Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für gestresste Assistenzärztinnen und -ärzte
Feuerblick
08.02.2025, 14:38
Zumindest früher waren die Zahlen unabhängig von den Zeiten. Sprich: Die Zahlen nutzen dir, die Zeit halt nicht.
Für mich hätte sich die Frage gar nicht gestellt, sondern wäre sicher davon ausgegangen, dass du auch das Zeugnis brauchst. Da stehen doch neben der Zeit auch die Zahlen drin.
xenopus laevis
08.02.2025, 15:17
Danke für die schnelle Rückmeldung! Ich werde definitiv nicht mehr wechseln, sonst verhaut mich meine Frau. Mein jetziger AG wird mir die Zahlen auch schon geben. Ich frage nochmal höflich nach.
Speranza100
09.02.2025, 10:29
Auf jeden Fall immer ein Zeugnis geben lassen. Ich hatte zu Beginn nach dem STudium eine Stelle von einem Monat, die ist mir ohne Zeugnis nach 10 Jahren "auf die Füße gefallen" bei der Eintragung ins Arztregister, die KV wollte über ALLE Abschnitte ein Zeugnis sehen...Daraus habe ich gelernt. So etwas nach 10 Jahren zu bekommen ist deutlich mühsamer. MAn weiß nie, wofür man es nochmal braucht...
Interessant, danke fürs aufmerksam machen. Ich hätte mir nur ein Zeugnis geholt, wenn ich den Abschnitt für die WB bräuchte. Bei so nem Job einen Monat nach Abschluss, der weder für Zahlen noch für Zeiten wichtig ist, hätte ich auch kein Zeugnis geholt.
Lenadrenalin
09.02.2025, 18:02
Wenn man die Klinikstelle schon hinter sich gelassen hat, würdet ihr dann dem Chefarzt persönlich bzw direkt eine Mail schicken oder über die Personalabteilung?
Hab ich wohl auch versäumt:/
Je nachdem wie gut du dich mit dem Chef verstanden hast. Dann entweder direkt, an die Sekretärin oder wenn diese Varianten nix bringen oder die Stimmung nur so mittel war dann an die Personalabteilung.
Ich würde der weiterbildungsbefugten Person schreiben.
Dragonheart
09.02.2025, 21:27
Gibt’s hier Notärzte, die keine Anästhesisten sind? Wer hat euch das Logbuch unterschrieben? Euer Chef? Chef der ITS?
Ich arbeite in der Inneren und mein Chef hat an sich mit Notfallmedizin nicht zu tun, ist auch selbst kein Notarzt oder Intensivmediziner.Ich war sowohl
in der ZNA als auch auf ITS als Rotantin unter anderen Chefärzten tätig und frage mich gerade, wer nun die Unterschrift ins Logbuch schreibt. Einen klassischen Weiterbildner gibt’s bei Notfallmedizin ja nicht. Habe auch keine anderen Kollegen in meiner Abteilung, die Notarzt fahren. Ist bei uns eher traditionell den Anästhesisten und Unfallchirurgen vorbehalten, die Internisten sind da etwas außen vor.
Ich stehe leider vor einem ähnlichen Problem...
Der Kurs ist gemacht. Aktuell bin ich in der Inneren inkl 6 Monate Notaufnahme, der Chef sieht sich für das eLogbuch nicht zuständig in der Notaufnahme natürlich einige Dinge davon nicht gemacht werden.
Die Fahrten werden ich voraussichtlich an einem Standort sammeln an dem die Organisation über die Feuerwehr bei wechselnden Notärzten/innen läuft... der ärztliche Leiter ist zwar Facharzt für Innere, hat aber keine Weiterbildungsermächtigung, daher auch keine Nummer fürs elogbuch
xenopus laevis
27.02.2025, 20:43
Ich wollte diese Information mit euch teilen (Mudderstadt ÄK-Antwort):
Bei einer Hospitation wird in der Regel eine Bescheinigung ausgestellt, jedoch kein vollwertiges Weiterbildungszeugnis.
Wichtig ist, dass diese Bescheinigung auf dem offiziellen Briefkopf der jeweiligen Klinik oder Praxis ausgestellt wird. Zudem sollten die tagesgenauen Zeiträume der Tätigkeit sowie der Beschäftigungsumfang (Vollzeit/Teilzeit in %) klar angegeben sein.
Immerhin überlegt unsere ÄK in der Mudderstadt in einer nächsten Änderung der WBO die anrechenbare Weiterbildungszeit von 6 auf 3 Monate zu kürzen. Irgendwann ... :-heul
In letzter Zeit habe ich zunehmend - und teils auch hier im Forum - von den europäischen Diplomen / Prüfungen gelesen und gesehen.. mich würde mal interessieren, welchen Vorteil die Diplome bringen? Soweit ich weiß, wird der FA doch automatisch innerhalb der EU anerkannt..
MissGarfield83
07.03.2025, 15:15
In letzter Zeit habe ich zunehmend - und teils auch hier im Forum - von den europäischen Diplomen / Prüfungen gelesen und gesehen.. mich würde mal interessieren, welchen Vorteil die Diplome bringen? Soweit ich weiß, wird der FA doch automatisch innerhalb der EU anerkannt..
