Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neurologie
Hellequin
03.12.2011, 20:39
Ich finde ja den Wallesch ganz gut. Mit seinen 1000 Seiten nicht ganz dünn und auch schon von 2005 aber da finden sich eigentlich alle relevanten Dinge.
Coxy-Baby
03.12.2011, 20:43
Den Berlit gibts augenscheinlich auch druckfrisch, auch nen schönes Buch wenns etwas ausführlicher sein soll ;-)
Insbesondere eine gute Vermittlung grundlegender Fertigkeiten in Befundung wäre wünschenswert; ich habe schon viele sagen hören, Neurologie sei vor allem Anatomie. Und natürlich das Handwerkszeug, diese zu untersuchen.
Also fürr die Neuroanatomie und damit verbundene Grundlagenklinik der Neurologie ist im deutschsprachigen Raum wirklich der alte Duus Neurologisch Topische Diagnostik gut.
Leider gibt es kein einzelnes alles gut abdeckende Neurologielehrbuch. Es kommt auch darauf an, was man lieber möchte: eher Apparateversierte Neurologie oder eher klinisch orientierte Neurologie. Die moderneren Lehrbücher gehen immer mehr über zu Apparatediagnostik Labormarker.
Statt Neurologie compact wäre auch sehr detailliert an Faktenwissen die Checkliste Neurologie - fand da stand immer mehr drin. Zumal man für das meiste Faktenwissen - besonders natürlich die Therapie eher die Leitlinien der Neurologischen Gesellschaft auf dgn.org konsultieren kann - sind frei verfügbar und zudem sind Neurologen sehr leitlinienfleißig.
linus van de meer
22.12.2011, 13:31
Jetzt gibt es ja auch endlich den Harrison Neurologie
http://www.amazon.de/Harrisons-Neurologie-Stephen-L-Hauser/dp/3940615242/ref=sr_1_17?s=books&ie=UTF8&qid=1324556762&sr=1-17
Hat da schon jemand rein geschaut?
Hallo,
hat jemand von euch die Duale Reihe Neurologie und würde es verkaufen?
Gerne Nachricht an mich.
lg. Kiddo
Alephbet
01.09.2013, 11:25
Hallo,
hat jemand schon Erfahrung gesammelt mit diesem Buch: http://www.amazon.de/mediscript-Kurzlehrbuch-Neurologie-Zugang-Lernwelt/dp/3437411543/ref=sr_1_10?ie=UTF8&qid=1378030510&sr=8-10&keywords=neurologie ? Ich habe damit für Neuro (Klausur) gelernt, mußte aber schon Einiges aus der Vorlesung ergänzen und einige (wenige) Fragen in der Klausur konnte man mit dem Buch alleine auch nicht beantworten. Deshalb überlege ich für das Hex vielleicht umzusatteln. Hat jemand das mal mit anderen Neurobüchern verglichen und sich evtl. aufgrund dessen für ein anderen entschieden? Ist es empfehlenswert für die Vorbereitung auf das Hex, oder gibts da Besseres (was sich tatsächlich als reines Lernbuch nutzen läßt und nicht als Nachschlagewerk; Hacke erscheint mir z.B. zum Lernen viel zu umfangreich (habe ich hin und wieder zum Nachschlagen benutzt), und die Duale Reihe habe ich diesbezüglich auch im Verdacht.
Viele Grüße
Alephbet
Mal etwas anderes als ein Buch: die Fobis der Ärztekammer. Hier kann man als Student kostenlos teilnehmen und kriegt einen netten, vor allem Pharmaka-aktuellen "Rundumschlag" über das Thema mit hochkarätigen Referenten - und lecker Schnittchen gibts meistens auch noch ;-). Ich werde mir am kommenden Sa-Vormittag ein MS-Update anschauen. Freue mich schon drauf.
Reicht der Gehlen, Delank aus? Er wurde von unseren Neurologen empfohlen, da einer da mitgeschrieben hat. Ich hätte ja für so ein großes Fach gerne einen dickeren Schinken.
