert, aber dafür dann eben tagdienste am wochenende...

hat man eben fast kein privatleben mehr und muss auch noch das wochenende an nem schönen sonnigen tag opfern

Nefazodon
12.06.2023, 10:23
wurde so akzeptiert, aber dafür dann eben tagdienste am wochenende...

hat man eben fast kein privatleben mehr und muss auch noch das wochenende an nem schönen sonnigen tag opfern


Einerseits irgendwie "fair", wenn es so lief, andererseits eine Unmöglichkeit, weil jeder/jede Zeit braucht um sich zu regenerieren und man nicht an jedem WE arbeiten kann.

Nach den neuen Tarifverträgen sollten solche Vereinbarungen auch schwierig zu treffen sein.

jijichu
12.06.2023, 10:55
Als Schwerbehinderte ist sie da nicht rausgekommen? Was hat die Schwerbehindertenvertretung dazu gesagt? Normalerweise wirkt eine Einmischung von denen beim entsprechenden Chef wie Weihwasser beim Teufel.

Sie war beim Betriebsarzt, da CA-Wechsel und der kommissarische keine solche Entscheidung treffen wollte. Der Neue hat das schnell geregelt.

nie
12.06.2023, 11:47
Einerseits irgendwie "fair", wenn es so lief, andererseits eine Unmöglichkeit, weil jeder/jede Zeit braucht um sich zu regenerieren und man nicht an jedem WE arbeiten kann.

Nach den neuen Tarifverträgen sollten solche Vereinbarungen auch schwierig zu treffen sein.

Muss ja nicht heißen, dass man jedes Wochenende machen muss aber halt mehr Wochenendtagdienste als die anderen Kollegen.

Wir hatte auch mal einen Kollegen, der keine Nächte gemacht hat (das lag aber nicht am Kollegen sondern hatte organisatorisch-politische Gründe). Der hat dann zwei Wochenenden im Monat die Tagdienste übernommen, was halt bedeutete, dass die anderen Kollegen jeweils nur alle 6-8 Wochen Tagdienst am Wochenende machen mussten.

alphamethyldopa
12.06.2023, 12:05
Ich kenne das Gegenteil zu der Geschichte - bei uns gab es eine Weile eine aktive Eulenfraktion, da habe auch ich zu gehört. Wir haben vorzüglich Nächte gemacht. Vielleicht gibt es in anderen Häusern auch solche Teams.

Miss_H
12.06.2023, 19:53
Zu den Z-Substanzen: wenn ich die Wahl habe nach 4 Stunden Schlaf ab 3 Uhr morgens wach dazuliegen oder etwas einzunehmen, dass mir evtl. noch 2 Stunden Schlaf beschert, dann bleiben einem wenig Auswahlmöglichkeiten.
Man hat immer eine Wahl. Und auch bei diesem Problem würde ich nicht-medikamentöse Ansätze bevorzugen. Aber jeder ist seines Glückes Schmied.

Plinius
13.06.2023, 07:49
Man hat immer eine Wahl. Und auch bei diesem Problem würde ich nicht-medikamentöse Ansätze bevorzugen. Aber jeder ist seines Glückes Schmied.

So ist es; solange man mit seiner Entscheidung leben kann, ist alles in Ordnung.

Plinius
13.06.2023, 07:51
Muss ja nicht heißen, dass man jedes Wochenende machen muss aber halt mehr Wochenendtagdienste als die anderen Kollegen.

Wir hatte auch mal einen Kollegen, der keine Nächte gemacht hat (das lag aber nicht am Kollegen sondern hatte organisatorisch-politische Gründe). Der hat dann zwei Wochenenden im Monat die Tagdienste übernommen, was halt bedeutete, dass die anderen Kollegen jeweils nur alle 6-8 Wochen Tagdienst am Wochenende machen mussten.

Wenn die Personaldecke so ein System erlaubt ist das super. Wäre für mich persönlich wahrscheinlich auch der Notanker falls es anderweitig gar nicht mehr funktionieren sollte. Mit WE-Tagdiensten hab ich beispielsweise deutlich weniger Probleme.