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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was mir im Straßenverkehr auf den Keks geht!



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airmaria
11.04.2005, 19:59
Lösung 3: nicht so schnell fahren und locker durch die Hose ausatmen. Keiner ist perfekt, auch kein Autofahrer.... :-top
Die Lösung 2 lässt sich auch wunderbar auf 120, 110 und 90 übertragen, die gilt immer ;-)

"Mary" airmaria

Fehler passieren, aber auch hier gibt es anschliessend mehrere Lösungen: stur bleiben, auch wenn man es erkannt hat... ausbessern und entschuldigen...
Alles, wie im richtigen Leben

DoktorW
11.04.2005, 20:17
Autofahren ist kein Planspiel oder gar etwas, wofür es Musterlösungen gibt!
Wenn ein LKW blabla auf der linken Spur einen Wohnwagen überholt, dann muss blabla und etc undsoweiter
Alles ist situationsabhängig...

Und Geschwindigkeiten von über 200 km/h sind nicht nur unverantwortlich sondern gefährden einen selbst und auch andere (was noch viel schlimmer ist...).

Und ich kann da auch mitreden. Aber ich war mal jung, jetzt kann ich auch vernünftig fahren. Die Reife kommt mit der Fahrpraxis...

synosoph
11.04.2005, 20:37
Beitrag abgelaufen

airmaria
11.04.2005, 20:37
Und Geschwindigkeiten von über 200 km/h sind nicht nur unverantwortlich sondern gefährden einen selbst und auch andere (was noch viel schlimmer ist...)
Je höher die Geschwindigkeit, je höher das Risiko, das ist sicherlich so...
aber auch das ist "situationsabhängig", wie es so schön heisst.
Die meisten Verkehrstoten gibt es im Stadtverkehr, umgerechnet auf gefahrene Kilometer wird es dann noch extremer. Aber man könnte sich auch auf 5 km/h in der Stadt und 5,5 km/h auf der Bahn einigen, dann wird es vielleicht richtig sicher.


Die Reife kommt mit der Fahrpraxis...
... und ich werde auch nach der nächsten Million Kilometern situationsabhängig schneller fahren, solange es erlaubt ist. Aber ich fahre ja auch Motorrad, ich bin ein riskanter Mensch.

"mary" airmaria

airmaria
11.04.2005, 20:42
Es ist reine Physik: Eine turbulente Strömung mit Widerständen ist energetisch immer ungünstiger in ihren Fleißeigenschaften als eine laminare gleichmäßige.

Wenn Du schon mit Physik kommst, werde ich mal die Kontinuitätsgleichung anführen:
wenn der Verkehr mit 100km/h zweispurig leidlich fliesst, muss an einer Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung die Geschwindigekeit auf 200km/h erhöht werden, um keine Behinderungen herbeizuführen und einen kontinuierlichen "Durchfluss" zu gewähren. ;-)

"Mary" airmaria

DoktorW
11.04.2005, 20:42
Je höher die Geschwindigkeit, je höher das Risiko, das ist sicherlich so...
aber auch das ist "situationsabhängig", wie es so schön heisst.
Die meisten Verkehrstoten gibt es im Staddtverkehr, umgerechnet auf gefahrene Kilometer wird es dann noch extremer. Aber man könnte sich auch auf 5 km/h in der Stadt und 5,5 km/h auf der Bahn einigen, dann wird es vielleicht richtig sicher.


... und ich werde auch nach der nächsten Million Kilometern situationsabhängig schneller fahren, solange es erlaubt ist. Aber ich fahre ja auch Motorrad, ich bin ein riskanter Mensch.

"mary" airmaria


Raser haben immer für alles eine Ausrede! :-meinung


eine neugierige Frage: Wo hast Du die Statistik mit dem Stadtverkehr her???

synosoph
11.04.2005, 20:48
Beitrag abgelaufen

Rugger
11.04.2005, 21:06
Die meisten Verkehrstoten gibt es im Stadtverkehr, umgerechnet auf gefahrene Kilometer wird es dann noch extremer. Könnte das vielleicht daran liegen, daß a) da die meisten Kilometer gefahren werden und b) einfach viel mehr von diesen Dingen ohne Airbags und passiven Aufprallschutz unterwegs sind (ja, genau, Fussgänger, Radfahrer, das ganze doofe Zeugs...)?!

R.

airmaria
11.04.2005, 21:16
Könnte das vielleicht daran liegen, daß a) da die meisten Kilometer gefahren werden und b) einfach viel mehr von diesen Dingen ohne Airbags und passiven Aufprallschutz unterwegs sind (ja, genau, Fussgänger, Radfahrer, das ganze doofe Zeugs...)!

