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dumbo
29.06.2005, 16:26
Die Unis wären plötzlich alle "Schnorrer" los und die Lehre würde rapide an Qualität gewinnen, weil es nurnoch Kleingruppen gäbe.

Schonmal daran gedacht? :-meinung


Solche wie dich sollte man als erstes rausschmeißen !

DoktorW
29.06.2005, 16:35
Die Aktion wird nicht funktionieren. Und zwar aus dem einfachen Grund das einfach nicht genügend Leute mitmachen werden. Vor knapp 2 Jahren gab es in BaWü eine ähnliche Protestaktion gegen die Verwaltungsgebühren. Damals haben ebenfalls viel zu wenige mitgemacht ... und ich glaube kaum das sich da was ändert. :-?


ich dachte, die Aktion hatte damals Erfolg?! Mein Bruder hat damals Geld zurückbekommen!

guinea pig
29.06.2005, 17:26
Sofern ich mich richtig erinnere blieb die Aktion wegen geringer Beteiligung erfolglos , und das Geld wurde den Universitäten überwiesen. Gerichtlich wurde aber ein Teilerfolg erstritten: die Universitäten konnten nicht glaubhaft machen, daß sie tatsächlich einen Verwaltungsaufwand pro Student und Semester von 50 DM (?) hätten. Das erschien sogar dem Gericht als zu üppig ;-) .Verdeckte Studiengebühren waren aber zu diesem Zeitpunkt bundesweit noch nicht erlaubt. Es blieb aber bei der Gebühr; sie wurde nur anders verkauft ;-)

Loish
29.06.2005, 20:34
Solche wie dich sollte man als erstes rausschmeißen !

Tzzzzt... entweder konstruktiv und sauber mitdiskutieren oder raushalten. Deine Bemerkung bringt doch mal gar nix. :-dafür

Ich mach übrigens jetzt mit bei der Aktion. Ich bezweifle auch, dass es was nützen wird. Aber schaden kanns zumindest mal nix (vorrausgesetzt man ist gegen die Einführung von Studiengebühren, was ich ja bin).

mako
11.08.2005, 10:17
Ungeachtet der Glaubensfrage, ob bundesweite Studiengebühren sinnvoll sind oder nicht, sollte man sich doch im Zusammenhang mit den aktuellen Bestrebungen - zumindestens aller CDU-geführten - Landesregierungen in puncto "500 Euro und mehr" einer Tatsache klar werden: Die Erhebung einer Gebühr wird kurz - bis mittelfristig zu keinerlei sichtbaren Verbesserung am Inventar oder Lehrkörper einer deutschen Universität führen. Denn eine Voraussetzung hierfür wäre nicht nur die konsequente Weiterleitung der eingenommenen Gelder in die betroffenen Bereiche einer Universität(Bibliothek, etc.), sondern auch die tatsächliche Bereitstellung der Gelder durch die Landesregierungen. Laut der Aussage eines hessischen Hochschulprofessors verhält es sich im Moment nämlich so, dass die Landesregierung hintenherum den Betrag, welchen die Gebühr pro Jahr in die Kassen bringt, den Unis durch die Streichung öffentlicher Gelder wegkürzt. Die Konsequenz dieser Sparmaßnahme ist also ein Nullsummenspiel, so dass alles beim alten bleibt.
Diese Tendenz sollte einem doch zu denken geben, genau so wie der Kommentar aus meinem Bekanntenkreis:" Mensch, wenn die Studiengebühr kommt, dann hab' ich ja wieder eine größere Chance auf einen Studienplatz ( angeführter NC: 2,4)!"

Smartinchen
14.08.2005, 19:49
Ich finde die Idee gut und würde selbst mitmachen.

Wie mako schon sagte, werden die Unis keinen Cent mehr haben, da die Gebühren zwar an die Unis geleitet werden, dieselben Gelder vom Land aber gestrichen werden.

