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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Arztberuf in der Presse



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nightingale
26.02.2006, 20:27
Spiegel: Ärzte wollen von Patienten Vorkasse für Medikamente.
Objektiv geschrieben, aber die A****-Karte kriegt mal wieder wer?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,403267,00.html

Sebastian1
26.02.2006, 20:40
Ich hab den Beitrag gelesen und finde schon allein Titel und Gliederung deutlich positioniert und keinesfalls objektiv - weswegen ich mich über den Artikel geärgert habe. Dass die ganze Geschichte im übrigen bereits jetzt (auch) auf dem Rücken der Patiuenten ausgetragen wird verschweigt der Artikel ganz wunderbar.

turinep
26.02.2006, 22:06
Spiegel: Ärzte wollen von Patienten Vorkasse für Medikamente.
Objektiv geschrieben, aber die A****-Karte kriegt mal wieder wer?


Heute beim Brötchen holen ist mir diesbezüglich die Schlagzeile der BamS aufgefallen: "Ärzte werden immer dreister!"

abi2005
27.02.2006, 13:05
"spigel" halt....die bessere "bild"

nightingale
27.02.2006, 18:54
Schade, auf der Bild-Homepage habe ich diesen Artikel leider nicht mehr gefunden...

Dafür fand ich dort aber Hilfe zur Selbsthilfe (wenn mal kein Arzt mehr da ist)!

Trojan
27.02.2006, 19:35
(wenn mal kein Arzt mehr da ist)!

...was nicht mehr lange dauern wird, wenn das so weitergeht :-(

Rugger
28.02.2006, 18:59
Auch die Geo berichtet in ihrer neuen Ausgabe über den Alltag deutscher Mediziner: Link (http://www.geo.de/GEO/service/hefte/GEO_aktuell.html?linkref=geode_rechtespalte_heftbo x) (Artikel leider anscheinend nicht online verfügbar)....jetzt isser verfügbar:
Link. (http://www.geo.de/GEO/kultur_gesellschaft/gesellschaft/2006_02_GEO_aerzte/index.html?linkref=geode_teaser_large_mehr&SDSID=85535300000021141153077) :-top

R.

Rugger
28.02.2006, 20:38
Habe den Geoartikel gelesen. Der schildert die Situation zwar aus der Ärztesicht, ist aber sehr pathetisch und z.t. sogar reisserisch geschrieben.Klar, der Tod des Oberarztes ist schon etwas reisserisch, aber ansonsten finde ich den Artikel wiklich gut! Gibt gerade Aussenstehenden einen realistischen Blick in den Klinikalltag, und das kann nun wirklich nicht schaden!

R.

Fraggle
03.03.2006, 23:49
die budget-reduzierung zeigt Folgen...

fraggle


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Masseure hängen am Tropf
Budget-Reduzierung der Ärzte wirkt sich auf Heilmittelverordnung aus - Weniger Rezepte

Das wird sich für die Patienten noch bitter rächen", sagt Christian Streibert. Der Masseur spricht über die Kürzung der Budgets, die den Ärzten für Rezeptverschreibungen zur Verfügung stehen. Sie führt dazu, dass viele Ärzte immer weniger Massagen oder Zusatzleistungen wie Fango-Packungen verschreiben. "Die Folgen für die Volkswirtschaft werden nicht ausbleiben, wenn die Erhaltung der Arbeitskraft nicht mehr im Vordergrund steht", prognostiziert Streibert.

Die Ärzte bekommen von der Kassenärztlichen Vereinigung eine Richtgröße für die so genannte Heilmittelverordnung zugewiesen. Danach darf jeder Arzt im Quartal nur bis zu einem maximalen Betrag Rezepte verschreiben. Akzeptiert wird eine Überziehung bis zu 15 Prozent. Danach drohen den Ärzten drastische Honorarabzüge.

