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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gesetzesinitiative nun durch?



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Neely
10.05.2005, 11:50
In letzter Zeit hat man ja verdammt wenig zu dem Thema erfahren...eine Direktbewerbung werde ich auf jeden Fall wegschicken, aber bringt das überhaupt etwas?

Könnte sich für das kommende WS noch etwas ergeben?

VIELEN DANK!

(Es ist sehr wichtig!)

Dr. Pschy
12.05.2005, 16:01
Der Gerichtshof der EU ist momentan noch mit der Thematik beschaeftigt. Ich denke, diesen Herbst wirds auf keinen Fall mehr was werden mit dem Kippen der momentanten Bestimmungen. D.h. nur mit deutscher Zulassung gehts auf nach Austria...

chopinsky1
12.05.2005, 16:38
@Dr. Pschy

Ich verweise jetzt mal auf nen Standardartikel vom 4.Mai - dort hieß es nach Anfrage beim EuGH wurde in Erfahrung gebracht, dass der Wiederaufnahmeantrag Österreichs abgelehnt wurde.

Da der Generalanwalt seinen Schlußantrag bereits am 20.Jänner abgegeben hat und ein Urteil vom EuGH normalerweise bis maximal 6 Monate nach dem Antrag (sofern eben nicht weiterverhandelt wird - wie eben hier) ergeht, kann man mit einem Urteil noch vor Sommer rechnen.

EuGH-Urteile "overrulen" nationales Recht SOFORT - ohne irgendwelche Zeitverzögerungen. Das heißt, da das Urteil vor Sommer erwartet wird, wird daher bereits im Herbst eine Diskriminierung von dt. Studenten an öst. Unis nicht mehr möglich sein.

P.S.: gebe keine Garantie ab, aber dass "auf keinen Fall" etwas passiert ist wohl unrealistisch.

Dr. Pschy
12.05.2005, 17:17
Du magst recht haben.
Deshalb hab ich auch durch das "Ich denke,[...]" meine Meinung zum Ausdruck gebracht, die natuerlich vollkommen unverbindlich ist. Du benutzt ja selbst Woerter wie "normalerweise", was auf keine sichere Faktenlage schliessen laesst.

Wie gesagt, ich glaubs nicht, dass man als Deutscher ohne Beschraenkung im Herbst in Austria Humanmedizin studieren darf, zumal ja die Unis bereits an lokalen Beschraenkungen arbeiten, falls das EuGH dies doch durchsetzt.
Sollte das aber dann doch so kommen kann es mir persoenlich nur zum Vorteil sein, denn dann bin ich pronto in Wien.

Neely
14.05.2005, 16:22
Also sollte man die Bewerbungen Richtung Österreich schon mal vorbereiten und dann auch, trotzdem, abschicken ;-)

Wird interessant werden...

Anna83
10.06.2005, 09:55
also ich werd auf jeden Fall Bewerbungen an Innsbruck, Wien und Graz abschicken, auch wenn das Urteil noch nicht durch ist,schadet ja schließlich nix...und wer weiß, vielleicht geht ja doch noch was.hoffen, hoffen, hoffen!
und im bewerben ist man ja grad eh noch so schön drin ;-)

chopinsky1
16.06.2005, 17:16
Aus www.orf.at
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Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wird am 7. Juli sein Urteil über die Zugangsregelungen für EU-Studenten an den österreichischen Universitäten verkünden, teilte der EuGH heute mit. Das Urteil könnte das Ende des freien Hochschulzugangs in Österreich bedeuten.

Sollte der EuGH - was erwartet wird - die derzeitige Regelung aufheben, wird befürchtet, dass eine große Zahl deutscher Studenten, die in ihrem Heimatland keinen Studienplatz haben, an österreichischen Unis inskribieren. Das Bildungsministerium will eben für diesen Fall Studienzugangsbeschränkungen erlassen.
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Elfene
16.06.2005, 18:51
tja und der Plan in Graz wirft die Schatten voraus was so sein wird, ab Jänner 05 Auswahlverfahren wo 100 weiterkommen, ein wahnsinn, nehmen wir mal an es fangen so 500-600 an....

..Wien hat auch darüber abgestimmt, dass es Eingangsphasen geben wird..

netfinder
16.06.2005, 18:54
die hatten doch eh schon immer eingangsphasen in oesterreich

Elfene
16.06.2005, 19:14
..nein das stimmt nicht....seit den neuen Studienplänen in Ö. gab es nach demn ersten Jahr Platzbeschränkungen, ja nach Uni unterschiedlich, der neue Plan is seit WS 2002,
ausgesiebt wird und wurde natürlich immer..

