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Umzugskarton
05.02.2024, 11:12
Es ist doch super einfach: überleg dir was du willst, wo du dein Ziel siehst, und dann mach das. Mein Ziel war eine gute Ausbildung/Weiterbildung, Position OA, Veröffentlichungen etc. egal, kein CA. Und in diese Richtung hab ich die Kliniken ausgewählt und gewechselt wenn es nicht mehr gepasst hat, aus welchen Gründen auch immer. Für spannende OPs oder OPs die ich selbst machen durfte bin ich auch mal länger geblieben, dafür hab ich umso schneller umso mehr OP-Erfahrung gesammelt. War meine bewusste Entscheidung.
Was also ist dein Ziel?

Im Prinzip wäre genau das was du beschreibst auch mein Ziel. Bin gar nicht so sehr interessiert an der ganz großen Chirurgie. Kann auf Transplantationen und HPB auch sehr gut verzichten. Klingt vielleicht komisch aber ich begeistere mich eher für die klassischen viszeralchirurgischen Eingriffe wie kolorektale Chirurgie, Schilddrüsen usw.


Naja du sagst ja selbst in die Falle getappt, andererseits muss man quasi halbblind durch Pflegepraktika, Famulaturen, PJ, Blockpraktika, sprich das komplette Studium, laufen oder vllt die ganze Zeit mit den schönen Seiten des Studentenlebens beschäftigt sein, um nicht zu wissen wie es in der Uniklinik VCH so abläuft. Ich fand nicht speziell die VCH bei uns "gewöhnungsbedürftig", schon der ganze OP-Trakt war eine Zumutung aus den 70er Jahren, egal welches Fach. Die 2. Zumutung war die eigenwillige Anästhesie. Nein Danke. Irgendwelche Idioten finden sie dort schon immer wieder inkl. Abwärtsspirale.


Habe im Ausland studiert und bin somit etwas blauäugig ins deutsche System eingestiegen. Hatte damals an einem nicht-universitären Haus in der Viszeralchirurgie famuliert, wo die Arbeitszeiten auch nicht ohne waren und dachte mir dann an der Uni kann es nicht sooo viel schlimmer sein. Leider falsch gedacht…
Ich bin auch keiner der auf eine 40 Stunden Woche besteht. Habe nichts dagegen auch ein paar Überstunden für mein Wunschfach zu machen, aber es müsste irgendwo schon in einem menschlichen Rahmen sein bzw. mir ausbildungstechnisch auch was bringen.



Komme aus der Uro. Habe knapp zwei Jahre an einem kleineren, stets unterbesetzten Haus gearbeitet, jedoch mit hoher Patientendurchlaufrate. 8x 24 Stundendienste jeden Monat, waren real aber auch eher 26-28 Stunden. Arbeitsklima an sich okay. Kam oft in den OP und konnte viel selbst machen (Schienen legen/wechsel, prim. URS, Kl. Eingriffe am Genital). Insgesamt war es mir dann aber zu stressig und einfach zu hart mit den Diensten. Bin dann vor 4 Monaten an ein Mittelgroßes Haus, Uro mit 70 Betten. Mir wurde viel versprochen. Aber hier wurde ich total verheizt. Täglich 2-3 Überstunden, man lässt mich kaum in den OP, die Dienste sind übertrieben was Notfälle angeht und man wird in einer Tour angepflaumt. Habe jetzt gekündigt, muss nur leider noch durch die Kündigungsfrist. Mein Weg geht in die Allgemeinmedizin. Habe bereits eine Stelle in einer sehr sympathischen Praxis. Bin gespannt wie es wird…

Probier dich aus, ziehe Konsequenzen und lass dich vorallem nicht verheizen. Nachher wirst du noch krank… Mir gehts auch schon lange nicht mehr gut.

Danke für diesen Beitrag! Genau deswegen bin ich immer skeptisch wenn mir Leute zu einem vermeintlich weniger stressigem chirurgischen Fach raten ….
Hoffe die neue Stelle gefällt dir besser!

