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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anorexia nervosa



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username
09.09.2005, 00:17
Oder sie kommt mit noch mehr Insider-Wissen dort wieder raus, kennt dann alle Tricks, weiß wie sie heimlich Kalorien verbrennt, Mahlzeiten auslässt (was man sich da für Ausreden einfllen lässt! ) und was sie sagen muss um sich Leute vom Hals zu halten.

Diddy
09.09.2005, 13:44
Danke für eure vielen Beiträge.Also ich werde jedenfalls heute mal ihre Mutter anrufen!!!! Ich mein...ein Versuch ist es Wert!

Naja, was vllt. gut zu wissen wär, ich selber war auch in einer Klinik, wegen SvV und Depressionen. Das weiß sie auch. und ich will halt nicht, dass es bei ihr auch mal soweit kommt und sage ihr das auch immer und ich weiß ganz genau, es bringt nichts, eine Magersüchtige zum essen zu zwingen oder einer SvVlerrin die Klinge wegzunehmen...bei ihr muss es selber "Klick machen" Ich mein, in der klinik lernt sie dann echt noch Tricks, wie sie es am besten verbergen kann usw. Das war bei mir genauso, ich hab noch von anderen gelernt, wie ich meine Wunden besser verstecke und so....
Man muss einfach selber diesen Willen haben, aber ohne die ganzen Ärzte und Therapeuten hätte ich das trotzdem NIE geschafft. Und irgendwie war die Klinik dann schon was gutes...es hat negative und positive Seiten, hab aber daraus viele Lebenserfahrungen mitgenommen. Aber was halt erstmal sehr wichtig ist, ein psychater oder Psychologe, auch wenn es am Anfang schwer wird, irgendwann wird es hoffendlich "Klick" machen. Aber ich werde immer für sie da sein.n In eine Klinik soll man erst gehen, wenn man selbst bereit ist etwas zu ändern und Unterstützung haben will. Mit Zwang geht da gar nichts. Aber sie brauch trotzdem professionelle Hilfe!!!

Vielen Dank für eure Beiträge!!!

GLG Diddy

Schimmelschaf
09.09.2005, 14:59
Das Mädchen, von dem ich geschrieben habe, war ebenfalls in einer Klinik für "mädchen mit schweren Essstörungen" und als sie rauskam hat sie mit genau dem gleichen schei** angefangen. Es bringt wirklich nichts, ich lasse sie jetzt ich sag mal ... links liegen, jedenfalls ihr Problem, denn was aufgefallen ist, dass sie immer von ihrem Klinikaufenthalt und ihrer "Krankheit" erzählt, einige bemitleiden sie noch. Verändern wird sie sich nicht, auch nicht durch einen einmonatigen Aufenthalt in der Psychiatrie.
Diddy, es wird Zeit, das wir beide wieder telen ;-)

Diddy
09.09.2005, 15:06
Das Mädchen, von dem ich geschrieben habe, war ebenfalls in einer Klinik für "mädchen mit schweren Essstörungen" und als sie rauskam hat sie mit genau dem gleichen schei** angefangen. Es bringt wirklich nichts, ich lasse sie jetzt ich sag mal ... links liegen, jedenfalls ihr Problem, denn was aufgefallen ist, dass sie immer von ihrem Klinikaufenthalt und ihrer "Krankheit" erzählt, einige bemitleiden sie noch. Verändern wird sie sich nicht, auch nicht durch einen einmonatigen Aufenthalt in der Psychiatrie.
Diddy, es wird Zeit, das wir beide wieder telen ;-)

Klaaa, soll ich dich heudde Abend gegen 22.30 anrufen? Oder eher, bissu dann zuhause???
hmm, was meinen Klinikaufenthalt angeht, ich rede hier mit eg niemanden drüber, könnte ich gar nicht....:-nix
Und naja, was meine "Krankeheit" angeht....darüber rede ich erst Recht mit niemanden (außer mit meinem Thera^^ und einer gewisse Person)!
Außerdem...wenn ich ständig drüber rede, wie soll ich es dann jemals vergessen, was alles passiert ist, was heißt vergessen, das werd ich es wohl nie, aber wie soll die Erinnerung daran schwächer werden, wenn ich immerzu drüber rede...Wenn mich jemand darauf anspricht sage ich immer: "Das ist Vergangenheit, da möchte ich jetzt nicht drüber reden" oder sowas in etwa!....aber ich kann da gar nicht so offen drüber reden... :-nix