Wofür soll der gehlen Delank ausreichen? Fuer hammerexamen oder kurs? Anyway eines der besten neurobuecher, weil es filtert und man so den überblick behält sicherlich andere Buecher inhaltsreicher. Aber halt gut aufgemacht mit untersuchung, Syndrome und Krankheitsbildern. Nett bunt und immerhin durchlesbar in kurzer Zeit. Hat mich mal davon überzeugt neurologie beruflich zu machen
Es geht primär um unsere Klausur. Nach kurzem Einlesen, gefällt er mir doch ganz gut. Hat noch so einen kleinen "Humanismus"-Einschlag.:-blush
Relaxometrie
08.11.2013, 20:53
Ich finde ja den Wallesch ganz gut. Mit seinen 1000 Seiten nicht ganz dünn und auch schon von 2005 aber da finden sich eigentlich alle relevanten Dinge.
Würdest Du das Buch immer noch empfehlen? Es ist inzwischen ja schon 8 Jahre alt.
Welches Buch empfehlen die anderen Neurologen unter Euch? Ich suche ein durchaus ausführliches Buch zum Nachlesen.
Also, ich finde es etwas früh, mich als "Neurologin" zu bezeichnen, aber ich finde Neurologie compact (gerade ganz frisch die neue Ausgabe herausgekommen) sehr gut! :-)
@ par insbesondere auch die Beigabe des Volltext + Bilder +videos + clinical pathways im Netz. Jederzeit ohne Buch Zugriff auf der Arbeit, wenn das Buch zu Hause auf dem Schreibtisch liegt.
Ist halt alles drin, aber keine Prosa.
Ich fand früher die duale Reihe auch ganz gut. Im Oktober 13 gab es eine Neuauflage. Ob die taugt, weiß ich allerdings nicht.
Relaxometrie
09.11.2013, 07:25
ich finde Neurologie compact (gerade ganz frisch die neue Ausgabe herausgekommen) sehr gut! :-)
Guter Tip :-)
Nochmal zu dem Wallesch, der inzwischen 8 Jahre alt ist. Ich hätte auch nichts dagegen, den zu kaufen, wenn er die Grundlagen wirklich gut darstellt. Nur müsste man dann bei eventuell genannten Therapieempfehlungen vorsichtig sein und am besten noch die aktuellen Leitlinien hinzuziehen.
Mir geht es aber jetzt weniger um konkrete Therapieempfehlungen, sondern eher darum, mal ein paar Dinge und Hintergründe über diverse Krankheitsbilder, die einem im Stationsalltag immer wieder begegnen, ausführlicher zu lesen.
psycho1899
09.11.2013, 19:25
8 Jahre sind schon viel Zeit. Und derweil hat sich ja auch die eine oder andere Vorstellung über die Pathophysiologie bestimmter Erkrankungen oder die Einteilungen geändert... ich kenn den Wallesch überhaupt nicht, kann daher nichts zu sagen.
Mit NeurologieCompact machst Du nichts falsch... habe mir zum FA leider noch die 5. Auflage kurz vorm Erscheinen der neuen Auflage kaufen müssen, ärgerlich ;-) Ist aber vom Prinzip eher mit dem Herold zu vergleichen, was die Lesbarkeit anbelangt. Viele Fakten auf wenig Raum. Zum Nachschlagen/Lernen für den FA perfekt m.E. Und die Videos etc. sind teilweise wirklich gut.
Von den klassischen Lehrbüchern habe ich noch den Poeck/Hacke (damals obligat für das 3. Stex in MS). Würde ich mir aber nicht noch mal kaufen. Dann noch den Diener/Dichgans/Brandt, wobei ich den mir viel zu früh in der Weiterbildung gekauft habe und jetzt ist er, da therapeutischer Schwerpunkt, langsam alt geworden. Als englischsprachiges Buch finde ich, gerade was das Preis/Leistungsverhältnis anbelangt, Adams/Victors Principles of Neurology sehr gut.
