Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gut laufende Karriere über den Haufen werfen und Humanmedizin machen?
freestyler
03.04.2024, 16:00
Im Bezug auf was? Dass die geistigen Fähigkeiten nicht mehr ausreichen die Prüfungen zu bestehen? Es gibt ja Leute die in dem Alter habilitieren, Spitzenforschung Betreiben oder Fremdsprachen lernen und das ist ja auch geistig herausfordernd
Ja, genau das meine ich. Es habilitiert ja auch nicht jeder zweite. Klar, es gibt immer Überflieger aber das ist die Ausnahme. Ich habe meinen 2. Facharzt mit 39 gemacht und das ging mir neben Kind und Kegel auch nicht mehr so leicht von der Hand.
dadüdada123
03.04.2024, 16:17
mach doch mal ein Praktikum (oder mehrere) in einer (oder mehrerer) Kliniken (und Fachabteilungen) und schau dir das mal an.
Vielleicht auch mal einen Nachtdienst/24h Dienst mitmachen.
Dort kann man verschiedene Eindrücke gewinnen und mit unterschiedlchen Leuten reden. Vielleicht hilft es dir ja bei der Entscheidungsfindung wenn du es "hautnah" erlebst.
StuartProwerFaktor
03.04.2024, 16:28
Also ich war ca. 10 Jahre jünger als ich das Zeitstudium begonnen habe, aber wenn ich überlege ich müsste jetzt noch mal ... das würde mir sicherlich schon deutlich schwerer fallen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass man sich das mit Ende 30 verdammt gut überlegen muss, insbesondere mit Kindern etc. Davon ab ist es sehr unwahrscheinlich, dass du einen Platz bekommst - das gibt deine Konstellation nicht her und nach einem erfolgreichen Erststudium baut man keine Wartezeit auf, zumindest ist das mein letzter Stand.
Ich denke so Fragen wie "lohnt sich eine Praxis dann noch ..." wird dir niemand seriös beantworten können, denn was in 10 Jahren ans Sozialgesetzgebung noch kommen wird, kann keiner absehen, der Druck zum Sparen wird aber sicher größer und Gesundheit ist halt ein sehr großer Posten mit viel (auch sinnvollem) Einsparpotential.
- Stand jetzt kannst du aber auch mit einer Hausarztpraxis sehr gutes Geld verdienen, es muss halt passen. Es gibt HA die verdienen zT weit über 10.000 netto und z.T. auch ohne sich tot zu machen (ob durch Nische oder Fleiß) - da braucht es nicht zwingend einen hoch spezialisierten Kardiologen.
Ich kann schon verstehen, was dich als Lehrer so stören könnte, aber gerade ein guter Lehrer ist ja auch durchaus "honorig". Ich hatte selbst das Glück auf einem guten Gymnasium gewesen zu sein, wo man auch das Lernen noch gelernt hat. Gut meine Lehrer können sich jetzt nichts davon kaufen, da sie dies Feedback von mir und anderen nie bekommen haben, das ist beim Arzt sicher anders, positives Feedback bekommt man schon ab und an. Ist wohl auch so ein kulturelles Ding in Deutschland.
Den Verdienst gegenzurechnen finde ich schwierig, vor allem vor dem Hintergrund mit der Pension. Angenommen du bist fleißig als AA und machst auch mal nen paar Dienste bei gutem Dienstmodell extra, dann kannst du schon problemlos an die 6000 Netto verdienen - dafür musste dann aber auch buckeln. Ich kann mir aber im Leben nicht vorstellen, außer du legst noch eine 10-jährigen Spitzenverdiener-Karriere hin, dass die Lücke aus Rentenanwartschaft und Pension (bekommst du dann überhaupt noch was?) sich schließen ließe, außer durch sehr große monatliche Rücklagen, was das Mehreinkommen sicher relativieren wird.
Wenn du merkst Klinik ist nix, dann wirst du sicher nicht einfach in der Patho unterkommen, das Feld wäre in deiner Konstellation außerhalb von Vitamin-B usw zu kompetitiv. Aber es gibt sicher noch andere Fächer die weniger stark klinisch sind als z.B. Innere oder Chirurgie.
