Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sonntagsfrage
Pünktchen
02.07.2005, 15:30
na hör mal...hier in Rostock gibt es einfach Stadtteile, da möchte man abends als Frau nicht alleine von A nach B gehen...und Graffiti gibts auch...aber dafür hat auch Rostock bestimmt die genialsten Trafohäuschen...die sind nämlich fast alle mit Graffiti aufgestylt worden :-dafür ... ich glaube es gibt viele Lösungen für Probleme in sozialen Brennpunkten und die Überpräsenz der Polizei macht es manchmal nicht besser.
Manchmal kommt es mir so vor als ob Bayern als Vorbild eines idealen deutschen Staates gesehen wird, dort ist alles besser als anders wo.....und alles nur weil dort CDU/CSU regiert??? Das nervt mich einfach, denn nicht alles was im kleinen in Bayern funktioniert, funktioniert auch auf Bundesebene. Weil die demographische Struktur in Bayern eine ganz andere ist. Aber das vergessen sowohl Bürger als auch Politiker....
Ja schon, aber die antiautoritäre Gleichmacherei der Sozis find ich eher schlimmer... auch wenn ich nicht in Bayern leben möchte....
Und Graffiti ist und bleibt Sachbeschädigung; wenn ich einen erwische, der etwas von mir ansprüht, dann kann der aber was erleben!!
Dr. Pschy
02.07.2005, 16:01
Ich bin mit Sicherheit kein uebertrieben patriotischer Bayer, aber:
"Manchmal kommt es mir so vor als ob Bayern als Vorbild eines idealen deutschen Staates gesehen wird, dort ist alles besser als anders wo.....und alles nur weil dort CDU/CSU regiert??? Das nervt mich einfach, denn nicht alles was im kleinen in Bayern funktioniert, funktioniert auch auf Bundesebene. Weil die demographische Struktur in Bayern eine ganz andere ist. Aber das vergessen sowohl Bürger als auch Politiker...."
Wenn man ein Bundesland als Vorbild sehen will, dann muss das entweder Bayern oder Ba-Wue sein. Nicht, weil da schon ewig schwarz regiert, sondern weil die Fakten einfach nicht von der Hand zu weisen sind: Die wenigsten Arbeitslosen, die noch einigermassen funktionierende Wirtschaft (wobei ich vom Land komm und auch da die Probleme existenziell sind), die geringste Kriminalitaetsrate, etc.
Und warum ist die demographische Struktur hier gravierend anders als anderswo? Das Problem mit der Ueberalterung ist gerade in den laendlichen Gebieten extrem ausgepraegt.
"Als ob das Gefühl der Sicherheit wirklich ein Verdienst der inneren Sicherheit ist, wage ich ja zu bezweifeln... zweifelsohne ist eine personell gut ausgestattete Polizei absolut notwendig, um mit Kriminalität fertig zu werden. Aber das eigentlich Übel sehe ich nicht auf der Seite der Bekämpfung, sondern auf der Seite der Entstehung von Kriminalität. Die einzig wirksame Bekämpfung ist die Bekämpfung von Armut, Arbeitslosigkeit, Zerfall und Drogenkriminalität."
Ich fuehl mich nicht nur sicher hier, ich bin im Vergleich auch sicher. Auch die Bekaempfung der Wurzeln á la Armut, Arbeitslosigkeit etc. faellt mit in den Bereich der inneren Sicherheit, und die ist hier einfach gegeben.
Ich werde zwar schwarz waehlen, weiss aber selber nicht, ob das das Beste ist. Wenn die CDU eine gute Politik macht (wovon man ja nicht unbedingt ausgehen muss) denke ich, dass sich Bayern und Ba-Wue an den Rest der Bundesrepublik angleichen und deshalb der "soziale Wohlstand" sinken wird, aehnlich West- und Ostdeutschland bei der Wiedervereinigung damals.
Demographisch sieht das in Bayern schon anders aus als z.B. bei uns im Ruhrpott, schau Dir mal die Arbeitslosenquote und vor allem den Ausländeranteil an...
