Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fachdiskussionen
synosoph
29.03.2005, 10:39
Hier war ein Text.
Hellequin
29.03.2005, 11:19
Nach dem alten Teledienstgesetz war der Betreiber eines Internetforums in ziemlich hohen Maße für die Beiträge seiner User verantwortlich. Jetzt gibt es ja neuerdings ein neues Teledienstgesetz das die Verantwortlichkeit des Forumsbetreibers reduziert. Allerdings gibt es meines Wissens nach, erst ein Urteil zum Thema Beitragshaftung des Forumsbetreibers nach dem neuen TDG. So das man in Hinsicht darauf, wohl kaum von einer Allgemeingültigkeit ausgehen kann. Letztendlich muss der Forumsbetreiber das Risiko(wie groß es auch immer sein mag) und die sich evtl. daraus ergebenden Konsequenzen tragen. Also sollte man vielleicht die Entscheidung, ob oder ob nicht, dem Forumsbetreiber überlassen.
Mal ganz abgesehen davon, das mir spontan auch kein anderes Medizinstudentenforum einfällt, in dem reale Krankheitsfälle durchdiagnostiziert werden. Alle bisherigen in diesem Thread angeführten Foren sind von Anfang an als Diagnostikforen konzipiert gewesen. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Sportfreund
29.03.2005, 12:51
@synosoph, genauso wie du sehe ich das auch....
warum lässt man nicht erstmal ein paar solcher postings zu und sammelt erfahrungswerte. sollte es nicht klappen ok dann lässt man es halt...
Hellequin
29.03.2005, 13:06
warum lässt man nicht erstmal ein paar solcher postings zu und sammelt erfahrungswerte. sollte es nicht klappen ok dann lässt man es halt... Weil wenn man erst mal etwas eingeführt hat, es schwierig wieder abzuschaffen ist ... und das ist ein Erfahrungswert.;-)
Außerdem ist das ein Studentenforum, und kein Patientenforum. Wer so geil aufs reale Fälle diagnostizieren ist, kann das doch in einem der Patientenforen machen, bzw. er kann ja ein eigenes Patientenforum aufmachen.:-D
:-dagegen
Ich finde, daß das doch hier nicht Sinn und Zweck ist.
Egoistisch gesagt, die Fallbeispiele und Fachsimpelei-Diskussionen sollen in erster Linie den angehenden Studenten hier dienen, und das tun sie eigentlich nur deshalb, weil letztendlich das Ergebnis bekannt ist.
Im Trainingscenter, weil der, der den Fallbericht stellt, dabei war und das "richtige" Ergebnis weiß, und bei den Diskussionen, weil dort irgendwer dann doch das nötige Fachwissen hat oder findet, um die aktuelle Lehrmeinung dazu zu schreiben.
Welchen Nutzen hat es, wenn wir hier Spekulationen anstellen, was das denn wohl sein könnte, ohne daß jemals eine Rückmeldung kommt?
*soifz* Was ist denn an dem Disclaimer nun schon wieder so kompliziert? Wenn es sich in den Fragestellungen eindeutig erkennbar um eine real existierende Person handelt, dann ist die Fragestellung nicht zulässig, weil hier keine Gesundheitsberatung stattfinden darf. Und das aus dem einfachen Grund, weil hier Studenten zugange sind, die mit ihren Mutmaßungen üblen Schaden anrichten könnten. Hier geht es doch nicht darum, die User zu gängeln sondern sich rechtlich abzusichern. Sowohl uns alle hier als auch die Betreiber des Forums.
Und was die exakte Ausformulierung angeht: Sind wir hier wirklich schon so dämlich wie in den USA, daß wir jede Möglichkeit in unseren Regeln formulieren müssen, Kaffee nur mit genauem Hinweis heiß sein darf und wir auch mal nen Hamster zum Trocknen in die Mikrowelle stecken, weil es nicht ausdrücklich durch die Bedienungsanleitung verboten wurde?
Es handelt sich um vom Betreiber aufgestellte Spielregeln. Und es ist wie beim Sport: Akzeptiert die Regeln oder ihr müsst euch eine andere Sportart suchen!!:-meinung
Feuerblick, die es ziemlich leid ist, andauernd über Forenregeln, die weder kompliziert noch sinnlos sind, diskutieren zu müssen und der Meinung ist, daß man manche Dinge einfach akzeptieren muss
Meiner Meinug nach einer der vernünftigsten Post's in diesem Thread.
Wenn jemand hier einfach ganz plump nach einer Diagnose fragt, dann gehört dieser Thread IMHO geschlossen. So sehen es die Foren-Regeln vor und ich weiss auch gar nicht was es dagegen einzuwenden gibt. Da stimme ich Feuerblick vollkommen zu.
Wenn jemand allerdings so clever ist einen realen Fall so zu beschreiben, daß er als Fallbeispiel rüberkommt, so sollte man doch auch annehmen, daß seine Hirnmasse qualitativ dazu ausreicht einzusehen, daß die Antworten nur Meinungen von Studenten sind und keineswegs den Besuch eines Arztes ersetzen können. Oder seh ich da was falsch...?