(...)





zum weiterlesen:

http://www.suedkurier.de/lokales/konstanz/art1077,1938002.html?fCMS=a417563e100af7a636bd6bcb fa80faea

Fraggle
03.03.2006, 23:58
interview mit lauterbach...

sendetermine:

Fr, 03.03.06, 21.00 Uhr

Sa, 04.03.06, 00.00 Uhr

Mo, 06.03.06, 09.15 Uhr




fraggle


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Alexander Kähler mit Prof. Karl Lauterbach

Rente mit 67 ist "sinnlos" und "ungerecht", meint Prof. Karl Lauterbach. Der Mann mit der markanten Fliege am Kragen gilt als Ausnahmepolitiker und tauschte für ein SPD-Bundestagsmandat seine Professur an der Kölner Universität. Karl Lauterbach hat sich seinen Weg in den Bundestag erkämpft und setzt sich dort für grundlegende Veränderungen ein. Sein Traum ist ein Experten-Parlament, und damit setzt er hohe Maßstäbe an sich und seine Kollegen. Der Neue im Bundestag macht sich eigene Gedanken zur Verbesserung des Rentensystems, auch entgegen der Meinung seiner Partei. Gerade legte er eine Studie seines Instituts vor, nach der im Rentensystem die Reichen von den Armen profitieren.

Seine bisherigen Erfolge lesen sich wie eine Bilderbuchkarriere: Nach dem Studium der Medizin promovierte er in Harvard. Mit 35 Jahren wird er Leiter des Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie und wird jüngster C4-Professor in Köln. Als Mitglied des Sachverständigenrates wurde er binnen kurzer Zeit zum engsten Berater von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD).




Info auch hier:

http://www.phoenix.de/im_dialog/2006/03/03/0/64065.1.htm

Fraggle
06.03.2006, 21:06
hier ein ziemlich guter artikel, mit welchen schwierigkeiten frauen bei der bewerbung als ärztin konfrontiert werden können...


fraggle


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Gräßler, Nora
Diskriminierung junger Ärztinnen: Als Frau nur zweite Wahl
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 9 vom 03.03.2006, Seite A-572


Das Protokoll eines Bewerbungsgesprächs für eine Assistenzarztstelle im November 2005 belegt die fehlende Gleichberechtigung von Frauen auch oder gerade im Krankenhausbereich. Das Gespräch fand im Beisein von zwei Oberärztinnen und einer Frau aus der Verwaltung statt.
Zunächst erkundigte sich der Chefarzt der Klinik nach meiner Motivation für das Fach und fragte nach Hobbys, Interessen und Herkunft. Es folgte eine Oberärztin mit ihren Fragen, welche sich ausschließlich um private Dinge wie Kind, Anfahrtsweg, Unterbringung des Kindes und die Tätigkeit meines Mannes drehten. Ich wurde also gefragt, ob ich ein Kind habe und wie meine Vorstellungen wären, beides, Beruf und Kind, bewältigen zu können. Ich bejahte die Frage nach dem Kind und fügte verunsichert hinzu, dass kein weiteres mehr folgen sollte. „Sie können uns ja viel erzählen“ musste ich mir daraufhin anhören. Ich stellte demnach eine potenzielle Gefahrenquelle dar, weil ich wegen meines Geschlechts jederzeit wieder ausfallen könnte.
Die nächsten Fragen kamen von der Frau aus der Verwaltung. Diese erläuterte, dass ich eine Schwangerschaftsvertretung für zwei Jahre sei, weil, so der Chefarzt mit grimmiger Miene: „die uns vor einigen Tagen erzählt hat, was da so im Busch ist!“. Weiter fragte die Verwaltungsfrau, wer noch da sei, um sich um mein Kind zu kümmern. Wie viele Großeltern einspringen könnten und was sei, wenn das Kind krank würde.

(...)

Nach einiger Zeit endete mein Vorstellungstermin mit den Worten: „Sie verfügen also über eine sehr gute Qualifikation und hätten sogar die Voraussetzungen für eine Anstellung bei meinem damaligen sehr strengen und anspruchsvollen Chef erfüllt. Aber Sie wissen ja, wie das ist, wenn sich ein Mann mit Ihnen bewirbt, werden wir den bevorzugt einstellen.“

(...)




zum weiterlesen hier klicken:

http://aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=50457

Fraggle
11.03.2006, 20:14
in der süddeutschen gefunden...

fraggle


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10.03.2006 13:58 Uhr

Arbeitsmarkt

Der Exodus der Ärzte

Drei Mediziner erklären, warum sie Deutschland verlassen haben – und einer, warum er wieder zurückkehrte.