Aber durch die Mehrheit im Bundestag UND Bundesrat müssen sie nicht monatelang um irgendwelche faulen Kompromisse ringen, sondern können man so richtig schmerzhafte Reformen auf den Weg bringen.
das ist richtig...
die frage ist nur, ob die ganzen kleinen leute, die sich nun wutentbrannt von der spd abwenden, sich denn etwa schmerzhafte reformen wünschen
:-notify
denn das was bei der spd beschimpft wird (hartz 4, sozialabbau etc), würde bei der cdu kaum softer ausfallen schätze ich mal...
zotteltroll
02.07.2005, 19:17
"Und plötzlich wählst du CDU"
http://www.zeit.de/2005/27/Titel_2fWechselw_8ahler_27
Leelaacoo
02.07.2005, 21:24
Ich kann Lejona nur zustimmen...man muß sich im Klaren sein, wie die nun schon erschreckende Mehrheit für Schwarz zustandekommt. Nicht, weil sie die bessere Lösung für die Arbeitsmarktfrage haben, nicht, weil sie "handwerklich" besser sind, sondern weil sie einfach etwas ANDERES sind, als Rot-Grün. Das ist in meinen Augen extrem kurz gedacht, denn ich suche seit Wochen verzweifelt den roten (oder besser:schwarzen) Faden in einem nicht existenten CDU/CSU- Programm.
Was soll denn nun auf einmal besser werden? Werden die Unternehmen, die nach China und Polen verlagert haben, freudestrahlend ihre neuen Fabriken dort abreißen, die niedrig entlohnten, nicht abgesicherten und zu 7-Tage-Wochen bereiten Sklaven entlassen und wieder zurückkehren, nur weil A. Merkel sich das ganz dolle wünscht?
Werden die Leute die Läden einrennen und von ihrem Harzt4-Auskommen massenhaft in Deutschland fabrizierte Waren kaufen wie im Rausch?
Wird Ostseutschland über Nacht zur blühenden Landschaft, nur weil Guido so nett lächelt?
Ich sehe kein Programm.
Was den Kündigungsschutz angeht: zwei Dinge hierzu:
1. Die Realität sieht bereits so aus, daß befristete Verträge die Regel sind (und ich spreche aus sehr persönlicher Erfahrung), der Arbeitnehmer in der Industrie ist längst austauschbar geworden, auf Kosten besserer Effiktivität und Motivation. Mein Freund (ausgebildeter Industriemechaniker, Fachrichtung Systemtechnik) hat die letzten 5 (!) jahre bei 4 verschiedenen Arbeitgebern gearbeitet, nur auf Basis befristeter Verträge...und es spielte keine Rolle, wie gut oder einsatzbereit er war, nach 2 Verlängerungen wurde aussortiert, denn sonst hätte man ihn übernehmen müssen. Man kann kein leben mit Familie und Kindern planen, wenn das Arbeitsleben schon so beginnt. Man kann sich kein Auto oder Haus anschaffen, wenn man nicht weiß, wo man in einem Jahr ist...auch dies schadet der Wirtschaft in nicht unerheblicher Weise. Jemine, deinen Eltern als Unternehmer mag das einen wirtschaftlich kurzfristigen Vorteil bringen, die Frage ist aber, ob man sich mit dieser Strategie aber nicht den eigenen Markt zerstört...ein Circulus vitiosus.
2. Die viel weit reichendere Frage ist die, ob es klug ist, an dem globalen Wettrüsten in Sachen Produktionsoptimierung und Verschlankung teilzunehmen. Deutschland sollte stolz sein auf die sozialen Errungenschaften der letzten 5 Jahrzehnte...und auch diese sollte man exportieren. Wenn schon Globalisierung und Osterweiterung und Verlagerung von Arbeitsplätzen, dann bitte doch nach den Kriterien der Demokratie, der sozialen marktwirtschaft und auch mit einem Blick auf die Menschenrechte. Es kann nicht angehen (achtung, nun werde ich bald geprügelt), daß sich hier in Deutschland alle voller Schuldbewußtsein ans Dritte Reich erinnern und sich in der Gewißheit suhlen, daß man dazu gelernt hätte und gleichzeitig ein deutsches Unternehmen in China teils noch minderjährige Mädchen, Frauen und Männer in einer nicht den Arbeitschutzvorschriften entsprechenden Umgebung zu Niedrigstlöhnen (ca. 30-100€ im Monat), ohne Krankenschutz, Mutterschutz und soziale Absicherung ohne schlechtes Gewissen schuften läßt...um auf der nächsten Aktionärsversammlung Lorbeeren einzuheimsen.