GLG Diddy

Eilika
09.09.2005, 20:24
Es ist zwar alles eigentlich schon gesagt, denke ich, aber ich wollte das doch noch loswerden, dass ich das bei meinem Bruder auch miterlebt habe...auch wenn das bei Jungs eher selten ist, aber es war auch richtig heftig...
Er hat sich bei einer Größe von 1,76 auf 42 Kilo runtergehungert und das über bestimmt fast 2 Jahre und ich denke, dass es am Ende bei ihm ziemlich knapp war...und die ganze Familie war eigentlich total hilflos; es war nicht so, dass wir das nicht gesehen hätten, aber er hat sich halt gerade von uns überhaupt nichts sagen lassen, uns auch nach Strich und Faden belogen und sich da auch jede Menge Tricks und Ausreden ausgedacht. Irgendwann wollte er dann ne Therapie machen, hat aber von einigen Kliniken zu hören bekommen, dass sie keine Männer nehmen wegen der Gruppendynamik und war dann so gefrustet, dass er dann auch nicht mehr wollte; aber er hat es dann irgendwie alleine geschafft, sich da wieder rauszuziehen, irgendwann hat es wohl Klick gemacht, ich bewundere das auch nach wie vor total!! Ich hätte nämlich wenn ich ehrlich bin nicht dran geglaubt, dass er das alleine schaffen kann. Mittlerweile wiegt er wieder deutlich über 60 Kilo und ich denke, er geht ihm wieder ziemlich gut und er hat sein Leben ganz gut im Griff...

Biggi0001
09.09.2005, 22:28
...daß sich der Arzt tatsächlich drum kümmert.

Ich habe die Diskussion mit Interesse verfolgt, speziell die darin ausgedrückte Hoffnung, daß sich doch sicher jemand drum kümmern würde....meine eigene Erfahrung sieht leider anders aus.

Ich war bis Mitte 2003 bei 1.70 Mtr. Körpergröße weniger als 50 Kg schwer (meist bei so 47 Kg) - allerdings wurde ich niemals, niemals darauf angesprochen, ob etwas nicht in Ordnung wäre. Erst als sämtliche Werte völlig entgleisten, speziell Kalium et.al. (Routineuntersuchung) und somit absolut offensichtlich war, daß etwas gravierend nicht stimmte, kam eine Reaktion, die hauptsächlich darin bestand, mich darauf aufmerksam zu machen daß ich kurz vor einer Herzinsuffizienz stünde.

Was man nicht sehen will......

Lieb grüßt Biggi0001

Dr.Nemo
09.09.2005, 22:35
Also ich denke mal auch, das nun alles gesagt wurde..
Vielleicht kann das Thema geschlossen werden??
:-nix
Es gibt weitaus "kompetentere" Foren zum Thema Essstörungen. Ohne natürlich Medi-F zunahe treten zu wollen!!! Es fallen mir grad auch keine Worte ein, um das besser zu erklären :-blush

Aber hier finden grad solche indirekten Vergleiche, wie "wer hat weniger gewogen, welcher BMI war niedriger, wem ging es schlechter" keinen geschützten Rahmen.., dies wird nicht editiert und kann nur wieder triggern..


Grüße

username
09.09.2005, 23:32
Also ich denke mal auch, das nun alles gesagt wurde..
Vielleicht kann das Thema geschlossen werden??
:-nix
Es gibt weitaus "kompetentere" Foren zum Thema Essstörungen. Ohne natürlich Medi-F zunahe treten zu wollen!!! Es fallen mir grad auch keine Worte ein, um das besser zu erklären :-blush

Aber hier finden grad solche indirekten Vergleiche, wie "wer hat weniger gewogen, welcher BMI war niedriger, wem ging es schlechter" keinen geschützten Rahmen.., dies wird nicht editiert und kann nur wieder triggern..


Grüße

hmmm, da hast du wohl recht, dass sich einige davon ge-triggert fühlen könnten, aber..mal ehrlich, man kann sich von so einigen Dingen getriggert fühlen.
Wir befinden uns hier nicht in einem Selbsthilfe-Forum für Essgestörte, wo solche Daten tabu wären...und wenn ich mir nochmal die Beiträge durchlese, dann finde ich nicht, dass hier eine Art Wettkampf stattfindet. Der BMI steht ja nicht in der Signatur und niemand prahlt mit seinem Leid, nach dem Motto "Stellt euch nciht so an..ich hatte..."
(Eilika schrieb über ihren Bruder, dem es jetzt wieder besser geht und Biggi wollte damit nur sagen, dass man die Verantwortung als Außenstehender nicht von sich schieben sollte, da es sonst tötdlich enden könnte, die Zahlen sind also nicht zusammenhangslos in den Raum geworfen worden.)

