Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : In welchen Lebensbereichen haben Ärzte Vorteile?
Heerestorte
30.07.2023, 19:54
Nach einer paar harten Berufsjahren zum obersten Promille bzgl. des Gehalts bei 40-Stunden-Woche mit Urlaub und großzügigen Fortbildungstagen zu gehören.
Über 500k € im Jahr?! What?
Nische gefunden, anscheinend erfolgreich sein und begabt.
Ich unterstelle Thomas auch, dass er in ähnlichen Bereichen verdient, wobei ich mir da nicht sicher bin bzgl 40h und halt Selbstständigkeit.
Heerestorte
30.07.2023, 20:31
Ja als Inhaber mehrerer Augenarztpraxen ist das ja durchaus gut möglich, aber als Psychiater finde ich es schon bemerkenswert. Wobei ich auch irgendwie immer dachte, dass rafiki angestellt arbeitet.
Über 500k werden die wenigstens Ärzte verdienen. Die meisten Chefärzte sind jedenfalls deutlich drunter.
Die meisten Chefärzte sind jedenfalls deutlich drunter.
Die haben ja auch immer noch einen BWLer über sich....
Endoplasmatisches Reticulum
30.07.2023, 21:54
Ja, wirre Darstellung. Wenn großzügige Fortbildungstage betont werden, muss es ja um Anstellung gehen. Bin ich selbstständig, ist das schließlich mein Bier. Kurz nachrecherchiert: Die obersten 1,5 Promille sind Gehälter ab 500.000 € im Jahr, oberstes Promill also schon eher 750.000 € aufwärts. Und vom obersten Promill verdienen 4 von 10 Leute dann auch schon über 1 Millionen im Jahr.
Solche Größenordnungen haben nichts mit "Vorteilen als Arzt" zu tun, sondern das ist Unternehmertum mit allem was dazu gehört: Risiko, Aufwand, Investitionsschulden, Verantwortung, Workload, juristischer Beifang etc. Dafür muss man gemacht sein, extrem fleißig, begabt, viel Glück haben, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und in der Gunst der richtigen Leute stehen. Da kommt man nicht mal eben nach "ein paar anstrengenden Berufsjahren" hin, bloß weil man Arzt ist. Und die 40 h pro Woche kaufe ich in solchen Gefilden erstrecht niemandem ab.
Über 500k € im Jahr?! What?
Wo hast du diese Zahl gelesen?
Endoplasmatisches Reticulum
30.07.2023, 22:01
Statistisches Bundesamt: (https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/Lohnsteuer-Einkommensteuer/Tabellen/gde.html)
Reichste 3 ‰: 500.000 € / Jahr aufwärts
Reichste 1 ‰: 1 Mio. € / Jahr aufwärts
Da steht Einkünfte, nicht Gehalt.
Insofern stimmt das nicht mit meinen Angabe überein. Und ja, angestellt, kein "Unternehmertum". Oder vielleicht in gewisser Weise schon: Man muss etwas "unternehmen", um das zu erreichen, z. B. Unternehmer oder dessen Vertreter vom eigenen Wert überzeugen.
Endoplasmatisches Reticulum
30.07.2023, 22:29
Stimmt schon. Es ist aber trotzdem eine m.E. arg verzerrende Darstellung.
Ich denke, nach "ein paar anstrengenden Berufsjahren" fallen die meisten Ärzte wohl in den Bereich 70.000 - 125.000 €. Damit gehören sie zu den 15 % mit dem besten Einkommen, sind dabei aber von einer 40-Stunden-Woche meist noch sehr weit entfernt.
Evidence based
31.07.2023, 12:26
Und das eine siehst du als weniger problematisch als das andere an? Ich denke so lange es öffentlich gemacht wird ist beides ok... der Effekt bzw das Risiko ist bei beidem gleich groß.
Na klar kann das auch ein Problem sein. Man kann Menschen auch anders bestechen als mit Geld. Grundsätzlich wäre es wünschenswert, wenn die Industrie das Geld für die Forschung zur Verfügung stellt, sich aus der wissenschaftlichen Durchführung der Studien sowie Ergebnisinterpretation aber weitgehend raushält. Genauso wie es andere Forschungsförderer auch tun. Diese Einflussnahme - durch Honorare, Kongresssponsoring etc. - dient ja nur dem Zweck der Gewinmoptimierung, nicht der tatsächlichen Forschungsförderung und dem Patientenwohl.
Das Offenlegen von Interessenskonflikten hat sich leider als relativ unwirksam erwiesen. Es ist natürlich ein Schritt nach vorne, aber die Interessenskonflikte werden durch eine Offenlegung ja nicht ausgeräumt.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.