Da die deutschen Facharztprüfungen im internationalen Vergleich ein Witz sind, zwingt dich das Lernen für ein europäisches Diplom/internationalen FA Titel tiefer in die Materie deines Fachs einzusteigen. Sei es was Basic Sciences oder Clinical Sciences angeht. Das pusht schonmal das Ego - zum anderen ist es ein weiterer Baustein in deiner Lamettasammlung der bei dem Kampf um eine OA/OÄ Stelle durchaus berücksichtigt wird. Und zum dritten wird ein europäisches Examen im europäischen Ausland wohlwollender betrachtet als nur der deutsche Facharzt - weil da kennt man den Standard.
escitalopram
08.03.2025, 12:30
Ich stimme MissGarfield83 zu, bis ggf. auf das Ansehen im EU-Ausland, denn ist die Frage, mit welchem EU-Land die Vergleiche gezogen werden. :-oopss Sowohl meine Frau als auch ich (Derma/Auge) haben die jew. europäischen Prüfungen in unseren Fächern belegt und das Lernen hat sich definitiv gelohnt - dass das Niveau definitiv viel höher als das der deutschen FA-Prüfungen ist, können wir auch bestätigen.
Die Frage in welchem EU-Land das jetzt noch von Vorteil ist, würde mich noch interessieren.. ich habe bisher auch schon einige Kollegen aus anderen (EU-)Ländern kennengelernt, und da waren teils schon große Lücken da.. ein großer Vorteil wäre es ja, wenn die Prüfung international (zB in Australien, Kanada etc) anerkannt wird, aber das ist soweit ich das verstanden habe nicht der Fall.. was ich aus Euren Antworten eher rauslese, dass man das Fach noch mal in die Tiefe lernt und das eher für einen selbst ist..
escitalopram
08.03.2025, 16:16
Ja, das meinte ich - es ist die Frage, was EU-Ausland bedeutet. Genau wie bei den NC-Flüchtlingen - "Studieren im Ausland" bedeutet meistens nicht Cambridge oder Oxford. :-oopss Ob jetzt die FEBO im EU-Ausland als deutscher FA ein Vorteil ist - keine Ahnung. Die Prüfung per se aber definitiv, zumindest für den eigenen Wissensstand - kein Vergleich zu dem generell in der mündlichen FA-Prüfung in Deutschland erwartetem Niveau.
Letztendlich sind es (zumindest in Auge und Derma) nette Titel hinter dem Namen, ohne rechtliche Bedeutung - als FA-Anerkennung im EU-Ausland dienen diese nicht.
Im englischsprachigen Raum nützen diese allerdings nichts - in Kanada und den USA werden die deutschen FA-Bezeichnungen nicht anerkannt bzw. man muss die residency nachholen. Im UK muss man ihre Prüfungen nachholen.
MissGarfield83
09.03.2025, 05:44
Wobei in UK das europäische Anästhesiediplom durchaus Anerkennung findet…
Ich glaub, dass solche Prüfungen ja gerade deshalb so wertvoll sind, weil sie einem "nichts bringen", oder eben nur in Einzelfällen etwas bringen. Sie zeigen also, dass der, der sie absolviert hat, engagiert ist und möglichst gute Arbeit leisten will - insofern ein sehr erstrebenswertes Signal.
In manchen Fächern (z.B. Augenheilkunde oder Urologie) sind sie aber, so zumindest mein Eindruck, so häufig geworden, dass eine Karriere im engeren Sinn ohne wahrscheinlich schon schwer sein wird.
Mein Eindruck ist auch, dass dt. FA-Titel zunehmend an Wert verlieren, zumindest in meinen Gebieten werden sie regelrecht hinterher geworfen, ohne dass die entsprechende Expertise vorhanden wäre. Und bei Durchfallern wird beim zweiten Versuch einfach durchgewunken. Es ist ein ähnlicher Wertverlust wie beim Abitur. Was nützen uns "Fachärzte", die bestenfalls nichts bewirken, schlimmstenfalls Schäden anrichten, wie ich sie fast täglich sehe.
Bonnerin
09.03.2025, 07:13
Ist halt alles sehr fachabhängig. Bei uns gibts teilweise in der Kammer 50% Durchfallquote (8 Prüfungsantritte, 4x gescheitert). Und quasi alle FÄ, die ich kenne, sagen ganz klar, dass die FA-Prüfung bei uns echt das Letzte ist.
Ich hätte persönlich nichts gegen eine standardisiertere FA-Prüfung nach dem Vorbild der board examinations. Zumindest der schriftliche Teil eliminiert da den Bias der Prüfenden, wenn man beim Konkurrenten ausgebildet wurde...
escitalopram
09.03.2025, 10:46
Ich hätte persönlich nichts gegen eine standardisiertere FA-Prüfung nach dem Vorbild der board examinations. Zumindest der schriftliche Teil eliminiert da den Bias der Prüfenden, wenn man beim Konkurrenten ausgebildet wurde...
Sehe ich auch so.
Ich glaub, dass solche Prüfungen ja gerade deshalb so wertvoll sind, weil sie einem "nichts bringen", oder eben nur in Einzelfällen etwas bringen. Sie zeigen also, dass der, der sie absolviert hat, engagiert ist und möglichst gute Arbeit leisten will - insofern ein sehr erstrebenswertes Signal.
Und das hier auch.
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