Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nicht-Fähigkeit als FA
Worüber hat er sich konkret beim BR beschwert?
Weiß ich noch nicht, ich wurde vorab informiert und muss das Schriftliche abwarten.
Feuerblick
01.08.2025, 08:37
Joa, dann würde ich schon mal ein Gedächtnisprotokoll seiner fachlichen Verfehlungen incl. der letzten zusammenschreiben (möglichst mit Patienten-ID). Wenn sich das läppert, hast du ja nichts falsch gemacht.
Bender B. Rodriguez
01.08.2025, 09:38
Ich finde schon interessant, was der Mensch denkt, was der BR da für eine Handhabe haben soll. Was ist die Beschwerdegrundlage?
Derjenige, dessen Aufgabe es ist die FA-Eignung zu bewerten, spricht diese ab?
Ich finde schon interessant, was der Mensch denkt, was der BR da für eine Handhabe haben soll. Was ist die Beschwerdegrundlage?
Derjenige, dessen Aufgabe es ist die FA-Eignung zu bewerten, spricht diese ab?
Ich vermute, er kann diese Kränkung nicht verwinden und geht auf die persönliche Ebene, mit mimimi. Er hat dazu auch die Mails, die ich ihm schickte eingereicht, wo ich ganz sachlich die Lage geschildert habe bzw. ihn sehr deutlich auf fachliches Fehlverhalten hingewiesen habe - konkret in diesem Fall: Er kurz nach meiner Medikamentenumstellung eine völlige Änderung vor (genau in die Richtung, von welcher ich wegwollte), erzählte dem Pat. Unsinn von wegen Gefährlichkeit und hielt keine Rücksprache mit mir, so dass mehrere Wochen vergingen, es dem Pat. zunehmend schlechter ging (worüber ich auch nicht informiert wurde). Erst eine Woche vor Entlassung konnte ich wieder eine Richtigstellung vornehmen, was nun nicht mehr ausreicht, um den Erfolg der Maßnahme festzustellen. Das ist durchaus weitreichende Folgen, nämlich nicht nur bzgl. des Befindens des Pat., sondern ob prinzipiell Erwerbsfähigkeit wieder hergestellt werden kann - also ca. 7 Wochen Aufenthalt für`n Ofen.
Relaxometrie
01.08.2025, 11:31
so dass mehrere Wochen vergingen, es dem Pat. zunehmend schlechter ging (worüber ich auch nicht informiert wurde). Erst eine Woche vor Entlassung konnte ich wieder eine Richtigstellung vornehmen, was nun nicht mehr ausreicht, um den Erfolg der Maßnahme festzustellen. Das ist durchaus weitreichende Folgen, nämlich nicht nur bzgl. des Befindens des Pat., sondern ob prinzipiell Erwerbsfähigkeit wieder hergestellt werden kann - also ca. 7 Wochen Aufenthalt für`n Ofen.
Das klingt aber irgendwie unglaubwürdig. Wie kann es sein, dass ein nicht-Facharzt 7 Wochen lang nicht von einem Facharzt kontrolliert wird? Da liegen die Probleme dann nicht mehr nur beim versagenden Assistenzarzt, sondern in der gesamten Klinikstruktur.
Das klingt aber irgendwie unglaubwürdig. Wie kann es sein, dass ein nicht-Facharzt 7 Wochen lang nicht von einem Facharzt kontrolliert wird? Da liegen die Probleme dann nicht mehr nur beim versagenden Assistenzarzt, sondern in der gesamten Klinikstruktur.
Natürlich, so ist die Realität in vielen Psychoklinken (egal ob Akut, Reha, Psychiatrie, Psychosomatik, öffentlich oder privat, auch hochprivat - ich kenne alles). Hier konkret: Eigentlich zuständiger OA seit vielen Wochen nicht da, verschwunden. So lässt man die Assistenten vor sich hin werkeln, und dazu noch eben solche Kandidaten - als Helfer hat er übrigens eine Hospitantin, die noch nicht mal eine Berufserlaubnis hat und ihr vermutlich Unfug vermittelt. Der CA interessiert sich nicht für klinische Versorgung - und Psychologen, oftmals PIAs haben keine Ahnung von Medizin.