Als Kompromiss: Vielleicht könnte ja der Thread-Eröffner seinen ursprünglichen Beitrag ändern und schreiben, dass das ganze für Menschen mit einer ES ungesund sein kann.

teletubs
10.09.2005, 10:06
...

Aber hier finden grad solche indirekten Vergleiche, wie "wer hat weniger gewogen, welcher BMI war niedriger, wem ging es schlechter" keinen geschützten Rahmen.., dies wird nicht editiert und kann nur wieder triggern..

...

*michmalkurzzwischenschalte* :-blush

es ist ja kein ES-forum! und es gibt genug andere ES-verherrlichende seiten, wo sich die leute den gewissen kick holen! und wer es wirklich schaffen möchte aus diesem teufelskreis rauszukommen, den sollten die zahlen langsam egal werden!

Diddy
10.09.2005, 11:00
hmmm, da hast du wohl recht, dass sich einige davon ge-triggert fühlen könnten, aber..mal ehrlich, man kann sich von so einigen Dingen getriggert fühlen.
Wir befinden uns hier nicht in einem Selbsthilfe-Forum für Essgestörte, wo solche Daten tabu wären...und wenn ich mir nochmal die Beiträge durchlese, dann finde ich nicht, dass hier eine Art Wettkampf stattfindet. Der BMI steht ja nicht in der Signatur und niemand prahlt mit seinem Leid, nach dem Motto "Stellt euch nciht so an..ich hatte..."
(Eilika schrieb über ihren Bruder, dem es jetzt wieder besser geht und Biggi wollte damit nur sagen, dass man die Verantwortung als Außenstehender nicht von sich schieben sollte, da es sonst tötdlich enden könnte, die Zahlen sind also nicht zusammenhangslos in den Raum geworfen worden.)

Als Kompromiss: Vielleicht könnte ja der Thread-Eröffner seinen ursprünglichen Beitrag ändern und schreiben, dass das ganze für Menschen mit einer ES ungesund sein kann.


Also wo soll ich jetzt was schreiben :-))
Es tut mir Leid, falls das Thema nicht so auf diese Seite gepasst hat, aber ich wollte halt irgendwas tun um ihr zu helfen und wusste nicht wo ich mich erkundigen sollte...sry Und da ich ja sowieso hier in diesem Forum Mirglied bin dachte ich, schreibste mal hier rein...
Wenn ihr den Theard schließen wollt, könnt ihr das auch machen,
mir hat es sehr geholfen und nochmals VIELEN DANK an alle!!!

Viele liebe Grüße

Diddy

Dr.Nemo
10.09.2005, 11:06
und wer es wirklich schaffen möchte aus diesem teufelskreis rauszukommen, den sollten die zahlen langsam egal werden!

Na als wenn das mal so einfach wäre......

Rico
10.09.2005, 11:34
Also wo soll ich jetzt was schreiben :-))
Es tut mir Leid, falls das Thema nicht so auf diese Seite gepasst hat, aber ich wollte halt irgendwas tun um ihr zu helfen und wusste nicht wo ich mich erkundigen sollte...sry Und da ich ja sowieso hier in diesem Forum Mirglied bin dachte ich, schreibste mal hier rein...
Wenn ihr den Theard schließen wollt, könnt ihr das auch machen,
mir hat es sehr geholfen und nochmals VIELEN DANK an alle!!!Also ich halte diesen Thread nicht für schließungswürdig. :-meinung

@Diddy
Wir haben vor einiger Zeit die Fachsimpelei für reale Fälle freigegeben, von daher war es völlig okay, diesen Fall hier zu posten. Wie der Thread sich weiter entwickelt, darauf hat man ja als Threadstarter eh nur noch sehr begrenzten Einfluß.