@a das Strassennetz ist größer, die Verkehrsteilnehmer bewegen sich langsamer, legen also in gleicher Zeit weniger Strecke zurück... eine Statistik je gefahrener km wäre interessant.

@b sicherlich ist das Gefährdungspotential dort aufgrund der ungeschützteren Verkehrsteilnehmer höher, daher müsste man auch erst hier die Geschwindigkeit reduzieren, oder nicht?

"Mary" airmaria

DoktorW
11.04.2005, 21:19
macht es denn überhaupt Sinn über 200 km/h zu fahren, wenn es andere gibt, die es nicht tun? Wie war das eben mit den physikalischen Gesetzen? :-))
Oder war es Logik?

airmaria
11.04.2005, 21:31
macht es denn überhaupt Sinn über 200 km/h zu fahren, wenn es andere gibt, die es nicht tun? Wie war das eben mit den physikalischen Gesetzen? :-))
Oder war es Logik?

Wie war das noch mit dem Zusammenhang von Nachdenken, Logik und Sinn?

Ein wenig Nachilfe für Anfänger:

1. Übung, einspurige Baustelle:
Wenn vor einem jemand mit 80 fährt, kann man zwar drüber nachdenken, 100 zu fahren... die Logik sagt, es macht keinen Sinn.
Wenn aber niemand vor einem fährt und nachdenkt, könnte man logischerweise schneller fahren... aber es macht keinen Sinn, wenn man den Führerschein behalten will.

2. Übung, zweispurige Autobahn:
...

CJM
11.04.2005, 22:06
Autofahren ist kein Planspiel oder gar etwas, wofür es Musterlösungen gibt!
Wenn ein LKW blabla auf der linken Spur einen Wohnwagen überholt, dann muss blabla und etc undsoweiter
Alles ist situationsabhängig...

Und Geschwindigkeiten von über 200 km/h sind nicht nur unverantwortlich sondern gefährden einen selbst und auch andere (was noch viel schlimmer ist...).




Der erste Satz ist klug.

Der zweite ist blödsinn. Ich würde- ganz wertneutral- einfach empfehlen den autofahrerischen Horizont etwas zu erweitern und vielleicht auch mal einen blick in Unfallstatistiken werfen- dort kann man eindeutig belegt nachlesen wie unbedeutend der prozentuale Anteil der Highspeedunfälle auf autobahnen ist- genauso wie man dort nachlesen kann dass das Unfallrisiko auf deutschen Autobahnen auf freigegebenen Streckenabschnitten nicht höher ist als auf beschränkten. Im gegenteil- der Großteil der Unfälle passiert auf beschränkten Passagen- und meist sind LKWs darin verwickelt- die gefahr auf der deutschen autobahn kommt von rechts- auch wenn dir das subjektiv nicht so vorkommen mag.

Dieses ganze gequatsche von wegen generellem Tempolimit sind die typischen grünen Unwahrheiten die sich bei einem Blick auf die Fakten selbst widerlegen....

OliP
11.04.2005, 22:22
...vielleicht auch mal einen blick in Unfallstatistiken werfen- dort kann man eindeutig belegt nachlesen wie unbedeutend ....

Kannst du mal eine Quelle angeben?

Ich hab eine offizielle Statistik gefunden, in welcher die "nicht angepasste Geschwindigkeit" die größten Anteile aufweist. Allerdings ist dort nich nach Autobahn / Stadt differenziert oder erwähnt, ob unter "nicht angepasster Geschwindigkeit" auch zu langsames Fahren auf der linken Spur verbucht wurde.

http://www.destatis.de/basis/d/verk/verktab9.php

http://www.adac.de/images/14%20Fehlverhalten%20der%20Fahrzeugf%C3%BChrer_tcm 8-928.pdf

CJM
11.04.2005, 22:32
Kannst du mal eine Quelle angeben?

Ich hab eine offizielle Statistik gefunden, in welcher die "nicht angepasste Geschwindigkeit" die größten Anteile aufweist. Allerdings ist dort nich nach Autobahn / Stadt differenziert oder erwähnt, ob unter "nicht angepasster Geschwindigkeit" auch zu langsames Fahren auf der linken Spur verbucht wurde.

http://www.destatis.de/basis/d/verk/verktab9.php

http://www.adac.de/images/14%20Fehlverhalten%20der%20Fahrzeugf%C3%BChrer_tcm 8-928.pdf

das ist in gemischten statistiken immer so- nicht angepasste geschwindigkeit ist der Oberbegriff für alle Unfälle die sich mit geringerer Geschwindigkeit hätten vermeiden lassen können- was de facto für fast alle zutrifft...

ich habe einen älteren ausdruck des kraftfahrbundesamts als das thema wegen politischen Tempolimits von Rot/Grün aktuell war....die site ist aber mittlerweile ersetzt- neue statistiken such ich dir vielleicht in den nächsten tagen- aber nicht mehr heute nacht....die stimmen aber mit sicherheit immer noch- sowas ändert sich nicht....