Ein Grundproblem was vermutlich viele in deiner Position haben, dass man Medizin zu sehr romantisiert - dazu ein kleines, aber allzu wahres Zitat aus Scrubs:
"Mr. Bursky: Und, wie fühlt man sich als frischgebackener junger Arzt?
J.D.: Es ist so, als ob man einen Film sieht, von dem alle sagen, er wär toll, und weil man zuviel erwartet ist man am Ende furchtbar enttäuscht. Die Filme haben heutzutage viel zu viele Spezialeffekte."
Ich würde an deiner Stelle in den Ferien mal 4 Wochen famulieren, z.B. in einer schönen gemischten Inneren, ich glaube da kann sich dann manches auch schnell relativieren, wenn man merkt, dass es viel um "exazerbierte Demenz" und "Versorgungsprobleme" und das organisatorische Lösen von solchen geht. Und mit > 40 Jahren nachts um 3 Uhr aufzustehen, weil da jemand der Döner quer im Magen liegt ... ich weiß nicht, in den 20ern nimmt man das vermutlich mit mehr Humor. Ich will das jetzt gar nicht schlecht reden, aber das ist definitiv nicht jedermanns Sache (Spezialeffekte usw).
Auswandern geht als Arzt vermutlich leichter, aber eher nicht mit >> 40 Jahren. Wenn man sich die Kriterien der Arbeitsvisa mancher Länder mal anschaut, dann ist da bezüglich Alter irgendwann Schluss - außer bei spezieller Expertise etc, das wird bei dir aber nicht zutreffen.
Falls du einfach nur rastlos sein solltest, es gibt auch Fernstudiengänge, und davon nicht gerade wenig. Da kann man auch fast alle Neigungen und Interessen mit abdecken.
freestyler
03.04.2024, 20:45
@Stuart. Sehr schön zusammengefasst. Besser kann man es nicht darstellen. Ein Medizinstudium ist so schon nicht einfach und dann noch in der Konstellation hätte ich arge Bedenken.
Ich bin 40, habe 2 Kinder (2 und 7) und stehe kurz vor dem Pj. Obwohl ich lange aus dem Lernen raus war, hatte ich im Studium Kaum Probleme damit. Ich bin auch nicht die älteste hier und habe sogar eine tolle Lerngruppe aus Gleichaltrigen die ebenfalls Kinder haben. Alter und Kinder sehe ich daher nicht zwangsläufig als Grund gegen ein Medizinstudium.
Du schreibst allerdings, dass dir Geld und Anerkennung wichtig sind. Beides wirst du, falls du einen Platz bekommst, die nächsten 7 Jahre eher nicht haben. Da deine Frau Alleinverdienerin sein wird, wird vieles auf dich zurückfallen wie ( ggf längere)kita- Eingewöhnungszeit, Kinderkrankheitstage.... das kann schnell zu ner Verlängerung des Studiums führen, wenn erlaubte Fehlzeiten überschritten werden oder Pflichttermine nicht eingehalten werden können.
Die Karriere die du anstrebst ist mit dann mit noch relativ jungen Kindern auch nur möglich, wenn dir jemand den Rücken frei hält. Ob deine Frau, in über 7 Jahren , noch bereit ist sich weitgehend alleine um die Kinder zu kümmern, weil du bis Abends in der Klinik bist und andauernd Dienste schiebst ist eher schwer abzusehen, vor allem, wenn sie bis dahin Vielleicht selbst Karriere gemacht hat bzw ein höheres Einkommen hat.
Ich denke wenn es für dich nur Sinn ergibt, wenn es sich finanziell und ansehensmäßig lohnt, würde ich eher davon abraten.
Wenn du Medizin so sehr machen möchtest, dass du ( notfalls) auch mit nem Teilzeitjob oder zumindest ohne große Karriere zufrieden sein könntest, wäre es ggf eine Überlegung wert.