@Steffi
Ich kann den Gedanken mit den "indirekten Vergleichen" nachvollziehen, halte ihn aber in diesem Fall nicht für berechtigt.
Die Leute, die hier ihren BMI erwähnt haben (einschließlich Dir selbst) haben das getan, um ihre Position in der Diskussion anzuzeigen, sprich ob sie mehr auf ärztlicher/studentischer Seite oder mehr auf der Patientenseite stehen.
Sollte sich hier offensichtlich ein Wettbewerb zwischen einigen Patienten noch entwickeln, so kann man die entsprechenden Beiträge ja immer noch löschen.
Den thread zu schließen würde ja nix daran ändern, daß man ihn weiterhin öffentlich lesen könnte - und löschen würde ich ihn eigentlich nicht, da ich ihn für einen der eher wertvollen Threads halte (u.a. weil mit viel Fachwissen gefüllt), sodaß er schon weiterhin für Suchfunktion u.a. zur Verfügung stehen sollte.

Das ist übrigens alles meine private Meinung und kein Moderationsbeschluß von ML.

Dr.Nemo
10.09.2005, 15:44
Hallo Rico

du hast mit Sicherheit Recht..

War selber lange Zeit in einem besagten Forum stark aktiv, in dem es strenge Regeln gab..

Vielleicht hatte ich nur keinen guten Tag oder ich bin da vielleicht auch noch recht routiniert, was diese Regeln angeht,......
:-blush

*keinem-vor-den-Kopf-stossen-wollte*

supamaus007
27.03.2006, 22:57
So... muss diesen Thread einfach mal wieder aufwärmen. Gut, dass er noch da ist!

Ich habe mich in den letzten Tagen aufgrund eines Beitrages im TV mal mit der Anorexie und Bulimie auseinandergesetzt. Nachdem ich dann so einiges an fachlichem Hintergrund gelesen hatte, war ich etwas enttäuscht, dass ich im i-net nicht so wirklich rausfinden konnte, was man denn jetzt speziell als Arzt mit einem Mädel macht, das an eine Essstörung leidet und ins KH eingeliefert wird.
Mich interessiert sowas wie:

-Mehrbettzimmer contra Einbettzimmer
-Klo besser auf dem Flur oder mit Zugang IM Zimmer?
-Was gebe ich dem Mädel/dem Jaust zu futtern?? (ich denke mir, dass sie wohl das KH-Essen ablehnen werden, oder?)
-Viele trinken sich ja auch mit Wasser satt, um nicht essen zu wollen. Soll man die Trinkmenge auf z.B. 3 Liter oder beschränken? Ist das contraproduktiv?
-Muss ich noch in der akuten Situation (also auf Station) den Psycho hinzuziehen oder erst, wenn es dem Patienten wieder gut geht und entlassen wird??
-In wie weit ist das Pflegepersonal an die Schweigepflich gebunden, wenn sie/er sich tatsächlich mal ausquatscht?
-In welchem Fach wird die Essstörung abgehandelt? Psychiatrie?

So, ich glaube das wars erstmal...
Ich hab auch schon einen Versuch in einem proANA-Forum gestartet, aber als die nur hörten, dass ich Medizin studiere, haben die meisten dicht gemacht und wollten mir nicht sagen, wie sie behandelt werden wollten. Auch zureden half da gar nicht...
:-nix

P.S. Uaaaaaaaaahhhhhhhhh!!! :-(( Ich gehöre zum Feindbild!!!

Tse Tse
28.03.2006, 02:23
Ich bin kein Crack auf dem Gebiet, kann vielleicht einfach nur ein paar Sachen dazu schreiben, die mir einfallen und über Eindrücke berichten, die ich erlebt habe. Wie das im speziellen und individuellen Fall bei Patienten ist, kann ich natürlich nicht sagen.

-In welchem Fach wird die Essstörung abgehandelt? Psychiatrie?
Hab Patienten in meiner Ausbildung auch in der Inneren auf einer psychosomatischen Station erlebt (oder besser: die Station war hauptsächlich eine kardiologische, bzw. Patienten mit Gefäßerkrankungen wurden dort behandelt. Hatte aber seltsamerweise 1/3 der Betten aus dem Fachgebiet Psychosomatik).
Die Patienten befanden sich hier allerdings nicht in einer akut lebensbedrohlichen Situation.

Mehrbettzimmer contra Einbettzimmer
Dort waren jedenfalls Patienten ohne und mit Essstörungen zusammen in 2- oder 3-Bettzimmern. Fachlich kann ich das nicht diskutieren, was da Stand der Dinge ist und als vorteilhafter angesehen wird.
Hab es aus meiner Sicht als gut empfunden. Die nichtpsychosomatischen Patienten haben, glaub ich zumindest, ohne das groß zu wissen, einen guten Einfluss gehabt. Auf den Fluren und in den Aufenthaltsräumen, wenn die Patienten mit Essstörungen dann unter sich waren, haben sie sich enorm reingesteigert und gegenseitig ganz kille gemacht. Toiletten waren nicht in den Zimmern, nur eine Waschgelegenheit.
An Essen gab es eigentlich eines der 3 Standardmenüs, wobei es auch Extrawünsche/Anforderungen je nach Erfordernis von Zeit zu Zeit gab (kalorienreichere Kost, nen Extrabrei, leichtere Kost, mehr Obst, so was in die Richtung).