Was mir auch schon aufgefallen ist: Die "Papi-und-Mami-zahlen's-ja"- und die "Gebühren-als-NC-Senker"-Mentalität. Da könnt ich kotzen!

mycroft9
18.08.2005, 12:51
also ich mach bei der aktion mit, denn imo is der ganze shit von wegen studiengebühren nur eine weitere schnapsidee irgendwelcher beim pot rauchen den überblick verloren habender polititker, die sich denken, man nimmt das geld von denen die es nicht haben um sich damit neue sachen (oder weitere schnapsideen) zu finanzieren

thrombos
21.08.2005, 09:54
überlegt euch mal folgendes Zenario:

ein Medizinstudent studiert 6 oder 7 Jahre - d.h. sagen wir mal im Mittel 13 Semester - mal 1000 € (eher mehr, aber leichter zu rechnen) wären also 13000€ Studiengebühren.
Würde dieser Medizinstudent danach für 1500€ netto arbeiten? eher nicht, oder? also wären die Kliniken gezwungen mehr zu zahlen ....

das würde ein paar Jahre schwankend laufen und in der Übergangsphase wäre es sicher ungerecht für die "ärmeren" Studenten - aber mit der zeit würde es so werden wie in den meisten anderen Ländern dieser Erde - viele Firmen/Kliniken zahlen Stipendien und d.h. jeder muss sich anstrengen um das Stipendium nicht zu verlieren - also würde das Niveau prizipiell steigen (die paar Reichen die das ihren Kids finazieren können fallen sicher kaum auf!)

also ich seh prizipiell in Studiengebühren eher etwas sinnvolles als etwas was man prizipiell ablehnen soll!

Hellequin
21.08.2005, 10:15
Es gibt jetzt schon einen Haufen unbesetzte Stellen, jede Menge Ärzte die ins Ausland oder in nichtkurative Bereiche abwandern. Die Reaktion der Arbeitgeber besteht darin die Löhne der Ärzte weiter nach unten zu drücken. Von daher ist es in meinen Augen absolut illusorisch zu glauben das es irgendeinen Arbeitgeber juckt, wieviel Schulden ein Jungarzt hat.

thrombos
21.08.2005, 10:22
(ich sag jetzt nicht dass ich das gut finde was ich jetzt schreibe!!! Finde nur die Statistik beeindruckend!)


ein Medizinstudim in Harvard kostet ca 100000$ Studiengebühren ... die Tatsache, dass Du dort studiert hast, bringt dir bis zu 70% mehr Gehalt im Verleich zu Deinen direkten Kollegen aus ner "US-no-name-Uni"!!!

PEACEKEEPER
21.08.2005, 12:59
... beim pot rauchen den überblick verloren habender polititker, die sich denken, man nimmt das geld von denen die es nicht haben um sich damit neue sachen (oder weitere schnapsideen) zu finanzieren

Ja genau man nimmt das Geld für dein Studium von Leuten die es nicht haben.
Von der Kassiererin bei Lidel, die dein Studium über ihre Steuern zahlen muss.
Oder vom Handwerksmeister, der für seinen Meister übrigens Beträge zahlen musste( aus eigener Tasche) , die sich in ähnlichen Größenordnungen bewegen, wie du für dein Studium in Zukunft zahlen sollst.
Ich versteh beim besten Willen nicht was daran sozial gerecht sein soll, daß du umsonst studieren darfst, während andere ihre Ausbildung selbst finanziert haben, und obendrein auch noch dich finanzieren sollen.
Ich finde es ziemlich unsozial , daß wir uns auf Kosten anderer ausbilden lassen.
Wo ist das Problem, daß man sich zumindest an den Kosten beteiligt.?
Was kostet ein Medizinstudium den Steuerzahler z.b. locker 100000 Euronen.
Da finde ich 12 oder 13000 Euro Gebühren nicht zuviel. Das sind bisschen mehr als 10%.
Die Banken arbeiten mit Hochdruck an Finazierungen und Bildungskrediten.
Wo ist also das Problem? Du wirst statistisch gesehen,als Akdamiker mehr Geld verdienen , als die Verkäuferin, so dasß es dich nicht umbringen wird , nach dem Studium den Kredit zurück zu zahlen.
Ich finde diese Umsonstmentalität und dieses Ich Ich Ich echt zum kotzen...

