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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhalten der leitender Oberarzt



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Drvirus
30.05.2024, 19:27
Hallo ihr Lieben,

mich interessiert eure Meinungen über den Verhalten meinen leitenden Oberarzt über folgende Situation

ich arbeite seit knapp 2 Jahren in einem Maximal Versorger. Seit Beginn des Jahres habe ich meine Rotation in der INA angefangen. Es war sehr gute Anfang und ich hatte nie so eine tolle Einarbeitung erwartet von den lt.OA. Nun kam eines Tages dazu, dass er sich mit einem anderen OA gestritten hat und ich zur Seite den andern und seine Meinung stand.
Seitdem geht nur Berg ab mit dem leitenden OA. Ich werde seine Seite komplett ignoriert, keine vernünftige Antworten auf meine Fragen keine gemeinsame nette Unterhaltung mit einander. Ich merke, dass ich Tag an Tag nur noch unmotiviert zur Arbeit gehe. Hinzukommt, dass er meinen Oberarzt aus dem eigenen Abteilung mal sagte, dass ich lieber wieder auf Station soll, weil ich noch nicht fit genug bin für den Einsatz in der INA. Zudem seit paar Wochen kriege ich häufig Nachtdienste zugeteilt, trotz mehrfache Bitte , dass ich gerne mal frühdienste haben möchte.

Mein Traum ist Facharzt für Orthopädie und Infallchirurgie zu werden, jetzt überlege ich alles weg zu schmeissen und in der Praxis zu gehen, wobei ich mich eher für die Klinik interessiere. Ein Wechsel kommt für mich nicht in Frage weil ich mit Partner Ort gebunden bin.

Ich hoffe auf paar ermutigende Worte

Lightyagami
30.05.2024, 19:54
Naja, du hast ehrlich gesagt taktisch sehr unklug gehandelt.
In solchen Situationen musst du dich wie Schweiz verhalten, wenn es dich nicht betrifft: Neutral.
Du kannst nur verlieren, da du selbst als Assi nicht viel leverage hast und man es dir entgegenhalten kann.

Kackbratze
30.05.2024, 22:26
Tja. Was soll man da empfehlen? Vielleicht mal ein klärendes Gespräch?

hebdo
30.05.2024, 22:41
Klingt nach Kompetenzüberschreitung. Leider ist einer nachtragend. Um ein klärendes Gespräch bitten, wieder den Stationsdienst annehmen und eine Lehre für die Zukunft mitnehmen.

anignu
30.05.2024, 23:46
"Leider ist einer nachtragend"?
LOA streitet sich mit OA und AA pflichtet OA bei. Und danach ist LOA der Meinung dass AA fachlich nichts kann? Klingt eigentlich logisch. Entweder man sucht das klärende Gespräch oder die Zeit heilt vieles.

Tramaldol
31.05.2024, 21:13
Kindergarten...

Kackbratze
31.05.2024, 22:14
Weil Humanmediziner so eloquent und humanistisch geprägt sind, kann so ein Verhalten im Krankenhaus nicht möglich sein.

Anne1970
01.06.2024, 04:40
:grins:
Viel kann offenbar nicht mehr schlechter werden- also: das Gespräch suchen. Nicht so nebenbei, sondern einen Termin machen, ggf. vorher Stichpunkte notieren um es klug zu beginnen… möglicherweise zunächst die Wertschätzung für die bisherige Einarbeitung/Weiterbildung äußern (wenn es so ist - nicht „schleimen“ sondern authentisch bleiben); nicht vorwürflich formulieren sondern etwa „…habe den Eindruck, dass sie in der Vergangenheit mehr mit meiner Leistung zufrieden waren, das ist jetzt nicht mehr so… was kann ich tun, dass unsere Arbeitsebene wieder besser wird …“
Je nachdem, was er antwortet, auf den nicht Disput eingehen oder zugeben, dass es falsch war, sich zu Gunsten des Kontrahenten geäußert zu haben…
Von außen ist das natürlich schwer zu beurteilen, ob der Vorfall tatsächlich die Ursache für das Zerwürfnis ist. Möglicherweise nimmt dein Ltd. OA das anders wahr?

Drvirus
02.06.2024, 08:20
Die Idee war gut und ich habe die direkt umgesetzt. Ich wollte ihn persönlich freitags anscprechen. Ds Gespräch hat letztendlich in gesammelte Mannschaft stattgefunden. Nun weiß mittlerweile jeder Assistenz das

Er hat keine eindeutige Antwort gegeben und meinte zu mir, dass er an meiner Stelle was außerhalb der Klinik in ambulanten Setting suchen sollte.