Die deutschen Ärzte leiden – unter langen Arbeitszeiten, ausufernder Bürokratie, herrischen Chefärzten und einer verhältnismäßig schlechten Bezahlung. Die steile Karriere im Krankenhaus oder die gut gehende eigene Praxis scheint für die meisten jungen Mediziner in weite Ferne gerückt zu sein.

Etwa jeder zweite Medizin-Studienanfänger wird später nicht in Deutschland praktizieren. Vor allem im Osten und in ländlichen Regionen bleiben in Krankenhäusern und Praxen immer mehr Stellen unbesetzt. Die gut und teuer ausgebildeten Fachärzte gehen in die Industrie, in die Gesundheitsbürokratie oder sie suchen ihr Glück im Ausland.

Mit 2600 deutschen Ärzten gilt Großbritannien laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung als beliebtestes europäisches Asyl unzufriedener Mediziner. Hoch im Kurs liegen aber auch Schweden, Norwegen und die Schweiz. Peter Gaide hat mit drei Aussteigern und einem Heimkehrer gesprochen.

(...)



zum weiterlesen hier:

http://www.sueddeutsche.de/,jkm3/jobkarriere/erfolggeld/artikel/777/71706/

Fraggle
14.03.2006, 18:21
ÄRZTE-URABSTIMMUNG

Streiken für bis zu 30 Prozent mehr Gehalt

Bei den Ärzten an den deutschen Unikliniken stehen die Zeichen auf Arbeitskampf: Die Mediziner wollen für mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen streiken - unbefristet.

Berlin - Patienten in den Universitätskrankenhäusern müssen sich wohl darauf gefasst machen, dass ab Donnerstag nur noch die Versorgung von Notfällen sichergestellt ist. Nach vorläufigen Ergebnissen der heutigen Urabstimmung zeichnete sich eine überwältigende Mehrheit von weit über 90 Prozent für den Ausstand ab, sagte ein Sprecher der Ärztegewerkschaft Marburger Bund.

Das Endergebnis der Urabstimmung soll morgen bekannt gegeben werden. Dann will der Verband auch mitteilen, wo zuerst gestreikt werden soll. Der Streik kann beginnen, falls mindestens 75 Prozent der Teilnehmer in der Urabstimmung mit Ja stimmen.

(...)



weiterlesen hier:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,405985,00.html

Hellequin
15.03.2006, 11:56
Weiterer Artikel im Spiegel-online über den kommenden Ärztestreik:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,406095,00.html

"Die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) hat die geplanten Arbeitsniederlegungen dagegen begrüßt. "Wir sind froh über den Streik", sagte DGVP-Vorstandsmitglied Wolfram Candidus der Nachrichtenagentur AFP.

Damit werde klar, dass sich im Gesundheitssystem etwas ändern müsse. Statt die notwendigen strukturellen Veränderungen anzugehen, habe die Politik in den vergangenen Jahren einseitig auf Kostensenkungen gesetzt, kritisierte er. Die daraus resultierenden schlechten Arbeitsbedingungen für Ärzte machten auch Patienten zu schaffen. Die Qualität der Behandlungen habe abgenommen. Zwar hätten die Patienten durch den Streik Nachteile wie längere Wartezeiten zu befürchten, sagte Candidus. "Aber das muss man in Kauf nehmen, damit sich was verändert.""

:-)

Fraggle
15.03.2006, 12:04
"Wir haben eine Streikkasse..."
"Der Marburger Bund ist kein Chefarzt-Verbund..."


:-music
interview (5,5 minuten) zum hören mit montgomery (marburger bund) auf tagesschau.de !
:-music :-music


fraggle
:-music


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hier klicken:

http://www.tagesschau.de/audio/0,2773,OID5330742_RESms_PLYinternal_NAV,00.html

Fraggle
15.03.2006, 18:45
Klinikärzte wollen streiken
Sendung: tagessschau, 15:00 Uhr, 15.03.06
Ansgar Hocke, RBB


hier klicken:

http://www.tagesschau.de/video/0,1315,OID5332110_RES_NAV_BAB,00.html

Fraggle
15.03.2006, 18:48
noch ein interview:

fraggle


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Interview, 15.03.2006, 06:47 Uhr
Montgomery: Streik beginnt morgen


An mehreren deutschen Universitätskliniken legen am Donnerstag die Ärzte die Arbeit nieder. Bei einer Urabstimmung votierten über 98 Prozent für einen bundesweiten unbefristeten Ausstand, teilte der Marburger Bund - die Organisation der Klinikärzte - mit.

