Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Software empfehlt Ihr für eine HA-Praxis?
Hallo liebe Kollegen,
Ich bin aktuell auf der Such nach eine HA-Praxis geeignete und bezahlbare Praxis-Software. Was würdet Ihr empfehlen? Hat jemand Erfahrung mit Medatixx oder Doctorly ?
Die Auswahl der Praxisverwaltungssoftware (PVS) ist leider enorm wichtig, weil ein Wechsel relativ aufwendig ist.
Möchtest du eine Praxis übernehmen oder neu gründen? Also besteht schon ein etabliertes System? Sind MfA involviert, die bestimmte Systeme schon kennen? Welche kennst du selbst schon/hast damit gearbeitet?
Wichtig ist ausprobieren… sehr viel ausprobieren.
Vielleicht Kontakt zu anderen Kolleginnen und Kollegen in der Nähe suchen - manchmal haben die ein etabliertes Netz an ITlern bzw. Man kann sich später gegenseitig bei Problemen Helfen, wobei die vielleicht auch wechseln… daher würd dich danach nicht entscheiden
Leider gibt es PVS die zu großen Konzernen gehören und der Service ziemlich schlecht ist, sehr kleine könnten aber vielleicht den Markt nicht überleben.
Für Hausärztliche Tätigkeit und Fragen ist zudem die Anmeldung im Listserver Allgemeinmedizin interessant
Vielleicht könnte dich duria2 interessieren - das ist genossenschaftlich und hat viele sehr engagierte Teilnehmer zu praktischen Verbesserung.
Bin selbst bei Medistar - habe mich ziemlich viel reingefuchst und mag die Oberfläche aber ständig kommen vom Unternehmen Angebote „die man nicht ablehnen kann“ bzw. Nicht wirklich weiß was das soll und der Service bringt mich zu weinen.
sweetashoney
30.12.2023, 11:56
Wir arbeiten mit T2Med und ich finde es sehr intuitiv zu bedienen und es hat viele Features. Nachteil ist, dass es manchmal Probleme nach einem Update gibt.
Im ÄBD wird medical Office genutzt, was ich nicht sehr gut finde, da es sehr kompliziert aufgebaut ist und zusätzlich sehr teuer wie mir ein befreundeter Kollege erzählt hat, der sich für eine Praxisübernahme neue Hard-& Software zulegen musste. Der genannte Kollege hat sich für medatixx entschieden und ist bisher sehr zufrieden damit.
Du kannst auch mal unter der KV schauen, dort gibt es eine Liste der meistgenutzten PVS mit aktuellen Zahlen zu Ab-& Zuwanderung von Kunden. Es ist ratsam eine PVS zu nehmen, die ausreichend Endnutzer hat um sicherzustellen, dass es auch in ein paar Jahren noch Support dafür gibt (denn ein Wechsel=die Digitalisierung lassen sich die IT-Leister fürstlich belohnen, von solchen Zahlen können wir nur träumen).
Wir nutzen auch T2med und ich bin damit im großen und ganzen zufrieden. Es läuft auf unserer Hardware leider recht langsam. Wir haben einen sehr guten Support-Mensch, der unser direkter Ansprechpartner ist und mir auch schnell via vpn mobilen Zugang sowie am privat-Laptop eingerichtet hat. Mittlerweile will ich das nicht mehr missen.
Medical office finde ich auch doof, ansonsten habe ich nur Erfahrung mit diversen KIS, die waren alle nicht so intuitiv wie t2med.
Vielen Dank
ich habe Medistar von meinem Vorgänger übernommen und bin damit sehr unglücklich, insbes. die Kosten sind kaum bezahlbar.
die Support ist schlechtverreichbar und ich finde die Software- Tel. bei Probleme sehr TEUER.
habt Ihr von Doctorly gehört? arbeitet jemand mit doctorly?
wie ist das mit Medatixx, was kostet alles ?
Medatixx scheint teurer (nutzen wir) als T2med zu sein, wenn die Angaben auf der Website von T2med den echten Kosten entsprechen. Wenn du ein Systemhaus für T2med in der Nähe hast, würde ich mir da ein Angebot einholen. Pegamed soll auch gut sein, allerdings sehr altbackenes Design (so wie Turbomed). Um GCM würde ich einen grossen Bogen machen. Sie sind zu gross und interessieren sich gefühlt wenig für Einzelkämpfer... Umso besser sich dein Systemhaus mit der PVS auskennt, umso kosteneffektiver wird es ablaufen. Man kriegt schnell Hilfe und spart sich die Service-Hotline-Kosten.
Mal eine allgemeine Frage: Meint ihr, dass man die PVS ein bis zwei Mal im “Leben" wechseln muss? Um Alt-User nicht zu überfordern, bleiben die Hersteller beim alten Design. Eine veraltete "Dos"-Grafik und eine veraltete Programmiercode sind aber irgendwann nicht mehr appetitlich oder funktionell und somit nicht mehr kosteneffektiv. Lohnt es sich dann die Kröte der Systemmigration von 30.000€ zu schlucken oder gegen Ende einfach Augen zu und durch?