Ich komme aus der klinischen Pflege und hatte daher weder finanziell noch arbeitszeitmäßig viel zu verlieren. Ich bin froh, wenn ich am Ende in meinem Wunschfach in Teilzeit so viel verdiene wie vorher in Vollzeit in der Pflege und bestenfalls im Angestelltenverhältnis in einer psychiatrischen Ambulanz, Praxis oder Tagesklinik arbeiten kann.
Du scheinst da mehr Risiken eingehen zu müssen, sowohl in Bezug darauf was du verlierst als auch darauf, was evtl. nicht klappen könnte.
Und mein persönliches Hauptgegenargument gegen ein Studium in Regelstudienzeit und direkt anschließende Vollzeittätigkeit in der Klinik ist die verlorene Zeit mit der Familie. Aber das könnt nur ihr selbst für euch entscheiden.
Hattest du größere Probleme beim Lernen für das M2, insbesondere wenn man lange raus war? Das IMPP fragt ja z.T. deutlich andere Sachen als in den Semesterabschlussklausuren bzw setzt andere Schwerpunkte.
Ich schreibe erst kommende Woche das M2. Beim Amboss- Kreuzen komme ich allerdings immer deutlich über die 60 Prozent. Wie es wirklich ausgeht weiß ich natürlich nicht, aber ich denke nicht, dass ich schlechter vorbereitet bin als meine jüngeren Kommilitonen.
Espressa
04.04.2024, 07:46
Ich mag den Arztberuf, ich mag meinen konkreten im speziellen. Ja es ist cool, und letztlich wenn man dann mal FA ist verdient man nicht schlecht und es passt schon.
Aber ich bin mir sicher, ich hätte auch mit einem anderen Beruf Glücksseligkeit erlangt. Und evt noch andere Vorteile gehabt.
Endoplasmatisches Reticulum
04.04.2024, 08:38
.....
Bender B. Rodriguez
04.04.2024, 10:17
Sic...
DrSkywalker
04.04.2024, 11:34
Also ich fand es ja 2011-2014 schon richtig mies in der Klinik. Ist es wirklich schlimmer geworden oder heult ihr nur nicht so leise?
Ich bin eigentlich davon ausgegangen dass man es jetzt als Berufsanfänger einfacher hat : weniger Dienste, genauere Arbeitszeitregelungen, mehr Geld.
Das einzige was ich merke ist, dass hier in der Umgebung der Zufluchtsort Allgemeinmedizin langsam auch nicht mehr im Überfluss vorhanden ist. Die freien Praxen um unsere Uni Stadt werden rar, mvz durch Klinik oder andere mogule werden häufiger, es gibt kaum mehr inserierte Anzeigen. 2016/2017 konnte ich mir noch Praxen direkt in der Stadt aussuchen, teilweise geschenkt, das ist rum...
Bonnerin
04.04.2024, 11:59
@TE: Wenn es dir so sehr ums fachliche und die Wahrnehmung als kompetent geht, warum nicht hingehen und schauen, ob du extern im Bereich Chemie/BC promovieren kannst? Wir hatten eine Lehrerin (Bio, Erdkunde), die war promoviert und hat dann parallel zur Arbeit noch habilitiert. In meiner Oberstufenzeit ist sie PD geworden und war dann einen Nachmittag die Woche an der Uni als Dozentin. Könnte mir vorstellen, dass das eine bessere Perspektive für dich wäre als Medizin. Es raten dir hier quasi alle davon ab, und ich tue das auch. Das System läuft schon lange nicht mehr, wir warten alle auf den crash.
@DrSkywalker: Ich würde sagen beides. Meine Generation traut sich eher, lauter zu heulen, und besser als 2011 ist es sicherlich nicht. Allgemeinmedizin ist für viele eine sichere Bank, um schnellstmöglich die Klinik hinter sich zu lassen. Die in Deutschland nicht laufende Digitalisierung, die Arbeitsabläufe i.d.R. nur verschlimmert, hilft ebenso wenig wie der Pflegemangel. Oder die pöbelnden Patienten, für die mehr und mehr Kliniken Sicherheitspersonal bereitstellen. Mit den Diensten wird ohnehin gemauschelt, ich fand in der Klinikzeit tatsächlich rein von der Doku Schichtdienst besser, da wurde man nicht wenigsten verar***t, dass man ja nachts nur schlafen und nicht arbeiten würde.