OliP
11.04.2005, 22:54
Da fällt mir gerad eine rhetorische Frage kontra schnell fahren ein!

Stellt das Vorhandensein von ungeübten, rechthaberischen, unkoordiniert und langsam fahrenden und eigentlich völlig ungeeigneten Verkehrsteilnehmern auf Autobahnen nicht für sich den wichtigsten Grund dar, seine eigene Geschwindigkeit dort im Zaum zu halten?

synosoph
11.04.2005, 22:58
Beitrag abgelaufen

CJM
11.04.2005, 23:01
Da fällt mir gerad noch eine rhetorische Frage kontra schnell fahren ein!

Stellt das Vorhandensein von ungeübten, rechthaberischen, unkoordiniert und langsam fahrenden und eigentlich völlig ungeeigneten Verkehrsteilnehmern auf Autobahnen nicht für sich den wichtigsten Grund dar, seine eigene Geschwindigkeit dort im Zaum zu halten?

schnell ist subjektiv....für mich sind 200-240 normale reisegeschwindigkeit- ich bin das gewöhnt und mache das schon so seit ich es wirklich kann. Es gehört ne Menge vorausschauendes fahren und viel erfahrung dazu- aber ich habe Kilometerleistungen von bis zu 50- tausend im Jahr....
schnell ist also subjektiv....schnell ist für mich mit 300 auf einer zweispurigen autobahn im turbo- während andere bereits 180 als Grenze ihrer persönlichen Belastbarkeit empfinden... und das wichtigste ist doch dass man es den Verhältnissen anpasst- ich kann auf die weise an einem sonntag- morgen mit 3X tanken auch Stuttgart- kiel in unter 5 stunden fahren...

ich will nicht leugnen dass mich auf die weise schon mehrmals fast der teufel geholt hat weil es immer jemand gibt der einen gravierenden fahrfehler macht und dich übersieht- aber dank guter reaktionen und PCCB bin ich noch hier....
und ja- über sinn und unsinn solcher dinge kann man streiten- für mich steht fest dass ichs nicht ändern kann und werde- deshalb ist das auto mein größtes hobby....

CJM
11.04.2005, 23:16
Das sind mir die besten: Mit Statistiken argumentieren und sie nicht richtig interpretieren bzw. Fakten miteinander in Zusammenhang bringen, die nichts miteinander zu tun haben:

1. Grundsätzlich ist der Hinweis darauf, daß der Großteil der Unfälle auf beschränkten Passagen passiert, gar kein Argument gegen eine Tempolimit. Auch wenn es nicht den Hauptteil der Unfälle ausmacht: Hohes Tempo sorgt für Unsicherheit und Gefahr, verursacht direkt oder indirekt Unfälle, und jeder vermiedene Unfall ist zu begrüßen. (Der Golfkrieg läßt sich auch nicht dadurch legitimieren, daß im Bürgerkrieg in Ruanda mehr Menschen gestorben sind.)

2. Warum sind den bestimmte Strecken geschwindigkeitsbeschränkt? Doch gerade deshalb, weil es sich um stark befahrene, gefährlichere oder durch Baustellen usw. eingeschränkte Abschnitte handelt. Daß dort das Unfallrisiko höher ist, ist doch gerade der Grund für die Geschwindigkeitsbegrenzung. Andersrum: Wäre auf diesen Strecken die Geschwindigkeit frei gegeben, würde es dort zu noch mehr Unfällen kommen.

3. Ich behaupte: Gerade das fehlende generelle Tempolimit in Deutschland ist psychologisch eine Ursache dafür, daß auf beschränkten Abschnitten so oft die Geschwindigkeit überschritten wird und allgemein sehr agressives und gereiztes Verhalten auf unseren Straßen herrscht. (Vergleiche es einfach nur mit unseren Nachbarländern). Jeder kennt das Phänomen: Wenn man lange Zeit mit 180 freie Fahrt hatte, ist eine Baustelle mit Tempo 80 mehr als unbefriedigend. Man will so schnell wie möglich da raus und wieder Gas geben, was übrigens auch schön nach jeder Baustelle oder anderen geschwindigkeitsbeschränkten Abschnitten zu beobachten ist: Viele Fahrer treten sofort in die Tube und verursachen damit so oft einen "Nachstau" durch heterogenen Verkehrsfluß (siehe mein letzter Beitrag oben).