Es kann nicht nur die Produktion exportiert werden, es muß auch ein würdiges Menschenbild (und ja, dazu gehört meiner Meinung auch der Schutz davor, jederzeit ohne Angabe von Gründen auf die Strasse geworfen zu werden)exportiert werden...notfalls mit ein wenig Zwang von der politischen Seite aus.
Das sind vielleicht für einige sehr sozialistische Ansichten und nicht durchsetzbar...aber bevor man dagegen lamentiert, sollte man sich stets in die Situation des anderen versetzen, das schadet ja auch in der Medizin nicht :-top
Außerdem, wie gesagt, ich denke, die Unternehmer schneiden sich da ins eigene Fleisch...schließlich habe ich hier beim Mercedeshändler noch keinen chinesischen Arbeiter gesehen, der sich eine c-Klasse zulegt :-D
Trotzdem wird die Entwicklung wohl nicht mehr aufzuhalten sein...
Ich wähle nur aus Prinzip keine Partei, deren Programm ich nicht kenne...also, liebe Angela, wird langsam mal Zeit für klare Worte...
LG Lee (die als "alte" SPDlerin ziemlich erstaunt ist über den unerwarteten Vorsrung von Rot bei den Medis :-) :peace: )
Unsere tollen sozialen Errungenschaften LASSEN sich nicht beibehalten!!! So einfach ist das! Sie würden uns immer weiter in den Ruin treiben. So einen tollen Sozialstaat können wir uns bei all der Billigkonkurrenz im Ausland nicht mehr leisten. :-nix
Leelaacoo
02.07.2005, 21:41
Natürlich weiß ich auch, daß wir in punkto "Billigkeit" nicht mithalten können...aber was ist die Lösung? Die Senkung der Löhne auf China-Niveau...das wird doch auch nicht gehen, oder?
Also muß man die Sache vielleicht aus einem anderen Blickwinkel betrachten...statt wie Lemminge hinterherzurennen und die gleichen Konzepte zu kopieren. Wir können unmögliche billiger produzieren als die und wir können unmöglich damit konkurrieren....da wäre nicht nur die Abschaffung des Kündigungsschutzes nötig, sondern auch die Abschaffung von ALLEN sozialen Leistungen wie Rente und KV...und vielleicht sogar die Abschaffung einiger Grundrechte....
Will man das?
Will das der stinknormale CDU-Neu-Wähler?
Da fällt mir oft der alte Spruch ein:" Wenn alle von der Brücke springen, tust du es auch?"
Ich weiß nicht...es gab schließlich ja auch mal eine Zeit, wo man dachte, Aderlaß heilt alle Krankheiten...heute weiß man es besser.
Ich weigere mich einfach in den Chor der Aktionärsgesellschaften einzustimmen, die meinen, die Gesellschaft mit den höchsten Renditen ist die Allerbeste...das ist keine Naivität, janine, das ist der Versuch, Lösungen zu finden. Auch wenn sie im ersten Moment absonderlich erscheinen.
LG Lee
Unsere tollen sozialen Errungenschaften LASSEN sich nicht beibehalten!!! So einfach ist das! Sie würden uns immer weiter in den Ruin treiben. So einen tollen Sozialstaat können wir uns bei all der Billigkonkurrenz im Ausland nicht mehr leisten. :-nix
da hast du (leider) recht, der status quo lässt sich, zumindest in einigen gebieten, sicher nicht beibehalten.
ein beispiel sind die renten, einstmals als unterstützung in den 10-15 schwierigeren jahren des lebens (alter, krankheit, gebrechlichkeit, erwerbsunfähigkeit) gedacht...