Die chirurgischen Bereiche sehen z.B. ja den Nachwuchsmangel wegen den verbreitet schlechten Bedingungen inzwischen auch selbst. Allgemeinmedizin, Derma, Radio, Anästhesie sind alles Fächer mit oft halbwegs erträglichen Bedingungen, die werden halt lieber nachgefragt.
Kackbratze
04.04.2024, 12:26
Vage Formulierungen von gesellschaftlicher Achtung als Arzt und dem eigenen Wohlfühlbild als High Potential führen da m.E. am ehesten in Sinnkrise und Reue, nicht in berufliche Glückseligkeit.
Die high-potential-Idee wird beim zweiten Anatomietestat oder in der Physiologie zerschellen, wenn man einen Prüfer hat, der einen einfach nicht mag.
Und gesellschaftliche Achtung als Arzt? Wo? Im ZDF? Da Du schon Familie hast, ist der Dating-Faktor schonmal raus. Ansonsten bekommst Du eher mitleidige Blicke oder musst dich ständig rechtfertigen, warum die Notaufnahme die Patienten mit dem eingewachsenen Fussnagel am Freitag Abend um 23:55 noch 5h hat warten lassen. Geschweige denn die unsägliche Zweiklassenmedizin, bei der NUR DIESE DOOFEN BARZAHLER die Zweibettzimmer bekommen.
Der Job gibt einem schon eine Menge, aber es wird auch eine Menge abverlangt.
Und Nachtdienste sind nicht Familien-kompatibel, besonders wenn die Familie es vorher Anders kennengelernt hat.
Ich kenne genug Beispiele, bei denen der Stress einer neuen Dienstform (Der Klassiker: Hochzeit zum Facharzt, die Kinder zur OA-Stelle) dann zur Auflösung der stressigen Familienbande geführt hat, weil man einfach im Krankenhaus verheizt wird.
Duke Nukem
04.04.2024, 12:31
@DrSkywalker: Ich würde sagen beides. Meine Generation traut sich eher, lauter zu heulen, und besser als 2011 ist es sicherlich nicht. Allgemeinmedizin ist für viele eine sichere Bank, um schnellstmöglich die Klinik hinter sich zu lassen. Die in Deutschland nicht laufende Digitalisierung, die Arbeitsabläufe i.d.R. nur verschlimmert, hilft ebenso wenig wie der Pflegemangel. Oder die pöbelnden Patienten, für die mehr und mehr Kliniken Sicherheitspersonal bereitstellen. Mit den Diensten wird ohnehin gemauschelt, ich fand in der Klinikzeit tatsächlich rein von der Doku Schichtdienst besser, da wurde man nicht wenigsten verar***t, dass man ja nachts nur schlafen und nicht arbeiten würde.
Die chirurgischen Bereiche sehen z.B. ja den Nachwuchsmangel wegen den verbreitet schlechten Bedingungen inzwischen auch selbst. Allgemeinmedizin, Derma, Radio, Anästhesie sind alles Fächer mit oft halbwegs erträglichen Bedingungen, die werden halt lieber nachgefragt.
Bei uns läuft in der Allgemeinmedizin eine regelrechte Dauerwerbung. Das ist wie ein youtube video, wo die ernsthafte Lehre regelmäßig unterbrochen wird und man dann zwangsweise eine Werbung angucken muss, die man nicht skip'en kann. Ich bekomme da immer das Gefühl, dass Allgemeinmedizin der Ort ist, wo man Glück, Freiheit, Geld und Wertschätzung gepachtet hat. Kann es sein, dass das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist?
DrSkywalker
04.04.2024, 13:27
Ja, es gibt Unterschiede. Im Süden der Republik sind die Bedingungen für Hausärzte wegen der Hausarzt Verträge am besten. Im Dunstkreis der Unistädte und der Alpen gibt es keinen Arztmangel. Auf dem Land in Mittelfranken und der rhön durchaus.