...aber.das Auswahlsystem in Graz beihnaltet jetzt allerdings einen Medizinischen Kenntnistest und Fähigkeitstest, was immer das sein mag..
..und so extrem werden, die Beschränkungen erst ab heuer...

Neely
17.06.2005, 10:37
Das heißt auch, dass Matura-Nachmachen aller Vorraussicht nach nichts mehr bringt...

Was sind außerdem "Eingangsphasen"? Werden zu diesen und zu den Medizinertests dann alle eingeladen, die sich bewerben?

Am 7.7. wäre es dann ja soweit, ich hoffe, man spricht sich für die Abschaffung der Ausländerdiskriminierung aus...eigentlich geht es doch gar nicht anders, oder?

Elfene
17.06.2005, 11:05
..versthe nicht ganz wie du das mit einladen meinst??
..Beispiel: du beginnst in Graz studierst bist Jänner 2006 im Ferbruar ist dann Testphase wo 100 weiterkommen, die anderen müssen ein Jahr warten un wieder antreten..

..für Wien wurden auch Eingangsphasen beschlossen, wie díese aussehen keine Ahnung..

..für Innsbruck, nun da setzt der aktuelle Plan schon grenzen, denn es gibt nach 4 Wochen eine Prüfung nach welcher 500 Personen weiterkommen, der Rest wartet ein Jahr, es ist also so auch wenn heuer 1000 antreten kommen nur 500 weiter, und der Rest auf die Watreliste, wie auch heuer schon, d.h 4 Wochen studieren, dann kann es passieren das man steht..
..ob es hier noch straffere Regelungen geben wird weiß ich nicht aber es wird Maßnahemn geben..

..ich finde die Entwicklung mit EUGH sehr bedenklich, und hoffe obwohl es wahrscheinlich nicht so sein wird, dass der EUGH die Regelung nicht aufheben wird, wir haben schon Probleme genug.. :-dagegen

Neely
17.06.2005, 19:31
Das Problem an der derzeitigen Lage ist einfach die Ungleichbehandlung von Ausländern. Es ist für einen normalen Menschen einfach nicht nachvollziehbar, wenn ein Mitschüler einen 3er Schnitt fabriziert und keinen Gedanken an die Studienplatzbeschaffung verschwenden muss, nur weil er den richtigen Pass besitzt.

Sicher werden die Hochschulen durch die einheimischen Steuerzahler finanziert, aber es ist ja nicht so, dass Österreicher keine Leistungen oder Ausbildungen aus Deutschland in Anspruch nehmen, ohne etwas dafür zu bezahlen. So etwas ist einfach nicht mehr haltbar, wenn Zulassungsbeschränkungen, dann schon für alle, und auch gleiche Chancen für alle.

Europa tritt nun einmal langsam an die Stelle nationaler Regierungen, anders kann man in einer globalisierten Welt auch nicht überleben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Das mit den "Probezeiten" und den Siebeklausuren soll ohnehin gängige Praxis sein...

Elfene
17.06.2005, 19:51
..nun ich kann verstehen, dass man frustiert ist wenn man lange auf einen heißersehnten Platz warten muss aber wenn ich beispielsweise, nach D. gehen möchte, muss ich auch durch die ZVS, wie alle anderen..

..deine Vergleich mit den Leistungen die Ö. in Deutschland nehmen kann ich nicht teilen, dies entspricht kienesfalls der Relation zu dem, was passieren wird wennn man die Grenzen öffnet, dann könnte der Fall eintreten dass plötzlich mehr Deutsche als Ö. inskribiert sind, und dass kann es bei aller Liebe nicht sein, in meinen Augen!!
..und ob dann solche Siebungsprüfungen, die jetzt schon hart sind, dass kann ich dir sagen, das wahre sein werden bleibt dahingestellt

Neely
18.06.2005, 19:08
Aber objektiv ist es ungerecht, wenn man sich in Österreich eine Insel der Glückseligen erhält und nationale Interessen wahren will, aber gleichzeitig auch die Vorteile der EU in Anspruch nimmt...ist nicht böse gemeint, nur meine Ansicht. Warum sollte ein Österreicher das recht auf eine schlechte Note und Faulheit haben und ein Deutscher nicht?

Elfene
18.06.2005, 20:13
@ Neely
also ich muss mich doch sehr wundern, über deine Aussagen:
Zitat von Neely " Warum sollte ein Österreicher das recht auf eine schlechte Note und Faulheit haben und ein Deutscher nicht?"