heute hat ein rentner dank steigender lebenserwartung und idr später einsetztendem altersbedingten erkranken uu noch 30 jahre seines lebens vor sich, dabei bestimmt nicht den großteil in krankheit und siechtum.
die rente wird es nicht schaffen, die freizeit von körperlich fitten und aktiven menschen zu finanzieren....
ich gehe davon aus, dass die rente ab 68 oder 70 auf alle fälle kommen wird und dass jeder politiker, der etwas anderes behauptet, lügt.
dazu kommt, dass etliche 60- oder 65-jährige noch gerne weiterarbeiten würden, noch aktiv und produktiv sein wollen, wissen weitergeben etc. man liest ja zb immer mal von programmen dass 65+ jährige ihr know-how an chinesische firmen weitergeben o.ä. etc. aber wir in d nutzen das eigene potential nicht? unsere profs erzählen gern davon, dass emeritierte kollegen hier in d nicht mehr arbeiten dürften (!) und dafür in die usa gingen.
noch vor 100 jahren war es von der körperlichen fitness her gesehen undenkbar, dass bei marathonläufen seniorenwettkampfklassen antreten. heute ist das standart.- ich finde, es ist ein anachronismus, dass auch heute noch auf dem arbeitsmarkt 50 als alt gilt.
die gesellschaft wird es sich, denke ich, immer weniger leisten können, körperlich und geistig fitte junge senioren (also 60-65-jährige) aufs altenteil zu schieben und die betroffenen wollen das oft selbst nicht!
ich denke, das wäre ein beispiel für einen ansatzpunkt, der die sozialkassen schon mal entlasten könnte und dies auf produktive weise. ich denke, als konsequenz der steigenden lebenserwartung und auch im höheren alter mittlerweile hochgehaltene körperliche und geistige fitness wird dieser wandel auch kommen- sollte es zumindest!
Ich rede ja nicht davon, dass alles komplett abgeschafft und Ländern wie China angeglichen werden soll!! Aber ein bisschen Zurückrudern würde uns nicht schaden. Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (meinetwegen auch mit einem besseren Kündigungsschutz für ältere Angestellte), Senkung der Lohnnebenkosten durch stärkere Eigenbeteiligung der Arbeitnehmer und z.B. auch Kürzung der Urlaubstage. Immerhin gehören wir da weltweit zu den Führenden!!! Und versetz dich mal in die Lage eines Arbeitgebers: wieso sollte man Arbeiter 6 Wochen lang bezahlen, ohne dass sie IRGENDEINE Leistung in dieser Zeit für dich erbringen??? Urlaub muss natürlich auch sein, keine Frage. aber ich finde, Arbeitnehmer machen es sich immer viel zu bequem, bezahlten Urlaub und bezahlte Krankheitsfehltage als selbstverständlich hinzunehmen.
Leelaacoo
02.07.2005, 22:04
Ntürlich muß man nicht nicht alle Auswüchse des Sozialsystems (die oft nur aus "Versprechern" vor Bundestagswahlen resultierten) halten, da geb ich dir völlig recht. Und mal ganz ehrlich: Wenn du heute einem Familienvater, der um seinen Job bangt, sagen würdest: Du bekommst nur noch 2 Wochen Urlaub im Jahr aber dafür kannst du den Job behalten...ich glaube, die Mehrzahl der Betroffenen würde ganz klar zustimmen...ich zumindest würde das. Aber nur, wenn dies auf gegenseitigkeit basiert...ich tu was dafür, daß es dem Unternehmen besser geht, dafür tut das Unternehmen was für mich und läßt mich nicht hängen. Es ist aber heutzutage sehr oft sehr einseitig, was gefordert wird...auch das muß man auf der anderen Seite nachvollziehen können.
Auch Arbeiten bis 70 ist durchaus denkbar...allerdings darf man hier nicht pauschalisieren. Du kannst nicht vom Schreibtischtäter und vom Hochofenarbeiter das gleiche körperliche Durchhaltevermögen verlangen, hier muß man differenzieren.