Über die Forderungen der Ärzte sprach Alexander Krahe mit Frank-Ulrich Montgomery, dem Chef des Marburger Bundes, das ist die Organisation der Krankenhausärzte

Das Interview im Wortlaut:

Krahe: Wie viele Ärzte haben sich an der Urabstimmung beteiligt?

Montgomery: Die Beteiligung ist gewaltig. An den Unikliniken arbeiten etwa 22.000 Ärzte, davon sind etwa die Hälfte Mitglieder bei uns. Ich glaube, wir werden Beteiligungen im ganz hohen Prozentbereich bekommen. Die Arbeitgeber werden sich wundern, was in den nächsten Wochen an den Unikliniken los sein wird, wenn sie nicht mit uns verhandeln.

Krahe: Heißt das, ab Donnerstag wird gestreikt?

Montgomery: Ab Donnerstag wird an verschiedenen Universitätsstandpunkten gestreikt. Wir werden aber nicht einen flächendeckenden Streik in der ganzen Bundesrepublik vom gleichen Muster machen, sondern wir werden sehr intelligente Streikformen anwenden - wobei man mal an der einen Uni und mal an der anderen streikt, sodass die Arbeitgeber es spüren.


(...)




zum weiterlesen und anhören hier:

http://www.inforadio.de/radiotoread.do?pid=594&subpage=null&command=detailview&dataid=109142

Rugger
15.03.2006, 21:55
Die SZ (http://www.sueddeutsche.de/,tt1m3/deutschland/artikel/100/72028/) und das Ärzteblatt (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23437) zum Thema.
Bloß für den Fall, daß ihr in einer Diskussion Munition braucht... ;-)

Rugger,
solidarisch mit allen Streikenden!

Fraggle
16.03.2006, 23:36
Ein Job sie zu knechten,
sie alle zu schinden,
ins Dunkle zu führen
und ewig zu binden.


:-)) :-)) :-))

Fraggle
17.03.2006, 17:36
leute, werdet arzt u lasst euch in den vorstand der kv en wählen. eine interessante veröffentlichung hier, besonders wenn man auf der seite auf den link "gehälter" klickt. fürs herumsitzen in gremien 200 000 euro.

ps. aber nicht vergessen, die kinnlade nach dem herunterklappen wieder zu schliessen ;-) .



...
jaja, das ganze system hat kein geld, blabla, der patient muss es bezahlen, blablablubb, nein, unverschämte forderung, 30% mehr gehalt, sagte er und stieg in seinen von den patienten finanzierten dienstwagen, blablablubb blub blubber blubbeldiblupp....



fraggle



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Mitteilungen/Bekanntmachungen: Veröffentlichung der Gehälter der Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 9 vom 04.03.2005, Seite A-612 / B-516 / C-484
BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

In den amtlichen Bekanntmachungen dieser Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes werden jetzt erstmalig die Gehälter der auf sechs Jahre gewählten hauptamtlichen Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung veröffentlicht.
(...)
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder vieler Krankenkassen (und damit auch der Kassenärztlichen Vereinigungen) lagen ohne Boni (20 bis 30 Prozent) im Jahr 2004 in einer Größenordnung von 150 000 bis 220 000 Euro.

(...)



klickst du hier, staunst du:

http://aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=45709



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ps. 6 x 200 000 euro = 1,2 mill. euro
geile rechnung!!!

pps. wer von den zuständigen vorständen ist eigentlich für die einhaltung der arbeitszeiten in den krankenhäusern zuständig? und wenn nicht, wieso nicht? gibts was wichtigeres zu tun (ich meine natürlich ausser dem schweizer konto und dem segelboot in lübeck-travemünde etc. pp....)

ppps. wann sind denn wieder vorstandswahlen?? ich will mit-masturbieren in der grossen orgie "wie lutsche ich das system am effektivsten aus??"... :-D :-D :-D