Cor_magna
05.02.2024, 11:23
Danke für diesen Beitrag! Genau deswegen bin ich immer skeptisch wenn mir Leute zu einem vermeintlich weniger stressigem chirurgischen Fach raten ….
Hoffe die neue Stelle gefällt dir besser!

Man kann in jedem Fach verheizt werden... auch in den kleinen chirguischen Fächern. Ich persönlich kann nur für die HNO an unsrer Uni sprechen, aber die ist was für sehr ehrgeizige Menschen :-))


Eine Bitte: Wenn du wechselst und deine Bedingungen ja hoffentlich verbessern kannst, dann kannst du vielleicht auch hier im Thread einfach Rückmeldung geben wie es so gelaufen ist. Tendenziell bekommt man hier im Forum ja eher die richtig beschissenen Erfahrungen mitgeteilt (negative Verzerrung), da wäre so eine Verlaufsbetrachtung sicherlich interessant.

Viel Erfolg schonmal bei deinem weiteren Werdegang!

Lakemond
05.02.2024, 11:35
Ich bin auch keiner der auf eine 40 Stunden Woche besteht. Habe nichts dagegen auch ein paar Überstunden für mein Wunschfach zu machen, aber es müsste irgendwo schon in einem menschlichen Rahmen sein bzw. mir ausbildungstechnisch auch was bringen.


Klar, Überstunden kann man machen. Die müssen aber ausnahmslos angeordnet, aufgeschrieben und danach zeitnah abgefeiert werden! Ich sage nur - 15 Minuten extra jeden Tag sind ca. 7 zusätzliche freie Tage im Jahr!

Umzugskarton
05.02.2024, 12:17
Und was würde passieren, wenn man sich nach der Übergabe umzieht und geht? Ich würde es mal ausprobieren. Vorher vielleicht nur eine Rechtsschutzversicherung abschließen.
Du siehst doch selbst, dass du dort nicht länger arbeiten willst!


Inzwischen dürfte es sich herumgesprochen haben, dass man sich solche Verhältnisse nicht gefallen lassen muss! Dass keiner aufmuckt, heißt nicht, dass das Haus/die Abteilung damit durchkommen darf. Was sagt der Personalrat? Hätte da einige Ansätze im Sinn. Gern PN.

Das könnte ich alles schon machen, klar. Aber die Frage ist, was würde danach passieren? Würde sich das ganze System ändern? Ich glaube kaum. Es ist eine Klinik die das schon seit Jahrzehnten so praktiziert. Das sollen die auch gerne so weiter machen nur bitte ohne mich. Auf Ober- und Facharztlevel gibt es durchaus Kollegen die darauf keine Lust mehr hatten. Das Ergebnis ist, dass diese Ärzte komplett aus dem operativen Betrieb rausgenommen wurden und nur noch Sprechstunden machen oder die Ambulanz schmeißen. Dafür kann ich auch gleich in ein konservatives Fach wechseln.
Außerdem ist die Arbeitsbelastung ja nur das akutere Problem, langfristig bleibt die perspektivisch praktisch nicht vorhandene operative Ausbildung.

Überstunden werden übrigens auch aufgeschrieben und ausbezahlt. Das ist schön und gut aber das bisschen Extrageld rechtfertigt niemals das komplette Opfern des eigenen Privatlebens.
Überstunden abfeiern gibts nicht.





Eine Bitte: Wenn du wechselst und deine Bedingungen ja hoffentlich verbessern kannst, dann kannst du vielleicht auch hier im Thread einfach Rückmeldung geben wie es so gelaufen ist. Tendenziell bekommt man hier im Forum ja eher die richtig beschissenen Erfahrungen mitgeteilt (negative Verzerrung), da wäre so eine Verlaufsbetrachtung sicherlich interessant.

Viel Erfolg schonmal bei deinem weiteren Werdegang!

Das werde ich machen :) Es wird aber noch sicher 3-4 Monate dauern bis ich eine neue Stelle habe und mich dort so eingelebt habe dass ich sinnvoll berichten kann.