Und trotzdem...auch diese "Opfer" würden uns nicht sehr viel konkurrenzfähiger machen...sie würden es nur ein wenig aufschieben....und dann? Was kann man noch streichen? Oder soll man darauf warten, daß die Chinesen (oh mann, ihr müsst glauben, mir fallen nur die Chinesen ein, aber das ist die Diskrepanz halt besonders groß....sorry) Aufstand proben, die Demokratie einführen, Gewerkschaften bilden und Lohnerhöhungen fordern, so daß chinesische Unternehmer ins Billiglohnland Deutschland kommen? So lange kann man wohl kaum warten...man muß schon vorher andere Prioritäten setzen.
Fragt mal Leute, was sie mit deutschen Produkten und mit Deutschland allgemein verbinden? Qualität, Dauer, Demokratie, Wohlstand...etc.
Warum ist das so?
Hat Deutschland also alles falsch gemacht bisher? Wohl kaum...
Aber das ist ein unendliches Thema, bei dem ich mir auch mit der SPD nicht ganz einig bin...
Ich wüschte nur, man müßte nicht mit Füßen auf dem Sozialstaat rumtrampeln, sondern die eigenen Stärken und Fähigkeiten erkennen...
:-top
LG Lee (staatsexaminierter Idealist)
PS: Also Janine, dann erwarte ich von dir aber, daß du als Assistenzärztin freiwillig nur 2 Wochen Jahresurlaub nimmst, gell :-top Dann mach ich auch mit!!! Versprochen :-top
Jetzt aber net krumm nehmen...das mußte ich einfach schreiben...
Natürlich weiß ich auch, daß wir in punkto "Billigkeit" nicht mithalten können...aber was ist die Lösung? Die Senkung der Löhne auf China-Niveau...das wird doch auch nicht gehen, oder?
Also muß man die Sache vielleicht aus einem anderen Blickwinkel betrachten...statt wie Lemminge hinterherzurennen und die gleichen Konzepte zu kopieren. Wir können unmögliche billiger produzieren als die und wir können unmöglich damit konkurrieren....da wäre nicht nur die Abschaffung des Kündigungsschutzes nötig, sondern auch die Abschaffung von ALLEN sozialen Leistungen wie Rente und KV...und vielleicht sogar die Abschaffung einiger Grundrechte....
Will man das?
Will das der stinknormale CDU-Neu-Wähler?
Da fällt mir oft der alte Spruch ein:" Wenn alle von der Brücke springen, tust du es auch?"
Ich weiß nicht...es gab schließlich ja auch mal eine Zeit, wo man dachte, Aderlaß heilt alle Krankheiten...heute weiß man es besser.
Ich weigere mich einfach in den Chor der Aktionärsgesellschaften einzustimmen, die meinen, die Gesellschaft mit den höchsten Renditen ist die Allerbeste...das ist keine Naivität, janine, das ist der Versuch, Lösungen zu finden. Auch wenn sie im ersten Moment absonderlich erscheinen.
LG Lee
hallo Lee, ich muss auch dir zustimmen. dass in unserem system gelder an unnötigen stellen versacken, ist sicher wahr und dass wir den status quo nicht beibehalten können werden, wohl auch (hab ich ja schon gelabert drüber).
von deinem menschlichen ansatz her stimme ich dir 100% zu und finde es echt klasse, was du sagst.
richtig ist sicher, wir KÖNNEN mit den billiglohnländern nicht konkurrieren, was produktionskosten angeht.
wir müssten unsere stärken besser nutzen- die befinden sich im hochtechnologiebereich, bei hochspezialisierten arbeitstechniken mit hochqualifizierten fachkräften. deutschland sollte führende technologien entwickeln und diese exportieren. :-dafür :-dafür :-meinung
:-lesen :-lesen
hierzu müsste aber mehr in bildung und forschung investiert werden :-lesen :-lesen :-stud- auch ein grund weshalb ich gegen studiengebühren bin! deutschlands hoffnung wäre meiner meinung nach eine höherqualifizierung ihrer künftigen arbeitenden bevölkerung- und durch studiengebühren wird das bildungsniveau bestimmt im durchschnitt gesenkt, weil der zugang zu universitärer bildung erschwert wird. (vorallem dank der tollen "klaren" konzepte zur studienfinanzierung *feuerspei*) :-(( :-(( :-dagegen :-notify
ich bin auch gegen das aktiengetue, wie du auch.
