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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 25 Jahre familienversichert…und nun? Welche gesetzliche Krankenkasse als Arzt?



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Jukka666
24.08.2024, 06:30
Ich habe zum Jahreswechsel meine Arbeitszeit gesenkt und bin unter die JAEG gefallen und damit automatisch raus. Nach ein paar Monaten habe ich aufgestockt bzw wieder mehr verdient.
Bei der PKV hatte ich einige Monate lang eine Anwartschaft behalten und habe dann eine private Zusatzversicherung mit guten Leistungen behalten.
Dh ich zahle GKV plus Zusatz (Tagegeld, Pflegezusatzversicherung etc).
Und natürlich ist das mehr als ich als Privatversicherter gezahlt habe.
Aber ich fühle mich damit besser raus zu sein und wie alle anderen zu sein

Ich kann es nicht rational erklären. Das Blabla der Versicherungsmakler und Firmen war mir irgendwann einfach nicht geheuer.

Tweety8008
24.08.2024, 07:27
Und der soll doch das schlechteste sein, was es gibt? Quasi Patient 4. Klasse Unterdeck? Sind das nicht die unbeliebtesten mit der schlechtesten Leistungsdeckung in realiter?

(1) Ok, das ist dann eine emotionale Argumentation. Dann habe ich da nichts mehr beizutragen.

(2) Ja, ich. Spart mir zirka 400-500€ netto im Jahr. Etwas Aufwand aber ok.

(3) Was ist denn das für ein lächerlicher Vergleich. Die Ersparnis einer PKV in jungen Jahren ist eine reale Ersparnis, da man sonst eine GKV haben MUSS(!). Telefonverträge sind optionale Verträge. Man kann ja auch ohne Handy leben.

(4) Schlechte Erfahrungen gemacht mit solchen Patienten? Kannst du das näher ausführen. Ich sitze gerade am Flughafen und habe Zeit.

Allgemein muss ich sagen, dass es mich immer wieder erstaunt, wie unterdurchschnittlich die finanzielle Ausbildung in der medizinischen Branche ist :D

Tweety8008
24.08.2024, 07:28
Ich habe zum Jahreswechsel meine Arbeitszeit gesenkt und bin unter die JAEG gefallen und damit automatisch raus. Nach ein paar Monaten habe ich aufgestockt bzw wieder mehr verdient.
Bei der PKV hatte ich einige Monate lang eine Anwartschaft behalten und habe dann eine private Zusatzversicherung mit guten Leistungen behalten.
Dh ich zahle GKV plus Zusatz (Tagegeld, Pflegezusatzversicherung etc).
Und natürlich ist das mehr als ich als Privatversicherter gezahlt habe.
Aber ich fühle mich damit besser raus zu sein und wie alle anderen zu sein

Ich kann es nicht rational erklären. Das Blabla der Versicherungsmakler und Firmen war mir irgendwann einfach nicht geheuer.

Interessant, danke für den Beitrag.

Bleibst du dann auch in der gesetzlichen RV in Deutschland? Denn die GKV wird in der Ärzteversorgung bei Renteneintritt ja relativ teuer ohne “Arbeitgeber”-Zuschuss

Tweety8008
24.08.2024, 07:29
Bratzes Einwand ist berechtigt, siehe auch den Beitrag von Matze.
Warum Dich das so anpisst kann nicht nur Bratze nicht nachvollziehen.

Faustregel (=Ausnahmen möglich): PKV lohnt sich für junge (bis Mitte 30), gesunde (= ohne bekannte chronische Erkrankungen) Männer in selbstständigem Beruf. Im Zweifelsfall durchrechnen, vor allem mit Blick auf die Beiträge im Rentenalter!

Ich habe ihm angeboten, es per PN zu klären. Eine Nachricht habe ich nicht bekommen. Was soll ich noch dazu sagen?

Jukka666
24.08.2024, 07:54
Interessant, danke für den Beitrag.

Bleibst du dann auch in der gesetzlichen RV in Deutschland? Denn die GKV wird in der Ärzteversorgung bei Renteneintritt ja relativ teuer ohne “Arbeitgeber”-Zuschuss

Nein, also ich bin schon noch in der Ärzteversorgung. Habe aber genügend Beiträge für die Mindestversicherungszeit in der deutschen Rentenversicherung gesammelt. Und spekuliere auf die Krankenversicherung der Rentner. Dafür muss ich ja für Renteneintritt wahrscheinlich noch etwas parallel einzahlen. Zusätzlich fahre ich mehrgleisig, mit privater Rentenversicherung, inklusive Kapitalwahlrecht und ohne. Ich habe ETF, eine eigen genutzte Immobilie, und denke, dass ich im Alter zumindest nicht am Hungertuch nagen werde.

Ich weiß schon, man kann es nicht rational erklären. Ich habe ehrlich gesagt, aber auch nicht wesentlich eine andere Wahl gehabt, denn ich bin ja unter die Entgeltgrenze gefallen, habe es aber auch nicht darauf angelegt, es nicht zu tun. Das hat er ja auch berufliche Entwicklungsgründe. Ich persönlich, auch das ist emotional, glaube nicht langfristig an eine Zukunft der Privatversicherten in Deutschland.