Viele trinken sich ja auch mit Wasser satt, um nicht essen zu wollen. Soll man die Trinkmenge auf z.B. 3 Liter oder beschränken? Ist das contraproduktiv?
Die Therapien waren recht individuell, aber es gab so etwas wie ein 'Abkommen/Behandlungsplan' – eine (durchgeführte) Einschränkung der Trinkmenge ist mir nicht mehr erinnerlich, aber bei einer jungen Patientin gab es eine Einschränkung der körperlichen Aktivitäten/Sport und einzuhaltende Ruhezeiten.

In wie weit ist das Pflegepersonal an die Schweigepflicht gebunden, wenn sie/er sich tatsächlich mal ausquatscht?
Ich weiß nicht genau was du meinst, Schweigepflicht besteht m.E. gegenüber Dritten (Angehörigen) – aber eine Schweigepflicht des Pflegenden z.B. gegenüber des Arztes bei medizinisch relevanten Dingen, die einem der Patient anvertraut, gibt es doch nicht? Belehrt mich eines besseren, wenn ich hier etwas zusammenfasele ;-)

Wie bereits erwähnt, den fachlichen Standpunkt einiger Dinge, was als sinnvoller angesehen wird, kann ich nur schwer diskutieren. Dazu fehlt mir die Kompetenz.

teletubs
28.03.2006, 06:36
Ich hab auch schon einen Versuch in einem proANA-Forum gestartet...


naja, kein wunder, dass die dicht gemacht haben... :-(( ich denke, viel dort wissen, was sache ist, aber sind einfach nicht willig etwas zu ändern bzw. es ist ihr lifestyle! :-nix

es gibt aber genügend andere foren, wo die leute sich gegenseitig versuchen aus dem schlamassel zu ziehen...wo man durchaus auch professionelle hilfe findet!

ansonsten...zu deinen fragen...kann mich da nur tse tse anschliessen. sicherlich muss man immer individuell entscheiden, wie, was, wann etc.pp...da sich die patienten, hier ja oft patientinnen, in unterschiedlichen "stadien" der krankheit befinden...du kannst dir den mund fusselig reden und tun und machen, was du willst, wenn irgendwo keine einsicht da ist...die lassen sich dann vielleicht "aupäppeln" und im alltag geht das spiel von vorne los...und halt noch die, die irgendwo merken, dass die kacke am dampfen ist und da raus wollen...auch wenn der weg schwer ist. :-((

Dr.Nemo
28.03.2006, 09:02
-Mehrbettzimmer contra Einbettzimmer

Ich denke das ist individuell zu entscheiden, da kann man keine Einheitsregel finden. Wobei ich nicht unbedingt zwei "Akut-Essgestörte" zusammenpacken würde.. Das triggert wohl eher, statt zu fördern, der Konkurrenzdruck á la "der/die ist viel dünner" ist wieder höher

-Klo besser auf dem Flur oder mit Zugang IM Zimmer?

Klo ist besser auf dem Flur.
Kenne Regelungen, dass man nach den Mahlzeiten von dem Pflegepersonal "bewacht" wird und auch überhaupt kein Klogang erlaubt ist..
Klo im Zimmer hilft einem bulimisches Verhalten zu erlernen..


-Was gebe ich dem Mädel/dem Jaust zu futtern?? (ich denke mir, dass sie wohl das KH-Essen ablehnen werden, oder?)

Dazu haben einige Psychologen und Ernährungswissenschaftler Konzepte ausgearbeitet.. Die Mahlzeiten / Kalorieneinheiten pro Tag werden dort festgelegt. Abhängig von Größe, Alter, Gewicht.. Das heißt z.B. 2200 kcal. Erst ab einem bestimmten Gewicht darf der Patient wieder autonomer entscheiden, nimmt er wieder ab, rutscht er wieder in Bereiche in denen er wieder vorgegebene Menge essen muß, sonst wird mit Nahrungsergänzungsdrinks aufgerechnet.
Alles sehr streng!!!!!! Das klingt schockierend, aber essgestörte Menschen sind seeeehr gut im tricksen!!