4. Der Begriff "grüne Unwahrheiten" - wo kommt der (und die Statistikinterpretation) eigentlich her? Aus der Welt am Sonntag? Focus? Oder einem Automagazin? Gute Lobby-Arbeit. Abgesehen davon geht es bei einem Tempolimit ja nicht nur um die Erhöhung von Sicherheit, sondern auch um den besseren Verkehrsfluß und der Reduzierung von Schadstoffausstoß. Oder haben sich die Werbetexter dazu auch noch ein Argument statistisch belegen lassen? Das Tempolimits den Verkehrsfluß erhöhen ist theoretisch und praktisch bewiesen. Nicht umsonst wurden in den letzten Jahren immer mehr Verkehrsleitsysteme installiert. Leider nur mit mäßigem Erfolg, weil die Raser eben nicht einsehen wollen, warum sie auf einer sonst uneingeschränkten Autobahn plötzlich nur noch 100 oder 120 fahren sollen. Sie "sehen" ja keine Probleme, werden dann aber selber, ohne es zu wissen, Ursache für einen neuen Stau oder zu einem Hindernis für die Auflösung eines bereits bestehenden.

5. Wenn das Tempolimit so schlecht ist, warum gibt es dann eigentlich nur ein Land das ohne auskommt? Oder: Wieso ist die Welt eigentlich so blöd und macht es uns Deutschen nicht nach? Wir sind doch sonst Exportweltmeister. Also laßt uns unser absolut zeitgemäßes "Freie Fahrt für freie Bürger" zum globalen Verkaufsschlager machen! Freiheit - das brauchen die Menschen in einer krisengeschüttelten Welt. Wenn schon nicht politisch, dann wenigstens auf der Straße!


ich könnte das jetzt kommentiere- aber 1. muß ich langsam ins bett- morgen wird ein harter tag...

2. fällts mir schwer mit jemand zu diskutieren der von lobbyarbeit redet aber selber inflationär den Begriff "Raser" verwendet. Vielleicht sollte man erstmal überlegen was einen Raser ausmacht. Bestimmt nicht schnelles fahren- sondern rücksichtsloses fahren. Wer alle Schnellfahrer zu Rasern abstempelt beweißt nur dass er keine Ahnung hat....

Mir persönlich is es egal- streiten im Internet ist eine relativ sinnfreie Angelegenheit- ich glaube jeder hat Argumente auf seiner Seite die stimmen und die das Gegenüber nicht hören will. Festzuhalten bleibt: in deutschland bleibt noch für hoffentlich sehr viele Jahre freie fahrt- und danach siehts auch aus. Damit sich der Mythos german autobahn noch lange hält und die leute die es verstehen die Möglichkeiten die dieses Medium bietet effektiv zu nutzen schneller vorankommen als andere.

Notdoc
11.04.2005, 23:20
für mich sind 200-240 normale reisegeschwindigkeit- ich bin das gewöhnt und mache das schon so seit ich es wirklich kann.
Können (weil es dir dein Auto erlaubt) und beherrschen sind zwei paar Schuhe.
Bei Geschwindigkeiten jenseits der 200 kann kein Mensch mehr in adäquater Weise auf eine Gefahrensituation reagieren.

CJM
11.04.2005, 23:31
Können (weil es dir dein Auto erlaubt) und beherrschen sind zwei paar Schuhe.
Bei Geschwindigkeiten jenseits der 200 kann kein Mensch mehr in adäquater Weise auf eine Gefahrensituation reagieren.

Nunja....ich gehöre zur Zunft der Hobby- Rennfahrer- ich würde jetzt einfach mal behaupten zumindest ein bisschen mehr hinterm steuer zu können als Otto- Normalverbraucher....

aber darum gehts ja nicht- es ist alles ne Frage der Verhältnisse....Mit 250 durch den Berufsverkehr auf einer vollen dreispurigen autobahn zu pflügen ist leicht anstrengend .... aber das gleiche tempo auf einer menschenleeren A81 ist ein Kinderspiel- jeeede Menge zeit- da ist das wirkllich kein kunststück- und auch keine erhöhte gefährdung für irgendwen...
Ich denke jeder sollte so schnell fahren wie er es verantworten kann anahnd der aktuellen Verkehrssituation und wie es sein individuelles können zuläßt...

(ich möcht mich hier nicht frei von fehlern sprechen- ich ertappe mich selber das eine oder andere mal bei aktionen (auf öffentlicher straße jetzt) wo ich mir im Nachhinein denke- hätte nicht sein müssen... )