Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zukunfsaussichten?
][truba][
07.10.2023, 15:11
Du findest heraus wie es dort zugeht, indem du dort aufmerksam hospitierst und die Leute ordentlich ausfragst.
Diese Anzeigen sagen gar nix aus und bestehen zu 20% aus Wahrheit, 50% aus Unwissen wie der Job, den der/die aus dem HR da anpreist, abläuft und 30% aus Lügen.
NeedyCat
07.10.2023, 15:15
[truba][;2268562']Du findest heraus wie es dort zugeht, indem du dort aufmerksam hospitierst und die Leute ordentlich ausfragst.
Diese Anzeigen sagen gar nix aus und bestehen zu 20% aus Wahrheit, 50% aus Unwissen wie der Job, den der/die aus dem HR da anpreist, abläuft und 30% aus Lügen.
Okay, danke! Das dachte ich mir leider schon. Dann muss ich hoffen das mein WBA Platz schon super ist oder ich direkt was in der näheren Umgebung +-200km finde, so dass ich nicht zu oft umziehen muss^^
NeedyCat
07.10.2023, 15:25
[truba][;2268562']Du findest heraus wie es dort zugeht, indem du dort aufmerksam hospitierst und die Leute ordentlich ausfragst.
Diese Anzeigen sagen gar nix aus und bestehen zu 20% aus Wahrheit, 50% aus Unwissen wie der Job, den der/die aus dem HR da anpreist, abläuft und 30% aus Lügen.
Btw. da fällt mir auf, wenn man hospitiert in Klinik X, muss doch zusätzlich auch noch eine passende Stelle dort frei sein und nicht besetzt werden während ich mich da umschaue oder?^^
Feuerblick
07.10.2023, 15:36
In aller Regel bewirbst du dich und dann kommt die Hospitation. Oft genug ist gar keine Stelle frei, aber bei der Fluktuation, die in der Medizin herrscht, kann schnell was frei werden. Man bewirbt sich also nicht nur auf freie Stellen.
Endoplasmatisches Reticulum
07.10.2023, 15:47
[truba][;2268562']Diese Anzeigen sagen gar nix aus und bestehen zu 20% aus Wahrheit, 50% aus Unwissen wie der Job, den der/die aus dem HR da anpreist, abläuft und 30% aus Lügen.
Nah, da steckt schon viel Wahrheit drin, man muss sie nur richtig lesen.
"Ein junges, dynamisches und leistungsfähiges Team in einem anspruchsvollen Umfeld"
Bei uns gibt es eine grandiose Work-Work-Balance, eine Tsunami-Fluktuation und Arbeit bis zum Umfallen. Unter Druck entstehen Diamanten! Ah, und fehlende Fachkenntnis, weil das "jung" in dem Kontext gar nicht erlaubt ist.
"Flache Hierarchien"
Chaos pur, jeder macht, was er will, keine klaren Ansagen und niemand übernimmt Verantwortung. Aber wenn was passiert, bist du dran.
"Kooperativer Führungsstil"
Chef hört sich jederzeit gerne deine Kritik an. Dann macht er das Gegenteil davon oder einfach weiter wie bisher, dreht sich um und sagt "Mein Team steht hinter mir".
"Intensive Einarbeitung und enge oberärztliche Betreuung"
Du läufst ne Woche mit, dann gehört der Laden dir. Oberärzte wollen am liebsten gar nichts von dir wissen und hören, aber atmen dir bei ausgewählten Dingen in den Nacken. Wehe, du änderst selbstständig die falsche Antibiose, ohne vorher gefragt zu haben!
"Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle"
24h-Dienste ohne Rücksicht auf Verluste, gehört zum Arztberuf und zum Selbstbild. Was denkst denn du?
"Diese Stelle ist grundsätzlich teilzeitgeeignet"
Schreiben wir nur rein, weil Anna aus der HR sagt, dass wir das müssen. Aber wir haben ne volle Stelle und die wird auch besetzt.
"Mit dieser Stelle vergrößern wir unseren Stellenschlüssel auf x/y/z"
Ahja, zum vierten Mal dieses Jahr? Und letztes Jahr auch schon? Hmkaay.
"Forschungsaffinität wird vorausgesetzt"
Diese Abteilung am kommunalen Haus hat in 10 Jahren noch kein Paper rausgehauen und wird es auch nicht. Aber dem Chef fallen immer wieder neue ätzende und zeitfressende Sonderaufträge in die Richtung ein, die Mitarbeiter stressen und im Sand verlaufen.
Nicht zu vergessen die "attraktive leistungsgerechte Vergütung".
Autolyse
07.10.2023, 16:07
Nah, da steckt schon viel Wahrheit drin, man muss sie nur richtig lesen.
"Ein in junges, dynamisches und leistungsfähiges Team in einem anspruchsvollen Umfeld"
Bei uns gibt es eine grandiose Work-Work-Balance, eine Tsunami-Fluktuation und Arbeit bis zum Umfallen. Unter Druck entstehen Diamanten! Ah, und fehlende Fachkenntnis, weil das "jung" in dem Kontext gar nicht erlaubt ist.
"Flache Hierarchien"
Chaos pur, jeder macht, was er will, keine klaren Ansagen und niemand übernimmt Verantwortung. Aber wenn was passiert, bist du dran.
"Kooperativer Führungsstil"
Chef hört sich jederzeit gerne deine Kritik an. Dann macht er das Gegenteil davon oder einfach weiter wie bisher, dreht sich um und sagt "Mein Team steht hinter mir".
