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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe! Zeit eilt! GEHALT FA für Allgemeinmedizin



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Heraisto
22.12.2023, 20:53
6600€ als Facharzt? Das ist zu wenig, soviel bekommen Assistenten ab dem 4.-5. WBJ als Grundgehalt.

Lulu22
23.12.2023, 04:33
6600€ als Facharzt? Das ist zu wenig, soviel bekommen Assistenten ab dem 4.-5. WBJ als Grundgehalt.

Ja, als Fa, aber ich habe Tabellen gesehen, wo das bereits über der ersten Stufe liegt, auch wenn er es für die erste Stufe bezahlt.
Aber mich stört dass es keine Steigerung gibt.

Wo nimmst du her, dass das zu wenig ist?

Harvey
23.12.2023, 10:31
6600€ als Facharzt? Das ist zu wenig, soviel bekommen Assistenten ab dem 4.-5. WBJ als Grundgehalt.

Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung werden aber auch gefördert.

Tramaldol
23.12.2023, 12:04
Ich will kein OA Gehalt. Ich würde jetzt 6600 für 100 Prozent kriegen.

Warum kein OA Gehalt?
Naja muss ja jeder für sich selbst wissen. Ich würde mich an der unteren Grenze am OA Gehalt orientieren in MVZs.
Wenn es unbedingt diese MVZ wegen seiner "tollen Qualität" und dem Standort sein muss.
Oder wie wär es mit einem Grundgehalt und einer Beteiligung an den Einnahmen. Motiviert zur Arbeit.

Trenn
23.12.2023, 16:13
Ich habe das Angebot akzeptiert, ich habe lediglich um gehaltssteigerung entsprechend der FA Stufe gebeten.
Findest du das trotzdem unrealistisch oder stehe ich jetzt "doof" da? Ist es nicht normal?
Ich will kein OA Gehalt. Ich würde jetzt 6600 für 100 Prozent kriegen.

Zum Einstieg OK und man kann später nachverhandeln oder gehen. Ggf. noch mal genauer den Umsatz anschauen, aus dem Bauch heraus hat dein Chef mit 2000 Scheine nicht viel mehr Spielraum für mehr Mitarbeitergehalt.

@ Tramadol: MVZ ist ne ganz andere Hausnummer als inhabergeführte Praxis mit drei Ärzten, die auch zu zweit gut und gerne die Patienten versorgen können. Dann hat man noch Zeit für Medizin und ist nicht nur eine Unterschriftenmaschine oder kann ganz flexibel auch mal frei nehmen. Ist doch ganz individuell, ob man 1/3 mehr verdienen oder 1/3 weniger arbeiten will.

Tramaldol
24.12.2023, 13:11
@ Tramadol: MVZ ist ne ganz andere Hausnummer als inhabergeführte Praxis mit drei Ärzten, die auch zu zweit gut und gerne die Patienten versorgen können. Dann hat man noch Zeit für Medizin und ist nicht nur eine Unterschriftenmaschine oder kann ganz flexibel auch mal frei nehmen. Ist doch ganz individuell, ob man 1/3 mehr verdienen oder 1/3 weniger arbeiten will.

Ist anscheinend je nach Fach unterschiedlich, habe ich auch gelernt. Nur weil es ein MVZ ist, heißt es nicht unbedingt Massenbetrieb und möglichst viel Patienten mit Low-Quality versorgen (kann, muss aber nicht).
Natürlich, wenn man nur 50% arbeitet, kann man nicht 130k+X erwarten, das ist mir auch klar.

Moonchen
23.01.2024, 12:12
Habe auch nochmal ne Frage bzw bitte um Einschätzung bezüglich Gehalt in der ambulanten Versorgung. Ich arbeite bisher 40% (sprich zwei volle Tage) in einer Schwerpunkt-Praxis und bekomme dafür 4500€ brutto. Im letzten Jahr habe ich so ca 360 Scheine/Quartal gemacht. Jetzt bin ich daran interessiert Vollzeit einzusteigen (sprich 4 Tage/Woche). Meine Chefin bietet mir dafür 7000€ als Grundgehalt plus ab dem 600ten Schein 25% vom Scheinwert (pro KV-Schein wären das ca 40€ für mich). Jetzt bin ich extrem verunsichert ob das ein guter Deal ist; zumal ich aktuell noch 60% in der Klinik mit halbwegs guten Arbeitsbedingungen arbeite und dort bald in OA-Gehaltsstufe 2 aufsteige.
Vor allem an die Leute die so eine Provision anbieten - ist das „normal“ von den Gehältern bzw. der Beteiligung her ?

Harvey
23.01.2024, 19:00
plus ab dem 600ten Schein 25% vom Scheinwert (pro KV-Schein wären das ca 40€ für mich).

Verstehe ich das richtig 40 Euro pro Schein zusätzlich und das wäre jeweils 25 % - also der eigentlich Scheinwert liegt in der Praxis dort bei 160 Euro?

Oder habe ich das was falsch verstanden. Durchschnittliche Scheinwerte liegen deutlich darunter eigentlich - so um die 60 bei der KV hausärztlich.