Die Niere
29.03.2005, 14:08
warum lässt man nicht erstmal ein paar solcher postings zu und sammelt erfahrungswerte. sollte es nicht klappen ok dann lässt man es halt...Sollte es nicht klappen wird medi-learn oder ein antwortender User auf eine verdammt hohe Summe verklagt...das ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen und man kann es dann nicht einfach so lassen (dies ist kein hypothetischer Fall, eine Abmahnung ist vor einiger Zeit bereits bei medilearn auf dem Schreibtisch gefallen!!!).
Ausserdem kann es vielleicht sein, dass der User (als Medizinstudent) vor dem gesetz keine Verantwortung dafür hat, was ein laie mit seinen "Tipps" anstellt - sehr wohl aber der Forenbetreiber, der seine Sorgfaltsopflicht in solch einem Falle nicht ernst genommen hat.
@All: Bitte diskutiert eure persönlichen Auseinandersetzungen per PM. Und bitte keine weiteren Beschwerden, wer wofür, wann neg. oder pos. Punkte erhalten hat...vielen Dank.
gruesse, die niere
synosoph
29.03.2005, 14:21
Hier war ein Text.
aaaaalso... wer sich mit der interpretation der forenregeln hier ueberfordert fuehlt oder nicht mit ihnen einverstanden ist, sollte sich meiner meinung nach einfach in anderen foren austoben. wie das nierchen oben schon geschrieben hat, tragen die betreiber auch mit die verantwortung fuer das, was user hier schreiben - also duerfen und muessen auch nur die betreiber entscheiden, was hier dikutiert wird und was nicht.
ich empfinde mich hier als nutzniesser, will heissen ich nehme umsonst leistungen in anspruch. dass ich mich dann den hier herrschenden regeln unterwerfen muss, die in diesem speziellen wie auch in allen anderen punkten voellig normal und in ordnung sind, versteht sich eigentlich von selber... oder?
ehec.
Mehrheitlich trifft das für den Otto-Normalverbraucher wohl zu, Damit ist das Ziel ja schon erreicht.
Und Patienten die sich richtig intensiv mit ihrer Erkrankung beschäftigen, können auch einen Arzt in Verlegenheit bringen. (Wahrscheinlich sind das weniger die, die hier ihre Krankheit besprechen lassen würden.)Eben
Wie soll so eine hypothetische Klage gegen Medi-Learn denn konkret lauten?Solche Dine sind meisten so abgefahren, daß man vorher eh nicht drauf kommt... ich mach aber mal ein Beispiel, das in die ganz andere Richtung geht:
"Nachdem ich einige Symptome bei mir bemerkt hatte, gelangte ich über die Internetsuche zu einem professionell aussehenden Medizinerforum (das internationale Zeichen der Ärzteschaft, der Äskulapstab im Logo, u.s.w.) und entdeckte dort die Rubrik "Fachsimpelei - Sie fragen, wir antworten".
Dort schilderte ich meine Symptome, woraufhin der User "Dr.XYZ" (Angabe im Profil: Arzt) antwortete, das dies vermutlich AIDS/Krebs sei und mir darüberhinaus versicherte, daß "unter Bezug auf §7(3) der Muster-Berufsordnung für Ärzte der voranstehende Beitrag eine allgemeine Stellungnahme ist, die, ausgehend von meiner Anfrage, mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst wurde," sodaß ich zunächst davon ausgehen mußte, daß sie wahrscheinlich zutreffend ist.
Der Gang zum realen Arzt war jedoch erst (wg. Wochenende) drei Tage später möglich, wo alle Befürchtungen dann zerstreut wurden. Dennoch waren die drei Tage, in denen ich von Todesangst gequält, warten mußte eine sehr schlimme Zeit, für die ich Schmerzensgeld aufgrund einer unsachgemäß gestellten Diagnose fordere."
Völlig egal, ob der damit durchkommen würde oder nicht (ich glaube auch eher, daß es nicht zum gewinnen ausreicht), für einen Prozess würde es sicher reichen, wenn er es drauf anlegt.
Und wie ich oben schon geschrieben habe, ist das Primärziel ja solche Auswüchse im Grundsatz zu verhindern und nicht als Sieger aus dem (mit Anwaltskosten und Zeitaufwand verbundenen) Prozess hervorzugehen.
Mit Urheberrechtsstreiten kann man das wohl weniger vergleichen.Das Beispiel sollte auch eher zeigen, daß ein Disclaimer nicht zwingend das Papier wert sein muß, auf dem er steht und das das hier mehrfach vorgebrachte "schreibt doch einfach in den Disclaimer rein" nicht automatisch das Allheilmittel ist.
synosoph
29.03.2005, 22:35
Hier war ein Text.
