Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Doctari
Mariam123456
10.10.2024, 06:42
Hallo Ihr Lieben,
ist jemand von euch bei doctari angemeldet und kann es weiterempfehlen? oder seine Erfahrungen mit uns teilen? Ich würde gerne neben meinem Vollzeitjob dies ab und zu machen.
Vielen Dank
Lakemond
10.10.2024, 07:44
Wenn Du private Nachrichten freischaltest, schicke ich Dir was.
Mariam123456
10.10.2024, 07:56
Ok ist aktiviert
Doctari sackt einen viel zu großen Teil der Kohle für sich ein. Wer für die arbeitet, trägt dazu bei, dass ärztliche Leistung unter Wert verscherbelt wird.
Tramaldol
10.10.2024, 10:20
Ein ähnliches Problem ist es bei der Personalvermittlung. Die Regel sind 3 Monatsgehälter an Provision. Das darf auch noch die Allgemeinheit mit ihren Beiträgen schultern.
Ganz fragwürdig ist es mit der Zeitarbeit in der Pflege. Da kriegen die Zeitarbeitsleute mehr Gehalt und können sich die Schichten aussuchen, was zu ganz toller Stimmung im Personalbestand führt. Manche Krankenhäuser lehnen es daher generell ab mit Zeitarbeitsfirmen zu arbeiten. Relativ einfach kriegen solche Firmen Leute aus dem Ausland, die in der Anerkennungsphase sind oder am Ende, in die Finger, da die nunmal nicht so den Fuß hier in der Tür haben.
Ich finde es besser klassisch über Stellenanzeigen auf den KH-Webseiten, im Netz oder den Fachgesellschaften. Ich hatte mehrmals Kontakt mit Personalvermitteln, es ist aber nie was zustandegekommen. Der Höhepunkt war in der Weiterbildung ein Chefarzt in Karlsruhe, der sich beklagt habe, dass man sich über so eine Gesellschaft beworben habe und nicht direkt. Das würde jetzt Kosten verursachen für das Krankenhaus. (?!? Warum tritt er dann überhaupt in Kontakt mit denen?). Da es so schon beim Vorstellungsgespräch anfing, habe ich mich dagegen entschieden.
Lakemond
10.10.2024, 15:19
Ganz ehrlich, die Provision, die das Haus zahlen muss ist nicht mein Problem.
Das doctari geizig ist, habe ich auch bemerkt. Ich mache einfach keine Dienste für unter 90€/h
Ganz fragwürdig ist es mit der Zeitarbeit in der Pflege. Da kriegen die Zeitarbeitsleute mehr Gehalt und können sich die Schichten aussuchen, was zu ganz toller Stimmung im Personalbestand führt. Manche Krankenhäuser lehnen es daher generell ab mit Zeitarbeitsfirmen zu arbeiten. Relativ einfach kriegen solche Firmen Leute aus dem Ausland, die in der Anerkennungsphase sind oder am Ende, in die Finger, da die nunmal nicht so den Fuß hier in der Tür haben.Was ist daran „fragwürdig“? Wenn ich mir anschaue wie Häuser teilweise die eigenen Leute verheizen kann ich jeden verstehen, der aus diesem System aussteigt. Die Leiharbeitskräfte, die wir bei uns in den letzten Monaten in der Anästhesie im Dienst hatten, waren (von einer Ausnahme abgesehen) fachlich und auch menschlich richtig gut - überwiegend erfahrene Fachpflegekräfte mit hervorragender Arbeitseinstellung und einem gut geschulten Blick für das „große Ganze“ des individuellen Falls. Vor allem letzteres fehlt leider vielen neuen festen Mitarbeitern aus der Anerkennung, obwohl die meisten davon berichten, dass sie im Heimatland „selber Narkose“ gemacht hätten. Da wird in wuseligen Situationen angefangen, mal eben den Materialwagen umzusortieren oder Fragen zum nächsten Fall zu stellen, die man sich mit einem kurzen Blick in die Doku direkt selbst hätte beantworten können. Oder beim durchgehend nur so mäßig stabilen Patienten während der Ausleitung schon mal schnell kommentarlos der Nor-Perfusor ausgepannt. Gekoppelt mit einer bei vielen zusätzlich noch bestehenden Sprachbarriere macht das die Arbeit nicht entspannter. Erst recht nicht für Berufsanfänger. Aber diese Kollegen sind natürlich viel viel günstiger als die Zeitarbeiter, also ist klar wer bleibt.
Das war jetzt natürlich total off topic, aber ich finde es nur nachvollziehbar wenn man sich das Arbeitsmodell aussucht, das einem das persönlich am besten passende Gesamtpaket bietet. Und wenn das die Zeitarbeit ist: warum denn nicht. Egal in welcher Berufsgruppe. Mit dem Geld, das die Häuser diesen Anbietern dafür zahlen könnte man wahrscheinlich problemlos die Arbeitsbedingungen der eigenen Mitarbeiter signifikant verbessern, aber das scheint in der Bilanz ein anderer Topf zu sein, also bleibt überwiegend alles so wie es ist. Da hält sich mein Mitleid für die armen Krankenhäuser auch sehr in Grenzen.