Moonchen
24.01.2024, 17:25
Genau, ein Schein hat bei uns nen Wert von ca 160€

DrSkywalker
24.01.2024, 18:51
Genau, ein Schein hat bei uns nen Wert von ca 160€

Das ist dann aber nicht allemeinmedizin.

denkstdu
24.01.2024, 19:22
Schreibt ja sich Schwerpunkt Praxis....

Immerweiter90
18.03.2024, 22:33
Was heißt über 2000 Scheine pro Quartal? 2100? Dann passt das Gehalt und viel mehr Gehaltssteigerung ist auch nicht drin (außer ihr baut massig aus oder habt sehr viele Private oder Igelt sehr viel). 3000 Scheine müssten es schon sein, damit man bei drei Sitzen OA-Gehalt generieren kann. Schnitt ist so 1000-1200 Scheine und 150-160k Gewinn pro Kassensitz. Ziehe davon noch das Unternehmerrisiko ab sowie die Dividende für die Investition der Inhaber, teile das noch durch 1,2 wegen den Arbeitgeberanteile dann hast du grob das maximal zahlbare Gehalt. Eine Alternative wäre auch eine Gehaltssteigerung nach Erreichen von Zielvereinbarungen (so und so viele Neupatienten, so und so viele HKS etc.). Vielleicht ist die Praxis aber auch eingeschlafen, niemand möchte mehr arbeiten und es soll auf entspanntem Niveau gewirtschaftet werden.



Wie kommst du auf 150-160k pro Kassensitz? Man bekommt ca. 60 Euro pro Schein. 1200 x 60 = 72000. Kannst du es mir bitte erklären?

Trenn
19.03.2024, 05:45
Wie kommst du auf 150-160k pro Kassensitz? Man bekommt ca. 60 Euro pro Schein. 1200 x 60 = 72000. Kannst du es mir bitte erklären?

Mal 4, da man 60 pro Quartal kriegt, geteilt durch zwei (50% sind die Betriebskosten, also sowas wie Miete, MFA-Gehalt, Investitionen) und dann kommt man bei deiner Rechnung auf 144.000€. Jetzt noch durch 1,21 teilen (das sind die Arbeitgeber-Lohnnebenkosten von 21%, spricht Rente, Krankenversicherung, Arbeitgeberversicherung, Unfallversicherung etc.) und man käme auf ein maximales Gehalt von etwas unter 10.000€/Monat. Das könnte ein Arbeitgeber maximal zahlen, bildet davon aber keine Rücklagen und Gewinn für seine Investitionen, hat noch keine Fortbildungen für den MA gezahlt etc. Anders herum kann man die Betriebskosten stark senken, umso mehr Angestellte man hat. (Z.b. braucht eine Praxis nur eine Praxismanagerin, ein Empfang, eine Patiententoilette unabhängig der Patientenzahl). Da der Arbeitgeber noch das Unternehmer Risiko trägt und im Zweifelsfall eine Vertretung für 95€/h+Doctari-Provision+Arbeitgebernebenkosten einstellen muss (also über 20.000€/ pro Monat), wenn der Arbeitnehmer kündigt, wird man je nach Vertrauensverhältnis mehr oder minder Rücklagen bilden müssen....

Locutus001
19.03.2024, 12:41
Also es ist komplex.
Sicherlich nicht das höchste Gehalt...

Am Ende ist die Frage, was für Dich am wichtigsten ist.
Geld ist nicht alles (aber auch wichtig).

Folgende Möglichkeiten gibt es:
Es ist eigentlich alles perfekt und das Geld passt auch irgendwie --> do it
Es ist eigentlich alles perfekt und das Geld passt nicht --> such was anderes ODER fang erstmal an und nach 1-2 Jahren Erfahrung suchst Du was anderes

Ein Freund von mir arbeitet für ca. 100k Grundlohn eine 30 Stundenwoche (wird als volle Stelle behandelt). Frag mich nicht, das ist Hören-Sagen. Und wenn er einen Umsatz von xxx erwirtschaftet, bekommt er einen Bonus (bis zu 150k Jahresgehalt kann er mit dem Bonus dann maximal rausbekommen). Keine KV-Dienste.
Ein anderer Freund bekommt weniger und arbeitet mehr dafür ;-) Andere Städte, andere Praxen. Beides aber Allg.Med., frische Fachärzte.

Also wenn man es richtig gut aufarbeiten will, dann müsste man sich anschauen, wie viel Umsatz man generiert und sich darauf beziehen.
Aber grundsätzlich wird es im echten Leben vermutlich darauf hinauslaufen, dass Du das Angebot annimmst ODER ablehnst und dir was anderes suchst.

6700x12 sind 80.400 Euro im Jahr. Das ist ein eher niedriges Gehalt (für 40h/Woche).
Mindestens 90.000 Euro sollten es m.M.n. sein. (Besser mehr).

freestyler
20.03.2024, 19:44
Wie kommst du auf 150-160k pro Kassensitz? Man bekommt ca. 60 Euro pro Schein. 1200 x 60 = 72000. Kannst du es mir bitte erklären?

Der Durchschnittsgewinn vor Steuer für eine selbstständige Einzelpraxis Allgemeinmedizin liegt in Deutschland bei 190000€.

Vom Umsatz(nicht der Gewinn) kann man grob 1/3 Ausgaben, 1/3 Steuer, 1/3 Nettogewinn rechnen.