Mein Leben als Hausarzt ist schon sehr angenehm, Glück Freiheit, Wertschätzung und Geld bekomme ich ehrlich gesagt schon nicht so wenig... Stress und nerviges gibt es auch, aber der Zeiger der Waage schlägt deutlich zu den positiven Aspekten aus.
Cor_magna
04.04.2024, 14:30
Also ich fand es ja 2011-2014 schon richtig mies in der Klinik. Ist es wirklich schlimmer geworden oder heult ihr nur nicht so leise?
Ich kann nur sagen, was meine älteren Arztfreunde so sagen, und die sagen: Arbeitsverdichtung und Personalmangel werden immer schlimmer, es wird mehr gespart, der restliche Käse bleibt gleich. Besserung gibt es im Bereich bezahlte Überstunden. Und ja kann sein, dass es paar Tacken mehr gibt am Ende.
freestyler
04.04.2024, 21:36
Hier in MV kann man in der Allgemeinmedizin aus dem Vollen schöpfen. Wir müssen täglich Patienten absagen, die einen Hausarzt suchen. Bereue meinen Quereinstieg nicht. Bessere Arbeitsbedingungen für deutlich mehr Gewinn. Für mich nie wieder Klinik.
Die chirurgischen Bereiche sehen z.B. ja den Nachwuchsmangel wegen den verbreitet schlechten Bedingungen inzwischen auch selbst.
Ich seh es eher so dass die Arbeitsbedingungen besser geworden aber die Ansprüche an die Arbeitsbedingungen im gleichen Zeitraum stärker gestiegen sind...
Der Job gibt einem schon eine Menge, aber es wird auch eine Menge abverlangt.
Und Nachtdienste sind nicht Familien-kompatibel, besonders wenn die Familie es vorher Anders kennengelernt hat.
Familie ist immer schwierig. Mit Diensten noch mehr.
Arbeitsverdichtung und Personalmangel werden immer schlimmer, es wird mehr gespart, der restliche Käse bleibt gleich. Besserung gibt es im Bereich bezahlte Überstunden.
In der Chirurgie machen die Assistenzärzte inzwischen ernsthaft Mittagspausen... das gabs zu meiner Zeit nicht.
Kackbratze
04.04.2024, 23:00
In der Chirurgie machen die Assistenzärzte inzwischen ernsthaft Mittagspausen... das gabs zu meiner Zeit nicht.
In der Gefäßchirurgie...soviel Zeit muss sein.
Sind den auch beide Elternteile als Ärzte tätig, ist die Ehefrau beruflich genauso weit wie ihr Ehemann? Ich kenne auch Oberärzte mit Familie und Ehefrau, die auch Ärztin ist. Aber die Frauen stecken halt im x-ten WBJ in Teilzeit während ihr Mann in derselben Zeit Oberarzt geworden ist :-nix Die meistens Ober- und Chefärzte werden in ihrer Familie und im Leben ihrer Kinder nicht ansatzweise so präsent sein, wie der jeweils andere Elternteil. Wenn man einen Partner hat, der das mitträgt, ist ja alles gut. Wenn nicht, hat man halt ein Problem. Für den TE wäre auch eher problematisch, dass seine Familie es gewöhnt ist, dass er nachts, am Wochenende, an Feiertagen und auch Abends zu Hause/präsent ist. Das wird nicht mehr der Fall sein, wenn er Arzt ist…. das wird schon eine deutliche Umstellung.
Ich mag meinen Job als Ärztin und würde es wohl wieder machen aber dem TE würde ich auch definitiv vom Medizinstudium abraten. Das was er sich vom Arztdasein erhofft, wird er definitiv nicht in entsprechende Maße bekommen und der Preis ist zu hoch für das bisschen „Anerkennung“. Das ist es definitiv nicht wert.
Heerestorte
05.04.2024, 07:21
In der Gefäßchirurgie...soviel Zeit muss sein.
In der Unfallchirurgie gehen wir auch essen... Und das sogar als Stationsarzt :-))
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.