Feuerblick
05.02.2024, 12:28
Solche Zustände ändern sich nur, wenn die Abteilung geschlossen aufbegehrt. :-nix Aber manchmal hilft es, wenn einer anfängt. Wenn du sowieso kündigst, könntest du es ja mal versuchen. :-))

hebdo
05.02.2024, 13:36
Bleib erstmal bei deinem Wunschfach und versuche durch einen Klinikwechsel bessere Bedingungen zu bekommen. Dass die Belastung an kleineren Häusern generell geringer ist, wage ich zu bezweifeln.

Ich würde mit erstmal Kliniken in deinem Einzugsgebiet anschauen. Vielleicht kennst du jemanden aus dem Studium und kann unkompliziert nachfragen. Dann bewerben, hospitieren und wenn es dir gefällt unterschreiben.

Tramaldol
05.02.2024, 17:40
Solche Zustände ändern sich nur, wenn die Abteilung geschlossen aufbegehrt. :-nix Aber manchmal hilft es, wenn einer anfängt. Wenn du sowieso kündigst, könntest du es ja mal versuchen. :-))

Du hast prinzipiell Recht. Nur in manchen Uniklinik-Abteilung findest du eher den Karrieretyp, statt den Meine-Schönes-Leben-typ. Kündigst du: Prima: Ein Konkurrent weniger! Der nächste Bewerber wartet eh.
Je unbeliebter das Fach & Abteilung je weniger kompetitiv.
Bei Großkanzleien oder Investmentbanken findet man dasselbe Haifischbecken. Beim Finanzamt wirds hingegen nicht so schlimm sein.


Klar, Überstunden kann man machen. Die müssen aber ausnahmslos angeordnet, aufgeschrieben und danach zeitnah abgefeiert werden! Ich sage nur - 15 Minuten extra jeden Tag sind ca. 7 zusätzliche freie Tage im Jahr!

Je nachdem wie kompetitiv das Fach & Ort ist.

Kackbratze
05.02.2024, 18:20
Es gibt Unikliniken, da gehen auf einen Schlag eine Menge Assistenten.

Feuerblick
05.02.2024, 19:55
Ich glaube, das kann man tatsächlich nicht verallgemeinern. Weder innerhalb eines Fachs noch grundsätzlich für Unikliniken. Aber ja, in so superduper Elite-Schmieden (Charité, Heidelberg etc.) da wird man wohl eher den Karrieretyp finden.

Umzugskarton
06.02.2024, 06:10
Du hast prinzipiell Recht. Nur in manchen Uniklinik-Abteilung findest du eher den Karrieretyp, statt den Meine-Schönes-Leben-typ. Kündigst du: Prima: Ein Konkurrent weniger! Der nächste Bewerber wartet eh.
Je unbeliebter das Fach & Abteilung je weniger kompetitiv.
Bei Großkanzleien oder Investmentbanken findet man dasselbe Haifischbecken. Beim Finanzamt wirds hingegen nicht so schlimm sein.



Je nachdem wie kompetitiv das Fach & Ort ist.

Absolut richtig! Bei uns beschwert sich keiner offen über die Zustände. Man hört höchstens mal einen zynischen Spruch wie: „Ach ja was gibts schöneres als um 8 nach Hause zu kommen und noch ein wenig Wissenschaft zu machen“
Den Vergleich zu Investmentbankern find ich ziemlich gut getroffen. Es herrscht einfach eine gewisse „Unternehmenskultur“ und die kann man nicht einfach mal ändern indem man zum Personalrat rennt.

Lakemond
06.02.2024, 12:23
Doch! Kann man. Es müssen nur alle mitmachen. Leider jammern sie stattdessen lieber im Netz!

Relaxometrie
06.02.2024, 12:36
Es herrscht einfach eine gewisse „Unternehmenskultur“ und die kann man nicht einfach mal ändern indem man zum Personalrat rennt.
Man könnte einfach schonmal damit anfangen, nach 24 Stunden ZU GEHEN. Das haben andere schon für Euch erkämpft, dass das legal ist. Aber wenn man selbst die bereits erkämpften Verbesserungen nicht durchsetzt, ist halt irgendwann echt Hopfen und Malz verloren.

