Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Fachgebiete empfiehlt ihr für WB Allgemeinmedizin?
Das Krankenhaus in meiner Stadt bietet für Allgemeinmediziner ein extra Rotationsprogramm an, bei dem man festgelegte Zeiten in der Chirurgie, Inneren und Psychosomatik verbringt. Nur extras wie Derma oder Päd müsste man sich dann selber organisieren.
Im Freundeskreis bekomme ich auch mit, dass es schwierig ist im ambulanten Setting ne richtige Stelle für die Fremdfächer zu bekommen. Die Personalverantwortlichen sind wesentlich bedachter und anspruchsvoller als in ner Klinik. Mit fortgeschrittener WB wird es ja auch nicht leichter, was passendes, wenn sich immer mehr herauskristallisiert, dass man nur kurz bleiben wird. Zuerst zu unerfahren und dann zu schnell wieder weg.
Ggf. muss man die Stunden soweit reduzieren, dass der Zuschuss vom AG nicht mehr so hoch ist, damit es sich für sie irgendwie wirtschaftlich rechnet. 26k/Jahr für einen Arzt, der kaum Arbeit abnehmen kann ist auch nicht wenig. Derma geht so schnell, da lohnt sich kein unselbständiger Assistent, bei Neuro muss man die Basics können (aber wenn man die Basics sicher kann, wozu Monate irgendwo arbeiten, ggf. kann man den Kollegen in einer Hospitation schon die Geheimrezepte entlocken), Psych wäre für den mittelfristigen Verlauf schon interessant, mind. ein halbes Jahr zu bleiben, aber da ist die Konkurrenz durch Neuro-WBA gross, die zumindest Kopfschmerzen alleine behandeln können. In Ortho und Päd kann man wohl für Routinetätigkeiten angelernt werden (impfen, U-Untersuchungen). Vielleicht muss man direkt nach dem PJ in ne Praxis anfangen... Derma PJ, halbes Jahr Derma Praxis, dann Allgemeinmed im Weiterbildungsverbund (damit man schön durch rotiert), dann Päd mit viel Routineaufgaben, ggf. das gleiche mit Ortho und dann zum Schluss Allgemeinmedizin. Päd und Ortho mit Famus vorbereiten. Leider entscheidet man sich eher später für Allgemeinmedizin, sodass sowas wie oben oft nicht aufgeht...
Wir hatten oft Allgemeinmed-Assis im Kinderkrankenhaus, die liefen als normale Stationsärzte mit, waren meistens 6-12 Monate da
Um Alex‘ Frage aufzunehmen, wie realistisch sind kurze WB-Abschnitte in den Praxen? Kennt jemand welche, die eine oder sogar mehrere Stellen in Praxen für Ortho bzw. anderes gr. chirurgische Fach, Derma, Psychosomatik, Psychiatrie bekommen haben und sowohl sinnvoll mitarbeiten konnten als auch weitergebildet wurden?
ehem-user-19-05-2025-1430
01.12.2023, 09:52
rein subjektiv wie ich es mitbekommen habe gibt es insbesondere Stellen in chirurgischen/orthopädischen Praxen für fortgeschrittene WBA, macht ja auch Sinn, da dort die konservativen Sprechstunden allgmeinmed-like sind (also bevor es in den OP geht :) ). Ich hatte auch den Eindruck für die Praxen ist es eine Art Zuweiserpflege deluxe...wenn man in der selben Stadt die nächsten 30 Jahre eine 2000-Scheine Praxis schmeißt und die Kollegen gut kennt...wo überweist man da hin?
Bei Kinderärzten gibt es auch stellen, einfach weil man da schnell autark arbeiten kann...
Der rest läuft wie ich es aus meinem umfeld kenne eher über Connections/Vitamin B....
Nochmal zusammenfassend: im niedergelassenen Bereich sind die Chefs sehr picky, niht in dem Sinne dass Noten oder Forschung interessiert, aber in den kleinen Teams kann man sich einfach keinen Fehlgriff leisten...
Ja, Kinder geht echt noch klar. Ab welchen WBJ wird es in der Chirurgie/OU leichter? Tatsächlich war das auch die Rückmeldung von den Praxen, die ich mitbekommen hab. Momentan <2. WBJ eher schwierig, "später" gern. In Derma, Psychosomatik usw. war eher der Anspruch zu hoch und eigentlich nicht erreichbar im Rahmen der WB, z. B. PT oder zwei Behandlungsräume, die allein bearbeitet werden müssen u. ä.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.