Jukka666
24.08.2024, 07:59
Und die PKV? Meine Frau zahlt jetzt schon knapp 1000 euro. Wie wird das sein wenn sie 67 ist?

Tweety8008
24.08.2024, 08:12
Nein, also ich bin schon noch in der Ärzteversorgung. Habe aber genügend Beiträge für die Mindestversicherungszeit in der deutschen Rentenversicherung gesammelt. Und spekuliere auf die Krankenversicherung der Rentner. Dafür muss ich ja für Renteneintritt wahrscheinlich noch etwas parallel einzahlen. Zusätzlich fahre ich mehrgleisig, mit privater Rentenversicherung, inklusive Kapitalwahlrecht und ohne. Ich habe ETF, eine eigen genutzte Immobilie, und denke, dass ich im Alter zumindest nicht am Hungertuch nagen werde.

Ich weiß schon, man kann es nicht rational erklären. Ich habe ehrlich gesagt, aber auch nicht wesentlich eine andere Wahl gehabt, denn ich bin ja unter die Entgeltgrenze gefallen, habe es aber auch nicht darauf angelegt, es nicht zu tun. Das hat er ja auch berufliche Entwicklungsgründe. Ich persönlich, auch das ist emotional, glaube nicht langfristig an eine Zukunft der Privatversicherten in Deutschland.

Private Rentenversicherung … oh Gott, dass heißt du zahlst Geld in einen Fonds ein, der wahrscheinlich underperformen wird, während dein Berater 1.5% p.a. an dir verdient und Provisionen bekommt?

ETFs sind aber nicht falsch. Am besten einen mit niedriger TER wählen :)

Trenn
24.08.2024, 09:02
Und die PKV? Meine Frau zahlt jetzt schon knapp 1000 euro. Wie wird das sein wenn sie 67 ist?

Das ist ja, was mich interessiert, aber konkret kriege ich da wenig Informationen. Es ist wohl zu dreist seine Patienten zu fragen, was die zahlen und die Kollegen sind meisten zu verschlossen und erzählen das nicht (ist das gleiche Problem mit Gehältern in Deutschland, es wurde die Transparenz aberzogen). Knapp 1000€ zahle ich auch für die GKV (Selbständig), beim Renteneintritt wird es wohl 1500€ sein (die Beiträge werden sicherlich ansteigen), eine halbwegs vernünftige PKV müsste doch deutlich drüber liegen, sonst würden nicht alle darüber schimpfen. Hätte ich meinen Karriereweg vorher gewusst, wäre ich vor 10 Jahren gewechselt und es hätte sich vielleicht durch die Rücklagen gelohnt. Jetzt mit Kindern und Frau ohne Beamtenstatus lohnt es sich nicht mehr unbedingt, ich werde auch versuchen, die 5 Jahre in der DRV voll zu kriegen.....
Danke an allen, die konkrete Zahlen genannt haben!

Bender B. Rodriguez
24.08.2024, 10:05
Die Krankenversicherung der Rentner schützt einen nur dann vor doppelten Beiträgen wenn man eine hohe gesetzliche Rente erwartet.

Die fünf Jahre Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung berechtigen zwar zur Mitgliedschaft in der KdR aber die Beiträge inklusive "AG"-Anteil berechnen sich dann aus dieser Rente. Die restlichen Beiträge errichtet man dann doppelt auf alle entsprechenden Einkünfte.

Durch fünf Jahre in der GRV spart man also später allenfalls ein paar Euro.

Nefazodon
24.08.2024, 10:12
Die Krankenversicherung der Rentner schützt einen nur dann vor doppelten Beiträgen wenn man eine hohe gesetzliche Rente erwartet.

Die fünf Jahre Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung berechtigen zwar zur Mitgliedschaft in der KdR aber die Beiträge inklusive "AG"-Anteil berechnen sich dann aus dieser Rente. Die restlichen Beiträge errichtet man dann doppelt auf alle entsprechenden Einkünfte.

Durch fünf Jahre in der GRV spart man also später allenfalls ein paar Euro.

Das Thema haben wir hier vereinzelt schon diskutiert.
Auf jeden Fall ist es so, dass man auf die Rente aus dem Versorgungswerk auch bei Mitgliedschaft in der KdR leider den vollen Beitragssatz entrichten muss.
Die Renten aus der DRV und aus der Ärzteversorgung werden da sozusagen separat betrachtet.
Möglicherweise gibt es aber eine (für einige) relevante Ausnahme: private Kapitalerträge.
Ist man nicht Mitglied in der KdR, muss man auf diese den vollen Beitragssatz zahlen, bei Mitgliedschaft in der KdR ist es nur der Arbeitnehmeranteil.
Ob sich Einzahlungen in die DRV für die Mitgliedschaft in der KdR also lohnen hängt auch von der privaten Kapitalanlage ab.