Also , für Medistar zahle ich momentan ca. 500€ im Monat, dazu kommen noch diverse Rechnungen für dieses und jenes, wovon ich nichts verstehen kann. Jeder Anruf bei Medistar heißt es wieder Geld zahlen. Es summiert sich innerhalb einigen Monaten um ca. 25000€. Es ist mir zu teuer.
T2-med ist zwar in mtl. Belastung mit ca. 150€ am günstigsten, hat aber ein Umstellungskosten von ca. 15000€.
Wie teuer ist Medatixx eigentlich für Hausarzt mit alles drum und dran?
Nachtrag: jetzt mit dem e-rezept ist T2med schrecklich. Wir sind 4 Ärzte in der Praxis, die Lizenzen für die Konnektivität mittels eHBA war für die beiden Chefs gedacht - bei dem einen hat es aber nicht funktioniert, sodass der andere alle Rezepte freigeben muss - und Lizenzen für den anderen Assi und mich wären teuer. Das Programm ist heute auch mehrfach abgestürzt.
Wie teuer ist Medatixx eigentlich für Hausarzt mit alles drum und dran?
Das kann man pauschal nicht beantworten, weil Medatixx mehrere PVS mit veschiedenen zu buchbaren Modulen anbietet. Konkret wird dir das nur der Anbieter ja nach Angebot beantworten können. Medatixx hat den Vorteil, dass eben alles aus einer Hand angeboten wird und man je nach Geldbeutel permanenten schnellen Support hat. ich wüde aber nicht nur auf den Preis gucken, sondern eher darauf, was das PVS genau können muss. Einmal umgestellt ist es eben sehr aufwendig wieder zu wechseln.
Choranaptyxis
02.01.2024, 17:30
Passend dazu bei doccheck (https://www.doccheck.com/de/detail/questions/7924-welche-praxissoftware-fuer-humanmediziner?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=DocCheck-News_2024-01-02&utm_content=asset&utm_term=question&dcuid=4d896a827f5646e02797658fedfa548a&sc_src=email_4528713&sc_lid=457898747&sc_uid=sNPasFTuF9&sc_llid=78475&sc_eh=d4f1b060ec2220541)
Von T2-Med Anbieter für die Umstellung ein Abgebot für 20000€ erhalten. Ich weiß es langsam nicht mehr 😭😭
Hat jemand Erfahrung mit doctorly??
Es gibt gerade in Dortmund bei der KV "DIPRAXIS", eine digitale Musterpraxis, in der man sich Softwaresystemen etc angucken kann.
Ansonsten höre ich nur gutes von Tomedo. Alle Kollegen, die neu gründen nehmen Tomedo. Man kann Online bei Zollsoft (Tomedo) eine Beratung ausmachen.
Medistar hatte ich schon, war super, hatte aber immer wieder Ausfälle nach Updates, und einen ganz schlechten Service wenn mal was ist. Aktuell habe ich Turbomed, ganz ganz mies.
Thomas24
10.01.2024, 12:33
Es gibt gerade in Dortmund bei der KV "DIPRAXIS", eine digitale Musterpraxis, in der man sich Softwaresystemen etc angucken kann.
Ansonsten höre ich nur gutes von Tomedo. Alle Kollegen, die neu gründen nehmen Tomedo. Man kann Online bei Zollsoft (Tomedo) eine Beratung ausmachen.
Medistar hatte ich schon, war super, hatte aber immer wieder Ausfälle nach Updates, und einen ganz schlechten Service wenn mal was ist. Aktuell habe ich Turbomed, ganz ganz mies.
Tomedo ist sehr übersichtlich und Bedienerfreundlich. Hab mich dsmals bewusst gegen Tomedo entschieden, da es ausschließlich auf Apple Hardware läuft.
GloriaSchmidt
11.01.2024, 12:42
Ist niemand für Duria?
was spricht gegen Apple?
Was kostet die gesamte Apple-Hardware? Wie sieht es mit Wartungskosten etc. aus? Was hat die gesamte IT (Hard- und Software) bei einer Neugründung gekostet?
denkstdu
11.01.2024, 17:58
Gegen Apple spricht ergonomisch dass die Monitore nicht höhenverstellbar sind und damit nicht individuell einstellbar....
Das trifft aber nur für iMacs zu. Im Praxissetting würde ich sowieso Mac minis (https://www.apple.com/de/mac-mini/) bevorzugen. Da kann man dann jeden gewünschten Monitor anschließen, auch sinnvoll verstellbare.
was spricht gegen Apple?
Zu viel!
Absolut geschlossenes System, Dinge funktionieren oder nicht, dazwischen gibt es nichts, Hardware ist quasi komplett verlötet damit sind Upgrades schwierig bis unmöglich usw... und man kann sich quasi nicht selbst helfen.
Vielen Dank für die Informationen.
Arbeitet jemand mit doctorly? Wie ist die Software?
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