Der Berlit soll sehr gut sein... habe ich selber aber (noch) nicht im Schrank stehen.
Ich habe den Berlit im Schrank stehen, allerdings die Vorauflage. Zum Nachschlagen an sich ganz gut, aber leider meiner Meinung nach ein mieses Register. Die Seitenzahl mit der Hauptinfo ist nicht fett hinterlegt, so dass zu manchem Stichwort 5 oder 6 Seiten nachgeschaut werden müssen. Ich habe immer das Gefühl, dass ich Dinge ewig suchen muss.
Relaxometrie
09.11.2013, 20:04
Mit NeurologieCompact machst Du nichts falsch.
Ist die Pathophysiologie denn trotz des Telegrammstils verständlich dargestellt?
Auf Thieme.de kann man Musterseiten aus dem Buch anschauen. Ich würde sagen die Pathophysio ist größtenteils verständlich. Mir fehlt manchmal eher etwas Prosa zur Klinik, damit ich mir den Patienten besser vorstellen kann. Symptome sind natürlich trotzdem alle genannt und zur FA-Vorbereitung ist es, wie schon gesagt wurde, wirklich gut.
Relaxometrie
09.11.2013, 22:14
Auf Thieme.de kann man Musterseiten aus dem Buch anschauen. Ich würde sagen die Pathophysio ist größtenteils verständlich. Mir fehlt manchmal eher etwas Prosa zur Klinik, damit ich mir den Patienten besser vorstellen kann. Symptome sind natürlich trotzdem alle genannt und zur FA-Vorbereitung ist es, wie schon gesagt wurde, wirklich gut.
Die Musterseiten hatte ich mir schon angesehen. Da ich den Herold-Stil, den ich sonst zwar mag, und der durchaus seine Berechtigung hat, jetzt mal gerne vermeiden möchte, bin ich noch nicht sicher, ob ich NeurologieCompact kaufen soll. Ich würde halt gerne mal wieder ganze Sätze lesen ;-)
Aber andererseits macht das Buch -abgesehen vom Herold-Stil- einen wirklich guten Eindruck.
Und Berlit? Der ist im Springer-Verlag erschienen, und mit dessen Büchern stehe ich ein wenig auf Kriegsfuß. Wenn nicht eine ausdrückliche Kaufempfehlung für ein Springerbuch ausgesprochen wird, vermeide ich den Verlag.
psycho1899
09.11.2013, 23:25
Zusammengefasst:
Falls Du Herold-Style magst: Neurologie compact
Falls Du lieber ein klassisches Lehrbuch haben möchtest und Englisch Dich nicht abschreckt:
http://www.amazon.de/Adams-Victors-Principles-Neurology/dp/007149992X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1384037466&sr=8-1&keywords=victors+and+adams+principles+of+neurology
Falls es Deutsch sein soll, wäre das (sehr teure) Standardwerk mit therapeutischen Schwerpunkt wohl der Brandt/Diener/Dichgans (oder jetzt Brandt/Diener/Gerloff).
Dann noch Berlit, von dem ich bisher recht gutes gehört habe (aber auch das Problem mit dem umständlichen Register) sowie vielleicht noch der Mummenthaler, den ich aber absolut nicht kenne und daher nicht einschätzen kann, auf welche Zielgruppe er abzielt.
Den Poeck/Hacke fand ich damals im Studium ganz gut. In der Auflage, die ich noch habe, sind leider einige sachliche Fehler, aber prinzipiell fand ich das Buch gut lesbar. Insbesondere der Untersuchungsteil ist wirklich gut gemacht. Seit dem Staatsexamen habe ich aber auch nicht mehr reingeschaut (ausser vielleicht 2-3x für bestimmte Kleinigkeiten). Wie die neue Auflage seit dem Tod vom Poeck ist, weiss ich nicht.
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