Ich halte auch von dieser Aktion nichts, weil es nichts bringen wird. Die werden sich das Geld schon holen, so oder so .
Vieleicht sollten diese ganzen pseudolinken Astatypen ihre Energie, die sie in den Kampf gegen Studiengebühren stecken, dafür verwenden, daß die Gebühren auch da ankommen, wofür sie gedacht sind. In die Finanzierung der Unis.
Da sehe ich in der Tat die Gefahr, daß die Gelder zweckentfremdet werden.
Da sollte man sich GEdanken drüber machen, wie man sicher stellt, dasß man für sein Geld auch entsprechende Gegenleistungen bekommt...

Grüsse

thrombos
21.08.2005, 13:04
Wo ist also das Problem? Du wirst statistisch gesehen,als Akdamiker mehr Geld verdienen , als die Verkäuferin, so dasß es dich nicht umbringen wird , nach dem Studium den Kredit zurück zu zahlen.
Grüsse+

hihi .... da täuschst du dich! ein akademiker verdient durchschnittlich nur 7% mehr als die nichtakademiker auf die Jahre gerechnet ..... und durch die studiengebühren würde das bedeuten, dass alle das gleiche verdienen und "hochwertigere" Arbeit nicht besser bezahlt wird ....


und nur als kleiner Bsp: eine Kassierin bei Schlecker verdient in ner 20 stunden Woche 1100€ netto - das heißt sie verdient mehr als wir!!!!

PEACEKEEPER
21.08.2005, 13:26
+

hihi .... da täuschst du dich! ein akademiker verdient durchschnittlich nur 7% mehr als die nichtakademiker auf die Jahre gerechnet ..... und durch die studiengebühren würde das bedeuten, dass alle das gleiche verdienen und "hochwertigere" Arbeit nicht besser bezahlt wird ....


und nur als kleiner Bsp: eine Kassierin bei Schlecker verdient in ner 20 stunden Woche 1100€ netto - das heißt sie verdient mehr als wir!!!!

Ja wenn ich 15 Jahre bis zu einem Abschluss brauche ;-) .
Ne im Ernst schau mal hier :http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/download/gutachten/04_v.pdf

Ab Seite 423 wird es interessant. Du hast mit einer Akademikerausbildung zwischen 5.9 - 9.7% Bildungrendite. Zinse das mal auf dein Lebenseinkommen um. Da kannst du locker 13000 Euros nach dem Studium zurück zahlen, und wirst immer noch nicht am Hungertuch nagen.

Grüsse

thrombos
21.08.2005, 13:36
ok sagen wir wir bekommen mit der neuen Vergütungsregeln 1500 netto ... sagen wir ein partner, ein Kind ... also muss ne 3 Zimmerwohnung sein - sagen wir 1000€ warm.,.. zu dritt lebts sich von 500e jma super!!!

PEACEKEEPER
21.08.2005, 14:19
Es geht doch nicht nur um den Arztberuf, sondern um alle Akademiker.
Und da ist es nun mal so, wie ich geschrieben habe, und du kannst es ´ja auch gerne nachlesen.

Das die Zeiten vorbei sind, wo man sich gleich nach dem Studium den Porsche bestellt hat( wenn es das jemals gegeben hat) , weiß ich auch . Wenn es um den Porsche ginge, hätte ich auch was anderes gemacht.
Ausserdem ist deine Rechnung doch etwas tiefgestapelt. Mit Kind und Frau hast du schon etwas mehr als 1500. Abegsehen davon hast du nunmal als Arzt/Mediziner mehr Möglichkeiten, als die Lidelfrau. Du kannst dich selbständig machen,ins Ausland gehen, in andere Bereiche ausweichen( Phamaindustrie etc.) . Du hast deutlich mehr Chancen , dein Einkommen zu meheren, als die Lidelfrau. Und selbst wenn du im Krankenhaus kleben bleibst, wirst du nicht bis zur Rente nur 1500 haben.