Da ich also offiziell nur vertrete, bekomme ich von Vielem gar nichts mit, wäre eben darauf angewiesen, dass eine langjähriger "Weiterbildungsassi kurz vor FA" entsprechend fachgerecht handelt bzw. seine minderwertigen Fähigkeiten erkennt und mich informiert.
Da liegst du aber jetzt falsch.
Das sind Dinge, die eindeutig im Verantwortungsbereich der Chefärzte und Vertreter liegen.
Es ist völlig unzulässig, dass nicht-Fachärzte wochenlang vor sich hinwerkeln, mit der Begründung, dass sie sich bei Problemen/Fragen melden müssten.
Auch Eure (nach eigener Darstellung) Saftklinik hat Qualitätskriterien, und da ist mit Sicherheit festgehalten, in welchen Abständen welche fach- und oberärztlichen Visiten durchgeführt werden.
Du ziehst dich hier aus deiner Verantwortung!! Es ist deine Aufgabe, Dinge mitzubekommen.
Relaxometrie
01.08.2025, 15:56
Du ziehst dich hier aus deiner Verantwortung!! Es ist deine Aufgabe, Dinge mitzubekommen.
Oder, wenn man als LOÄ merkt, dass man den Überblick verliert und es nicht mehr schaffen KANN (unfähige Assistenten, zu wenige Fachärzte, Chef ist gekündigt worden), eine Überlastungsanzeige zu schreiben und die Schieflage eindringlich publik macht. An den Zuständen trägt der Assistent, der nicht facharztreif ist, die geringste Schuld.
Dass die beschriebenen Zustände kein Einzelfall sind, glaube ich sofort. Habe ähnliche Katastophen von einem psychiatrischen Krankenhaus in privater Trägerschaft gehört, in dem zwei meiner Kollegen aus der Neurologie (als ich mal ein knappes Jahr Neuro gemacht habe) ihr Psychiatriejahr absolvieren wollten. Beide extrem hart im Nehmen und durch die neurologischen vier Jahre echt an Arbeit gewöhnt. Aber beide haben die Stelle in dieser Psychiatrie gekündigt, nachdem sie die Bedingungen dort einige Wochen erlebt haben.
Ich ziehe mich gerade nicht aus der Verantwortung, weil ich einen Bereich, der nicht meiner ist - noch nicht einmal meine Klinik, klinisch mitversorge - nur sind meine Tage auch begrenzt, mehr als 12 h pro Tag kann ich auf Dauer nicht schaffen. Ansonsten: CA und GF wissen von den Zuständen, ich weise sie immer wieder darauf hin. Man will einfach Geld sparen und keinen teuren Hornorardienst engagieren. morgoth, du kennst die Zustände vor Ort nicht und erlaubst dir ein Urteil über mich - nicht schön.
Für Assis ist es übrigens recht nett: pünktlicher Feierabend, überdurchschnittliche Bezahlung. Dienste überwiegend zum Schlafen.
Relaxometrie
13.09.2025, 19:26
Gibt es schon Neuigkeiten in dem Fall?
Gibt es schon Neuigkeiten in dem Fall?
Bisher habe ich keine schriftliche Beschwerde bekommen. Mal schauen, ob die noch kommt, aber weiß ganz genau, dass man nichts in der Hand hat gegen mich. Was aber sehr wohl getan wird, ist, mich in gewisser Weise kalt zu stellen als Strafe dafür, dass ich die politischen Pläne der Klinik durchkreuzt habe (kein Fachvertreter für mich -> keine Weiterbildungsermächtigung -> keine WBA).