"Intensive Einarbeitung und enge oberärztliche Betreuung"
Du läufst ne Woche mit, dann gehört der Laden dir. Oberärzte wollen am liebsten gar nichts von dir wissen und hören, aber atmen dir bei ausgewählten Dingen in den Nacken. Wehe, du änderst selbstständig die falsche Antibiose, ohne vorher gefragt zu haben!
"Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle"
24h-Dienste ohne Rücksicht auf Verluste, gehört zum Arztberuf und zum Selbstbild. Was denkst denn du?
"Diese Stelle ist grundsätzlich teilzeitgeeignet"
Schreiben wir nur rein, weil Anna aus der HR sagt, dass wir das müssen. Aber wir haben ne volle Stelle und die wird auch besetzt.
"Mit dieser Stelle vergrößern wir unseren Stellenschlüssel auf x/y/z"
Ahja, zum vierten Mal dieses Jahr? Und letztes Jahr auch schon? Hmkaay.
"Forschungsaffinität wird vorausgesetzt"
Diese Abteilung am kommunalen Haus hat in 10 Jahren noch kein Paper rausgehauen und wird es auch nicht. Aber dem Chef fallen immer wieder neue ätzende und zeitfressende Sonderaufträge in die Richtung ein, die Mitarbeter stressen und im Sand verlaufen.
Ich schwanke zwischen Lachen und Entsetzen, wissend, dass das ziemlich zutreffend ist.
Offensichtlich hält man es im kranken Gesundheitswesen auch nur noch in Teilzeit aus.
33558
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/09/PD20_N051_13.html
[truba][;2268562']Du findest heraus wie es dort zugeht, indem du dort aufmerksam hospitierst und die Leute ordentlich ausfragst.
Als jemand der sich auch bald zum ersten Mal bewerben wird:
Auf was sollte man achten? Was sollte man fragen um sowas rauszufinden?
Sowas wie: wie sieht euer Dienstplan Modell aus? (In der Hoffnung dass sowas existiert? :D) wie läuft die Einarbeitung ab?...
][truba][
07.10.2023, 21:52
Natürlich sind diese Standardsachen immer gut zu erfragen.
Mein Favorit war immer, wenn ich mit jemandem allein war, zu fragen: Kommst du hier (jeden Morgen) gern zur Arbeit? Dabei dann natürlich auf Mimik/Gestik achten weil es mal eine Frage außer der Reihe zu sein scheint. Auch ob diejenigen glauben dass man eine gute/komplette Ausbildung erhält. Ob sie wieder dort anfangen würden etc.
Sonst natürlich Dienstmpdelle, Überstunden, Fortbildungstage/Budget, Rotationen etc pp wobei hier auch öfter mal die Standard- Floskeln genutzt werden. 100% wird man es eh nicht durchschauen. Aucz immer etwas Bauchsache
Ich finde auch, dass man das recht gut mitbekommt. Wie wird über die Kollegen geredet, wie wird über die Oberärzte geredet, wie wird über den Chef geredet, all die beiläufigen Kommentare usw. - in denen verbirgt sich meist extrem viel. Auch die Atmosphäre in den Morgenbesprechungen und Übergaben, was dort für Kommentare fallen, wie dort der Umgangston miteinander ist, ist in der Regel ein sehr guter Indikator für die Stimmung in der Abteilung. Sobald man das mal bei zwei, drei Abteilungen gemacht hat, kann man das Erlebte IMHO gut einordnen.
Naja, man muss dabei halt immer bedenken, was im Gesundheitswesen "Teilzeit" bedeutet. Ich hatte/habe diese Woche eine geplante 66-Stunden-Woche durch die Dienste, trotz Feiertag und einem Tag Teilzeitausgleich. Ich habe einen Vertrag über 80% und arbeite die Woche mehr als das doppelte. Geplant. Weil Dienste sind ja keine Arbeit.
Retrospektiv muss ich sagen, dass man sich vorher auch schon mal Gedanken machen sollte, was man eigentlich sucht. Ich hatte diesbezüglich vor meiner ersten Stelle nur die Anforderung "keine Uni / trotzdem groß / wo Rettungshunschrauber Patienten hinbringen und nicht abholen". Von Diensten / Stimmung / Arbeitsbelastung hatte ich keinen blassen Schimmer. Ich hatte damals beim ersten Versuch direkt mein "Traumhaus" gefunden. Witztigerweise hatte und hat es einen ziemlich schlechten Ruf was die Arbeitsumstände angeht. Konnte ich für mich nie nachvollziehen. Heute bin ich an einem deutlich "chilligeren" Haus und bin nicht wirklich zufrieden.
NeedyCat
08.10.2023, 09:46
Naja, man muss dabei halt immer bedenken, was im Gesundheitswesen "Teilzeit" bedeutet. Ich hatte/habe diese Woche eine geplante 66-Stunden-Woche durch die Dienste, trotz Feiertag und einem Tag Teilzeitausgleich. Ich habe einen Vertrag über 80% und arbeite die Woche mehr als das doppelte. Geplant. Weil Dienste sind ja keine Arbeit.
Ich dachte Bereitschaftsdienste müssen mittlerweile als Arbeitszeit anerkannt werden? Meinst du Rufbereitschaft?
Das zählt schon als Arbeitszeit (zumindest 95%), wird aber direkt ausgezahlt und nicht auf die Wochenstunden angerechnet.
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