-Viele trinken sich ja auch mit Wasser satt, um nicht essen zu wollen. Soll man die Trinkmenge auf z.B. 3 Liter oder beschränken? Ist das contraproduktiv?

Nein. Viele Essgestörte Menschen trinken im akuten Zustand eher weniger, um entsprechend schlanker zu werden. Entsprechend dehydrierter sind sie.
Wichtig ist, darauf zu achten, das die Pat nicht vor dem Wiegen direkt 3 Liter trinken!!!! Sowas gibt es!!


-Muss ich noch in der akuten Situation (also auf Station) den Psycho hinzuziehen oder erst, wenn es dem Patienten wieder gut geht und entlassen wird??

Psychotherapien sind erst dann sinnvoll, wenn das lebensbedrohliche Gewicht nicht mehr besteht, wenn die Nahrungszufuhr und die Rebellion dagegen erstmal halbwegs stabilisiert ist. Erst dann kann sie der Pat mit dem "warum" auseinandersetzen. Dann ist eine Kombination von Psychotherapie, Körperbildtraining und Ernährungs-Aufklärung sinnvoll.
Aber nicht erst wenn er entlassen wird!!

-In wie weit ist das Pflegepersonal an die Schweigepflich gebunden, wenn sie/er sich tatsächlich mal ausquatscht?

Es ist immer an die Schweigepflicht gebunden, aber nicht in Bezug auf Kollegen.

-In welchem Fach wird die Essstörung abgehandelt? Psychiatrie?

Ja


Das du bei proAna nicht landen konntest, kann ich gut verstehen, das wird auch in anderen Foren so sein :-nix

supamaus007
28.03.2006, 15:01
Bor!!!!
Da bleibt ja keine Frage offen!!!! Erstmal danke!! Das waren halt so die Sachen, wo ich echt mal wissen wollte, was ihr so drüber denkt.

edit:
DIe Mädels im ProAna-Forum habe sich übrigens beruhigt und mir dann doch ein wenig Ausknft gegeben. Ich gebe das mal gekürzt und unreflektiert wieder:

"Ich glaube ein männlicher Arzt wäre bei mir fehl am Platze, zumindest wenn er mit mir über meine ES reden möchte. Männer können sowas nicht verstehen"

"Also ich persönlich würde lieber mit einem Mann sprechen, denn eine Frau würde ich dann eher als Konkurenz sehn die nur will, dass ich fett werde, weil sie es z.B. ist, oder auch nicht ist und besser aussehn will!

Jemand der nicht ES ist kann es sowieso nicht verstehen, egal ob MANN oder FRAU macht keinen Unterschied!

Aber was du aufs Zimmer stellen könntest:
Wasser, Vitamintabletten, Gemüse, Obst, einfach Nahrungsmittel mit wenig fett und kcal!

Was anderes werden sie sowieso nicht essen wenn sie was essen!"

"Ich find es gut dass du dich danach erkundigst. Trotzdem weiß ich nicht, ob es möglich ist,den Mädchen den Aufenthalt irgendwie zu erleichtern, außer halt sie nicht zum Essen zu zwingen.
Und es wäre bestimmt besser, ihnen keine Moralpredigten zu halten was sie mit ihrem Körper angestellt haben, weil das wissen, die Meisten, denke ich mal, ziemlich gut."

Ich fand es echt beeindruckend, wie sachlich mein Interesse nach dem anfänglichem Gezeter behandelt wurde und einige jetzt auch schreiben, dass sie es gut finden, wenn sich Medis mal durchfragen. Auch wenn ich bei einigen Sachen (Vitamin-Tabletten auf dem Zimmer beispielsweise) eher Vorsicht walten lassen würde

:-D Bin kein Feidbild mehr!!!! Juhuuuuuuuuuuu! :-music :-party :-) :-D

Hoppla-Daisy
19.06.2006, 19:34
Hab heute von einer Mutter erfahren, dass in der Klasse ihres Sohnes (4. Klasse!) ein Mädchen magersüchtig ist, weil man sie immer wegen ihres Speckchens auf den Hüften gehänselt hatte...

Schimmelschaf
20.06.2006, 15:25
Solche Fälle werden bestimmt noch zunehmen. Die Kiddis werden halt immer frecher. Kaum einer von denen hat noch Repsekt vor anderen.