Aber es gibt endlich einen neuen Kollegoiden für die Abteilung, die ich monatelang vertreten hat, nämlich einen von der ANÜ auf Durchreise. Er hat es geschafft, (während meines Urlaubs) innerhalb von fünf Tagen drei schwerwiegende Medikationsfehler zu begehen, die teils (potentielle) psychisch und körperlich lebensbedrohliche Folgen hatten; gleichzeitig unverschämtes Verhalten den etablierten OÄ gegenüber. Ich wünschte den sofortigen Rausschmiss, dem die Leitung bisher nicht nachkam.
In der Psychomedizin ist das eine Art Prostitutionsgeschäft geworden, das frischgebackene FÄ mit Hochstaplerattitüden machen, die nicht wirklich Ahnung haben (oder woanders wegen Verhaltensoriginalitäten nicht geduldet werden).
Wie sieht das in anderen Gebieten aus?
Relaxometrie
13.09.2025, 20:59
Mich würden die Medikationsfehler des ANÜ-Arztes interessieren. Entweder, um mich toll zu fühlen, wenn ich die Fehler vermieden hätte :-)) oder um dazuzulernen.
Mich würden die Medikationsfehler des ANÜ-Arztes interessieren. Entweder, um mich toll zu fühlen, wenn ich die Fehler vermieden hätte :-)) oder um dazuzulernen.
Mal sehr kursorisch:
- depr. Pat.: Umstellung Fluxoetin (sehr lange HWZ) auf anderes SSRI ohne wash-out (Empfohlen 1-2 Wochen): Gefahr Serotoninsyndrom
- schwer agitierte Depr.: Reduktion der stabilisierend-augmentativen Neurolepise und Gabe eines nicht indizierten Betablockers: die Pat. drehte bald durch, gequält ohne Ende, suizidal
- Depr. bei Z. n. Schlaganfall vor einigen Monaten: stabilisierende Neurolepsie abgesetzt und obsoletes AD (Paroxetin) angesetzt, das häufig zu Elektrolytverschiebungen, starken CYP-Interaktionen und hoher Blutungsgefahr bei Einnahme von Blutverdünnern führt -> starker Na und Cl-Abfall, evtl. Verwirrtest, psychotische Entgleisung
OldBones
14.10.2025, 18:25
Nicht, dass es mich alles wundert ...
Aber solche Fälle immer mal wieder zu lesen lässt einen jedes Mal erschrecken.
Gibt es Neuigkeiten im Fall?
Gibt es Neuigkeiten im Fall?
In welchem Fall gerade - es häuft sich ja...
Also: Fall des nicht facharztfähigen Kollegen: Der scheint das akzeptiert zu haben, jedenfalls werde ich gerade nicht mehr behelligt.
Fall des unfähigen/gefährlich agierenden ANÜ-Oberarztes: Der war beleidigt und hat nach 3 Wochen gekündigt. Es kam ein neuer, unerfahrener ANÜ-OA, da ging es ähnlich weiter, nämlich dass mich die Pflege (!) anflehte, doch seine Anordnungen rückgängig zu machen (obwohl ich dort nicht zuständig bin), weil sie wussten, dass das nicht gut gehen würde. Zudem wollte er ständig Leute aus der Reha in die Akutpsychiatrie schicken, weil er so unsicher war. Man muss wissen, dass mittlerweile - ähnlich wie in der somatischen Reha - ziemlich kranke Leute in die Reha kommen. Das muss man managen können, wenn man Spezialist ist und 20k Honorar bekommt und klar unterscheiden, wann es brenzlig wird und wann nicht.
Im Grunde ist es Betrug, was da läuft. Es verkaufen Leute ihren FA-Titel, ohne dass entsprechende Leistung dahinter steht, die man selbstverständlich erwarten müsste. Wobei ich nicht erwarte, dass ein frischer FA in den ersten Jahren alles überschaut - aber dann darf man sich nicht entsprechend anheuern, sondern hat in einer Festposition am sicheren Ort zu bleiben, den man kennt und erfahrene Oberärzte oder Chefs zu fragen, wenn man noch nicht sattelfest ist. Manche scheinen aber in Phase zwei der Expertenentwicklung hängen zu bleiben.
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