Bender B. Rodriguez
06.02.2024, 13:28
Déjà-vu

gähn...

urinbeutel
06.02.2024, 14:15
wer allgemeinchirurg wird, ist selbst schuld.
In der Charite waren die Leute so toxisch, es war einfach nicht mehr witzig.
Ein Assistnezarzt wollte mir ernsthaft in einem winzigen Kurs die Hausaufgabe geben Anatomie und OPs auswendig zu lernen.
Hab ich nicht gemacht lol und der Typ war pissed.

In den USA kann man es noch verstehen, wenn man am Ende 500.000 Dolalr verdient. Hier kriegt man nur eins auf den Deckel.

Trenn
07.02.2024, 06:19
wer allgemeinchirurg wird, ist selbst schuld.
In der Charite waren die Leute so toxisch, es war einfach nicht mehr witzig.
Ein Assistnezarzt wollte mir ernsthaft in einem winzigen Kurs die Hausaufgabe geben Anatomie und OPs auswendig zu lernen.
Hab ich nicht gemacht lol und der Typ war pissed.

In den USA kann man es noch verstehen, wenn man am Ende 500.000 Dolalr verdient. Hier kriegt man nur eins auf den Deckel.

Als Chefarzt und Professor (apl) kann man später doch auch 500k verdienen (inkl. Verdienst durch Private und Pharma-Sponsoring für Vorträge etc.). Ist die Aussicht nicht eine Motivation für die Tortur?

urinbeutel
07.02.2024, 07:47
ja, aber in den USA verdient das jeder einzelne Chirurg, hier verdient das nur der krankeste der kranken.

Heerestorte
07.02.2024, 08:26
wer allgemeinchirurg wird, ist selbst schuld.
In der Charite waren die Leute so toxisch, es war einfach nicht mehr witzig.
Ein Assistnezarzt wollte mir ernsthaft in einem winzigen Kurs die Hausaufgabe geben Anatomie und OPs auswendig zu lernen.
Hab ich nicht gemacht lol und der Typ war pissed.

In den USA kann man es noch verstehen, wenn man am Ende 500.000 Dolalr verdient. Hier kriegt man nur eins auf den Deckel.

Wer Allgemeinchirurgie mit Viszeralchirurgie gleichsetzt, hat aber auch keine Ahnung ;-)
In der neuen Generation macht keine Sau mehr den Allgemeinchirurgen. Erstens nicht notwendig, zweitens Katalog völlig utopisch.
Und die USA zu vergleichen gibt auch nur bedingt Sinn. Viel teurere Versicherungen, höhere Lebenserhaltungskosten etc.

Aber ja, dennoch ist die Situation untragbar wie sie ist.

ehem-user-19-05-2025-1430
07.02.2024, 08:53
Welcher Aspekt in der Diskussion/Betrachtung meines Erachtens zu kurz kommt und dazu beiträgt, dass das ganze nicht reformierbar ist bzw. noch viele Jahre bis Jahrzehnte dauert bis es sich normalisiert: eine große (!) Minderheit der Mediziner*innen sind einfach vom Typ her diese klassischen karrieristischen leistungsorientierten selbstausbeutenden Typen, die seit der Mittelstufe gelernt haben über Fleiß (!) statt "Kreativität" zu konkurrieren. Müsste man jetzt soziologisch aufwendig untersuchen wie hoch der Anteil ist, grob würde ich schätzen locker >25% (an Unis mehr). Das zentrale Merkmal ist die Bereitschaft zur Selbstausbeutung und die Selbstwirksamkeitserfharung über Mehraufwand/Fleiß sich die Pfründe zu schützen. Damit mein ich gar nicht nur die/den giftenden interventionellen Kardiologen oder Visceralchirurgin mit hochrotem Kopf sondern da fällt mir auch die ein oder andere zarte, nette, etwas blasse, auch teils sympathische 50kg Kollegin ein, die mir so begegnent ist (reine persönliche Erfahrung.)

Und diese - keine Ahnung - grob 25% sind eben ein signifikanter Anteil und reicht aus dass die Sache mehr oder weniger so weiter geht.