..was bitte soll diese Aussage, ich nehme an du beziehst dich darin auf die Matura(Abiturnote) oder??
woher willst du wissen wer hier Faul ist und deswegen bei seiner Matura eine schlechte Note hat?? Woher nimmst du dir dieses Recht heraus so über Personen zu urteilen, du kannst nicht wissen wer hier wie viel für seine Matura leistet oder nicht, denkst du wirklich bei uns besteht die Matura aus faul sein ??? :-notify
..ich kann dir von meiner Seite aus sagen, dass ich hart für meine Matura gearbeitet habe und mir das erarbeitet habe, Punkt und das es kein Spaziergang war, Punkt!!!!!
..ich finde das von dir äußerst unangebracht, ich maße mir ja auch nicht an über deine Abinote oder von anderen, die ich nicht kenne zu schreiben, dazu habe ich kein Recht!!
Also sei bitte etwas vorsichitger mit deinen Aussagen, über Faulheit, du kannst das meiner Meinung nach nicht objektiv beurteilen

Neely
19.06.2005, 08:40
Ich spiele auf einen Mitschüler an, der ein viel schlechteres Abi fabriziert hat als ich, aber sofort studieren kann, wenn sich am 7.7. nichts neues ergibt. Ich hatte viele Kurse zusammen mit ihm, deshalb denke ich, dass ich das sehr wohl beurteilen kann. Wir haben an unserer Schule viele Österreicher, und einige mit einer wahnsinnigen Bummelmentalität, weil sie ja einen österreichischen Pass haben und somit alles studieren können, egal wie gut oder schlecht sie sind...aber natürlich würde das einen anderen außer mir nicht aufregen...ist ja auch legitim, oder?

eatpigsbarf
19.06.2005, 10:23
Gute Guete, Neely, vielleicht solltest Du mal ein bisschen mehr darueber nachdenken, was von anderen gesagt wurde ueber studieren in Oesterreich. Das System ist einfach anders, gesiebt wird genauso, wie bei uns hier in Deutschland. Wenn Dein Mitschueler eine Bummelmentalitaet hat, dann ist das sein Problem und dann faellt er mit dieser Mentalitaet durch die Siebklausuren. So einfach ist das. Das Ding ist nunmal, es gibt eine bestimmte Anzahl Studienplaetze (ob wie bei uns ab dem 1. Semester oder wie in Oesterreich ab einem bestimmten Kurs). Entweder Deine Leistungen reichen, oder sie tun das nicht. Punkt. So einfach ist das. Wann Du die Leistungen erbringen musst, ist dann eben unterschiedlich, aber erbracht werden muessen sie ueberall.
Es bringt nicht, sich ueber das System aufzuregen und sich ueber Ungerechtigkeiten (die nichtmal ungerecht sind) aufzuregen. Mach Dein Abi in Deutschland richtig und Du hast einen Studienplatz. Besteh in Oesterreich die Siebklausuren und Du darfst weiterstudieren. So ist das Leben.
Kommt einen des oefteren ungerecht vor, aber man ist selber verantwortlich fuer seine Leistungen und seine Zielverwirklichung.
Leider interessiert es bei der Notenvergaben keinen, ob Du krank warst, Deine Eltern gestorben sind oder was fuer wirklich schlimme andere Sachen man erlebt hat, die einem die Noten wirklich runterziehen. Ist schlimm fuer einen selber, weil man fuer solche Sachen nichts kann, aber es interessiert in der Uni spaeter auch kein Schwein. Da muss man auch durch Klausuren durch und Leistung erbringen - und zwar eine ganze(!) Ecke mehr Leistung als fuer das Abi noetig gewesen ist.
Fazit ist: Man muss Leistung erbringen und entweder, man schafft das, oder man tut es nicht. Das liegt an dir selber. Also reg Dich nicht ueber das System auf, denn Du bist es, die die Anforderungen des Systems schafft oder nicht. :-meinung

Neely
19.06.2005, 13:50
Im Grunde hast du recht, das interessiert keinen Menschen...wenn man ehrlich ist, kann ein kranker Mensch auch nicht Medizin studieren, da es ein sehr hartes Studium ist, aber die Hoffnung stirbt zuletzt, es irgendwie doch durchzustehen...realistisch gesehen sagt mir auch jeder, dass ich mit meinen Vorraussetzungen durchaus gute Chancen in D habe, aber ich sehe das etwas anders...wenigstens weiß ich, wie man sich Feinde macht, ist auch schon mal was wert...