das problem, auch in den sozialkassen, sind die niederqualifizierteren bevölkerungsanteile: :-meinung :-((
im niederlohnsektor eben.
hier werden eher arbeitsplätze in billiglohnländer verlagert, also ist das risiko der arbeitslosigkeit viel höher, hiermit auch der ausfall von zahlungen zu den sozialkassen usw.
ich denke, in deutschland läuft in der bildungspolitik, zb an kultusministerien so vieles schief.
ich halte schon unser schulsystem für insuffizient. ein schlechter schüler wird einfach eine schulstufe niedriger abgeschoben. wir haben zu viele schlechte oder fehlende hauptschulabschlüsse und zu wenige hochschulabschlüsse. im endeffekt züchten wir somit unsere kostenintensive gesellschaft auch selber! ich finde, die politik sollte hier einmal eingreifen- sie hätte die möglichkeit, hier weichen zu stellen!
ich habe mal in finnland gelebt... dort ist die bildung der bevölkerung als wichtigste ressource des landes angesehen, 70% des jahrgangs machen abitur, was dann in einem landesweiten fest gewürdigt wird. :-stud
jeder studierende kriegt vom staat eine sockelunterstützung von 200-400euro. :-stud
der trend geht zur professionalisierung.
ausserdem ist die soziale durchlässigkeit um vieles höher. ich habe dort in einer klassischen bauernfamilie gelebt, aber dort war klar dass die (um 1970 geborene) kindergeneration abitur macht und studiert..
in d ist die soziale schichtung viel festgefahrener.
finnland setzt auf hochtechnologie und fördert diese.
in d würde man nun schreien: oh je wir können uns diese förderung der bildung doch nie und nimmer leisten!
aber ich denke, wenn wir uns diese nicht leisten, dann können wir uns eines tages kaum mehr etwas leisten!
:-meinung :-meinung :-meinung :-meinung :-meinung :-meinung :-meinung :-dafür :-dafür :-dafür :-dafür :-stud :-lesen
oh je schon wieder ein sermon hier ;-)
hi lee, hi janine, es geht hier ja richtig schön auf hohem niveau zur sache- macht spass hier ;-) :-) :-) :-))
ich finde, wir sollten an die macht kommen :-)) :-))
_________
ps: an lee- klar, das mit dem arbeiten bis 70 muss man nach körperlicher beanspruchung differenzieren. stickwort schwerarbeiter.
aber schon mein opa (landarzt) hat bis >70 gearbeitet- ich denke, so was ist zu vertreten-
Leelaacoo
02.07.2005, 22:13
Absolut und uneingeschränkt :-meinung !!!
Und dafür bin ich auch politisch aktiv (auch wenns im Moment mit meiner unbezahlten 60h-PJ-Woche kollidiert :-D )
LG Lee
dort ist die bildung der bevölkerung als wichtigste ressource des landes angesehen, 70% des jahrgangs machen abitur, was dann in einem landesweiten fest gewürdigt wird. :-stud
Das halte ich in Deutschland für nicht machbar! :-D Wenn wir nicht dreimal so viel Lehrer einstellen wie bisher und sich in Kleingruppen um jeden einzelnen gekümmert wird, dann schaffen hier keine 70% das Abitur... sorry, aber dafür ist der Durchschnittsbürger dann doch zu doof.
Aber ich gebe dir Recht, dass Bildung bei uns viel zu gering geschätzt wird! :-meinung
bitten wir doch frau merkel mit unseren anregungen ein paar konturen in ihr wahlprogramm zu bringen ;-) :-)) :-)) :-)) :-)
_____
verdammt die biochemie ruft mich wieder *heul* :-((
aber ich muss ja den bildungsdurchschnitt deutschlands heben :-)) :-))
Leelaacoo
02.07.2005, 22:33
sorry, aber dafür ist der Durchschnittsbürher dann doch zu doof.
ui ui...war die Henne zuerst da oder das Ei? War es die "Doofheit" der Leute oder fehlende Bildungsmöglichkeiten?