Die freuen sich doch wenn ein Teil der Kollegen sich "aussortiert" Richtung Allgmeinmed, Niederlassung, kompett Berufswechsel, Teilzeit in Praxis. Die Fährigkeit "durchzuhalten" ist der zentrale Selektionsvorteil für sie. Es gibt also für die typischen Karrieristen nicht so viel Interesse an einer Änderung der Verhältnisse als man meinen müsste...

Ihr merkt, ich war zu viel an einer Uni unterwegs :D aber übertragbar ist das aus meiner Erfahrung auch an größeren nicht Unikliniken...

Cor_magna
07.02.2024, 11:03
500k bekommt man heutzutage als Chefarzt bei Neuverträgen(wichtig!!!! Altverträge sind ne andere Nummer) eigentlich so gut wie gar nicht mehr, da muss man schon zur Creme de la creme gehören, selbst in den lukrativen Fächern. Kienbaum (Consultingfirma) gibt dazu regelmäßig Statistiken raus, bei denen lassen sich “höhere” Chefärzte(also Uniprofs) auch gerne mal beraten. Leider sind die Daten nicht öffentlich einsehbar, ich hatte aber mal bisl Zugriff drauf.
Die Statistiken dort zeigen: Insgesant sind die Gehälter heterogen, natürlich je nach Fach, aber auch innerhalb der Fächer. Chefarztgehälter sind seit vielen Jahren deutlich am sinken, in Fächern wie Radiologie an Unikliniken oder lukrative Innere( Kardio, Rhythmo, etc) oder lukrative Chirurgie sind auch mal 400k plus drin fürs obere Quartil(!), aber eben nicht wesentlich mehr. 500k und mehr sind absolute Ausnahme. Privatvergütungen etc sind auch rückläufig, von anderen "Vergütungen" durch Industriekontakte etc. habe bzw. hatte ich keinen Einblick.
Aber meine Meinung: Chefarztpostionen sind bei WEITEM(!) nicht mehr so lukrativ wie vor 30 Jahren, weder finanziell noch von der Arbeitssituation ( Entscheidunsgewalt, Aufgabenverteilung , Drucksituation etc.).

Ich persönlich halte das Preis/Leistungsverhältnis in solchen Positionen für absolut unausgewogen.
Wer dafür Uni auf sich nimmt und sein privatleben aufgibt verstehe ich bis heute überhaupt nicht. :-nix

Will nicht wissen wieviele ehrgeizige junge Leute sich den Scheiß antun und mit 40 dann merken, dass das alles irgendwie nie richtig besser wurde und sich nie richtig gelohnt hat.

Edit : Hab nachgesehen: Die letzte Statistik von Kienbaum ist von 2019, das war die auf die ich auch noch Zugriff hatte, wie es mittlerweile aussieht oder ob die das überhaupt noch neu raus bringen, weiss ich nicht.

Wie immer gilt allerdings: Über solche Themen wird mit dem Pöbel nur selten gesprochen :-))

ehem-user-19-05-2025-1430
07.02.2024, 11:21
500k bekommt man heutzutage als Chefarzt bei Neuverträgen(wichtig!!!! Altverträge sind ne andere Nummer) eigentlich so gut wie gar nicht mehr, da muss man schon zur Creme de la creme gehören, selbst in den lukrativen Fächern.

Absolut nicht repräsentativ aber tatsächlich weiß ich aus dem nahen Umfeld das Gehalt eines Chefarztes in einer der größten Chirurgien Deutschlands, hat vor wenigen Jahren begonnen. All in all 450.000/a, keine Privatliqidationen. Mehr will ich nicht sagen, weil Anonymisierung schwierig.

Versteht mich nicht falsch, das ist ja krank viel, aber wenn man denkt welche Leistung/Arbeitseifer dahintersteckt und wieviele aus der Interessenten-Gruppe "leer ausgehen"....und dass dann vergleicht mit dem ein oder anderen findigen niedergelassenen Augenarzt oder botoxdermatologen.... schon verrückte welt :D

Bevor jetzt iwelche gewieften Honoroar/Arbeitnehmerüblerassungs Oberärzte ihren Senf dazugeben: ihr seid eh in einem anderen Game/schlecht vergleichbar und gegönnt seis euch :)