Ich mache einfach keine Dienste für unter 90€/h
Und für 90 mach ich nur noch Jux-Dienste nachts oder am WE/Feiertag. Verdiene in Festanstellung mehr als das Doppelte.
Bender B. Rodriguez
10.10.2024, 18:54
Du bist aber auch der GröPaZ. Das ist ein ganz anderes Thema.
Was auch immer das sein mag....
Ich lass mich nicht, wie leider viele Kollegen, die dann darüber jammern, finanziell ver@rschen. Ehrenamtlich arbeite ich genau dann, wenn ich es will - und nicht irgendein Arbeitgeber daran verdient.
Bender B. Rodriguez
10.10.2024, 20:38
Mit ein bisschen Nachdenken kommst du schon drauf...
Es ist wirklich schön dass du finanziell so erfolgreich bist. Dass du es offenbar nötig hast dies immer wieder und auch in Threads in denen es nichts zur Erkenntnis des TE beiträgt zu betonen, kannst du als GröPaZ sicherlich am besten erklären.
Lakemond
10.10.2024, 21:05
Wo verdient man in der Medizin als nicht Chefarzt 200€/h?
nystagmus
10.10.2024, 23:02
Du bist aber auch der GröPaZ. Das ist ein ganz anderes Thema.
Das hat nichts mit GröPaZ zu tun. Schaue doch mal ins JVEG, wie viel ein Dolmetscher mit IHK-Prüfung verdient (genau 90/h). Für eine Dienstleistung mit deutlich mehr Verantwortung zu Unzeiten kann man doch mehr verlangen, oder?
Die Ausbeutung bei den Ärzten ist so schlimm, dass manche es aus Selbstschutz nicht wahrhaben wollen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, man kann es aber wirklich überwinden, dann läuft es auch vieeeeeeeel besser ;)
nystagmus
10.10.2024, 23:04
Wo verdient man in der Medizin als nicht Chefarzt 200€/h?
In einigen Kliniken verdienen Honorarärzte sogar mehr als der Chefarzt selbst.....
Wo verdient man in der Medizin als nicht Chefarzt 200€/h?
Man verdient das, was man wert ist, wenn man klug verhandelt, bereit ist, in nicht woke Großstädte zu gehen und sein Verhalten in der Festanstellung so gestaltet, dass man netto auf über hundert Euro kommt.
Dazu ist es übrigens wichtig, Geld so anzulegen, dass es spätestens nach 20 Arbeitsjahren allein ausreichend arbeitet, damit man sich selbst nur noch mit angenehmen Dingen beschäftigen kann angesichts des katastrophalen Zustands unseres Systems, das in den nächsten Jahren nicht besser werden wird.
Was das konkret heisst: Aufhören zu jammern, vor allem die WBA, sondern in sich selbst investieren und dann los. Als WBA und auch noch als junger FA habe ich 100 h/Woche in der Klinik geschuftet - hat sich gelohnt, sowohl inhaltlich im Können und Wissen als auch finanziell! Jetzt mache ich nicht mehr als eine 40-h-Woche und manchmal zum Spaß Dienste in sterbenden Häusern.
Bender B. Rodriguez
11.10.2024, 06:46
Das hat nichts mit GröPaZ zu tun. Schaue doch mal ins JVEG, wie viel ein Dolmetscher mit IHK-Prüfung verdient (genau 90/h). Für eine Dienstleistung mit deutlich mehr Verantwortung zu Unzeiten kann man doch mehr verlangen, oder?
Die Ausbeutung bei den Ärzten ist so schlimm, dass manche es aus Selbstschutz nicht wahrhaben wollen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, man kann es aber wirklich überwinden, dann läuft es auch vieeeeeeeel besser ;)
Es geht dem TE hier aber nicht darum über die Selbstausbeutung von Ärzten zu diskutieren oder eine Bühne zum Renommieren zu bieten.
Lakemond
11.10.2024, 08:10
Also, wie ich dachte, alles nur Internetgeschichten.
nystagmus
11.10.2024, 10:59
Es geht dem TE hier aber nicht darum über die Selbstausbeutung von Ärzten zu diskutieren oder eine Bühne zum Renommieren zu bieten.
Rafiki und ich haben das Thema mit eigenen Erfahrungen und Quellen ergänzt und wieder in den TE gebracht. Du bist derjenige, der das Thema mit irrelevantem Inhalt (GröPaZ) entgleisen ließ und dein Fokus liegt immer noch auf den erwähnten Nebensätzen... Denk mal drüber nach.
Ich hebe ab, Allen ein schönes Wochenende.
matthew90
11.10.2024, 11:59
Ich kenne viele die solche Firmen benutzen und zufrieden sind. Die kriegen im Durchschnitt 100-150/ Std. und suchen die Arbeit aus. Natürlich weiß man im Voraus nicht wie die Arbeitsbedingungen vor Ort sind.
Als Facharzt oder Nebenverdienst in der Weiterbildungszeit (wenn du Zeit/ Lust hast) ausprobieren aber du solltest den Arbeitsvertrag richtig lesen bevor du unterschreiben.
Viel Erfolg und bei Fragen PN. Kann die Kontake von einer Freundin, die sowas "Hauptberuflich" macht weiterleiten
Bender B. Rodriguez
11.10.2024, 12:11
...entgleisen...
Blub.
Aber nett sekundiert.
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