Feuerblick
29.03.2005, 22:48
aaaaalso... wer sich mit der interpretation der forenregeln hier ueberfordert fuehlt oder nicht mit ihnen einverstanden ist, sollte sich meiner meinung nach einfach in anderen foren austoben. wie das nierchen oben schon geschrieben hat, tragen die betreiber auch mit die verantwortung fuer das, was user hier schreiben - also duerfen und muessen auch nur die betreiber entscheiden, was hier dikutiert wird und was nicht.
ich empfinde mich hier als nutzniesser, will heissen ich nehme umsonst leistungen in anspruch. dass ich mich dann den hier herrschenden regeln unterwerfen muss, die in diesem speziellen wie auch in allen anderen punkten voellig normal und in ordnung sind, versteht sich eigentlich von selber... oder?
ehec.
Danke, Ehec-chen, du sprichst mir aus tiefster Seele!!
airmaria
30.03.2005, 08:28
Daß das Thema anscheinend auf Interesse stößt bzw. Klärungsbedarf besteht...
Genau so sehe ich das auch, es ist eine gute Frage und sicherlich diskussionswürdig. Eine Scharfe Trennung zwischen zulässig/nicht-zulässig, rechtmässig/nicht-rechtmässig, klagepotential/rechtlich-ungefährlich... wird nach meinem rechtlichen Unwissensstand nicht unbedingt möglich sein, aber die Höhe der Löschschwelle darf doch mal angezweifelt werden.
Daß den Usern die Belange des Forums wichtig sind. Feedback/Kritik - unabhängig was davon umgesetzt wird - ist doch das Beste, was einem Betreiber im Sinne einer steten Verbesserung passieren kann.
Richtig, ein konstruktiver Vorschlag wird sicherlich gerne gesehen, ich persönlich mag auch provakative Anschübe ;-)
also duerfen und muessen auch nur die betreiber entscheiden, was hier dikutiert wird und was nicht.
Letztendlich schon und im Zweifelsfall kann ich es verstehen, dass jemand, der die Verantwortung trägt, lieber einmal mehr löscht, als zu wenig.
Dennoch darf doch von den Usern darauf aufmerksam gemacht - und diskutiert - werden, ob eine bestimmte Handhabung wirklich so streng durchgeführt werden muss, oder ob es auch andere Wege gibt.
Im konkreten Fall hat NJR auf etwas provakante Weise den Sinn der Fachsimpelei in Frage gestellt: was bringt das Ganze, wenn alles sofort gelöscht wird?
Es wurde und wird natürlich nicht jede Frage in der Fachsimpelei gelöscht, denn dann stünde immer nur - und das auch nur vorübergehend - ein Thread in diesem Unterforum ;-)
... aber es ist doch ein guter Anschub mal darüber nachzudenken, wie man mit diesem Problem umgehen soll, so dass nicht jede interessante Frage gleich verschwindet.
"Mary" airmaria
PS: ist Terri Schiavo nicht auch ein konkreter Fall?
Die hat ja hier im Forum keine Frage gestellt und ihre Angehörigen auch nicht. :-D
airmaria
30.03.2005, 17:54
Ich habe das auf folgenden Punkt bezogen:
3. Die Veröffentlichung nachweisbar realer Personendaten (Namen...) ist ausdrücklich nicht erlaubt.
... ich zähle manchmal einfach sooo gerne Erbsen ;-)
"Mary" airmaria
synosoph
30.03.2005, 17:55
Hier war ein Text.
... ich zähle manchmal einfach sooo gerne Erbsen ;-)
"Mary" airmaria
Falsch! Du ärgerst nur gern andere Leute und findest es lustig, wenn die sich über Sachen einen Kopp machen, über die du nur schmunzeln kannst. ;-)
luckyblue
06.04.2005, 01:26
Dennoch waren die drei Tage, in denen ich von Todesangst gequält, warten mußte eine sehr schlimme Zeit, für die ich Schmerzensgeld aufgrund einer unsachgemäß gestellten Diagnose fordere."
Die Klage wäre nicht mal zulässig.
Heute wurde von unserer Seite der Disclaimer ergänzt und die Regeln (leider) etwas verschärft.
Um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden werden wir in Zukunft alle Threads schließen müssen, die den Verdacht bieten, dass ein realer Fall dahintersteckt. Dies mag dem einen oder anderen komisch vorkommen, aber es dient letztendlich der Absicherung von MEDI-LEARN. Der Gang zum Arzt ist bei Krankheiten unumgänglich. Hier sollten eher neue Therapiemöglichkeiten oder unverstandene Krankheiten aus der Vorlesung diskutiert werden.
Es wird sich sicher nicht vermeiden lassen, dass auch mal ein Thread geschlossen wird, der es nicht verdient hätte. Dies dient aber ausschließlich der rechtlichen Absicherung und hat nichts mit Zensur oder irgendwelchen Gemeinheiten zu tun. Ich denke, dafür kann man auch Verständnis haben!
Patienten, die Infos zu Ihrer Erkrankung suchen sind bei Google oder Netdoktor sicher besser aufgehoben als in einem Studentenforum!
Und interessante Fallbeispiele zur Wissenskontrolle gibt es hier im Forum auch genug!
Weiterhin viel Spaß in der Fachsimpelei! :-top
synosoph
21.04.2005, 16:28
Hier war ein Text.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.