Es geht doch um die Frage , ob es sozial gerecht, daß wir quasi für Lulu eine Ausbildung bekommen, die es uns zumindest potentiell ermöglicht höhere Einkommen zu erzielen, als die Lidelfrau, die ihre Ausbildung übrigens auch selbst bezahlt hat, und ob man sich nicht mit einem Bruchteil seines späteren Einkommens an den Kosten beteiligt.


grüsse

Neely
21.08.2005, 18:18
Das ist einmal wieder eine Diskussion, wie sie wirklich nur in Deutschland stattfinden kann.

Leute, wacht auf, wir sind die einzigen WELTWEIT, die ihr Studium umsonst bekommen. Wenn es keine Hindernisse gibt, studiert irgendwann jeder, selbst der, dem es nicht ernst ist.

Wer es ernst nimmt, dem ist es das Studium auch wert, einen Kredit auzunehmen und Risiken einzugehen (die scheut man hier scheinbar wie der Teufel das Weihwasser).

Das einzige was tatsächlich fehlt, ist ein großes Angebot an Finanzierungsmöglichkeiten und ein sehr viel stärker ausgebautes Kreditwesen. NUR das ist zu bemängeln, sonst nichts, auch nicht die Studiengebühren, die meiner Meinung nach richtig sind (in Kombination mit oben genanntem).

hibbert
21.08.2005, 18:28
Das ist einmal wieder eine Diskussion, wie sie wirklich nur in Deutschland stattfinden kann.

Leute, wacht auf, wir sind die einzigen WELTWEIT, die ihr Studium umsonst bekommen. Wenn es keine Hindernisse gibt, studiert irgendwann jeder, selbst der, dem es nicht ernst ist.

Wer es ernst nimmt, dem ist es das Studium auch wert, einen Kredit auzunehmen und Risiken einzugehen (die scheut man hier scheinbar wie der Teufel das Weihwasser).

Das einzige was tatsächlich fehlt, ist ein großes Angebot an Finanzierungsmöglichkeiten und ein sehr viel stärker ausgebautes Kreditwesen. NUR das ist zu bemängeln, sonst nichts, auch nicht die Studiengebühren, die meiner Meinung nach richtig sind (in Kombination mit oben genanntem).

Sehe ich ähnlich. Letztendlich muss man ja nur mal überlegen, was denn nun billiger ist. 4 Jahre mit schlechtem Einkommen auf einen Platz zu warten, oder im Gegensatz dazu, etwas für seine Wunschausbildung zu bezahlen. :-dafür

beachvolleyball
21.08.2005, 18:34
zurückzahlen ?

Vom Schandlohn in Deutschland vielleicht ? :-???

Du lebst wohl bei Alice im Wunderland. Wenn schon Studiengebühren, dann aber ohne ZVS, mit freier Universitätswahl. Wie kommt man dazu, von der ZVS zugeteilt zu werden und sich erst dann über die Gebühren in verschiedenen Kleinstaaten Gedanken machen zu "dürfen" ?

Wie kommt man dazu, bei zunehmendem Ärztemangel im PJ in Deutschland unbezahlt den Stationsscholli abzugeben und vielleicht gleichzeitig noch Studiengbebühren löhnen zu müssen ? :-???

Man muß sich das vor Augen führen: Die Belastungen für Medizinstudenten sollen und werden zunehmen, und in Deutschland gehen in der Medizin die Lichter aus - dümmer geht`s wirklich nimmer.
Also man möchte den Plebs-Nachwuchs nicht mal mehr ins Studium bekommen, wie grenzgenial.

Und die Apologeten sterben selbst für diese Klamotte nicht aus, wie traurig. :-))

Neely
21.08.2005, 20:54
in Deutschland gehen in der Medizin die Lichter aus - dümmer geht`s wirklich nimmer.


Wobei die Betonung auf "in Deutschland" liegt...ein weiterer Grund, warum solche Diskussionen nur hierzulande geführt werden.

thrombos
22.08.2005, 05:49
zurückzahlen ?
Wie kommt man dazu, bei zunehmendem Ärztemangel im PJ in Deutschland unbezahlt den Stationsscholli abzugeben und vielleicht gleichzeitig noch Studiengbebühren löhnen zu müssen ? :-???


so wie halt in fast allen Staaten dieser Welt????