Gestern habe ich mit dem OA aus der eigenen Abteilung gesprochen und das Verhalten der ZNA LOA erzählt und dass ich schnellstmöglich auf Station wechseln möchte. Wir schauen sagte er mir.

Ich habe keine Lust der LOA täglich zu sehen auf Arbeit. Er will mich nicht haben. Ich habe Sorgen, dass die gesamte Situation eskaliert und ich bald ciao sagen werde.

davo
02.06.2024, 08:59
Ich verstehe nicht so ganz, warum es für dich nur alles oder nichts gibt.

Sebst wenn dich dieser LOA ignoriert, eine negative Einstellung dir gegenüber hat, kann man ja trotzdem dort die Weiterbildung abschließen. Anscheinend hat ja weder Chef noch OA etwas gegen dich. Und wenn du geographisch eingeschränkt bist, und dieser Facharzt dein Ziel ist, dann musst du da eben durch.

Sei konstruktiv, besprich mit Chef und OA, was deine Stärken sind, was deine Schwächen sind, woran du arbeiten solltest, usw. Zeig Interesse daran, besser zu werden, was zu lernen, dort zu bleiben, ein guter Facharzt zu werden. So stärkst du deine Position und wirst positiver wahrgenommen werden.

Außerdem: Arbeite daran deine Deutschkenntnisse zu verbessern - das ist IMHO auch ein wichtiger Aspekt. Dann kommt man auch gleich kompetenter rüber.

anignu
02.06.2024, 13:56
Diskussion mit dem LOA vor versammelter Mannschaft? Respekt. Das ist ähnlich sinnvoll wie sich bei einer Diskussion zwischen den Oberärzten klar auf die Seite gegen den LOA zu stellen.

Und nein, Krankenhaus ist kein Kindergarten. Im Kindergarten lernen die Kinder dass sie Pause haben wenn sich die Erzieherinnen unterhalten.

Nefazodon
02.06.2024, 14:12
So wie ich das sehe gab es einige Fehler in der Kommunikation. Diese Situation ist glaube ich nicht mehr zu retten.
Aus meiner Sicht bleiben dir zwei Möglichkeiten: Die Sache schlucken, etwaige Spannungen zwischen dir und dem LOA ignorieren und Gras drüber wachsen lassen oder die Klinik wechseln und irgendwo einen Neuanfang zu machen.

Drvirus
08.06.2024, 18:12
Keine Ahnung so richtig, ob sich so einen Weiterbildungsvertrag noch lohnt unter Stress.

Mein OA teilt mir mit, dass ich voraussichtlich bis Ende des Jahres in der INA bleiben muss. Für mich bedeutet unendliche Stress mit so einem LOA zu arbeiten, ihn täglich im Gesicht zu sehen macht mich fertig 😥

Habt ihr Ideen, wie ich die nächste Zeit überleben kann? Und wie ich am besten mit der Situation zurecht komme.
Ich habe den Gefühl, dass er auf mich gezwungen sei in seiner begehrter Abteilung

Feuerblick
08.06.2024, 18:22
Einfach deinen Job so gut wie möglich machen und eine Lernkurve bei der Arbeit zeigen. :-nix

Sosylos
08.06.2024, 20:30
Mit einigen Jahren Berufserfahrung findet man in der Inneren bestimmt etwas neues. Wieso sich selbst so fertig machen?

Anne1970
09.06.2024, 05:05
Lächeln und Winken- nach dem Film Madagaskar. Wie Feuer schon schrieb: in die eigene Performance investieren. Gut vorbereitete Visiten gehören dazu.

Drvirus
09.06.2024, 12:58
Darüber habe ich auch gedacht, wobei solche Po….Locher kann man wieder begegenen

Bin kein Internist 😏

Drvirus
09.06.2024, 12:59
Sosylose

fightinglizard
09.06.2024, 13:15
Ich kenne die genauen Umstände nicht, aber taktisch unklüger hätte man es nicht machen können. Erst gegen den Diensthöchsten stellen und dann vor ganzer Mannschaft diskutieren, dass alles ungerecht ist?
Wird schwierig da wieder rauszukommen…

Tramaldol
09.06.2024, 15:31
Gras über die Sache wachsen lassen. Irgendwann tauchen neue Probleme auf...