Elfene
22.06.2005, 17:19
so und nun ist auch in Innsbruck der freie Hochschulzugang Geschichte, na da seien wir mal gespannt wie objektiv das wird..


Nachdem am 7. Juli das EuGH Urteil über die österreichischen (Medizin)universitäten hereinbrechen wird, hat sich der Senat nun auf ein Zulassungsverfahren für die Studienanfänger geeinigt- die Studierendenvertretung war naturgemäß dagegen, aber zumindest einen Numerus Clausus wird es in Österreich voraussichtlich nicht geben.

Wie die Bewerbung und die Entscheidung über Aufnahme und Ablehnung nun wirklich aussehen wird hängt noch vom Ministerium ab, die Sache an sich scheint allerdings beschlossen.

Tirol.com (Rektor darf Medizin-Studenten auswählen):
Rektor darf Medizin-Studenten auswählen An der Medizin-Uni in Innsbruck müssen sich Studienanfänger ab Herbst schriftlich um einen der nur noch 550 Studienplätze bewerben.

Der freie Hochschulzugang gehört schon demnächst der Vergangenheit an.

Nicht jeder, der Medizin in Innsbruck studieren will, wird das künftig auch können. Der Senat der Medizin-Uni hat diese Woche beschlossen, dass ab Herbst nur noch 550 Anfänger aufgenommen werden. Die von den Studentenvertretern heftig kritisierte Zugangsbeschränkung wird vom Senat als Sicherheitsmaßnahme bezeichnet. Feuerpolizeilich seien die Hörsäle nicht für mehr Studierende zugelassen, erklärt Senatsvorsitzender Werner Jaschke.

Er verhehlt aber ebenso wenig wie die zuständige Vizerektorin Helga Fritsch, dass die Sicherheitsvorgabe eine willkommene ist. Damit versucht die Medizin-Uni zu verhindern, im Herbst von Studienanfängern aus Deutschland überrannt zu werden. Denn alle, die bislang in Deutschland wegen des Numerus Clausus keinen Studienplatz erhielten, werden laut dem für 7. Juli erwartetem EuGH-Urteil in Österreich sehr wohl Medizin studieren dürfen.

Wie nun jene 550 ausgewählt werden, darüber wird in diesen Tagen heftig nachgedacht. "Es wird ein schriftliches Bewerbungsverfahren mit verschiedenen Kriterien geben, das auch für die Studierenden nachvollziehbar ist", meinte Fritsch im TT-Gespräch. Die Kritik von den Studentenvertretern, ein persönliches Bewerbungsschreiben öffne der Freunderlwirtschaft Tür und Tor, will sie nicht gelten lassen. "Es geht doch darum, unsere Studenten zu schützen."

Welche Kriterien aber wirklich für eine Aufnahme ausschlaggebend sein werden, wollte sie am Dienstag noch nicht sagen - schon deshalb, weil man noch gar nicht weiß, was eigentlich erlaubt sein wird. "Wir brauchen erst vom Ministerium ein Signal, wie weit uns die Politik entgegenkommt."

Derzeit ist im Gesetz noch der freie Hochschulzugang festgeschrieben. Das heißt, weder die vom Senat beschlossene Höchstzahl an Studierenden noch ein Auswahlverfahren schon vor Beginn des Studiums ist momentan rechtlich zulässig.

Deshalb soll so schnell wie möglich im Parlament eine Gesetzesänderung beschlossen werden, bestätigt man im Bildungsministerium.

Darin will man den Rektoren freie Hand einräumen, wie sie das Studenten-Auswahlverfahren gestalten.

"Nur ein Numerus Clausus nach deutschem Vorbild, wo der Notendurchschnitt des Maturazeugnisses ausschlaggebend ist, wird nicht erlaubt sein. Es muss schon inhaltliche Kriterien geben", betont man im Ministerium.

In Innsbruck haben bislang knapp über 600 Maturantinnen und Maturanten jeden Herbst mit dem Medizin-Studium begonnen. Nach einem Jahr entschied eine Prüfung darüber, wer einen der nur 280 Praktikumsplätze im 2. Studienjahr erhält. Diese so genannte SIP-Prüfung nach der Eingangsphase wird dann auch den 550 Auserwählten nicht erspart bleiben.

In Graz bleibt man übrigens dabei, zunächst alle Interessenten aufzunehmen und erst nach einem halben Jahr hinauszuprüfen. Das sei auch nicht fairer, meint Fritsch. "Und außerdem: Wo sollten wir 1000 Studenten oder mehr unterbringen."