Bender B. Rodriguez
24.08.2024, 10:14
Zum Thema Beiträge in der PKV: ich kenne zwei Extrembeispiele: selbständig seit Anfang zwanzig, nun knapp achtzig, zahlt rund 1500,- und selbständig seit Mitte dreißig, heute siebzig und ein bisschen, zahlt nur ca. 700,-.

Beides Männer, beide bei Abschluss gesund. Beides Tarife mit Chefarzt/Privatzimmer.

Der jüngere hat einen Tarif mit großzügigem Selbstbehalt. Er bekommt auch noch regelmäßig Rückzahlungen wegen Leistungsfreiheit und spart dadurch sogar nochmal.

Der ältere hat einfach den gleichen Vertrag seit Jahrzehnten und sich nie weiter gekümmert.

Nefazodon
24.08.2024, 10:16
Ich finde übrigens, dass die ärztlichen Versorgungswerke viel transparanter über o.g. Umstand informieren müssten.
Da erscheinen die Renten aus dem Versorgungswerk gleich viel weniger attraktiv....

Bender B. Rodriguez
24.08.2024, 10:18
Kennst du Beispiele für Kapitalerträge auf die man beitragspflichtig ist UND wo die KdR die Beiträge bezuschusst?

Ich finde das schwer vorstellbar weil es m.E. dem Solidaritätsprinzip zuwiderläuft.

Ich müsste jedenfalls auf meine Mieteinnahmen GKV-Beiträge (natürlich ohne Bezuschussung von irgendeiner Stelle) zahlen wenn ich unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdienrn würde.

Nefazodon
24.08.2024, 10:21
Der jüngere hat einen Tarif mit großzügigem Selbstbehalt. Er bekommt auch noch regelmäßig Rückzahlungen wegen Leistungsfreiheit und spart dadurch sogar nochmal.


Meiner Meinung nach ist es ein großer Fehler mit den Rückzahlungen wegen Leistungsfreiheit fest zu kalkulieren.

Ich hatte schon Privatpatienten in der Notaufnahme, die sich mit Händen und Füßen gegen eine dringend indizierte stationäre Abklärung gewehrt haben, schlicht, weil sie es sich nicht leisten konnten.

Nefazodon
24.08.2024, 10:27
Kennst du Beispiele für Kapitalerträge auf die man beitragspflichtig ist UND wo die KdR die Beiträge bezuschusst?


ich selbst kenne keine Beispiele. Bisher ist es aber für mich auch noch nicht relevant. Ob die o.g. Kalkulation aufgeht, werde ich erst viel später merken.
Anignu kennt sich da vielleicht besser aus. Von ihm wurde die Idee ursprünglich aufgebracht.
Vielleicht kann er nochmal etwas dazu schreiben.

Bender B. Rodriguez
24.08.2024, 10:27
Fest kalkuliert ist das nicht. Die Ersparnis kommt zu den niedrigen Beiträgen noch hinzu. Und mit nicht leisten können hat es auch nichts zu tun.

Durch den hohen Selbstbehalt ergibt sich die Leistungfreiheit oft automatisch. Und bevor der Punkt aufgegriffen wird: der Selbstbehalt ist natürlich deutlich niedriger als die Differenz der entsprechenden Beiträge.

Kackbratze
25.08.2024, 22:18
Ich habe ihm angeboten, es per PN zu klären. Eine Nachricht habe ich nicht bekommen. Was soll ich noch dazu sagen?

Solange deine Hausaufgaben nicht abgegeben sind kannst Du denken was Du willst.
Der Boss wartet einfach.


Um bei dem Thema zu bleiben:
80 Jahre alt, volle Privatversicherung ohne Selbstbehalt. 2 Personen: w 1100€, m 900€.

Aber das ist Stand dieses Jahr, wie "unsere" Zukunft aussehen wird, weiss niemand.

Tweety8008
25.08.2024, 22:39
Solange deine Hausaufgaben nicht abgegeben sind kannst Du denken was Du willst.
Der Boss wartet einfach.


Um bei dem Thema zu bleiben:
80 Jahre alt, volle Privatversicherung ohne Selbstbehalt. 2 Personen: w 1100€, m 900€.

Aber das ist Stand dieses Jahr, wie "unsere" Zukunft aussehen wird, weiss niemand.

Hausaufgaben? Schau ich aus wie 12?

Kackbratze
25.08.2024, 22:46
Angeben wie ein 12jähriger tust Du jedenfalls.

Bist Du selbstständig in deinem Pharmaunternehmen oder wie handhabst du die PKV Vorauszahlung genau?

Bei Angestellten gilt doch im Anschluss an die Vorzahlung der Beitragszuschuss nicht als Steuerfrei und wird dann auf das Bruttoeinkommen angerechnet und muss versteuert werden.
Ausserdem sind die Rabatte je nach Versicherungsanbieter unterschiedlich (!) und nicht jeder hat seinen gesamten Jahresbeitrag flüssig auf dem Konto rumliegen (letzter Punkt ist aber so individuell, muss man selber wissen)

Tweety8008
26.08.2024, 03:23
Der AG-Beitrag ist immer steuerfrei. Jedenfalls kein Problem mit der Steuererklärung beim FA München 2022 und 2023.