Sonst will ich mich hierzu nicht weiter äußern...ich sehe das nicht so.
@Leijona: Die würd sich lachend auf dem Boden wälzen...wäre wohl das genaue Gegenteil von dem, was da geplant wird. Aber man weiß es ja nicht genau.....ist alles so ein bißchen "Hokuspokus" bei der CDU...alles im Nebel des Ungewissen...bis nach der Wahl: Merkel springt als neue Kanzlerin auf die Bühne, tippt sich mit dem Zauberstab auf den Kopf...und schwupps: verwandelt sich in Stoiber...
So ungefähr stelle ich mir das vor...
Oder die CDU will erst die Erscheinung des neuen Harry Potter- Bandes am 16. Juli abwarten, weil sie sich erhofft, darin ein paar neue Zaubersprüche für die Rettung Deutschlands zu finden und diese ins Programm zu nehmen...
:-oopss :-wow
Okay, okay, das war böööse....aber nur Spaß. Jedem seine eigene politische Meinung und Zielsetzung. :-top :-dafür
LG Lee (Gründungsmitglied des BMSfBBD = Bundes der Medizinstudenten für bessere Bildung in Deutschland... :-D Wer macht mit???)
Ich finde, wenn 70% aller Schüler Abitur machen würden, würde das diesen Schulabschluss entwerten. Aber warum nicht? Wir können ja ALLE 12 Jahre zur Schule gehen und ALLE den gleichen Abschluss machen und die Unis wählen sich dann selber aus. Z.B. nach Noten. Und damit wird das Studieren dann noch elitärer, weil nur die allerbesten auf die guten Unis gehen und der Rest eine drittklassige Ausbildung bekommt. :-nix
*vonPALPundPAMPaufseh*
@Lee: ich bin sofort dabei bei deinem Bund für bessere Bildung etc :-) :-) :-)
ja, es stimmt, es scheint paradox, denn gerade die cdu/csu forciert ja die studiengebühren- allerdings ist hier der "elitäre gedanke" der "bürgerlichen partei" (ich nenne es einfach mal so) hier, denke ich, auf abwege geraten...
:-meinung
im endeffekt läuft der gedanke der studiengebühren darauf hinaus, dass die bessergestellten schichten einen erleichterten zugang zu bildung haben und die finanziell schlechter gestellten es auch schwieriger haben, an bildung zu kommen. :-( :-( :-??? :-? :-(
:-meinung
ich finde aber, dies ist doch eine degeneration---
die eliten höhlen sich doch die gesellschaft selbst aus, indem sie andere schichten tendentiell eher von bildung fernhalten und somit in letzter konsequenz verarmen lassen - denn die staatsschulden, schlechter wirtschaftlicher stand etc. treffen doch alle (die sich nicht leisten können, sich in ein steuerparadies abzusetzen). :-??? :-nix :-nix :-nix
wenn dann reflektorisch die bessergestellten (steuerlich o.ä.) begünstigt werden, damit diese die folgen dieser allgemeinen verschlechterung nicht spüren müssen, gerät das system, finde ich, noch mehr in schräglage...
ich finde in den usa ist auf diesem weg trauriger vorreiter.
- ich glaube nicht, dass so ein konzept auf dauer tragfähig ist, schon gar nicht bei einem im vergleich deutlich kleineren und machtloseren land wie d. (die usa kann sich leisten kriege zu führen, ölländer zu okkupieren und aus ihren miseren herauszukommen- wir nicht. ganz abgesehen davon halte ich den usa- ansatz auch für ethisch nicht besonders lobenswert, schonend gesagt.)
ich finde, die cdu würde ihrer aufgabe besser nachkommen, wenn sie die bildung und somit die schaffung neuer geistiger eliten fördern würde!!!
das kann doch nicht allzu konträr zu ihrem gedanken sein... gerade die förderung der hochtechnologie, der innovation und der wissenschaft sollte der cdu _theoretisch_ am herzen liegen...
(anstatt dafür zu sorgen dass die soziale schichtung noch zementiert wird...) :-??? :-??? :-dagegen :-dagegen
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